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Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 22. Januar 2011 um 11:35 Uhr

 

Aktuelles in der Stadt


Übersicht:

Die neue Bürgermeisterin, Kommunalwahl 2016, Abholzung Februr 2016,Busfahrplan, Radarkontrollen, Internetauftritt,

Steuererhöhung, Sparvorschläge, Dörnigheimer Fußballplätze.

 

 

Die neue Bürgermeisterin

Schon vor der Wahl sagte ich zu Frau Böttcher: „Falls sie wirklich gewählt werden, dann werden sie es schwer haben gegen die zwei Platzhirsche. Die werden Ihnen doch nur beweisen wollen, daß sie die besseren Bürgermeister gewesen wären!“ Nun, der eine Platzhirsch wurde durch Herrn Fischer ausgetauscht, aber Herr Maier fand zu ihm genau so einen guten Draht wie zu Herrn Heber. Da die Parteien und Fraktionen diesen Anführern blindlings folgen, liegt alle Macht in deren Händen, letztlich aber bei Herrn Maier.

Da wird schnell einmal die Zahl der ehrenamtlichen Magistratsmitglieder erhöht, damit man das Gewicht hat der Parteilosen verringert. Der nächste Schritt wird sein, daß man wieder einen zweiten Stadtrat einführt, und wie die dieser heißen wird, da braucht man nicht lange zu raten. Die Wählerverdrossenheit wird dadurch noch steigen.

Der erste Schritt in der praktischen Politik ist aber mehr als peinlich: Herr Maier bringt wieder sein Lieblingsthema „Stadtentwicklung“ vor. Hat es dazu nicht erst kürzlich ein „Konzept“ gegeben mit der mit dem unsinnigen Vorschlag, die Bahnhofstraße zur „Stadtachse“ zu machen? Die Bahnhofstraße mit nur einer Fußgängerunterführung in der Mitte und weitgehend entlang eines Gewerbegebiets!

Außerdem hat die Stadtverordnetenversammlung erst im Dezember 2015 beschlossen, wieder ein Gutachten zur Stadtentwicklung in Auftrag zu geben. Ein weiterer Antrag der SPD zu diesem Thema verzögert doch nur alles (wie schon beim Stadion in der Grünen Mitte). In der Praxis wurde die Stadtentwicklung in den letzten Jahren doch davon bestimmt, daß man Un­ternehmer, die insolvent wurden oder die Produktion verlagerten noch dadurch belohnte, daß man ihre Gewerbegrundstücke in Bauland umwandelte. Und selbst der neue „Marktplatz“ in Bischofsheim ist aus Rücksicht auf den Investor so klein, daß man jetzt die Straße sperren muß und die Kinder auf der Tiefgarage spielen dürfen.

Den Versuch der Bürgermeisterin, die Familientag im Jahre 2017 nach Maintal zu holen, wurde natürlich von den neuen Machthabern im Maintal abgeblockt. Wie soll es da vorangehen in der Stadt, wenn nicht mehr wie bisher SPD und CDU gegeneinander arbeiten, sondern beide zusammen die Bürgermeisterin demontieren wollen?

 

 

 

Kommunalwahlen 2016 in Maintal

Die Wahlbeteiligung war wieder gering, auch weil das Wahlverfahren eine Zumutung ist. Trotz aller Informationen im Vorfeld waren viele Wähler überfordert. Dazu kamen die Warteschlangen, die trotz anderslautender Versprechungen des Wahlamtes entstanden, weil nicht mehr Wahlkabinen vorhanden waren als sonst.

Erstaunlich war, daß das Endergebnis sich doch erheblich von dem Tendenzergebnis unterschied und die SPD doch wieder zur stärksten Partei wurde. Das Tendenzergebnis beruhte ja nur auf den Stimmzetteln, auf denen nur eine Partei angekreuzt war. Viele Wähler hatten allerdings kumuliert und panaschiert und bei denen lag die SPD vorne. Das ist ungewöhnlich, denn meist unterscheidet sich gerade bei Personenwahlen das Endergebnis kaum von der Auszählung nach der Hälfte der Stimmen. Insofern ist die geringe Wahlbeteiligung kein allzu großer Mangel, denn der Wille der Einwohner wird auch so abgebildet.

