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Bischofsheim Rundgang

 

Rundgang durch Bischofsheim

 

 

Kirche:

Entstehung wird zwei bis drei Jahrhunderte vor der Reformation angesetzt. Geweiht ist die Kirche dem Prothus und Hyacinthus (vgl. Schlußsteine des Gewölbes links und rechts der Orgel mit den Märtyrerinsignien Palmzweig/Bibel). Das Patronat hatte die Bartholomäuskirche in Frankfurt (heute Dom) gegen Mainz durchgesetzt.

Die Gemeinde war 1549 „schismatisch“, also vom alten Glauben abgewichen; aber der Pfarrer bejaht das „lnterim“ (den alten Glauben mit kleinen Änderungen), die Gemeinde wird bei einer Visitation noch als katholisch bezeichnet. Erster nachweislich evangelischer Pfarrer ist Konrad Reuhl (1555-1558).

Ob der Chorraum des Gotteshauses auf den Grundmauern der 862 beurkundeten Kapelle aufgebaut wurde, wird wohl kaum zu klären sein. Auffallend ist nur, daß dieser Chorraum gegenüber dem Kirchenschiff viel zu groß ist. Nach Meinung mancher Kenner soll die Kirche im 13. Jahrhundert erbaut sein. Wahrscheinlich wurde die Kirche aber um 1450 gebaut. Zwei starke Säulen tragen das ganze Kreuzgewölbe des Schiffes.

Im Jahre 1565 wurde die Kirchturmspitze neu errichtet. In einem Hanauer Regierungsprotokoll vom 12. November 1569 ist zu lesen, daß Erasmus Steindecker zur  „Vollführung des Kirchturmes noch etwas Geld bedürfe ..“. Schon vor 1618 gab es eine Turmuhr, die allerdings kein Zifferblatt hatte, sondern nur akustisch wirkte.  Im Jahre 1684 wurde die Nordseite mit Schiefer gedeckt, die Südseite etwas später. Ein steinerner Opferstock aus dem Jahre 1686 ist noch vorhanden.

Im Jahre 1730 wurde Leutnant von Kobloch im Chor der Kirche beigesetzt. Das Kirchenschiff erhielt 1832 einen neuen Anstrich, Kugel und Hahn wurden 1858 neu gefertigt.

Im Jahr 1885 wurde die  Orgel auf die Empore versetzt (bis 1967), im Chor hinter dem Altar wurden aufsteigende Bänke gebaut, eine neue Empore wurde an der Nordseite errichtet mit einem Treppenaufgang von außen. Die Kirche erhielt einen neuen Außen- und Innenputz und Bibelzitate an den Innenwänden.

Der Turm hat wie das Schiff im Laufe der Zeiten viel gelitten. Im 4. Februar 1944 brannte der Kirchturm im oberen Teil aus. Das Dach des Kirchenschiffs hatte ein Drittel seiner Schieferdeckung verloren, und so wurden im Laufe des Sommers 1949 verschiedene Reparaturarbeiten an der Kirche durchgeführt. So wurde unter anderem das Chordach mit Dachpappe belegt, die durch Bomben beschädigte Südwand repariert und der Kirchturm mit einem Notdach versehen.

Im Jahre 1950 wurde das Kircheninnere renoviert. Am 31. Dezember 1952 wurde durch einen Sturm das Notdach vom Turm gerissen. Im Jahre 1953 wird sodann mit dem Ausbau des Turmes begonnen. Im Jahre 1953 erfolgte die Wiederherstellung durch die politische Gemeinde, geldlich stark unterstützt durch die Kirchengemeinde und den Landeskonservator von Hessen.

Die drei Glocken (von 1679 und 1705) wurden in beiden Kriegen eingeschmolzen. Die aus dem Jahre 1714 stammende Glocke wurde spezialgeschweißt. In 1953 konnten durch Sammlungen in der Gemeinde wieder drei neue Glocken hinzugekauft werden, so daß das volle Geläut seit 1955 wieder in den Tönen f as b des vom Turm erschallen kann.

Bei der Ausmalung von 1953 kamen um die Schlußsteine alte Blumenornamente zum Vorschein, auf den Schlußsteinen selbst Bilder von Heiligen und Szenen aus dem Leben Jesu. Im Jahre 1956 wurde an der Südseite des Gotteshauses ein Gedenkraum für die Opfer der beiden Weltkriege angebaut.

