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Christusbild

 

Das Christusbild im Wandel der Zeiten

Obwohl uns kein Porträt Jesu überliefert ist, hat doch kein Bildnis größere Verbreitung und tiefere Verehrung gefunden als das des Gottessohnes. Große Künstler, bekannte Bildhauer, aber vor allem auch viele anonyme Maler und einfache Handwerker sich ihr eigenes Bild von Christus und seinem Wirken gemacht. Aber sie haben doch. eines gemeinsam: eine starke Ursprünglichkeit des Ausdrucks und echte Tiefe des Gefühls.

Jede Zeit hat dabei i h r Christusbild. Der Frömmigkeitsstil einer Zeit (Gottesvorstellung, Menschenbild) prägt auch die Christusdarstellungen Mit dem jeweiligen Gottesverständnis veränderte sich auch die Christusdarstellung. Ein Gang durch die Geschichte des Christusbildes gibt gleichzeitig ein Stück Theologiegeschichte wieder.

Zwischen „wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren“ und der Aussage „wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau Maria geboren“ liegt die Spannung in der Darstellung. Die Christus-Ikonen der Ostkirche stellen sehr den göttlichen Jesus dar, während etwa Michelangelo zu sehr den Menschen darstellt. Aber letztlich kann kein Bild die ganze Weite unseres Bekenntnisses ausdrücken.

Ein Christusbild kann verheerend wirken; besonders auf die Vorstellungen von Kindern. Ein kitschig-süßlicher Jesus, der niemanden wehe tut, aber auch nicht hilft, ist aber reine Irrlehre. Aber umgedreht geht große helfende Wirkung etwa von dem Christus des Matthias Grünewald aus. Wie viele Menschen wurden wohl so getröstet beim Anblick des für uns getragenen Leides?

 

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