Das Kumulieren und Panaschieren hat allerdings nicht viel gebracht. An sich soll dadurch der Wähler die Möglichkeit haben, von den Vorgaben der Parteien abzuweichen. Doch bei CDU und Grünen gab es überhaupt keine Veränderung an der von der Partei vorgeschlagene Liste, bei der FDP wurde nur der  letzte Platz  ausgetauscht (Frau Hoppe wird aber wohl wieder in den Magistrat berufen, so daß Herr Fusenig doch gewählt ist). Allein bei der WAM konnte sich Herr Winterstein - bekannt durch viele Leserbriefe - um vier Plätze verbessern. Allein die Veränderungen bei der SPD fallen ins Gewicht, den Werner Huhn wurde in die Stadtver­ord­neten­versammlung gewählt und auch Helmut Wassermann, der sicherlich auf eigene Wunsch so weit hinten auf die Liste gesetzt worden war. Mit anderen Worten: Der riesige Aufwand, der sich auf den ersten Blick so demokratisch ansieht – hat kaum etwas gebracht.

Diesmal nicht mehr mit dabei waren die Republikaner und noch nicht dabei war die AfD. Das kam FDP und WAM zugute, denn wer nicht CDU oder SPD wählen wollte, der wich auf diese Parteien aus. Die Grünen litten wie überall unter dem Wegfall des Fukushima-Effekts vor fünf Jahren.

Bleibt nur zu hoffen, daß die Stadtverordneten in Zukunft vertrauensvoll mit der  Bürgermeisterin und der Verwaltung zusammen arbeiten zum Wohle der Stadt.

 

 

Abholzungen Frühjahr 2016 in Maintal

Es wird nicht besser, wenn die Stadt ihre „Pflegemaßnahmen“ an Gehölzen oder die von Hessen Mobil vorher in der Presse ankündigt: Im Februar rattern immer die Sägen. Angeblich ist es fachlich notwendig, die Büsche „auf den Stock zu setzen“, damit sie neu und dichter aus­schlagen, so wie das die Pflegeverträge vorschreiben. Das andere Argument ist die Verkehrssicherungspflicht, nach der die Stadt dafür verantwortlich  ist, daß  nicht Äste abbrechen und  auf die Straße stürzen.

Doch bei mir sind die Büsche um das Grundstück auch ohne „Pflegemaßnahmen“ so dicht  gewachsen, wie es dichter nicht geht. Und wenn  man die Verkehrssicherungspflicht ernst nähme, dann müßte man 40 Meter links und rechts aller Straßen und Wege die Bäume abholzen.

Weshalb werden immer wieder die Büsche am Nordende der Südumgehung Hochstadt geschnitten, obwohl dort ein breiter Graben ist und die Büsche niemals über diesen hinaus auf die Straße wachsen würden? Im weiteren Verlauf der Südumgehung wurden im vorigen Jahr die Büsche entfernt, aber die hohen Bäume blieben stehen, die wirklich auf die Straße fallen könnten. Unterhalb des Kochbergs in Richtung Bischofsheim und dann noch einmal in Höhe des Kindergartens ragen große Äste über die Straße und gefährden den Verkehr offenbar nicht. Aber wenn man dann bei der Stadt etwas sagt, werden die ganzen Bäume abgesägt, so ist das eben.

