Start » Familienforschung
 
Familienforschung

Hochstädter Familien

 

 

Ich habe ein Buch herausgegeben über die Hochstädter Familien, in dem die allgemeinen Angaben in den Kirchenbüchern - also den Registern über Taufen, Trauungen und Beerdigungen - ausgewertet werden. Hier gebe ich einige Informationen und ein Inhaltsverzeichnis des Buches und eine Liste der Familiennamen

 

Das Dorf Hochstadt mit seinen rund 140 Gehöften innerhalb der Ringmauer hat in der neueren Zeit verschiedene Umbrüche erlebt. Der erste geschah nach 1830, als man im Westen und Osten begann, außerhalb der Ringmauer zu bauen. Ein zweiter Einschnitt waren die Gründerjahre nach 1870,verbunden mit der Industrialisierung. Damals kamen viele Menschen aus dem Spessart, dem Vogelsberg und er Rhön, um als Mägde und Knechte im Dorf zu arbeiten. Viele von ihnen wanderten nach einiger Zeit in die Industrie ab, wie viele alteingesessene Hochstädter auch.

 

Eine große Zuwanderung und räumliche Ausdehnung erfuhr Hochstadt dann nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Heimatvertriebenen. Sie brachten neue Bräuche und Fertigkeiten mit. Der Ort wuchs nach Süden und in die Ortslage des ehemaligen Dorfes Groschlag hinein. Die letzte große Erweiterung erfuhr Hochstadt durch den Zuzug vieler Menschen, die im Ballungsraum Rhein-Main Arbeit fanden. Das brachte die Erschließung neuer Wohngebiete im Westen und Osten mit sich. Jetzt kamen auch viele Ausländer, die zum großen Teil ihre Staatsbürgerschaft behielten, aber doch auch Hochstädter wurden.

 

Aber es gibt sie noch, die „alten Hochstädter“. Mein Schulkamerad Friedel Seng versteht darunter jemanden, der noch innerhalb der Ringmauer geboren wurde (Weil heute meist die Kinder in der Klinikgeboren werden, ist das jetzt selten geworden). Aber es ist kein Verdienst, ein „alter „Hochstädter in diesem Sinne zu sein. Alle Einwohner des Ortes sind Hochstädter, gleichberechtigt und wohlgelitten. Jeder kann hier seinen Platz in der Gesellschaft finden. Er muß als Zugezogener nur meist den ersten Schritt tun, sich für das öffentliche Leben interessieren, in einen Verein gehen und mit den Nachbarn sprechen.

 

Doch erforschen kann man die Geschichte der Hochstädter Familien nur bis1945. Danach wird das Bild so vielfältig, daß man es nicht mehr erfassen kann bei einer Einwohnerzahl von heute etwa 5.000 Menschen. Aber die Betrachtung der alten Zeit ist lohnend, weil sie uns viele Dinge von heute besser verstehen läßt.

Ich habe zu diesem Zwecke die Kirchenbücher ausgewertet, weil sie fast die einzigen Zeugnisse über die Familiengeschichte sind. Ich habe alle Angaben in einem Computerprogramm erfaßt, so daß sie leicht zugänglichsind und auch leichter Zusammenhänge hergestellt werden können. Die Angaben über die Taufen, Trauungen und Trauerfeiern sind ja meist nur spärlich und sachlich. Dennoch kann man aus vielen kleinen Bausteinen ein einigermaßen einleuchtendes Gesamtbild erstellen.

 

Gelegentlich macht ein Pfarrer auch einmal eine ausführlichere Bemerkung, die ein Schlaglicht auf ein besonderes Schicksal wirft. Man erfährt etwas über die Sitten und Gebräuche, über besondere Berufe und Ämter und Zeitereignisse.

 

Das Wichtigste an den kirchlichen Registern ist für viele Menschen aber die Verknüpfung der Familien untereinander, der Eheleute und Kinder über die Generationen hinweg. Viele Einwohner haben noch eine Ahnentafel, die in der Nazizeit von vielen Menschen verlangt wurde. Damals ging es um den Nachweis der sogenannten „arischen“ Abstammung, d.h. man sollte keine Juden unter den Vorfahren haben. Eine Familienforschung zu diesem

Zweck ist natürlich abzulehnen.

 

Aber es ist das gute Recht eines Menschen, nach seinen Vorfahren zu fragen. Man möchte wissen, wie die Vorfahren geheißen haben, welchen Beruf sie hatten, wo sie herkamen. Und vor allem geht es um die Frage, wie weit der Stammbaum zurückreicht. Mit Hilfe der Hochstädter Kirchenbücher kommt man da bis fast an den Dreißigjährigen Krieg heran, denn das älteste Buch beginnt im Jahre 1662.

 

Mancher Ahnenforscher wollen allerdings noch weiter nach vornevorzustoßen. Wer dann noch einen Adligen unter seinen Vorfahren hat, der kann die Kette vielleicht bis zu Kaiser Karl dem Großen fortsetzen und von dort bis zu den Pharaonen in Ägypten fortführen. Einen solchen Ehrgeiz wird wohl keiner von uns haben. Aber es ist doch bemerkenswert, wenn sich die Vorfahren lückenlos in Hochstadt nachweisen lassen, soweit eben die Bücher zurückreichen.

 

In der heutigen Zeit reisen wir in der ganzen Welt herum. Man findet einen Ehepartner in ganz Deutschland und zum Teil auch in der ganzen Welt. Wie klein war dagegen die Welt unserer Vorfahren, die sich im Grunde beschränkte auf das Amt Büchertal (Hanau, Niederrodenbach, Langenselbold, Windecken, Kilianstädten, Niederdorfelden, Bischofs­heim, Dörnigheim) und die Stadt Frankfurt (mit den hanauischen Vororten Preungesheim und Berkersheim).

 

Aber es gab auch Ausnahmen: Von der „Insel America“ hatte man nicht nur gehört, sondern mancher mußte auch zwangsweise dorthin, weil der Hanauer Erbprinz Wilhelm, der spätere Landgraf in Kassel, seine Bürger als Soldaten an die Engländer „auslieh“, damit sie gegen die nach Unabhängigkeit strebenden Amerikaner kämpften. Und nachher wanderten andere freiwillig nach Amerika aus, um der Not in der Heimat zu entfliehen und in der Ferne ihr Glück zu versuchen. So kommt es, daß heute viele alte Hochstädter in den Vereinigten Staaten von Amerika leben und dort eine weitverzweigte Verwandtschaft bilden.

 

Ergänzt habe ich dieses Material noch doch die Angaben in den „Presbyterialprotokollen“, also den Protokollbüchern des Kirchenvorstandes. Besonders über die Pfarrer und Lehrer ist dort noch Manches festgehalten. Auch finden sich dort noch viele Namen von Einwohnern aus dem 17. Jahrhundert, denn das älteste Protokollbuch beginnt nur zehn Jahre später als die Kirchenbücher.

 

Familien: In Hochstadt gab es auch einen „Adam Riese“.

 

Adam Rieß lebte von 1779 bis 1843, war katholisch und stammte aus dem Spessart. Sein Name wird so geschrieben, wie auch der berühmte Adam Riese ursprünglich geschrieben wurde, nämlich „Adam Rieß“. Aber ansonsten hatten die meisten alten Hochstädter andere Namen.

 

Zwischen 1662 und 1700 kommen etwas über 200 Familien vor, einige davon jedoch nur einmal (zum Beispiel Flüchtlinge oder einige Gemeindebäcker).

Von Anfang an gibt es die Familien Bornkessel, Burger, Dietz, Ebert, Emmel, Heckert, Kauß, Koch, Krebs, Meerbott (Mehrbott), Rohrbach, Spielmann, Schales, Schäfer, Schmöhl, Schmidt, Stein, Strohl, Trapp, Weber und Wentzel.

 

Stärker vertreten sind Heckert (41 Mitglieder), Strohl (30 Mitglieder), Schmidt (25 Mitglieder), Koch (23 Mitglieder), Meerbott (20 Mitglieder) Schales (20 Mitglieder), Schäfer (18 Mitglieder) und Stein (15 Mitglieder). Die Familien Burger, Stein und Weber ist erst nach 1700 stärker vertreten.

 

In den Jahren von 1830 bis 1900 herrschen folgende Namen vor: Eibelshäuser, Fischer, Heckert, Huhn, Klees, Koch, Mankel, Schales, Seibel, Stein (häufigster Name), Strohl und Weber. Häufig waren auch: Bartholomai (oder ähnlich), Basermann, Bauer, Bechert, Blum, Born­kes­sel, Brosch, Burger, Daubert, Dillemuth, Ebert, Emmel, Fix, Hartmann, Hensel, Ickeler, Jost, Kraft, Krebs, Krieg, Lenz, Lind, Meerbott. Müller, Nix, Rauch, Rohn, Rohrbach, Schmidt, Schröder, Sittler, Wagner, Weiffenbach und Wiegel.

 

Älteste Hochstädter:

 

Außer den Kirchenbüchern gibt es noch andere Quellen, die über die Namen alter Hochstädter Auskunft geben können, zum Beispiel die Grabsteine auf dem Kirchhof und Hausinschriften, aber auch Chroniken und andere alten Schriftstücke in Archiven.

 

Zweiter Stein an der Kirchhofsmauer rechts: Hans Schwartz (1504 bis 11. März 1580), Schultheiß (von 1550 bis 1580).

 

Kirchhofsmauer innen, rechts vom Turm: Erste Platte: Astinus Deinges (1507 bis 23. Juni 1571), 64 Jahre alt.

 

Zweite Platte: Peter Bricks, Pfarrer in Hochstadt (1564 bis 2. Juni 1571).

 

Erster Stein an der Kirchhofsmauer rechts: Tobias Stein (1542 bis 17. August 1617)(„im Alter von 75 Jahren“).

 

Rechts vom Südportal: Peter Schmidt der Junge, gestorben am 12. Juni 1562, der 14 Jahre lahm und krank gelegen hat Die andere Platte erinnert an einen Hans, dessen Familienname und Sterbejahr allerdings unleserlich ist.

 

Bekannt ist auch, daß es in den Jahren 1562/63 ein großes Sterben in Hochstadt gab, aber auch in Hanau, Wachenbuchen, Mittelbuchen, Rüdigheim und Dorfelden. Die Orte werden abgesperrt, die Hanauer Kanzlei wird nach Steinau verlegt. Doch die Seuche hält mehrere Jahre an. In Hochstadt müssen angeblich 500 Menschen begraben werden.

 

Konrad Appel (1563-1617): Er verfaßte eine Handschrift: „Chronica oder Beschreibung etlicher Ding, so sich in und ausser diesem Flecken Hochstatt bey meinem Leben verlaufen und begeben haben, durch Conrad Appel beschrieben“. Er berichtet vor allem über das Wetter und die Ernte, vor allem die Weinernte, aber auch über Brände, Münzen, Preise, Hinrichtungen, Besuch des Kaisers, Versammlungen der Ortschaften und den Ort Groschlag. Konrad Appel hat aber nichts zu tun mit der Familie des Kuhhirten Appel, die im 18. Jahrhundert zugewandert ist und gegen Ende des Jahrhunderts wieder ausstirbt oder mit der späteren jüdischen Familie Appel.