Der Zustand in der alten Kirche erwies sich als untragbar, und deshalb entschloß man sich zum Umbau und Erweiterung der Kirche. Da die vorhandene gotische Kirche in ihrem Bestand erhalten werden mußte, konnte die Erweiterung deshalb nur in Nord‑Süd‑Richtung erfolgen und die Verbindung mit der alten Kirche durch Öffnen einer Seitenwand des Kirchenschiffs hergestellt werden. Im Erweiterungsbau sind an der Ost‑ und Westseite Emporen eingebaut, wovon die Westempore eine von der Firma Walcker (Murrhardt) gebaute Orgel aufnimmt. Das Kriegerdenkmal wurde in diesem Zusammenhang beseitigt. Die Kirche wurde am 30. Juni 1968 in einem Festgottesdienst in Gebrauch genommen.

Der Kirchhof erhielt 1666 zwei neue Tore, die Mauer ist von 1677. Im Jahre 1685 war er stark verwildert und wurde wieder instandgesetzt und die Tore erhielten neue Schlösser. An der Ostseite ist die alte Mauer noch erhalten, ebenso im Westen.

In Bischofsheim gibt es noch die katholische Kirche „St. Theresia vom Kinde Jesu“ Aus dem Jahre 1960.

 

Rathaus  (Alt-Bischofsheim 28):

Ab dem 15.Jahrhundert stand hier ein Fronhof. Dieser wurde 1845 für 6.000 Gulden von der Gemeinde gekauft und zum Schulhaus umgebaut. Von 1957 bis 1968 war hier die Gemeindeverwaltung untergebracht, bis dann an dieser Stelle das heutige Rathaus gebaut wurde. Es gibt eine Fotografie vom Zwinger aus auf das frühere Rathaus und das damalige Postgebäude, das früher auch eine Schule war.

Das Bischofsheimer Rathaus aus dem Jahre 1968 diente eine Zeit der Stadtverwaltung Maintal. Aber im Zuge von Sparmaßnahmen verlegte man die Verwaltung in das Rathaus in Hochstadt. Viele Bischofsheimer trauern diesem Rathaus nach, weil es für sie der Ausdruck dafür war, daß Bischofsheim einmal Stadt werden sollte.

 

Östlich des Friedhofs waren im alten Bischofsheim noch vier Grundstücke. Der Ortsrand war also zwischen Alt-Bischofsheim 58 und 40 und gegenüber an der Westseite des Parkplatzes westlich der Apotheke (Nr. 23).

Noch weiter östlich liegt die „Alte Dorfstraße“. Dieser Name erinnert an das alte Dorf Bischofsheim, das hier lag und 1558 abbrannte. Das Dorf wurde danach etwas weiter westlich aufgebaut. Es hatte allerdings nur einfache Befestigungsanlagen: einen inneren Dorfgraben, davor ein mit einer Dornenhecke bepflanzter Wall und davor im Norden und Westen der Stumpfgraben und der Haingraben. Zugang war nur möglich über zwei Tore (Breultor, Schäfertor) und zwei Pforten. Eine davon war die Katharinenpforte am Ende der Hintergasse (heute: Alt-Bischofsheim). Die Verbindung von der Hintergasse zum Kreuzstein wurde 1901 geschaffen, Hintergasse und Obergasse wurden 1905 gepflastert.

 

Post:

Seit 1857 kam die Post aus Bergen, seit 1869 gab es einen ersten Briefkasten. Seit 1895 kam die Post aus Fechenheim, 1907 gab es das erste Telefon. Die erste Postagentur war bei Johannes Wörn, im alten Backhaus, heute Alt-Bischofsheim Nr.16.

Seit die Rentenzahlung durch die Post eingeführt wurde, befand sie sich in einem Anbau eines Hauses in der Zwingerstraße. Im Jahre 1958 wurde die alte Schule, Alt-Bischofsheim Nr. 30, gepachtet und umgebaut. Das Gebäude ist heute abgerissen, die Postagentur in einer Bank.