Die neuste Maßnahme  ist die Abholzung an der Braubach in Höhe des Busbahnhofs. Nachdem  man schon vor Jahren östlich des Busbahnhofs den Blick auf den Parkplatz am Braubachzentrum freigeschnitten hat, kann man dieses jetzt auch von Süden ungehindert sehen. auch hier stören die Büsche überhaupt nicht. Voriges Jahr wurden die Bäume südlich der Diesterweg Schule um die Hälfte gekürzt. Gut – sie  haben wieder ausgeschlagen, aber wenn sie einmal auf dem Plan stehen, dann wird das Kürzen bald wieder geschehen. Auf dem privaten Grundstück Maulbeerweg 1 wurden drei hohe Bäume ersatzlos entfernt. Ich dagegen habe anstelle eines Apfelbaums, der nur kleine und faule Äpfel getragen hat, drei neue Obstbäume gepflanzt, weil mir die Speicherung von Kohlendioxyd und die Schaffung von Nistgelegenheiten für Vögel am Herzen liegen.

Die Rodungen von öffentlicher Hand haben meiner Ansicht nach zwei Gründe: Bei der Stadt hat man im Februar nicht so eine rechte Beschäftigung für die Mitarbeiter im Grünbereich und Hessen Mobil will das Holz für die Pelletsherstellung vermarkten. Aber anstatt das offen zu sagen, spricht man von  Pflegemaßnahmen und Verkehrssicherungspflicht.

 

Busverkehr in Maintal

Am Buslinienplan wird immer wieder einmal herumgedoktert. Man veränderte das einmal eingeführte Modell nur geringfügig, anstatt einmal ganz neu anzusetzen. An sich müßte man folgende Ziele haben: Vernetzung der Stadtteile, Anbindung an Hanau und Anbindung an Frankfurt, Schulbus nach Bischofsheim, Dörnigheim und Hanau (Otto-Hahn-Schule)

Nach Enkheim zur U-Bahn ist es noch am besten gelungen, vor allem für die Bischofsheimer. Nach Hanau gingen die Busse früher einmal bis zum Hauptbahnhof, dann nur bis zum Freiheitsplatz. Heute muß man (für sieben Kilometer Luftlinie) von Hochstadt oder Wachenbuchen nach Hanau in Dörnigheim umsteigen. Es ist ein Unding, daß alle 15 Minuten ein Bus vom Hochstadt nach Wachenbuchen fährt. Aber dort kann man als Hochstädter wenigstens in den Bus der Firma Rack wechseln, der nach Hanau fährt.

Es gibt Parallelverkehre Wachenbuchen - Hochstadt und Bischofsheim - Enkheim. Diese lassen sich aber kaum vermeiden, weil die weiterführennden Schulen von jedem Stadtteil aus erreichbar sein müssen. Man könnte aber darüber nachdenken, ob man nicht außerhalb der Schülerbeförderungszeiten den Takt ausdünnt.

 

Sinnvoll und attraktiv sind an sich nur zwei Hauptlinien von Enkheim aus, einmal über Wachenbuchen direkt nach Hanau über Hohe Tanne und Wilhelmsbad [wegen der Konzession kann man sich mit der Firma Rack einigen, dann fährt Rack einmal nach En kheim und einmal der Stadtbus] und eine zweite Linie über Dörnigheim nach Hanau über Berliner Straße, Gewerbegebiet-Ost, Kesselstädter Straße, Kesselstadt, Westbahnhof.

Dazu käme eine dritte Linie von Wachenbuchen über Hochstadt, Luisant-Ring-Querspange, Bahnhofstraße nach Dörnigheim mit Siemensschule und allen Haltestellen, die jetzt vom Ruftaxi wahrgenommen werden (aber von Wachenbuchen aus nur zu den Schulzeiten). Eine Fortsetzung nach Hanau ist nicht erforderlich, weil ja die beiden anderen Linien nach Hanau fahren.

Diese Linie könnte dann auch eine Anbindung an den Bahnverkehr schaffen, denn bisher ist es reiner Zufall, wenn Bus und Bahn einmal zusam­men­passen. Ideal wäre, die Abfahrtszeiten auf die Ankunft- und Abfahrtzeiten der Bahn abzustimmen; dazu müßten die Züge in beiden Richtungen wie bisher etwa zur gleichen Zeit ankommen.