 

Über der Tür des Hauses Hauptstraße 27 steht „Strohl und Anna Margreda 1572“, aber in den Kirchenbüchern lassen sich diese Personen nicht identifizieren.. Die ältesten bekannten Namen im Reformierten Kirchenbuch sind Anna Walter (1573 bis 1665), Gregor Katzenberger (1586 bis 1665) bzw. sein Vater Philipp Katzenberger, der um 1560 geboren sein dürfte, Christoph Emmel (1588 bis 1662) und Valentin Krebs (1590 bis 1663). Die ältesten bekannten lutherische Einwohner sind die 1622 geborene Catharina Löwert und der 1625 geborene Alban Dietz

Neunter Stein an der Kirchhofsmauer rechts: Johannes Heckert (geboren etwa 1630) und seine Frau Maria Elisabetha Burger, ältester Sohn Johann Caspar Heckert, gestorben am 10. Januar 1675, 16 Jahre 9 Monate und 10 Tage alt.

 

Sechster Stein an der Kirchhofsmauer rechts: Ziegler Johann Heinrich Weber, geboren am 6. Januar 1652 in Hanau, verheiratet 10. Oktober 1686 mit Amalie Elisabetha Schüler aus Bönstadt, sechs Kinder, gestorben am 9. Dezember 1709

 

Vierter Stein an der Kirchhofsmauer rechts: Johann Adam Heckard, geboren 30. Dezember 1666 und gestorben am 18. Januar 1713, und seine Frau Anna Margrethe geborene Stein, geboren 14. November 1652, gestorben am 22. Februar 1712, Alter 60 Jahre 3 Monate, und Sohn Johann Georg, geboren 7. Mai 1693 und gestorben 20. März 171.Umschrift: „Hier ist eine schöne Blumen in einem Gottesgarten eingesetzt samt Stamm und Wurzel.“

 

Andreas Emmel (1666-1676): Er berichtet in seiner Chronik über Kriegshandlungen, Amtsträger, Ausschuß (Landmiliz), Pacht für Groschlag, Belagerung von Hanau, Verpflichtung eines Schulmeisters, Aufnahme in den Kirchenvorstand, Kauf und Verkauf, Hochzeit, Grenzbegehung, Hausmittel, Landscheider, Lehrvertrag.

Sein Geburtstag und Todestag sind nicht bekannt. Er heiratet am 1. Februar 1666 seine Frau Katharina Schmidt. Sie wurde am 19.März 1640 geboren als Tochter des Johannes Schmidt aus Wachenbuchen und starb am  6. April 1707 in Hochstadt. Sein Vater hieß Christoph Emmel und starb am 21. April 1662. Seine Mutter hieß Margretha und war eine Tochter des Nikolaus Wassermann und dessen Frau Apollonia aus Dörnigheim. Sie ist am 13. Dezember 1669 gestorben (beerdigt am 15. Dezember) im Alter von 71 Jahren.

Andreas Emmel soll 1654 Schultheiß in Hochstadt gewesen sein. Am 14. April 1672 wird er einer der Landscheider und beschreibt, wie am 26. Mai 1674 eine Kommission die Grenze abgeht. Am 14. Dezember 1673 wird er in das Presbyterium berufen bzw. zum Kirchensenior eingesetzt und beschreibt den Vorgang der Berufung. Er hat auch Ratschläge bei Krankheiten von Tier und Mensch: Wenn ein Mensch geschwollen ist, so soll man ihm Urin vom Schaf zu trinken geben; ist er von starker Natur, soll man ihm auf dreimal ein Echtmaß geben.

Andreas Emmel hatte nach Mankel drei Töchter und einen Sohn. Im Kirchenbuch sind aber nur zwei Söhne verzeichnet: Johann Caspar ist 1666 geboren und wohl bald darauf gestorben, denn 1668 wird noch einmal ein Sohn so genannt, der aber auch in jungen Jahren unverheiratet gestorben ist.

 

 

Einwohnerrecht: „Vom Untertanen zum Bürger“.

 

Umzüge: „Jedes Jahr eine neue Wohnung“

 

Schreibweise der Namen: Jeder Pfarrer machte es, wie er es sich dachte“.

 

 

Einzelne Familien

Das älteste reformierte Kirchenbuch beginnt 1662, die nächsten in den Jahren 1726, 1770, 1830, 1878, 1894, 1900 und 1923 (das Buch ab 1947 wurde nicht mehr ausgewertet). Insgesamt wurden über 10.700 Personen und über 3.250 Familien erfaßt. Diese Kirchenbücher enthalten aber auch zum Teil noch andere Nachrichten, zum Beispiel über die Zusammensetzung der Ämter und bürgerlicher Gemeinde und Kirchengemeinde (zum Beispiel eine Liste der Pfarrer).

 

Das lutherische Kirchenbuch beginnt 1691 mit einem sehr kunstvoll geschriebenen Titelblatt. Die Lutheraner aus der Zeit davor müßten sich im Hanauer Kirchenbuch befinden. Zur lutherischen Gemeinde Hochstadt gehören aber auch die Lutheraner in Wachenbuchen, Kesselstadt, Dörnigheim, Bischofsheim und zeitweise auch Bergen. Im Buch befinden sich auch Verzeichnisse der Abendmahlsteilnehmer und Verzeichnisse der Konfirmanden in bestimmten Zeitabschnitten. Das lutherische Kirchenbuch von 1802 wird später auch für die Eintragungen der vereinigten Gemeinden benutzt.

 

Es können nicht alle Familien dargestellt werden. Aber zu den heute noch bekannten Familien ist in dem von mir erarbeiteten Manuskript dargestellt, wer die Stammeltern waren, wo die Familie herkommt und welche Vertreter heute noch vorhanden sind.

 

Wer Weiteres wissen möchte, kann sich gern an mich wenden: Peter Heckert, Maulbeerweg 21, auch Telefon 06181/9451936). Gegen eine Gebühr von zehn Euro und die Druckkosten kann jede mögliche Auskunft gegeben werden (Ahnentafeln, Familienbogen, frühere Wohnungen, Verwandtschaft zweier Personen).

 

Folgende Familiennamen kommen in den Hochstädter Kirchenbüchern vor:

 

Achenbach, Achtung, Acker, Ackermann, Adam, Affourtit, Agricola, Albinski, Albrecht, Almenritter, Alt, Altvatter, Alzowee, Amberger, Amert, Amm, Ammenhäuser, Andes, Andrae, Andreae, Anschütz, Ansel, Anschütz, Anthus, Anschütz, Anzerer, Apothofsky, Appel, Armbrust, Arndt, Arstrefeld (von), Aschke, Asener, Aßmann, Aßmus, Asten, Atzert, Au (von der), Aubry, Aumann, Ausäderer, Avemann (von).

 

Bach, Bachmann, Bai, Baier, Balde, Bals, Balthasar, Baltzer, Banifa, Bär, Barchfeld, Barfels, Bartholomay, Basermann, Batz, Bauer, Bauernkeller, Baumann, Bauscher, Bautz, Beauhang, Becher, Bechert, Bechtold, Beck, Becker, Beckmann, Behr, Behrens, Bellinge, Bellmann, Bender, Benderoth, Benner, Bergmann, Berly, Bernhardt, Bernus, Berthold, Beyer, Bickert, Biegel, Biermann, Bildhäuser, Bilz, Biegel, Biermann. Bindrim, Bingemer, Binger, Birkenstock, Bläsing, Blecher, Bloß, Blum, Böckel, Boden, Böff, Bögner, Böhm, Böhmer, Bolender, Bolt, Bommersheim, Boos, Boppert, Born, Börner, Bornkessel, Bornmann, Bott, Böttcher, Bötz, Bralin, Brandenburg, Brandt, Brasilie, Bratfisch, Braun, Bräuninger, Breidenstein, Breidinger, Breiteband, Breitenbach, Bremges, Brenneis, Brenner, Breuker, Brihson, Brill, Brinkmann, Britz, Bröder, Brodt, Brosch, Bruck (van), Bruckner, Bruder, Brunck, Brunkhardt, Brußau, Bruzdiak, Buchhold, Buchmann, Büchner, Bück, Bude, Buhl, Bühling, Buob, Burg, Burger, Burkard, Burkhardt, Bürmann, Bürtel, Bürthel, Bus, Buschbeck, Büsching, Buß, Busse, Butlar (von), Büttel, Button, Buz.  Campert, Canthus, Cantt, Carl, Carli, Cartiny, Caspari, Christ, Christensen, Christian, Christoph, Claaß, Clär, Clarius, Clauburg (von), Claur, Clau, Cloß, Conrad, Cramer, Creß.

 

Dähler, Dalek, Damköhler, Damm, Dammann, Dämmer, Danner, Dappert, Daubenthaler, Daubert, Debertshäuser, Debes, Debus, Dechert, Decker, Degen, Degeter, Deichou, Deinges, Dies, Demeter, Demuth, Denner, Dentzler, Deuker, Dick, Dickhardt, Diehl, Diehsel, Diel, Dielemann, Diercke, Dieter, Dietmann, Dietrich, Dietz, Dillemuth, Disser, Dobisch, Dock, Doerk, Döhla, Doll, Domogalla, Dopp, Döppenschmitt, Döring, Dorn, Dornemann, Dörr, Drant, Drebert, Dreitz, Dresel, Dreuttel, Drichert, Drill, Drobniak, Dröll, Druschel, Dufour, Dumont, Duranth, Dürck, Dürr, Dworschak.

 

Ebeling, Eberhard, Eberlein, Ebert, Eberth, Ebertshäuser, Eckard, Eckel, Eckersperger, Eckert, Eckhard, Eckhardt, Eckhart, Eckstein, Ehrenpfordt, Ehrlich, Eibelshäuser, Eichler, Eilstein, Eirengässer, Eiter, Elfert, Ellerbruch, Elsässer, Emmel, Emmerich, Emrich, Ende (von), Enders, Endt, Engel, Engelbrecht, Engelhard, Engelhardt, Erbs, Erdmann, Erhardt, Erlinger, Ermel, Ermentraut, Ermold, Ernst, Ernstdorf, Erntz, Esch, Estermann, Euler,

Eurich, Ewald, Ewest, Eyfried, Eymer.          

 

Faber, Färber, Fasbender, Faß, Fassel, Fassing, Faust, Federolf, Fehl, Fehlmann, Feisel, Feitig, Fenchel, Ferber, Fiedler, Fieres, Filber, Finger, Finkbeiner, Firnges, Fischer, Fitzenberger, Fix, Flach, Fladung, Fliedner, Flöter, Flohr, Föller, Förster, Forst, Fraize, Franck, Frantz, Franz, Franzmann, Fremder, Frerich, Freund, Frey, Freyer, Frick, Frickel, Fried, Friederich, Friedrich, Frischkorn, Frischmuth, Frist, Fritsch, Fritz, Fischer, Fuchs, Fülcke, Füller, Funke, Furrer, Fuß.             

 

Gäbeldinger, Gärtner, Gainger, Gambie, Gangloff, Gans, Gaßmann, Geb, Gebauer, Gebelhardt, Gehring, Geibel, Geibig, Geier, Geis, Geisel, Geißel, Geißler, Gemmer, Gerbig, Gerhard, Gerke, Gerlach, Gerling, Germann(von), Gerstung, Gerth, Gesner, Geynet, Giebe, Gierig, Giesel, Gieß, Gießel, Gild, Gipel, Girgenthal, Gläntzer, Glas, Gleiß, Glinder, Glock, Glosterbecker, Glück, Gnüge, Goes, Götz, Goetz, Götzmann, Goldammer, Goldbach, Golez, Goll, Gottlieb, Gottschalck, Gottwals, Gräf, Graf, Gramsch, Grasmück, Gratz, Grau, Grauel, Greh, Grimm, Grohe, Grohmann, Grolamann, Gronert, Groß, Großmann, Grube, Grubener, Gruber, Grün, Grünewald, Grünlein, Grünwaldt, Gruner, Grunert, Günther, Gundlach, Gunkel, Gutberlet, Gutermuth.