 

Friedhof:

Im Jahre 1847 wurde hinter den Gebäuden auf dem Grundstück Alt Bischofsheim 28 der Friedhof auf errichtet und 1875/76 bis zur Zwingerstraße erweitert.

An der Ostseite ist die Mauer noch fast vollständig erhalten. Erhalten ist eine Zeichnung von Amtmann Usener aus Bergen, die den Eingang des alten Friedhofs zeigt. Der Friedhof wurde 1940 eingeebnet und nach dem Krieg dort das Rathaus und die Häuser an der Zwingerstraße gebaut.

Der jetzige Friedhof in der Friedhofstraße wurde 1908 angelegt (mit einer Ruhefrist von 100 Jahren). Er hatte auch eine Leichenhalle, so daß es keine Beerdigungen vom Haus aus mehr gab. Eine neue Trauerhalle wurde 1967 gebaut und 1970 erweitert. Das Ehrenmal von 1925 wurde nach dem zweiten Weltkrieg erweitert.

 

Schäfergasse:

Die Gaststätte „Schäferstube“ in der Schäfergasse 6 ist erst neu eingerichtet. Das Haus ist aber alt, von 1718, auch von hinten sehenswert; die Fenster sind allerdings zu wenig gegliedert und hinten mit Rolläden versehen.

Die Straße wurde 1900 gepflastert. Sie ging bis zum Schäfertor (Untertor), das 1695 neu gebaut wurde und mit einer Wohnung versehen war. Es wurde 1854 abgebrochen. Es stand an der Einmündung von Zwingerstraße und Jahnstraße.

Das Haus an der westlichen Ecke war die Gaststätte  „Zum grünen Baum“. An diesem Haus hat man das Fachwerk zugekleistert, die Fenster mit Rolläden versehen, die Tür ist nicht original, der Sockel mit Platten belegt. Bemerkenswert sind drei Kastanien in der Jahnstraße am Schäfertor.

Die Häuserflucht in der Jahnstraße zeigt den Verlauf der alten Ortsbegrenzung. Diese knickte etwa beim Haus Nr.8 (gegenüber Leder Wörner) nach Nordwesten ab, erlief durch die heutigen Gärten und ist wieder zu erkennen am Verlauf der Grundstücksgrenze nördlich der Häuser Haingrabenstraße Nr. 40-56. Danach bilden Haingrabenstraße und Stumpfgrabenstraße (südlich der südlichen Häuserzeile) die Grenze.

Vorhanden ist noch ein Foto aus dem Jahre 1952, das den Blick vom Schäfertor in die Niedergasse zeigt. Ebenso ein Bild des ganz alten Rathauses.

 

Rathaus:

Das erste Rathaus stand im alten Dorf und wurde 1505 als „Spielhaus“ erwähnt. Auch im neuen Dorf gab es 1555 ein Spielhaus neben der Weed. Es stand vielleicht schon an der Stelle, an der das alte Rathaus an der Einmündung der Straße Alt-Bischofsheim in die Schäfergasse stand. Dieses wurde 1668 erbaut, ein repräsentativer Fachwerkbau mit gewölbtem Keller und Wachstube, auch Krankenstube. Es war vor allem Versammlungslokal der Einwohner, aber auch oft von Soldaten besetzt. Zeitweise war die Feuerspritze hier untergestellt.

Bis 1849 trug es das Storchennest, das nachher auf dem Pfarrhaus war. Ab 1891 war es nach einer Renovierung Bürgermeisteramt und enthielt zeitweise auch eine Schulklasse. Es wurde 1965 als Verkehrshindernis abgerissen.

 

Borngasse:

An der Einmündung der Obergasse stand der alte Dorf-Brunnen. Das Wasser wurde schon vor 1750 durch hölzerne Rohre von der Bornbergquelle durch das Pförtchen und die Borngasse zu diesem „Springbrunnen‘“ mit vier Rohren und zwei steinernen Trögen geleitet. Der Brunnen wurde 1856 völlig erneuert und war der Treffpunkt der Jugend. Als 1911 die Wasserleitung gebaut wurde, wurde auch der Brunnen abgebrochen (davon gibt es noch ein Bild).

Der Brunnen stand zunächst in einem Garten am Bornberg, dann auf dem alten Friedhof und seit 1974 nördlich der Kirche. Aber auch dort wurde er wieder entfernt.