 

Änderung 2015:

Im Jahre 2015 hat man wieder einmal eine externe Firma beauftragt, das was eine Maintaler Arbeitsgruppe schon erarbeitet hatte, noch einmal in ein Gutachten zu fassen und eine Fragebogenauszuarbeiten, den jeder Maintaler auch hätte zusammenstellen können. Herausgekommen ist nicht eine Einsparung, sondern eine zusätzliche Linie: Damit Dörnigheim eine direkte Anbindung nach Enkheim hat, soll der Bus über die (oft verstopfte) Autobahn nach Enkheim fahren, dafür soll eine Linie von Bischofsheim nach Dörnigheim gehen. Mit anfderen Worten. Dörnigheim hat jetzt beste Verbindungen, die anderen Ortsteile aber komme nur mit Umsteigen nach Hanau.

 

Einsparmöglichkeiten:

1.Es fahren tagsüber zu viele Busse. In der Zeit zwischen 9 und 15 Uhr muß nicht alle halbe Stunde ein Bus nach Hanau und nach Frankfurt fahren (von Wachenbuchen nach Hochstadt viertelstündlich). Wer zu dieser Zeit mit dem Bus fährt, ist Rentner oder nicht berufstätige Hausfrau und kann es sich einrichten, wann er zum Beispiel ins Hessen-Center fährt, da ist ein halbstündiger Takt ein Luxus.

2. Zeit- und kostenraubend sind die beiden Schleifen am Schwimmbad und in der Konrad-Höhl-Straße, die es früher nicht gab (und es ging auch). Der untere Teil der Konrad-Höhl-Straße ist so eng, daß zwei Busse nur aneinader vorbeikommen, wenn einer auf den Bürgersteig fährt. Die Haltestelle wird kaum benutzt.

3. Wer in der Nacht vom Samstag zum Sonntag in Frankfurt war, der sollte um 4 Uhr ein Taxi nehmen und nicht einen Bus beanspruchen.

 

 

Kontrolle

Unbedingt ist eine Kontrolle der Fahrscheine notwendig. Ich bin zehn Jahre lang werktäglich mit dem Bus gefahren. Ein einziges Mal sind zwei Kontrolleure aufgetaucht, die ankündigten, sie würden in 14 Tagen wiederkommen. Sie sind nie wieder gekommen. Heute steht an den Bussen, man dürfe nur vorne einsteigen und soll den Fahrschein unaufgefordert dem Fahrer vorzeigen. Aber wenn ein junges Mädchen einsteigt, dann löst es nicht einen Fahrschein, sondern unterhält sich verbotenerweise während der Fahrt mit dem Fahrer.

Auch die Zeitkarteninhaber oder wer schon einen RMV-Fahrschein hat, müßte dem Fahrer den Fahrschein vorzeigen. Natürlich müßte man flexibel sein und eine Frau mit Kinderwagen auch in der Mitte einsteigen lassen. Aber sie müßte dann zum Fahrer gehen und entweder einen Fahrschein kaufen oder die Zeitkarte vorzeigen.

Ein unabhängiger Kontrolleur wäre angebracht, denn das Busunternehmen hat ja kein Interesse an einer Fahrscheinkontrolle, weil es alle möglichen Defizite von der Stadt ersetzt bekomm

Auch das Gedrängele beim Ausstieg könnte man auf diese Art und Weise besser steuern. In der Regel steigen an den Haltestellen nicht so viele Leute aus und ein, als daß man dieses Verfahren nicht anwenden könnte. Ein Grund für Verspätungen dürfte hier nicht vorliegen, Zeit geht nur beim Verkauf der Einzelfahrscheine verloren.