 

Haas, Haberland, Habermann, Hähnel, Hämel, Häulein, Hagemann, Hagenfeld, Hager, Hahn, Hainbuch, Hamms, Handlos, Handwerck, Hannlein, Happel, Harber, Harter, Hartmann, Hartung, Hartz, Hase, Haselbach, Hasenstab, Haß, Haßner, Hatzmann, Hauck, Haus, Hauser, Hausmann, Hayer, Hayn (von), Hayne, Heck, Heckard, Heckardt, Heckart, Heckerth, Heckert, Hehlgans, Heidenreich, Heiderich, Heidmann, Heil, Heiler, Heilmann, Heimel, Heimert, Heimsinger, Hein, Heinbuch, Heine, Heinseberger, Heinz, Heinzmann, Held, Heldmann, Helfmann, Helfrich, Hellmayr, Helm, Helmetag, Henckel, Henkel, Henlein, Henning, Hensel, Henß, Heppler, Herbig, Herbilius, Herbert Herchenhan, Herchenröder, Herchenröther, Hercherod, Herdt, Hergenröther, Hergert, Herget, Herlis, Hermann, Herrmann, Herz, Herzog, Heß, Heßberger, Hesse, Hestermann, Hetterich, Hetzel, Heun, Heußner, Heyderich, Heyl, Heynemann, Hickel, Hiebenthal, Heynemann, Hildebrand, Hildebrandt, Hill, Hille, Hillemeyer, Hinckel, Hinkel, Hirsch, Hirst, Hischer, Hobel, Hochstadt, Hochstatt, Hock, Höche, Höfel, Höhl, Höhling, Höhn, Höltzner, Hölzer, Hömel, Hoene, Hörnis, Hof, Hofacker, Hoffmann, Hofmann, Hohmann, Hohn, Holl, Hollederer, Holler, Holzbrecher, Hommel, Hopf, Hopff, Hopper, Horch, Horn, Horr, Horstmann, Hoß, Hoßfeld, Hoyk, Hübner, Hüfner, Hügel, Hüher, Hünckel, Hüßmann, Huf, Huhn, Huhseman, Hundt.

 

Ickeler,Ickes, Idler, Ihm, Irlp, Ißerstädt, Ivanowski.

 

Jackgeilen, Jacob, Jae, Jäckel, Jäger, Jahn, Jakob, Jakobs, Janus, Jasoi, Jeu, Jochum, Jöckel, John, Jordan, Jost, Jüngel, Jüngst, July, Jung, Jungblut, Jungmann, Junker.          

 

Kaas, Kämmle, Kahl, Kaiser, Kalbhenn, Kammer, Kappes, Karrasch, Katzenberger, Kauer, Kaufeld, Kaufmann, Kauß, Kawitter, Kayser, Kegelmann, Keiblich, Keil, Keiling, Keim, Keiner, Keitel, Keitz, Keller, Kemler, Kemmerzell, Keppler, Kern, Kerst, Keßler, Kester, Kettler, Keydel, Kieling, Kirchhof, Kirstein, Kisch, Kissel, Kißmann, Kitz, Klähr, Klasen, Klauer, Kleemann, Klees, Klein, Kleinert, Kleiß, Klemm, Klimpke, Klinzing, Klöß, Klopfleisch, Klor, Klüber, Klüh, Klüv, Klunder, Klußmann, Knapp, Knecht, Knoche, Knoth, Knott, Koch, Köbel, Köbrly, Köhler, König, Köppel, Koerbeler, Körber, Köster, Köstler, Köth, Kohl, Kohlhepp, Kolb, Kolbenschlag, Kolenda, Koller, Kolmsberg, Konrad, Korb,

Kra, Krämer, Kraft, Kramer, Kranich, Krapf, Kratz, Kraus, Krauß, Kraut, Krebs, Kreischer, Kreiß, Kreß, Kretschel, Kretschmar, Krieg, Krimmelbein, Krings, Krippendorf, Kröll, Krostewitz, Krücher, Krück, Krüger, Krug, Krumm, Kübler, Kühlein, Kühn, Kühnhardt, Künzel, Kufner, Kuhn, Kuntz, Kuntzenbach, Kurt, Kurtz, Kurz.

 

 Laidig, Lallmann, Lambs, Lamm, Lamp, Landmann, Landrebe, Lang, Lapp, Larsch, Laubach,  Lauf, Laupus, Lautz, Ledermann, Legère, Lehmann, Lehning, Lehr, Leiders,  Leimbach, Leipold, Leis, Leitz, Lengfeld, Lenz, Lerch, Levi, Levin, Libbach, Lichtenfels, Liebbach, Liebler, Ließ, Linck, Lind, Lindt, Lindebauer, Lindenau, Linck, Link, Linken, Lins, Lipp, Lippert, List, Lochmann, Löb, Löber, Löbert, Löffert, Löffler, Löhr, Lösch, Lößler, Löwer, Lößler, Lohde, Lohmann, Lohr, Lottich, Lotz, Louis, Luck, Lücke, Lueg, Luft, Lufft, Lugert, Lukas, Luther, Lutz.

 

 Mackain, Mackry, Mäder, Mäuler, Magus, Mai, Maid, Maienschein, Maier, Maikranz, Maillard, Maisch, Maly, Mandel, Mankel,  Mannel, Manns, Marburger,  Margraf, Marquenett, Marth, Martiné, Martini, Marx, Matern, Mattes, Mau, Maul, Maurer, Mauss, May, Mayer, Medenbach, Meed, Meerbott, Meffert, Meggle, Mehling, Mehrbott, Meier, Meinhard, Meisner, Meißel, Meister, Melchior, Mellies, Mentzler, Merlau, Mertin, Merx, Mertz, Merz, Methfessel, Metschan, Mettbach, Meuer, Meyer, Meyfart, Meysinger, Michel, Michler, Milizer, Mitschke, Mittel, Möbus, Möller, Mörschel, Möser, Mohn, Mohr, Mosch, Moller, Montag, Mooswenzel, Mopsten, Moritz, Mosdzien, Muckler, Mühl, Müller, Münscher, Müßing, Muhl, Muth, Mybes.

 

Nachtrab, Nägele, Nagel, Nagelschmidt, Narten, Nau, Naumann, Naverofsky, Neubecker, Neumann, Neutze, Nicht, Nicolai, Nieß, Nix, Nolde, Noll, Nordmeier, North, Nüchter.

 

Oberndörfer, Obmann, Ochel, Ochs, Ochsenhirt, Odenweller, Oestreich, Ohl, Ommert, Oppel, Orth, Ortmann, Ostheimer, Otto.

 

Pabst, Penible, Garantier, Paul, Pauli, Pauly, Perth, Bethke, Petri, Petter, Patzer, Dezenniums, Pfaff, Pfeiffer, Pfeil, Pfister, Pfuhl, Philipp, Philippi, Pichet, Pietsch, Poncier, Pischke, Pistor, Pastorats, Platzeck, Pöhlmann, Pohl, Popp, Poppe, Porta, Prag, Prasche, Paul, Preiß, Preiss er, Prassel,   Retzer, Prey, Prinz, Protzmann, Pudel, Pulver, Poth.

 

Quant, Ullmann.

 

Raab, Raabe, Raum, Rademacher, Hamburger, Ran, Rang, Rat heiß, Rauh, Rauch, Rege, Rehbein, Rehnecker, Reich, Reichardt, Reiche, Reichenbach, Reichert, Reichling, Rein, Reinhard, Reinhardt, Reining, Reith, Reitz, Reling, Renner, Reul, Reul, Rehling, Reus, Reusch, Reichling,   Rauchig, Reuß, Reuter, Rhomben, Richter, Riebel, Rieb Schläger, Riedel, Ries, Rieß, Ring, Rippert, Ritzel, Robra, Rocholl, Rock, Rödel, Röder, Rödiger, Röll, Röpstorff, Rössel, Rößner, Rößner, Rogg, Rohn, Rohrbach, Roland, Rollmann, Rommel,  Rompel, Roog, Roosen, Ros, Rosenberger, Rosencrantz, Roß, Roth, Rothenhäuser, Rothhan, Rudorf, Rudrauff,  Rübsamen, Rückert, Rühl, Ruetsch, Ruhmann, Ruhr, Rullmann, Rump,  Rupp, Ruppel, Ruppert.

 

Säckler, Salzmann, Sarzo, Sattler, Sauer, Sauermilch, Sauerwein, Schaack, Schaaf, Schaaff Schaf,  Schab, Schad, Schade, Schäbeling, Schächer, Schäfer, Schägg, Schärtling, Schaidt, Schales, Schantze, Scharf, Schatz, Schaub, Schauff,  Scheel, Scheellhase, Scheerer,

Scheidt, Scheig, Schelflegel, Schell, Schellflegel, Schenk, Schernick, Schibil, Schieferdecker, Schien, Schieß, Schilling, Schimpf, Schindelbeck, Schinß, Schintz, Schlag, Schlauch, Schleemilch, Schlegel, Schleich, Schlemmer, Schleunes, Schlicht, Schlotter, Schlümbach, Schmahl, Schmalbach, Schmalz, Schmauch, Schmidt, Schmitt, Schmitz, Schmöhl, Schmuck, Schmück, Schnarrenberger, Schneider, Schnepp, Schnepper, Schnick, Schnitzler, Schoder, Schöffer, Schön, Schönecker, Schöner, Schönhammel, Schönheiter, Schöpp, Schößer, Schößler, Scholl, Scholz, Schomann, Schoster, Schott, Schraidt, Schramm, Schrecker, Schreiber,  Schreyel, Schreyer, Schröder, Schubert, Schuch, Schüler, Schürhoff, Schürmann, Schütt, Schütz, Schüßler, Schultheis, Schultz, Schulz,  Schurpf, Schwärtzel, Schwalb, Schwalbe, Schwartz, Schwartze, Schwarz, Schweickhardt, Schwind, Scior, Sebastian, See, Seeger, Seeler, Seeliger, Seibel, Seipel, Seybel, Seißer, Seiser, Seitz, Seliger, Sell, Seng, Seßler, Sickeberger, Sieb, Siedler, Siegert, Sigrist, Silberling, Simon, Sittler, Sohns, Sommer, Sommerlad,

 

Spät, Spahn, Span, Sparwald, Sparwasser, Specht, Speck, Speckhan (von), Sperschneider, Sperzel, Spielmann, Spieß, Spriestersbach, Sproch, Staaf, Stahl, Stamm, Stang, Stanull, Stapf, Stark, Staß, Statt, Staub, Staudinger, Staudt, Stauff, Stauz, Steck, Steffens, Steigler, Stein, Steinacker, Steinbach, Steinbrecher, Steinbring, Steinmetz, Steirmar, Stelz, Stephan, Sterlike, Sternagel, Steul, Stieler, Stier, Stock, Stöffel, Stör, Störkel, Stoppel, Strangmann, Streibhardt, Streicher, Streit, Streitparth, Strempel, Strich, Strietzel, Stroh, Strohl, Strunck, Strunz, Studenroth, Stübing, Stütz, Stumpf,  Suffner, Suhl, Sultowski, Sulzer, Syppel.

 

Tack, Tangler, Teres, Tessin, Textor, Thalheimer, Theis, Theiß, Theobald, Thielemann, Thieme, Thoma,  Thomas, Thomasbürger, Thonjes,  Thorn, Thrin, Tippner, Trapp, Traudt, Traxel, Traxler, Trepte, Trimbach, Trinkaus, Troß, Trümpler.