Am nördlichen Ende der Borngasse war die Pforte zwischen der Mitte des Hauses Nr. 10 und dem Schuppen auf dem Grundstück Nr.17. An der Straße „An der Pforte“ kann man im mittleren Teil an den Scheunen noch den Rand der alten Ortslage erkennen.

 

Ortsansicht von Norden: Handzeichnung von 1859

Das im Jahre 1841 abgerissene Pförtchen am Eingang der Borngasse ist nicht mehr vorhanden; es ist nur durch einen Schlagbaum an gedeutet, der Anfang des Jahrhunderts noch vorhanden war. Der Künstler stand am Bornberg ungefähr an der Stelle des Hauses Bergerstraße 59. Der Blick geht nach Süden und fällt in die Borngasse und die Schäfergasse. Das Schäfertor wurde allerdings schon 1854 abgebrochen. Der Brunnen am Ende der Borngasse ist genau eingezeichnet. Neben dem  Tor fehlt das 1668 erbaute und 1962 abgerissene alte Rathaus, das ja das größte und höchste Gebäude in der Gemeinde war.  Der Kirchturm ist mit fotografischer Treue gezeichnet. Das rechts von der Kirche liegende Gebäude mit dem Walmdach ist das Wohnhaus der Heß'schen Hofraite, das 1845 von der Gemeinde für 6.000 Gulden angekauft und zum Schulhaus umgebaut wurde und später Rathaus war.

Der Blick auf den Hang zeigt keine Weinreben mehr. Aber die malerische, etwas vernachlässigte Dornenhecke ist im Verlauf des Stumpfgrabens naturgetreu gezeichnet. Es ist ganz deutlich zusehen, daß das Breultor höher war als das Schäfertor, auch wenn es im Volksmund immer umgedreht behauptet wird. Außerhalb des Tors standen um diese Zeit nur einzelne Gebäude, eine größere Bautätigkeit trat erst nach 1870 ein.

 

Breulgasse:

An der Kreuzung von „An der Pforte“ und „Breulgasse“ blickt man auf die Hochhäuser im ehemaligen Hochstädter Ried. Bilder von Überschwemmungen in der Nachkriegszeit sind noch vorhanden (Blick von dieser Stelle in die obere Breulgasse). Ein Pflasterstein aus der oberen Breulgasse wurde 1975 in einem Ständer im Rathaus aufbewahrt. Probleme gibt es bis heute mit dem Durchgangsverkehr durch diese Straße.

Das Breultor (Obertor) stand in der Höhe der Ortsgrenze zwischen Haus Nr. 8 und dem 10 und dem gegenüberliegenden Hof. Es wurde wie das Untertor 1695 erbaut und enthielt eine Wohnung, die auch Armenstube und Hirtenhaus war. Im Jahre 1867 wurde das Tor abgerissen. Die Straße ist heute stark mit modernen Gebäuden durchsetzt, sogar mit einem Industriebetrieb. Neben dem Tor stand die Schule.

 

Schule:

Ein Lehrer („Schuldiener“) wird 1608 erstmals erwähnt. Die erste Schule stand auf dem Kirchhof, die zweite  auf dem Grundstück des Gemeindebackhauses Alt-Bischofsheim Nr. 16. Dann wurde 1665 ein Schulhaus am Ende der Breulgasse vor dem Breultor gebaut, von der noch ein Bild vorhanden ist.

Allerdings ist das Haus 1776 abgebrannt und neu gebaut worden, der Neubau stand bis 1971 (Schmied Schäfer), er hatte eine Sonnenuhr. Im Jahre 1715 gab es (zusätzlich?) eine „Freyschule“, für die die Eltern außer den Schulscheiten keine Kosten zu tragen hatten. Und  1899 wurde noch ein Schulraum im Alten Rathaus eingerichtet. Weitere Schulen gab es in Alt-Bischofsheim Nr. 28 und 30.

Die Waldschule von 1907 ist noch heute in Betrieb. Auf dem Hof stehen noch drei Platanen aus dieser Zeit. Ein Bild zeigt die Schule mit dem seit 1914 geplanten und 1958 errichteten Erweiterungsbau und im Vordergrund mit dem Kindergarten, der von 1929 bis 1959 bestand. Heute befindet sich der Kindergarten im ehemaligen Dorfgemeinschaftshaus in der Gänsseestraße*.