 

 

Radarkontrollen:

Jetzt erfährt man einmal aus der Zeitung (21.03.15), daß in einem Jahr 66 mobile Messungen der Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen vorgenommen wurden. Das ist an 250 Werktagen gerade einmal jeden vierten Tag eine Messung für jeweils zwei Stunden. Drei Leute im Bereich Ordnungswesen sind dafür ausgebildet, drei (!) unterschiedliche Geräte gibt es dafür.  Aber die fest installierten Geräte werden von einer Fremdfirma gewartet und beim Herausnehmen der Bilder müssen zwei Mann zugegen sein, einer von der Firma und einer von der Stadt. Das verstehe, wer will.

Auch die Kontrolle des ruhenden Verkehrs ist nicht sehr effektiv. Auf alle Mitarbeiter des Fachbereichs umgerechnet (natürlich sind nicht alle mit der Kontrolle befaßt) werden gerade einmal fünf Strafzettel am Tag erreicht. Das kann man in Maintal in  einer halben Stunde im nahen Wohnbereich schaffen und nicht nur bei den Kirchenkonzerten in Hochstadt oder bei der Sperrung der Schäfergasse in Bischofsheim.

 

Internetauftritt der Stadt:

Jetzt meint man bei der Stadt, auch bei Facebook mitmischen zu müssen. Weitere 20.000 Euro soll das im Jahr kosten, als ob man nicht gerade die Stelle eines Pressesprechers eingerichtet hat, dessen Aufgabe das wäre. Aber politische Themen dürfen nicht angesprochen werden. Ja was denn sonst? Für Anfragen und Vordrucke und Protokolle hat man doch die Internetseite, auch wenn man da Mühe hat, das Gesuchte zu finden. Aber das Maintal-Forum wurde geschlossen mit dem vagen Versprechen, irgendwann einmal etwas Entsprechendes zu schaffen - wahrscheinlich auch wieder durch eine Fremdfirma.

 

Steuererhöhung:

Den Stadtoberen fällt bei der Sanierung des Haushalts immer nur die Erhöhung von Steuern und Gebühren ein. Der Straßenbeitrag ist zunächst einmal fallengelassen worden, weil er einen zu hohen Verwaltungsaufwand erfordert hätte. Aber die Erhöhung der Grundsteuer ist natürlich wie fast alle Steuern ungerecht, weil sie jeden gleich belastet, ob er nun  arm oder reich ist (und ein großes Haus oder Grundstück besagt noch nicht, daß man reich ist). Ähnliches ist über die Hundesteuer zu sagen: Ein Hund ist kein Luxus!

Warum wagt man sich nicht an die Kindergartengebühren  heran? Mir wird die Grundsteuer erhöht, damit die Kindergärten in Maintal finanziert werden können. Das Geld würde ich lieber unserer Tochter geben, die in München 720 Euro für die Kinderkrippe zahlen sollte, die nach Verhandlungen auf 530 Euro ermäßigt wurden. Bei zwei Kindern und einer Jahreskarte für den Nahverkehr bleibt von ihrem Verdienst kam etwas. Auch Städte wie Hofheim und Oberursel- mit denen sich Maintal gern vergleicht - haben ähnlich hohe Kindergartensätze. In Maintal aber kostet ein Kindergartenplatz maximal 250 Euro. Angeblich will man damit neue Bürger anlocken so wie mit einer relativ niedrigen Gewerbesteuer neue Firmen. Dadurch sollen die Einnahmen erhöht werden. Aber ein neues Wohngebiet erfordert auch eine neue Kindertagesstätte.

 

Sparvorschläge:

Fangen wir einmal ganz klein an: Der Weltkindertag konnte 2014 nicht von der Stadt organisiert werden,  weil es keinen genehmigten Haushalt gab und alle freiwilligen Leistungen gestrichen werden mußten. Die Wahlhelfer aber erhielten statt der gesetzlich festgelegten Mindestentschädigung von 19 Euro neuerdings 55 Euro „Erfrischungsgeld“. Das ist ein Stundenlohn von 8 Euro für ein Ehrenamt (!).