 

Uffelmann, Uhlmann, Uhrig, Ullmann, Ullmer, Ullrich, Ulrich, Urich, Urig, Urledig, Utz.

 

 Valentin, Vay, Veit, Velden (von den), Velten (von der), Vätter, Vetter, Viertelhausen, Villmeter, Vippach, Vodermair, Vögler, Völker, Völp,  Voemel, Vog, Vogel, Vogelsberger, Vogt, Vohwinkel, Volk, Voll, Vollmer, Volz, Vulte (von), Vonderau, Voshagen, Voß.

 

Wacker, Wadel, Wagner, Wahl, Wahn, Walter, Walther, Walzer, Wandmacher, Wandt, Wastung, Weber, Webers, Weckmann, Weicker,  Weickert, Weiffenbach, Weigand,  Weil, Weilbächer,  Weilbrunn, Weisenbach,  Weiß, Weißel,  Weißenstein, Weißenstein, Weiter, Weitzel,  Weller, Wellinger, Wend, Wenderoth, Wendorf, Wenk, Wenke, Wentzel, Wenzel, Werner, Westerburg (von), Westerfeld (von), Westert, Westhof, Weygand, Weyland, Weymann,  Weyrauch, Weytzel, Widkopff, Wieczorek,   Wiede, Wiederschein, Wiegand, Wiegel,  Wienecke, Wiersing, Wiesenburg,  Wiesinger, Wigland, Wilhelm, Wilhelmi, Will, Winhold, Winter, Wissenbach, Wittkindt, Wittich, Wittstock, Wörner, Wohlgemuth, Wolf, Wolff, Wollenschläger, Woscidlo, Würthwein, Wurster.         

 

Zachmann, Zahn, Zapf, Zeh, Zehn, Zehner, Zeil, Zeiler, Zeiß, Zell, Zemski, Zeul, Zieglarski, Ziegler, Ziehl, Zimmer, Zimmermann, Zinkhan, Zinkmann, Zins, Zöller, Zoll, Zolna, Zorber, Zott, Zul, Zwicker.

 

 

 

Verwandtschaft der „alten Hochstädter“ untereinander:

 

Die Frage nach der Verwandtschaft der Hochstädter untereinander habe ich an meinem eigenen Beispiel untersucht, auch wenn nur meine Großeltern väterlicherseits aus Hochstadt sind. Als Vorfahren meines Großvaters Peter Heckert sind 26 Familien (verheiratete Männer) bekannt, wenn man nicht nur die Spitzenahnen nimmt, sondern auch die Vertreter der Nebenlinien, die erst später eingeheiratet haben. Manche dieser Familien haben fast 5.000 Nachkommen, wobei von der Datenbank nicht einmal alle Personen angezeigt werden können.

Wenn man von ihnen wieder in den Generationen nach unten bis zur Gegenwart geht, ergeben sich - wenn man Doppelungen ausschließt - zunächst 217 Familien. Wenn man die Familien nach Hausnummern ordnet und noch etwas zusammenfaßt  und Eltern und Kinder und Geschwister nur einmal zählt, bleiben 185 heutige Familien.

 

Wenn man nun das gleiche Verfahren anwendet auf meine Großmutter Elisabeth Heckert geborene Lind, kommt man auf  32 Vorfahren. Deren Nachkommen sind (ohne Doppelungen und zusammengefaßt) 293 Familien. Von diesen Familien sind 155 mit den Verwandten von Peter Heckert (Großvater) übereinstimmend (nach einer weiteren Zusammenfassung der Familien ist die Zahl allerdings geringer, siehe unten).

 

Wenn man die mit Elisabeth Heckert verwandten Familien noch etwas zusammenfaßt und Eltern und Kinder und Geschwister nur einmal zählt, bleiben 232 heutige Familien. Wenn man dann die Verwandten von Peter und Elisabeth Heckert noch einmal zusammenfaßt, ergeben sich 164 verwandte Familien.

 

Die Schlußfolgerung aus diesen Überlegungen ist: Alle Familien, die vor 1945 in Hochstadt wohnten, sind miteinander verwandt. Wenn jemand von außerhalb kam, heiratete er in eine alteingesessene Familie ein. Wenn ausnahmsweise einmal zwei Eheleute von außerhalb kamen, dann heirateten spätestens die Kinder in einheimische Familien ein. Alle anderen Familien oder Personen sind später nicht mehr in Hochstadt vertreten. Allerdings ist in der Familie nur noch eine Verwandtschaft zu 14 der hier aufgeführten Familien bekannt.

 

 

Familienforschung im Internet:

Unter „Groups, Familienforschung“ kommt man zu den Ergebnissen von Familienforschern und Archiven. Aber natürlich kann man auch speziell mit einer Suchmaschine suchen.

 

Die heutige Verbreitung von Familiennamen in Deutschland kann man feststellen über auf der Internetseite „www.christoph.stoepel.ne t“ Dafür braucht man aber das spezielle Programm „Framework“. Dieses kann man sich auch auf der angegebenen Seite herunterladen, aber mit einem gewöhnlichen Modem dauert das 57 Minuten. Wenn man online ist, kann man auch die  einzelnen Orte anklicken und die Namen der Telefon­besitzer sehen. Allerdings ist das Programm nicht auf dem neuesten Stand, aber an der Verteilung der Namen wird das wohl grundsätzlich nicht viel ändern. Neuerdings gibt es eine Übersicht auf der Seite „geogen“.

 

Der Name „Heckert“ ist zum Beispiel über fast ganz Deutschland verbreitet, aber nicht in der Schweiz und in Osterreich. Besonders häufig ist er im Raum Hamburg, in Westfalen, im Ruhrgebiet, im Rhein-Main-Gebiet, zwischen Mannheim und Stuttgart und im Raum München. Er kommt auch vor in Thüringen, Sachsen und Brandenburg.

 

Über die Verbreitung von Familiennamen in den USA in verschiedenen Jahrzehnten geben Auskunft die Internet-Seiten

„www.progenealogists.com/surnamestudy.htm

<http://www.progenealogists.com/surnamestudy.htm>“ und „www.

<http://www.genforum%1F.genalogy.%1Fcom/heckert/all.html>

genforum.genalogy.­com/heckert/all.html

<http://www.genforum%1F.genalogy.%1Fcom/heckert/all.html>“ (hier muß

natürlich statt „heckert“ der entsprechende gesuchte Familienname

eingesetzt werden).

Im Jahre 1880 hieß in Texas (seit 1845) jeder 1.000. Einwohner „Heckert“. Im Jahre 1920 waren es auch in Nebraska (seit 1867) einer unter 1.000 Einwohnern und in Pennsylvania einer unter 4.000 Einwohnern. Im Jahre 1990 waren es einer unter 6.000 Einwohnern in Pennsylvania, West-Virginia und Delaware und einer unter 4.000 in Nebraska und einer unter 10.000 Einwohnern in Wisconsin (seit 1848) und Nebraska.

 

 

Hochstädter Einwohner 1715: Ein wertvoller Ortsplan

Es gibt einen Ortsplan von 1715, auf dem die damaligen Eigentümer der Grundstücke angegeben sind. Dieser Plan lag ursprünglich in zwei Exemplaren vor, heute ist aber nur noch ein Plan vorhanden im Besitz der Familie Koch (Hauptstraße 12). Dieser Plan ist natürlich eine wertvolle Quelle für die Familienforschung in Hochstadt.

 

Anhand dieses Ortsplans werden die damaligen Bewohner dargestellt und ihre heutigen Nachkommen mitgeteilt. Auch die Inschriften an den Häusern werden erfaßt und nach Möglichkeit gedeutet.

 

 

Alte Hausnummern in Hochstadt vor 1920:

Hochstadt hatte vor 1920 eine durchgehende Numerierung ohne Angabe von Straßen. Um angeben zu können, wo die Vorfahren einer Familie früher wohnten, wurde dieses alte System weitgehend rekonstruiert. Diese alte Numerierung gibt auch Auskunft darüber, wie alt die Häuser außerhalb der Ringmauer ungefähr sind.

 

 

„Kirchensitze: Der Platz in der Kirche war knapp“

 

 

Zugewanderte Hochstädter: Die „Alten Hochstädter“ sind gar nicht so alt

Viele Namensträger, die man heute als „Alte Hochstädter“ ansieht, sind erst um die Jahrhundertwende in Hochstadt „eingewandert“. Mancher Ehemann oder Ehefrau kam aus dem Spessart oder Vogelsberg erst nach Hanau oder einen anderen Ort des Kreises und heiratete dann nach Hochstadt, zum Beispiel Margaretha Druschel (geboren 1872 in Marjoß) oder Elisabeth Kraus (geboren 1865 in Sterbfritz, wohnhaft in Hanau, Dienst­magd). Gelegentlich kamen dann auch noch andere Leute aus dem Ort nach, eventuell sogar Verwandtschaft wie bei den Familien Sperzel aus Mottgers. Viel Zuzug kommt aus Oberkalbach, Gundhelm, Vollmerz, Elm, Unterreichenbach.

 

Deshalb folgt jetzt eine Übersicht über die Familien in der zeitlichen Reihenfolge ihres Auftretens im Kirchenbuch. Bei den alteingesessenen Familien wird das Datum angegeben, an dem zuerst eine Amtshandlung sicher bezeugt ist. Herkunftsort ist Geburtsort oder Wohnort der  Vorfahren. Die Herkunftsorte der Hochstädter werden dann noch einmal nach der geographischen Ordnung aufgelistet.

 

 

Ämter in der Gemeinde: „Von Bürgermeistern und Polizeidienern“

Eine fast vollständige Liste der Schultheißen - entsprechend dem heutigen Bürgermeister - konnte durch die Angaben in den Kirchenbüchern rekonstruiert werden. Ebenso ergeben sich die Schöffen oder Geschworenen. Mit „Gerichtsverwandter“ oder „Geschworener“ oder „Gerichtsschöffe“ ist kein Schöffe bei Gericht im heutigen Sinne gemeint. Nur einige wenige Personen sind „Landgerichtsschöffe“ am Landgericht in Hanau. So ist Alban Trapp 1666 Landgerichtsbeisasse. Niclas Emmel wird 1698 als Landgerichtsbeisasse bezeichnet. Johannes Schwartz (gestorben 1731) ist 1722 Landgerichtsbeisasse. Sein Sohn Johann Georg Schwartz (gestorben 1749) ist 1736 bis 1738 Beisasse des Landgerichts, außerdem Gerichtsverwandter in Hochstadt. Johann Peter Hatzmann (1770 bis 1806) ist 1794, 1795 und 1804 Landgerichtsschöffe. Der Schultheiß Caspar Schales (1705 bis 1792) ist 1753 Landgerichtsschöffe.

 

Die Schöffen am Ort sind vor allem Gemeindevertreter, die zusammen mit dem Schultheiß die Geschicke der Gemeinde lenken. Daß sie nur in Hochstadt wirken, zeigt die Angabe, daß Johannes Trapp 1725 zweimal bezeichnet wird als „Gerichtsverwandter in Hochstadt“. Der lateinische Name für dieses Amt ist „Iuratus“.

 

 

Ämter in der Kirche: „Aus Hochstadt kaum auch ein Pfarrer“

Zu den reformierten und lutherischen Pfarrern ergaben sich noch wertvolle Angaben aus den Kirchenbüchern. Das Gleiche gilt für die Lehrer, für die es bisher nur spärliche Angaben gab.

Auch eine Liste der Kirchenältesten ließ sich rekonstruieren.

Schließlich wird noch die Entwicklung des Kirchendienstes dargestellt.