Weitere Kindergärten sind in der Schillerstraße und in der Uhlandstraße. Als Schulen gibt es die Erich-Kästner-Gesamtschule, die Villa Kunterbunt und das Albert-Einstein-Gymnasium.

 

Obergasse:

Der östliche Teil heißt „Ranzen“. Der Abschluß war an der Ostseite des Bauernhofs Nr. 26 und an der Ostseite des Hauses Nr. 25. Sie verlief dann südlich der Hochstädter Straße hinter der ersten Grundstücksreihe (diese Reihe wurde auf Wall und Graben gebaut, die Straße verlief schon immer dort).

Das Haus Nr.15 hat noch altes Fachwerk, Nr. 17 hat nachgemachtes Fachwerk, das Haus Nr. 19 ist das alte Pfarrhaus, das 1899 gebaut wurde.

Im westlichen Teil der Obergasse befinden sich einige bemerkenswerte Gebäude:

Nr.12: Niedriges Unterstockwerk massiv, Oberstockwerk original, Giebel neu, Eisentor mit Löwenköpfen, alte Lampe, Handwerkerschild; die Hofseite des Hauses ist besser erhalten.

Nr. 9: Metzgerei Ebert, früher Gaststätte

Nr. 7: Dachausbau problematisch

Nr. 5: Unten massiv, Geschoßbalken neu, oben original, Weinstock (von dieser Stelle aus gibt es ein Foto in Richtung Westen).

Nr. 1: Inzwischen leider mit Eternit verkleidet. Das Eckhaus war eine Gaststätte

Die Zwerchgasse (diese Schreibweise ist an sich richtig) ist heute sehr stark verbaut. Auch ein Besuch der Niedergasse lohnt sich kaum, weil sie stark mit modernen Bauten durchsetzt ist (z.B. einer Autowerkstatt und einem Wohnblock). Nur hinten rechts am alten Ortsrand befindet sich noch ein kleines Haus mit teilweisem Fachwerk.

 

Gastwirtschaften:    (vor dem 1.Weltkrieg)

Obergasse 7 : Gaststätte Ebert, „Bürgermeisters Fritz“.

Obergasse/Ecke Borngasse: „Zur Krone“, Kellersche Wirtschaft, „Merdian“.

Alt-Bischofsheim/Schäfergasse (heute Sparkasse): „Hessischer Hof“, „Bauers Peter“.

Schäfergasse 16: „Zum grünen Baum“, Besitzer Heinrich Reuhl

Fechenheimer Weg 11: „Kaiser Friedrich“, heute „Dorfschänke“.

Bild: Eine Bischofsheirner Gastwirtschaft um 1830 (von Anton Radl, Historisches Museum Frankfurt)

 

Alt-Bischofsheim:

Eckhaus zur Schäfergasse: Gut erhaltenes Fachwerk.

Nr. 6: Fachwerkhaus mit Backsteinen.

Nr. 9: Gutes Fachwerk.

Nr. 1: Modernisiertes Fachwerk, Bäckerei und Raiffeisenbank (Zeugen einer Zeit, in der man modernisieren wollte und Luft schaffen durch Abriß der Nebengebäude).

Nr. 16: Dieses Haus war das Backhaus. Es gehörte der Gemeinde, der Bäcker pachtete es und mußte dafür den Gemeinde-Eber halten. Alle zwei Jahre wurde ein neuer Backofen gebaut. Auf dem Grundstück waren Wohnhaus, Backhaus, Stall und Scheune. Man kaufte in der Regel zwei Brote für zwei Tage. Ab 1826 war das Haus an die Familie Wörn verpachtet, die es 1850 kaufte.

 

Die Chronik von Bischofsheim Herbert Lippert ist im Buchhandel nicht mehr zu haben. Sie kann aber beim Verfasser dieser Seite als CD bezogen werden, im Original oder leicht bearbeitet (Anpassung der Zitate an heutiges Deutsch). Auch weiteres Material über Bischofsheim ist beigefügt. Bilder können hergestellt werden.