Wenn man nur einmal den Haushaltsplan durchsieht, stößt man auf viele Posten, wo man auch sparen könnte. An erster Linie stehen da die Gutachten und die externe Beratung, so als hätten wir keine Fachleute in der Verwaltung und auch keine fachkundigen Bürger. Bei mehreren Workshops haben die Bürger unabhängig von den Vorschlägen der Beratungsbüros eigene Vorschläge erarbeitet. Wozu brauchen wir da externe Beratung, um ein Gespräch zu leiten oder ein Protokoll zu machen?

Leider wird ja die Jahresrechnung nicht offengelegt, wie das in vielen Bereichen üblich ist. Dann würde man vielleicht feststellen, daß aus dem „Dezemberfieber“ mittlerweile ein „Septemberfieber“ geworden ist: Es gibt immer Projekte, die sich aus irgendwelchen Gründen nicht umsetzen lassen. Doch dann wird gegen Jahresende so getan als sei das Geld im Haushaltsplan wirklich vorhanden und müsse nun schnell noch für etwas anderes ausgegeben werden.

Der Stadt Maintal gehört ein Zwangsverwalter vor die Nase gesetzt, der unabhängig von den Wünschen einzelner Politiker oder Parteien entscheidet, welche freiwilligen Leistungen wirklich notwendig sind für den Erhalt der Lebensqualität und welche überflüssig sind. Dann wäre es mit solchen Dingen mit Stadtleitbild oder Bürgerhaushalt vorbei.

 

Ein weiteres Beispiel für finanzielle Mißwirtschaft ist der Verzicht auf Einnahmen bei Grundstücksgeschäften: Ein Haus in der Hauptstraße wurde damals 100.000 Mark unter dem Schätzpreis des  Grundstücksausschusses verkauft. Die erst gut renovierte alte Schule Hauptstraße 4 wurde für 240.000 Euro angeboten, ein Preis den man bei den vier Wohnungen in zehn Jahren wieder über die Miete herausholen kann. Die Grundstücke Konrad-Höhl-Straße 11 bis 17 wurden zum halben Verkehrswert verkauft, die Häuser darüber im Bücherweg zu 80 Prozent des Werts. Selbst landwirtschaftliche Grundstücke wurde ohne Not unter Wert getauscht, nämlich die wertlosen Wiesen an der oberen Braubach gegen die gut zu nutzende Holzwiese in Wachenbuchen. Kein Privatmann hätte das gemacht! Aber angeblich würde man sonst keine Interssenten finden. Doch so etwas stellt man erst auf dem Markt fest, nicht schon im Vorfeld.

 

Dörnigheimer Fußballplätze:

Wer ist nur auf die unsägliche Idee gekommen, die Sportplätze an der Dicken Buche vollständig umkrempeln zu wollen? Sogleich wird auch ein Lärmgutachten bestellt, bei dem nicht mit einem Gerät gemessen wird, sondern der Lärm „berechnet“ wird (wobei man offenbar mit einer Kulisse wie am Bieberer Berg ausgeht). Hier noch einmal eine Zusammenfassung:

 

Gründe für eine zentrale Sportstätte für die Dörnigheimer Vereine

an der „Dicken Buche“ in Dörnigheim

 

1. Die Sportflächen müssen nicht um 90 Grad gedreht werden, wenn dort zwei Fußballvereine spielen sollen. Es genügt, wenn der Hartplatz zu einem Kunstrasenplatz ausgebaut wird und die Grasplatz neue Sportanlagen mit Tartanbelag erhält. Es geht also nur um eine Rekonstruk­tion und nicht um einen Neubau. Man kann doch einen Platz rekonstruieren, dann den anderen, und erst danach kommt die Germania dazu. Platz für eine Laufbahn und Leichtathletik­anlage ist bereits vorhanden. Platz würde nur eine Ausweitung der Tennisanlage erfordern, aber hier ist zu fragen, ob man einem Verein alle Wünsche erfüllen muß.