 

 

Berufe: „Von der Dienstmagd zur landwirtschaftlichen Gehilfin“.

Landwirt: Hirten, Schäfer, Schweinehirt, Knechte, Weinbergsmann, Forstbedienstete:

 

Wirte: Zum Teil ganz neue Erkenntnisse gab es zur Geschichte der Gaststätten, von der ältesten Gaststätte in der Hauptstraße 21 über die Gaststätte „Zur goldenen Krone“, die Gaststätten Meerbott und Koch bis zu den Gaststätten Strohl und Dorn (mit Stamm­bäumen).

 

Gemeindebäcker: Auch über die Bäcker war viel Neues zu erfahren, von den Gemeinde­bäckern im Backhaus in der Hauptstraße 36 bis zum heutigen Unterbäcker.

 

Unter „Medizinische Berufe“ werden Ärzte, Arzthelfer und Hebammen dargestellt.

 

Bei den Handwerkern werden vor allem Schmiede, Ziegler, Maurer und Zimmerleute besprochen. Eisenbahn und Post werden nicht vergessen. Auch der Wandel der Berufe von Knecht oder Magd zum Fabrikarbeiter kann nachvollzogen werden.

 

Militär: „Das Grab im Weinberg“

Auch militärische Ereignisse spiegeln sich in den Kirchenbüchern, vom „Landesausschuß“ über das kurhessische Militär bis zu den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts. Hier sind alle Gefallenen und ihr Schicksal dargestellt, einschließlich der Soldatengräber aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Friedhof Hochstadt:

Wer Auskunft über einen verstorbenen Soldaten und sein Grab haben möchte, kann im Internet unter folgender Adresse nachsehen: „volksbund.deutsche.kriegsgräberfürsorge.de“. Am linken Rand der Seite ist die Schaltfläche „Gräbersuche“. Wenn man diese anklickt kommt man zur Online-Suche. Dort gibt man den Namen des Gesuchten ein, wird aber auch um Angaben zur eigenen Person gebeten (und erhält dann unaufgefordert Informationsmaterial). Wenn Informationen über den Gesuchten vorliegen, muß man seinen Familiennamen anklicken, um zu diesen Informationen zu gelangen.

 

 

 

Amtshandlungen:

Dann folgen Angaben zu den kirchlichen Amtshandlungen. Hier gibt es viele konkrete Einzelfälle zu schildern, die sehr viel über das Leben unserer Vorfahren aussagen:

 

Taufe: „Der Kriegerverein als Taufpate“, mit den Unterthemen  totgeborene Kinder, Zeitpunkt, Haustaufe, Ort, Ablauf, Vornamen, Paten, Uneheliche Kinder, Taufen auswärtiger Kinder, kinderreiche Familien:

 

Konfirmation: Zwischen Schule und Lehre

 

Trauung: „Notfalls wird von Amts wegen verheiratet“, mit den Unterthemen

Abmeldeschein, Ablauf, Ort, Soziales, Voreheliche Schwangerschaft, Scheidung:

 

Beerdigungen: „Eine Predigt war nicht üblich“, mit den Unterthemen

Ablauf, Ort, Beerdigung von Kindern, Alter, Lob/Tadel, Armut, Beerdigung von Durchreisenden, Todesursachen, Tragische Fälle, Unglücksfälle, Leichenschau. Ein Kapitel über den Friedhof schließt sich an.

 

 

 

Lutherische Gemeinde: „Zwei Kirchen in Hochstadt“

Unter den Kirchenbüchern finden sich auch zwei Bücher der ehemaligen lutherischen Gemeinde. Die folgenden 25 Familien schließen sich im Jahre 1686 zur lutherischen Gemeinde zusammen: Johannes Dietz, Johann Dietz der Ältere, Johann von der Au, Johann Peter Sittler (Leinweber), Jeremias Ermentraut (Gemeindeschäfer), Kaspar Burger (Landscheider), Philipp Meed (Ziegler), Johann Reinhard Methfessel (Maurermeister), Johann Konrad Armbrust (Barbier), Andreas Dietz, Johann Konrad Gäbeldinger (Gemeindekuhhirt), Nikolaus Ebert, Johann Peter Luft, Johann Weigel Philipps, Henrich Ellerbruch, Henrich Hünckel (Ziegler, Schwager des Vorhergehenden), Konrad Bechert, Wilhelm Ebert, Johann Heinrich Zoll, Andreas Rohn, Henrich Ebert, Wilhelm Ebert, Melchior Schott, Leonhard Franck (Hufschmied) und Konrad Bechert.

 

In der Folgezeit kommen folgende Namen vor: Bechert, Dietz, Burger, Ebert, Bechert und Rohn (Lindenberger bezeichnet auch „Burger“ als lutherisch, aber das läßt sich nicht nachweisen, es handelt sich nur um eine Familie). Weitere lutherische Namen sind: Alt, Anschütz, Armbrust, Büchner, Bude, Clär, Dämmer, Eckhart (oder: Eckert), Eckel, Ellerbruch, Flor, Gäbeldinger, Held, Heß, Hillemeyer, Hoffmann, Kißmann, Klähr, Körber, Krauß, Lang, Löwert, Lufft, May, Nieß, Philipp, Reiche, Rullmann, Schiel, Scholl, Schütz, Seipel (Syppel, Sippel), Stieler, Weyrauch und Zeiler. Dazu kommen die Lutheraner aus Kesselstadt, Wachenbuchen, Dörnigheim, Bischofsheim und Bergen, für die der lutherische Pfarrer in Hochstadt auch zuständig war (Bergen nur bis 1713). Behandelt werden noch die Themen Konfirmanden, Abendmahl, Gottesdienst und Auffindung des Grundsteins der lutherischen Kirche.

 

Es folgt dann noch ein Abschnitt über die Katholiken, die erst ziemlich neu in Hochstadt sind.

 

Unter „Sonstiges“ werden noch behandelt „Ruß gegen Koliken“, Austritte/Eintritte und

Berichtigungen und Ergänzungen zur Chronik von Peter Heckert: „Aus dem Leben  der alten Hochstädter“

 

 

Es folgt jetzt noch eine Übersicht über den Inhalt der Protokolle der Kirchenvorstands­sitzungen mit den Themen Kirchenälteste, Pfarrer, Gottesdienst (Kirchenchor, Kirchen­diener), Amtshandlungen, Kirchengebäude (Orgel), andere kirchliche Gebäude, Kirchen­güter, Friedhof, Finanzen, Zucht und Ordnung, Lutheraner, Visitationen, Schule.

 

 

Die  *Protokollbücher  des  Kirchenvorstandes* („Presbyteriums“)

der evangelischen  Kirchengemeinde  Hochstadt.

 

Kirchenvorstand/Presbyterium Eine Kirchengemeinde wird geleitet vom Kirchenvorstand, der früher „Presbyterium“ hieß.  Dieses hatte allerdings zum Teil andere Aufgaben als der heutige Kirchenvorstand, vor allem hatte es auch über Zucht und Sitte zu wachen.

 

Zu Beginn einer neuen Amtszeit wird wie am 3. Oktober 1677 immer die Presbyterial­ordnung vorgelesen. Die Mitglieder werden ermahnt, diese Ordnung auch für ihr Amt zu beachten. Die ältesten bekannten Kirchenältesten sind Nicolaus und Andreas Emmel, denen am 11. November 1677 aufgetragen wird, bei Pfarrer Hatzmann die Kirchen­protokolle zu holen, die er noch bei sich hat (also gab es noch frühere Protokolle als die heute erhaltenen). Auch am 5. Juni 1678 soll der Kirchenbaumeister noch einmal die Dokumente von Pfarrer Hatzmann fordern, die nach Hochstadt gehören. Wenn er sie wieder nicht herausgibt, will man sich an das Konsistorium wenden.

Auch am 4. Juni 1779 soll der Kirchenbaumeister nach Rumpenheim geschickt werden, um die Kirchenbücher und Register bei dem früheren Pfarrer Filber abzuholen. Als am 26. April 1679 Pfarrer Mogius seine Abschiedspredigt gehalten hat, wird das Kirchenbuch und das Protokollbuch den Ältesten ausgehändigt (Er war allerdings nur von April bis August in Hochstadt).

 

Außer dem Pfarrer gehören 1691 zum Presbyterium der Schultheiß (von Amts wegen) und vier Kirchenälteste (gelegentlich auch „Kirchensenioren“ oder „Beisitzer“ genannt). Am 19. März 1684 sind Kirchenälteste Alban Trapp, Caspar Schmidt, Nicolaus Emmel, Hans Koch, Andreas Schales. Anfangs kommen Schultheiß, Pfarrer und Presbyterium turnusmäßig zusammen, aber es gab dann öfters gar nichts zu besprechen. Deshalb wird am 31. März 1682 abgesprochen, daß man nur zusammenkommt, wenn etwas vorliegt. Auch am 29. Mai 1698 wird allerhand debattiert, es ist aber nichts Wichtiges dabei, so daß auch nichts protokolliert wird.

 

Der Ablauf der Sitzung ist wie folgt: Nach einem Gebet („post preces“) wird Umfrage gehalten, ob in der Gemeinde vor dem bevorstehenden Abendmahl etwas zu verbessern ist. Meist wird aber nichts angezeigt oder es wird etwas vorgebracht, was im Grunde schon erledigt ist. Oder der Pfarrer bringt selber etwas vor oder es wird unter einem anderen Tagesordnungspunkt doch etwas verhandelt.

 

In die „allgemeine Censur“ bezieht sich auch das Presbyterium selber ein. Am 11. April 1718 wird gefragt, ob im Presbyterium einer etwas gegen den anderen zu klagen habe. Es sagen aber alle, es herrsche große Einigkeit unter ihnen und auch mit dem Pfarrer. Auch von Streit in der Gemeinde weiß niemand etwas. Am 21. Juli 1721 wird wegen des bevorstehenden Abendmahls gefragt, ob der Pfarrer oder sein Helfer („adjunkt“) in ihrem Amt etwas Ärgerliches getan haben. Die Kirchenältesten sagen aber, sie seien alle zufrieden. Auch gegen den Schultheiß ist nichts zu sagen. Das bedeutet doch wohl, daß man zuerst Dinge innerhalb des Presbyterium klären wollte und dann sich der Gemeinde zuwandte. Die Formulierungen heißen „in der Gemeinde ist nichts Besonderes vorgefallen, das zu ändern oder zu verbessern wäre“ oder einfach „es ist nichts anzubringen“.

 

Meist vierteljährlich wird der Opferstock geleert und das Geld gezählt. Manchmal wird bei den Sitzungen nichts weiter verhandelt, sondern nur das Geld gezählt (so zum Beispiel am 10. August 1732).

 

In der Sitzung des Jahres (wie am 15. Januar 1703) wird oft die „Renovierung des Kirchenzinses“ (Darlehen oder Pacht oder Kirchenzehnt?) vorgenommen und damit der Tag zugebracht. Auch am 8. Februar 1718 wird die Zahlung der Zinsen überprüft und den säumigen Zahlern angedroht, daß das Kapital aufgekündigt wird. Am 23. November 1721 wird auch über ausstehende Zinsen von kirchlichen Gütern gesprochen. Das Meiste muß aber auf dem Amt ausgemacht werden.

 

Gelegentlich wird als Tagungsort angegeben „in curia“, womit wohl die Amtsstube des Bürgermeisters auf dem Rathaus gemeint ist. Gelegentlich trifft man sich auch in der Schule. Wenn nichts angegeben ist, wird man sich im Pfarrhaus getroffen haben, vielleicht aber auch zu einer Kurzbesprechung in der Kirche nach dem Gottesdienst.

