Start » Glaubensfragen » Anthropologie
 
Anthropologie

 

 

 

Bitte nach unten rollen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Historischer Überlick über die Anthropologie

 

 

von Markus Heckert

 

 

 

 

 

Mensch

 

 

 

Seele / Geist

 

 

 

Staatstheorie

 

Menschenbild

 

 

 

Summe

 

Platon

 

5.-4. Jhd. vCh

Mensch ist individuelles unsterbliches Geistwesen

„Seele“ beherrscht den  Körper (Leibfeindlich

Von oben nach unten nach materiellem Vermögen aufgebaut, da dieses  Vermögen auf objektiven Fähigkeiten beruht

Positiv

Individualität; Unsterblichkeit;

Harmonie von Seele und Vernunft erzeugt Gerechtigkeit und Glück

 

Aristoteles

 

4. Jhd. vCh

Mensch Geist-Körperwesen,

Seele herrscht und bewegt, aber korrespondiert mit dem Körper (der zum Naturreich gehört)

Ziel des Menschen ist das Glück,

(bedeutet Begierden zu beherrschen)

Staat als Gemeinschaftsform ist dabei notwendige Voraussetzung

Positiv

Individualität, die aber eingeschränkt ist von Begierden, die beherrscht werden müssen

(Vernunft und Kultur)

 

Stoa

 

3. Jhd. vCh

Mensch ist Materie und somit ein Mikrokosmos, der den Makrokosmos widerspiegelt

Seele ist Materie göttlichen Ursprungs

(materialistische Sicht)

Vernunftstruktur macht Menschen zum Gattungswesen

(wenn nicht, ist der Mensch krank – ein Tier), Gesellschaft steht über Individualität

Positiv (im allgemeinen)

Individualität nur nachrangig, auch negative Aspekte im Menschenbild: der „Andersartige“ wird als krank beschrieben)

 

D´Hol­bach

 

18.  Jahrh.

Mensch funktioniert wie eine Maschine, materialistisch, ohne freien Willen

Keine Seele, (nur Wunschdenken)

Geistesäußerungen sind rein materialistisch erklärbar

Fordert moralisches System, das auf einer Analyse der menschlichen Bedürfnisse und Verhaltensweisen basiert

Negativ

Mensch soll sich im Sinne bewährter gesellschaftlicher Konventionen pflichtbewusst und moralisch verhalten

 

Descartes

 

17.  Jahrh.

Nur der denkende Mensch existiert

Mensch hat unsterbliche, göttlich inspirierte und vom  Körper unabhängige Seele

Durch Erkenntnis erfolgt gewünschte Weiterentwicklung, Regeln halten, wo sie vernünftig sind

(Prinzip „Verantwortung“)

Negativ

Keine selbstbestimmte  Individualität, Mensch als Tier, das nur durch Einsicht in die Notwendigkeit auf diese Triebe verzichtet

 

 

 

Hobbes

 

17. Jahrh.

Der Mensch ist von Natur aus ein Wolf (gierig)

Hobbes ist Agnostiker (Praktisches Desinteresse an der Frage nach Gott und einer Seele), Gier als Triebfeder

Staat als Möglichkeit, die Gier so zu kanalisieren, dass Zusammenleben möglich wird (Frage der Vernunft)

Form: unkündbarer Gesellschaftsvertrag, sonst Mord und Totschlag

Negativ

ndividualität spielt große Rolle, Mensch ist selbstbestimmt und schafft in freier Selbstbestimmung das Gute

 

Rousseau

 

18. Jahrh.

Postulat der Freiheit des Menschen, und „Gut­sein“ als Einsicht in die Natur

angeborenen Liebe zum Guten als eine vorbewusste, urweltliche Grundfähigkeit,

Natur zwingt Menschen in gesellschaftliche Formationen, damit kommt das Böse in die Welt. Dies ist zu überwinden, indem man mit den Augen der anderen sieht (Ergebnis von Vernunft) Ergebnis: Sozialverträge, die allen nützen

Positiv