2. Die Abstimmung der Vereine ist nur ein organisatorisches Problem, auch bei den übergeordneten Verbände ist das möglich, wie andere Beispiele zeigen. Die Pflichtspiele müssen eben abwechselnd stattfinden und die Jugendmannschaften müssen auch den Kunstrasen benutzen dürfen. Gibraltar hat acht Fußballvereine und nur eine Sportplatz!

3. Das Gelände steht sofort zur Verfügung, weil es in städtischer Hand ist. Beide Vereine brauchen eine schnelle Lösung. An der Dicken Buche ist die Stadt Eigentümerin. Hier müssen die Vereine damit zufrieden sein, was ihnen die Gesellschaft zur Verfügung stellen kann, sonst müssen sie bei dem jetzigen Zustand bleiben. Einen Anspruch auf vier Kunstrasenplätze gibt es nicht.

4. Die angebliche Lärmbelästigung ist übertrieben. Eine sieben Meter hohe Lärmschutzwand gehörte an die Autobahn in Bischofsheim und nicht um einen Sportplatz. Die drei unmittelbaren Einwohner an der Weidenstraße haben sich nicht beschwert (vielleicht weil sie dem Vernehmen nach nicht ganz legal dort gebaut haben). Ein weiterer hat sich beschwert, obwohl er vor Erteilung der Baugenehmigung von dem möglichen Problem wußte. Die Integrative Kindertagesstätte liegt nicht „gegenüber dem Fußballplatz“, sondern 250 Meter Luftlinie entfernt. Die Häuser am Weidenweg stehen nicht zwei Meter von der Sportanlage, sondern hinter den Häusern ist ein großer Hof, dann kommt der Grundstückszaun, dann ein Gebüsch, dann eine Freifläche mit Weg, das Geländer und dann erst der Sportplatz.

5. An den Häuser im Weidenweg entsteht bei üblichem Spiel ein „Lärm“ von 45 Dezibel (wie nachts in Wohngebieten vorgeschrieben). Wenn die Spieler sich etwas zuschreien, sind es 60 dB, und am lautesten ist der Schiedsrichterpfiff  mit 70 dB. Den Jubel der ganz wenigen Zuschauer kann man nicht messen.

6.. Parkplätze waren bei beiden Fußballplätzen schon immer knapp und wurden vornehmlich von Anliegern genutzt, nicht von Besuchern.  Aber es müssen keine neuen angelegt werden, auch nicht eine Tiefgarage für 100 Autos und schon gar nicht 400 Parkplätze (am Schwimmbad waren gar keine zusätzlichen Parkplätze vorgesehen)..

7. Das Gelände ist für Kinder erreichbar, ohne zusätzlich eine Hauptverkehrsstraße überqueren zu müssen.

8. Die Pflege der Sportanlage könnten die Vereine übernehmen (Eine Ausnahme bildet die Pflege der Kunstrasenflächen, da hier Spezialgeräte und Fachwissen erforderlich sind). Bei Übernahme in Erbpacht bekommen die Vereine für die Baumaßnahmen weitere Zuschüsse erhalten können, die die Stadt nicht bekommt.

9. Das Gelände ist ausbaubar und damit zukunftsorientiert. Zunächst aber muß dort kein Wald in Anspruch genommen werden.

10. Wenn noch lange diskutiert wird, erledigt sich das mit dem Verein DSV sowieso, denn bei Verletzungen von Spielern ist er kaum noch spielfähig, Nachwuchs gibt es kaum noch.

 

Natürlich wäre das Gelände an der Kesselstädter Straße ideal. Aber nachdem es „Bauerwartungsland“ geworden ist, kann man nicht jetzt einen Teil herausschneiden und in „Gelände für Sport und Freizeit“ umwandeln. Wer will das denn gegenüber den Eigentümern vertreten?

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 02. Juni 2016 um 06:06 Uhr