 

Beim Ausscheiden eines Kirchenältesten wird der Nachfolger vom Presbyterium selber gewählt. Im Jahre 1695 schlägt der Pfarrer vier Männer als Nachfolger vor für zwei verstorbene Kirchenälteste vor, von denen dann zwei durch eine Abstimmung zu neuen Ältesten bestimmt werden.

 

Meist weiß der Kandidat vorher noch nichts von seiner Wahl. In der Regel erklärt er sich aber damit einverstanden. Philipp Schröder weigert sich 1701 zwar anfangs ein wenig, aber auf gütiges Zureden bequemt er sich doch, diese Stelle anzunehmen. Auch 1801 erklärt der Kirchenälteste Strohl sich erst nach vielen gemachten Einwendungen zum Amt bereit, der Kirchenälteste Rohn wird „noch dazu erwählt“.

 

Die Wahl muß aber erst noch dem Konsistorium vorgetragen werden. Danach wird der neue Kirchenälteste der Gemeinde vorgestellt. Erst „nach dreimaliger ungehinderter Proklamation“ (d.h. auf das dreimalige Aufgebot erfolgte kein Widerspruch) wird er zu diesem Amt ordiniert oder eingesegnet, zum Beispiel am monatlichen Bettag.

 

Anfang 1736 sind zwei neue Kirchenälteste zu wählen. Der Pfarrer schlägt Andreas Ebert und Johann Jacob Emmel vor. An sich sagt niemand etwas gegen sie. Aber die Kirchenältesten wollen dann doch Peter Schröder und Andreas Heckerth haben. Der Pfarrer will dem aber aus erheblichen Ursachen nicht zustimmen und trägt Bedenken. Deshalb wird die Wahl auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Am 7. März 1736 werden dann doch der Gerichtsmann Peter Schröder und Andreas Heckerth als Kirchenälteste gewählt, also die Kandidaten des Presbyteriums. Nach der Wahl werden sie „vorgefordert“ und ihnen die Wahl bekannt gemacht. Am 6. Mai 1736 nehmen die neuen Kirchenältesten Peter Schröder und Andreas Heckerth zum ersten Mal an der Sitzung teil.

 

Auch am 9. April 1766 werden die neuen Kirchenältesten in die Amtsstube des Pfarrers gebeten und ihnen wird die Wahl bekannt gemacht. Sie machen der Gewohnheit nach zwar einige Einwendungen, versprechen dann aber doch, das Amt zur Ehre Gottes und Wohlfahrt seiner Gemeinde zu übernehmen. Sie werden am 23. April von Konsistorium bestätigt und werden am 11. Mai, 19. Mai und 25. Mai aufgeboten („proklamiert“). Am 31. Mai 1766 wird noch einmal gefragt, ob es gegen die vorgesehenen Kirchenältesten Andreas Burger, Andreas Weber und Johann Weber Einwände gäbe. Das ist nicht der Fall. So werden sie am kommenden Sonntag, dem 1. Juni, nach dem Gottesdienst der Gemeinde vorgestellt und als Kirchenältesten in ihr Amt eingeführt.

 

 

Folgende Kirchenälteste sind namentlich bekannt:

Caspar Schmidt       : Erwähnt 1682, gestorben 1684,  „der fromme gottselige alte Caspar                                                     Schmidt am Born“.

Caspar Schmidt       : Erwähnt 1677, Schultheiß, gestorben 1726.

Johannes Fischer    : Erwähnt 1677, 1683 ausgeschieden, nicht zu identifizieren.

Nicolaus Emmel      : Erwähnt 1677 und 1682, gestorben 1713.

Andreas Emmel       : Erwähnt 1677 und 1681, Verfasser einer Chronik.

Alban Trapp              : Erwähnt 1682, gestorben 1688, Landgerichtsbeisasse, Geschworener.

Johannes Koch       : Kirchenältester mindestens ab 1683, gestorben 1694, auch Hans Koch.

Andreas Schales    : Erwähnt 1684, er ist aber nicht zu identifizieren.

Andreas Schmidt    : Erwähnt 1686, gestorben 1715.

Peter Schmitt           : Erwähnt 1688, gestorben 1695.

Michel Püdel                       : Erwähnt 1696, gestorben 1703.

Johannes Reich     : Erwähnt 1696, verheiratet 1681, gestorben vor 1726, Schneider.

Johannes Schwartz : Im Amt von 1692 bis 1731, Schmied.

 

Am 3. Januar 1692 werden Philipp Burger und Johannes Schwartz auf dem Rathaus zu Kirchenältesten vorgeschlagen („geschlagen“). Sie werden dem Inspektor und dem Amtmann vorgetragen und dreimal in der Kirche aufgeboten. Am 3. Februar werden sie nach der Predigt als Kirchenältesten bestätigt.

 

Im Jahre 1695 sind Hans Koch und Peter Schmidt innerhalb von vier Monaten gestorben. Der Pfarrer schlägt vier Männer als Nachfolger vor: Michel Püdel, Lorentz Stein, Johannes Heckert und Johannes Reich. Davon wurden durch eine Abstimmung zu neuen Ältesten bestimmt Michel Püdel und Johannes Reich. Der Pfarrer wird sie dem Inspektor melden und um seine Zustimmung bitten.

 

Im Jahre 1695 erläßt Inspektor Hack ein Rundschreiben, daß die Kirchenältesten weiter im Amt bleiben sollen, es sei denn, einer der Ältesten wolle von sich aus dem Amt scheiden.

 

In Hochstadt sind 1695 zwei Sitze im Presbyterium frei. Zu Nachfolgern werden Michel Püdel und Johannes Reich vorgeschlagen. Aber die Antwort des Inspektors läßt auf sich warten.

 

Am 1. April 1696 wird wieder über die Wahl neuer Kirchenältester geredet. Zunächst wird gefragt, ob das Amt auf Lebenszeit verliehen werden soll und nur für zwei Jahre, wie das Inspektor Hack einführen möchte. Aber man antwortet weder mit Ja noch mit Nein und will abwarten, was geschehen wird. Auch am 10. Mai 1696 wird wieder über die Amtszeit der Kirchenältesten gesprochen. Der Inspektor drängt auf die zeitliche Begrenzung, aber es liegt kein offizieller Befehl vor. Deshalb will man es jetzt erst einmal bei der zeitlichen Begrenzung lassen und abwarten, wie sich die Sache entwickelt.

 

Am 16. Mai 1697 werden Michael Püdel und Johannes Reich gefragt, ob sie bereit sind, das Kirchenältestenamt zu übernehmen. Wieder geht die Diskussion um die Dauer des Amtes. Sie waren beim Inspektor, der ihnen die Sache freigestellt hat. Die beiden erklären jedoch, sie wollten das Amt nur auf Lebenszeit übernehmen und werden daraufhin verpflichtet (Man hat den Eindruck, der Pfarrer habe sie zu dieser Forderung bewegt, weil er gegen die zeitliche Begrenzung ist).

 

Weitere Kirchenälteste:

Andreas Schnick    : Erwähnt 1701, gestorben 1715.

Philipp Burger         : Erwähnt 1701 , gestorben 1701, Geschworener und Ältester.

Philipp Schröder     : Erwähnt seit 1701, gestorben 1729.

Wilhelm Schales     : Erwähnt 1704, verheiratet 1681, gestorben 1710.

Johann Georg Stein  : Erwähnt seit 1711, geboren 1662, gestorben 1730, Gastwirt.

Johann Philipp Cauß: Amtszeit mindestens von 1716 -1746, gestorben 1747

Philipp Schales       : Amtszeit mindestens von 1716 bis 1734, gestorben 1735.

Joh. Caspar Meerbott         : Erwähnt 1726, (wahrsch.)  geboren 1681, gestorben 1758.

Johann Jacob Heckert       : Amtszeit mindestens von 1731 bis 1751, gestorben 1757.

Caspar Schales       : Amtszeit mindestens von 1731 bis1734, „der Ältere“, geb. 1704.

Michel Weber           : Erwähnt 1732, geboren 1700, Ziegler, gestorben 1739.

Peter Schröder        : Erwähnt seit 1736 , gestorben 1753, Schultheiß.

Andreas Heckerth   : Erwähnt seit 1736 , gestorben 1766.

Joh. Jacob Emmel  : Erwähnt seit 1741, gestorben 1777.

 (Joh.) Philipp Cauß           : Erwähnt seit 1748, gestorben 1785.

Andreas Schmidt    : Erwähnt seit 1748, gestorben 1758, (auch: „Schmitt“)

Philipp Burger         : Erwähnt 1760, gestorben 1771.

Philipp Schales       : Erwähnt seit 1760, gestorben 1778.

Philipp Schröder     : Erwähnt 1760, gestorben 1791 (?).

Andreas Weber       : Erwähnt 1766, gestorben 1781, Gerichtsschöffe und Ziegler.

Johann(es) Weber  : Erwähnt seit 1766, wahrscheinlich 1793 gestorben, Gerichtsschöffe.

Andreas Burger       : Erwähnt seit 1766, gestorben 1801, („sehr alt und schwach“).

Johannes Schröder           : Erwähnt seit 1780, gestorben 1809.

Carl Schmidt                        : Erwähnt seit 1780, gestorben 1814,(auch: „Schmitt“).

Johannes Schales              : Erwähnt seit 1781, gestorben 1799.

 

In Rundschreiben des Grafen und des Inspektors wird ab 1713 immer wiederbefohlen, daß in allen Gemeinden Presbyteriumssitzungen gehalten werden. Darüber ist ein ordentliches Protokoll zu führen, in dem jedes und alles aufnotiert wird, was vorgefallen ist. Wo zwei Pfarrer am Ort sind und einer verhindert ist, soll der andere das Protokoll führen. So kann man dann jederzeit sehen, ob die Presbyterien fleißig gehalten wurden. In dieses Buch sind auch alle Verordnungen der Behörde einzutragen. Deshalb folgen jetzt im Buch auch öfters solche Kopien. Am 6. August 1713 werden die Verordnungen des Konsistoriums im Presbyterium verlesen und besprochen. Man legt fest, daß an jedem Sonntag nach dem Quartalsbettag eine Presbyteriumssitzung gehalten werden soll.

 

Am 17. Februar 1714 nimmt das Presbyterium ein Rundschreiben zur Kenntnis:

1. Die Herrschaft übermittelt den Text eines Gebets gegen die Pest („contagio“).

2. Die Presbyterien sollen monatlich gehalten werden und Protokoll geführt werden.

3. Die Schulen sollen überprüft und die Passionspredigten gehalten werden

4. Kinderlehr-Bücher mit den (Bibel-) Sprüchen sollen eingeführt werden

 

5. Die Rechnungen der Kirchenbaumeister sollen angefertigt und eingereicht werden.

6. Der Inhalt aller Rundschreiben soll ins Protokollbuch eingetragen werden.

 

Am 22. März 1714 wird verlangt, daß alle Dokumente der Kirchengemeindeinnerhalb von vier Wochen kopiert werden sollen und zusammen mit dem Original beim Konsistorium abgeliefert werden. Die Gemeinde erhält dann die Kopie. Am 21. Februar 1726 wird beschlossen, ein neues Presbyterialprotokollbuch anzuschaffen.

 

Trotz der verstärkten Fragen des Pfarrers Jüngst auch in der Gemeindehaben die Umfragen

 

jetzt so gut wie kein Ergebnis. In früheren Zeiten hat der Pfarrer offenbar schon vor der Sitzung mehr erfahren, so daß er es zur Sprachebringen konnte.

 

Am 15. Februar 1731 werden die Zinsen, die zum Kirchenbau und zur Pfarrei gehören, wieder in Ordnung gebracht. Wenn Grundstücke auf die Kinder verteilt oder verkauft wurden, dann werden die Zinsen dem zugeschrieben, der jetzt Eigentümer ist. Wer zwei oder drei Jahre die Zinsen für ein Darlehen schuldig geblieben ist, der muß bis spätestens in sechs Wochen die Zinsen („Interessen“) und das Kapital bezahlen (Bei den zunächst erwähnten „Zinsen“ geht es um eine Grundbesitzabgabe an die Kirche, während die Zinsen für ausgeliehenes Geld „Interessen“ heißen).

 

Am 22. Juli 1731 bittet der Pfarrer darum, wenn man etwas an ihm auszusetzen hat, dann sollte man nicht in der Kirche oder beim Lehrer darüber reden, sondern bis zur nächsten Presbyteriumssitzung warten und dann alles mit Bescheidenheit vortragen. Dem wird auch zugestimmt.

 

Ein Rundschreiben des Konsistorium schärft am 13. Mai 1747 ein: Die Trauerordnung soll jährlich am Sonntag nach Pfingsten verlesen werden. Die Presbyteriumssitzungen sollen monatlich am Bettage oder Sonntag darauf stattfinden. Es muß Protokoll geführt werden, und auch wenn nichts vorgefallen ist, dann muß wenigstens schriftlich festgehalten, daß nichts vorliegt.

 

Bei der Umfrage soll noch folgendem Schema vorgegangen werden:

-  des Pfarrers Amt und Leben

-  des Lehrers Amt und Leben

-  die Kirchenältesten

-  das Verhalten der Gemeindeglieder und die Hilfe für die Armen

-  die Kinder

-  Kirche, Pfarrhaus, Schulgebäude

-  Abgaben für die Kirche

-  Zank und Streit der Gemeindeglieder

-  Fressen, Saufen, Spielen, Fluchen, Unzucht usw.

-  Beeinträchtigung der Einkünfte der Pfarrei und der Schule.

 

Die Pfarrer sollen sich diese Punkte notieren und besprechen, dann werden sie schon genug zu protokollieren haben. Die Protokolle werden jährlich bei der Visitation eingese­hen. Außerdem ist noch angefügt ein Auszug aus dem Bericht des Amtmanns von Orten­berg über die Trauerordnung.

 

Im März 1770 wird für 3 Gulden 30 Kreuzer ein neues „Kirchenprotokoll“ angeschafft, das der Pfarrer in der Sitzung vorzeigt. Gemeint ist wohl das neue Protokollbuch für die Presbyteriumssitzungen. Auch Gesangbuch, Katechismus und ABC-Buch wurden neu angeschafft.

 

Am 12. April 1770 hält der Pfarrer im Presbyterium eine Rede über die Einsegnung der Kinder. Diese legen ihr Glaubensbekenntnis ab. Sie werden als Glieder der Kirche konfirmiert („befestigt“).

 

In der Sitzung am 18. November 1771 werden nur die Eheleute JohannesSchröder und Anna Maria Philipp eingesegnet. Es ist nicht deutlich, was mit der „Einsegnung“ gemeint ist. Jedenfalls erscheinen beide im Kirchenbuch nicht als Eheleute. Wurden sie außerhalb getraut? Bei der Frau könnte es sich um die 1757 geborene Anna Maria Philipp handeln. Es gibt auch einen Johannes Schröder, der im gleichen Jahr geboren ist.

 

Ab 1776 werden am Anfang des Jahres in der Amtsstube des Schultheißenauf dem Rathaus die Grundstücke der Pfarrei und der Schule „fortgeschrieben“ und die Zinsregister der Kirche berichtigt. Der Schultheißen und ein Gerichtsmann (=Gemeindeverordneter) helfen dabei. Das heißt also: Die Zinslasten zugunsten der Kirche und Pfarrei wurden sowohl bei den Einheimischen als auch den Auswärtigen auf den neuesten Stand gebracht, das „Abschreiben und Zuschreiben der Grundzinsen bei veränderten Güterstücken“ wird vorgenommen. Alle Veränderungen werden eingetragen, vor allem werden die neuen Pächter festgestellt, auch wenn es zu einer Versteigerung oder zur Überschreibung von Grundstücken an die Kinder gekommen ist. Es kann sich allerdings auch um Grundstückseigentümer handeln, deren Grundstück mit einer jährlichen Abgabe an die Kirche belastet ist.

 

Auch am 6. Oktober 1795 wird den Kirchenältesten bekannt gemacht, daß die rückstän­digen Kirchenbauzinsen morgen auf dem Rathaus erhoben werden und die Verän­de­rungen an den Zinsgrundstücken vorgenommen werden sollen (Es gab also auch einen Zahlungstermin im Herbst, an dem alle ihre Abgaben an die Kirche bezahlten).

 

Weitere Kirchenälteste:

Johannes Strohl      : Erwähnt 1801, gestorben 1845 (oder der  Wirt Strohl, geb. 1779).

Johann Karl Schmidt         : Erwähnt seit 1801, gestorben 1814, auch „Schmitt“.

Johann Peter Rohn                       : Erwähnt seit 1801, gestorben 1831.

Daniel Burger          : Erwähnt seit 1819, gestorben 1847.

Johannes Moller     : Erwähnt 1819, gestorben 1834, Bäcker.

Gottlieb Huhn          : Erwähnt 1819, gestorben 1825, Schuhmacher, ehemals lutherisch.

Johannes Faß         : Erwähnt seit 1819, gestorben 1847, ehemals lutherisch.

Philipp Koch                        : Erwähnt 1834, gestorben 1842 (oder „Johann Philipp“, gest. 1858).

Peter Wagner           : Erwähnt seit 1834, gestorben 1862.

Philipp Rohn                       : Erwähnt 1836, gestorben 1845.

Johannes Bornkessel        : Erwähnt seit 1845, gestorben 1875.

Johannes Strohl      : Erwähnt seit 1845, gestorben 1866 (oder gestorben 1861).

Philipp Rödiger       : Erwähnt 1864, gestorben 1896.

Peter Rohn               : Erwähnt seit 1864, gestorben 1906, Ortsrat

Johannes Weber III.           : Erwähnt seit 1881, gestorben 1909, Bürgermeister. Stellvertretender  Vorsitzender des Kirchenvorstandes.

 

Am 2. März 1819 wird das ehemals lutherische Presbyterium mit dem reformierten vereinigt zu einem evangelischen Presbyterium. Der Pfarrer und die Ältesten geben sich die Hände zum Zeichen gegenseitiger Liebe und Treue. Der Pfarrer schreibt: „Gott segne die vereinigte evangelische Kirche und lasse das nunmehr vereinigte Presbyterium am Frieden und Glück der Gemeinde mit wahrer Liebe und festem Vertrauen auf Gottes Beistand arbeiten.“

 

Im Juni 1819 fragt das Konsistorium an, ob die vier Gulden bei der Bestellung der Kirchenämter und beim Fortschreiben der Grundzinsen noch bezahlt werden sollen. Die Kirchenältesten sind aber der Meinung, daß sie auch in Zukunft in der Rechnung bleiben sollten und jedes der 6 Mitglieder die 40 Kreuzer (insgesamt vier Gulden) erhalten sollte. Die erste Sitzung im Jahr war also besonders hervorgehoben und fand deshalb auf dem Rathaus statt. Vielleicht hat man die 40 Kreuzer dazu verwandt, bei dieser Gelegenheit ein Essen für das Presbyterium abzuhalten.

 

Das Wort „Kirchenvorstand“ taucht erstmals am 25. August 1850 auf. Aber das Wort „Presbyterium“ ist auch weiterhin geläufig. So werden am 8. Dezember 1885 dem Presbyterium Verordnungen des Konsistoriums mitgeteilt. Und am 4. März 1886 sagt man, die Presbyteriums-Sitzungen sollen möglichst am ersten Mittwoch des Monats stattfinden. Der im März 1886 zum vierten Kirchenältesten vorgeschlagene Johannes Bornkessel gestorben 1913) ist vom Konsistorium bestätigt worden, lehnt aber nachträglich die Übernahme des Amtes ab.

 

Presbyterialordnung von 1885: Ab 1886 werden entsprechend der Presbyterialordnung von 1885 einige gewichtige Änderungen beim Presbyterium eingeführt. Es gibt das „Kleine Presbyterium“ mit vier Mitgliedern, das also eine Fortführung des bisherigen Presbyteri­ums ist. Dazu kommen acht Kirchenvorsteher („Gemeindeverordnete“), die demokratisch von der Gemeinde gewählt werden. Zusammen mit den vier Kirchenältesten (Presbyter) bilden sie das „Große Presbyterium“.

 

Es werden immer nur die Kirchenvorsteher neu gewählt und diese bestimmen dann aus ihrem Kreis die Kirchenältesten. Wer aber einmal Kirchenältester ist, der ist das auf Lebenszeit. Wurde ein Kirchenvorsteher zum Kirchenältesten, so wird vom Presbyterium ein neuer Kirchenvorsteher bis zur nächsten Wahl bestimmt. Ebenso wird verfahren, wenn einer durch Tod ausscheidet.

 

Vorsitzender ist der Pfarrer. Aber offenbar gibt es auch noch Mitglieder  von Amts wegen, denn am 15. Februar 1893 werden die Kirchenältesten (!) Bürgermeister Weber, Kirchenbaumeister Philipp Rödiger, Ortsrat Andreas Burger und Ortsrat Peter Rohn durch Akklamation auf zwölf oder sechs Jahre wiedergewählt. Das kleine Presbyterium tagt öfter und fällt auch die eigentlichen Entscheidungen. Das große Presbyterium wird bei Bau­sachen, Personalentscheidungen und der Kirchenrechnung herangezogen.

 

Am 1. Juli 1886 werden in der Sitzung die Bestimmungen über die Wahl von Kirchen­ältesten verlesen und besprochen. Am 9. Juli 1886 wird dem Konsistorium vorgeschlagen, daß die Zahl der Kirchenältesten auf vier festgesetzt wird und die Zahl der Kirchen­vorsteher („Gemeindevorsteher“) auf acht. Eine Wählerliste wird aufgestellt und im Pfarrhaus zur Einsicht ausgelegt.

 

Die Wahl der Kirchenvorsteher („Gemeindeverordnete“) findet am 23. September 1886 um neun Uhr in der Kirche statt. Als Kandidaten sind 14 Gemeindeglieder aufgestellt. Aus ihnen werden neu gewählt Johannes Koch, Johannes Burger III., Andreas Burger II., Peter Mankel, Philipp Bornkessel, Johannes Basermann, Philipp Stein X. und Philipp Lind II.

 

Andreas Burger II. wird dann zum neuen vierten Kirchenältester gewählt. Die Wahl muß erst noch vom kleinen Presbyterium gebilligt werden. An seiner Stelle wird als neuer Kirchenvorsteher gewählt Peter Rohrbach.

 

Seit 1886 gibt es Kirchenälteste als Mitglieder des kleinen Presbyteriums, die aber vorher schon Kirchenvorsteher im Großen Presbyterium waren:

Peter Rohn               : Erwähnt seit 1864, gestorben 1906, Ortsrat.

Andreas Burger II.   : Erwähnt seit 1887, gestorben 1919.

Jakob Stein              : Ab 1896, gestorben 1909.

Peter Strohl               : Erwähnt seit 1906, ab 1909 stellvertretender Vorsitzender, gest. 1934.

Johannes Mankel III. : Erwähnt 1909, gestorben 1948.

Philipp Mankel III.   Erwähnt 1911 und 1924, gestorben 1936 (?).

Philipp Mankel V.    : Erwähnt 1928, gestorben 1948 (?).

 

Kirchenvorsteher:

Andreas Burger II.   : Erwähnt seit 1883, seit 1887 Kirchenältester, gestorben 1919.

Peter Rohrbach       : Erwähnt seit 1887, gestorben 1918.

Johannes Basermann: Erwähnt seit 1886, gestorben 1898.

Philipp Bornkessel : Erwähnt seit 1886, gestorben 1899.

Philipp Stein X.        : Erwähnt seit 1886, gestorben 1910.

Philipp Lind              : Erwähnt seit 1886, gestorben 1918.

Johannes Burger    : Erwähnt 1886, verstorben 1892.

Johannes Koch       : Erwähnt seit 1886, gestorben 1912 („Johann Peter Koch“).

Peter Mankel                       : Erwähnt von 1886 bis1899, gestorben 1924.

Jacob Stein              : Erwähnt von 1883 bis 1892, ab 1896 Kirchenältester, gest. 1909.

Peter Strohl              : Erwähnt von 1883 bis 1908, Sohn des Johannes Strohl, Gemeinde­

   verordneter, seit 1906 Kirchenältester, gestorben 1934.

Michael Mankel       : Erwähnt 1899, 1908, nicht wieder vorgeschlagen, gestorben 1908.

Wilhelm Brosch       : Erwähnt von 1899 bis 1914, gestorben 1944, Gemeinderechner.

Wilhelm Bauer         : Erwähnt 1906, Maurer, Hanauer Straße 6, gestorben 1942.

Joh. Basermann III. : Erwähnt 1907, gestorben 1916 (?).

Johannes Mankel III.: Erwähnt 1908, ab 1909 Kirchenältester, gestorben 1948.

Philipp Mankel III.   : Erwähnt 1909, mindestens ab 1910, Kirchenältester, gest. 1936 (?).

Philipp Seipel III.     : Erwähnt 1910 und 1924, gestorben 1939 (?).

Philipp Mankel V     : Erwähnt 1910 und 1924, gestorben 1936, (Trinkbrunnenstraße 4)    oder 1948 (Hauptstraße 8).

Johannes Burger    : Erwähnt 1912 und 1924, gestorben 1938 (?).

Jakob Stein              : Erwähnt 1905, aber auch schon vorher, gestorben 1912 oder 1930.

Thomas Lutz                        : Erwähnt 1928, gestorben 1954.

 

Am 28. Februar 1887 bestimmen die gewählten Kirchenvorsteher einen neuen Kirchen­ältesten (die drei bisherigen bleiben also im Amt). Als vierter Kirchenältester wird Andreas Burger II. gewählt. Die Wahl muß erst noch vom kleinen Presbyterium gebilligt werden. Weil er jetzt unten den Kirchenvorstehern fehlt, muß jetzt ein neuer Kirchenvorsteher gewählt werden. Die Wahl fällt auf Peter Rohrbach. Diese Wahlen werden am 6. März der Gemeinde bekannt gemacht, aber es erfolgt kein Einspruch. Am 13. März werden die neuen Kirchenvorsteher im Gottesdienst verpflichtet.

 

Die erste Sitzung ist am 14. März 1887. Damit beginnt die Dienstzeit des neuen Pres­byteriums. Bür­ger­meister Weber wird stellvertretender Vorsitzender. Am 2. Oktober 1887 werden die „weltlichen“ Abgeordneten für die Diözesansynode (= Parlament des Kirchenkreises) gewählt. Das Protokoll wird an Superintendent Wendel geschickt. Die Diözesansynode wird am 25. Oktober 1887 tagen.

 

Alle zwei Jahre werden vier Kirchenvorsteher ausgelost, die ausscheiden müssen. Sie können aber bei der Neuwahl wieder kandidieren. So werden am 19. November 1889 die vier Kirchenvorsteher ausgelost, die das Gremium verlassen müssen: Peter Rohrbach, Johannes Basermann, Philipp Bornkessel und Philipp Stein X. Es verbleiben: Philipp Lind, Johannes Burger, Johannes Koch und Peter Mankel.

 

Am 19. November 1889 wird die Wählerliste besprochen. Für die Wahl der Kirchenvor­steher schlägt das Presbyterium am 13. Januar 1890 zunächst die durch Losverfahren ausgeschiedenen Peter Rohrbach, Johannes Basermann, Philipp Bornkessel und Philipp Stein X. vor. Dazu kommen dann noch: Jacob Stein III., Michael Mankel, Schreiner Heinrich Stein und Andreas Schmidt. Die Wahl der neuen Kirchenvorsteher findet am Sonntag, dem 15. Januar 1890, um 13 Uhr, statt. Die meisten Stimmen erhalten Philipp Bornkessel, Philipp Stein X., Johannes Basermann und Peter Rohrbach. Sie sind damit auf weitere sechs Jahre gewählt.

 

Am 15. November 1892 werden die Wahlberechtigten zur Wahl der Kirchenvorsteher festgestellt. Die Wählerliste für die Wahl wird zwei Wochen ausgelegt. Vorgeschlagen werden die ausscheidenden Peter Mankel, Johannes Koch und Philipp Lind sowie Peter Strohl, Michael Schales und Michael Mankel. Die Wahl findet am Mittwoch, dem 14. Dezember 1892, um 13 Uhr, in der Kirche statt. Als Kirchenvorsteher werden gewählt Johann Koch, Peter Mankel, Philipp Lind und erstmalig Jacob Stein IV. (an der Stelle des verstorbenen Johannes Burger III.). Am Mittwoch, dem 15. Februar 1893, werden die neu gewählten Kirchenvorsteher im Großen Presbyterium in ihr Amt eingeführt. Als Abgeord­nete für die Kreissynode („Diözesansynode“) bis zum Jahre 1899 werden am 17. Novem­ber 1893 gewählt: Aus den Kirchenältesten Bürgermeister Weber (Stellvertreter Andreas Burger) und aus den Kirchenvorstehern Johann Koch (Stellvertreter Philipp Lind).

 

Am 2. März 1896 wird die Liste der Wahlberechtigten berichtigt und festgestellt. Zur Wahl gestellt werden die bisherigen Mitglieder Philipp Bornkessel I., Philipp Stein X., Johannes Basermann und Peter Rohrbach und dazu Peter Strohl, Michael Schales und Michael Mankel.

 

Die Wahl findet am Montag, dem 16. März 1897, um 14 Uhr, in der Kirche statt. Wiedergewählt werden bis 1902 Philipp Bornkessel I., Philipp Stein X., Johannes Basermann und Peter Rohrbach. Am 22. November 1897 kann die Ersatzwahl für die Kirchenältesten noch nicht vorgenommen werden, weil zu wenig Mitglieder erschienen sind. Aber am 24. November wird Jacob Stein III. als neuer Kirchenältester bis zur nächsten Wahl gewählt.

 

Am 30. Januar 1899 wird die Wählerliste für die Neuwahl der Kirchenvorsteher durchgesehen. Am 10. Februar werden als Kandidaten für das Presbyterium vorgeschlagenen die bisherigen Mitglieder Johann Koch, Peter Mankel, Philipp Lind und Peter Strohl (nachgewählter Ersatzmann). Die Wahl ist am Mittwoch, dem 22. Februar 1899, um 14 Uhr in der Kirche.

 

Gewählt werden bis 1905 Johann Koch mit 7 Stimmen, Peter Mankel mit 7 Stimmen, Philipp Lind mit 6 Stimmen und Peter Strohl III. mit 6 Stimmen. Das Presbyterium genehmigt die Wahl. Wenn man die Zahlen zusammenzählt kommt man nur auf 26 Stimmen. Sollten es wirklich so wenige Wähler gewesen sein? Die Gewählten werden am 6. März 1899 in ihr Amt eingewiesen. Von den Mitgliedern, die nicht zur Wahl standen, sind zwei aber inzwischen verstorben (es wurde also nur unter den sechs lebenden Mitgliedern ausgelost, wer sich neu zur Wahl stellen muß, man hätte auch nur zwei auslosen können).

 

 

Als Ersatzleute für die verstorbenen Philipp Bornkessel und Johannes Basermann werden einstimmig für die Zeit bis 1902 als „Gemeindeverordnete“ (=Kirchen­vor­steher) gewählt Michael Mankel und der Gemeinderechner Wilhelm Brosch. Am 18. Juli 1899 werden die beiden Mitglieder des engeren Presbyteriums, nämlich Bürgermeister Weber und Ortsrat Peter Rohn, für die nächsten zwölf Jahre durch Akklamation zu Kirchenältesten gewählt. Die weltlichen Abgeordneten für die Synode (am 1. August 1900) werden wiedergewählt. Einsprüche gegen die Wahl werden nicht erhoben.

Am 23. Oktober 1899 kann keine Sitzung stattfinden wegen Beschlußunfähigkeit. Ab 16. November 1899 setzt das Konsistorium den Pfarramtskandidaten Volkwein als Pfarrgehilfen des erkrankten Pfarrers Schäfer ein. Dieser ist längere Zeit nicht bei den Presbyteriumssitzungen dabei, wahrscheinlich aber sein Vertreter Volkwein. Am 6. Juli 1899 wird die Kirchenrechnung für 1898 geprüft und unterschrieben. Auch hier ist der Pfarrer nicht dabei, wohl aber Bürgermeister Johannes Weber. Auch am 18. Juli 1899 ist der Pfarrer nicht dabei, obwohl Kirchenältesten und weltliche Abgeordneten für die Synode gewählt werden. Erst am 23. Oktober ist Pfarrer Schäfer wieder dabei. Im August 1902 kann wegen der Ernte und der Einquartierung keine Sitzung abgehalten werden.

Die Wählerliste für die Ergänzungswahl von vier Kirchenvorstehern („Gemeindeverordneten“) wird am 5. Februar 1902 durchgegangen. Es werden aber keine weiteren Angaben gemacht.

Am 13. Januar 1903 wundert sich der neue Pfarrer Reich über den Posten in der Kirchenrechnung „Gehalt der Kirchenältesten“, weil Ehrenämter doch unentgeltlich wahrgenommen werden. Allein Jacob Stein III. „arbeite“ wirklich etwas, weil er den Opferstock leert, das Geld zählt und die Coupons abschneidet. Es wird beschlossen, daß das Gehalt der Kirchenältesten abgeschafft wird und nur Jacob Stein III. drei Mark erhält. Ende 1904 wird als Tag für die Sitzung des Kleinen Presbyteriums der erste Mittwoch eines jeden Monats festgelegt, in der Regel direkt nach dem Bettagsgottesdienst.

Am 2. Februar 1905 wird im Kleinen Presbyterium die Wählerliste durchgegangen und anhand des Trauungsregister und des Totenbuchs berichtigt. Über die Wahl gibt es keine näheren Nachrichten. Am 19. März 1905 wählen die Mitglieder des Großens Presbyteriums neue Kirchenältesten. Doch Andreas Burger und Jakob Stein, deren Amtszeit am 14. März 1905 abgelaufen ist, werden mit jeweils 11 Stimmen wiedergewählt (Die zwei Gegenkandidaten erhalten nur jeweils eine Stimme, sie haben sich also nur selber gewählt). Dann werden die weltlichen Abgeordneten für die Kreis-Synode („Diözesan-Synode“) gewählt: Bürgermeister Weber und Jakob Stein III. (Stellvertreter Johannes Koch und Philipp Lind; nur Jakob Stein III. ist neu gewählt). Am 26. August 1906 wird Peter Strohl auf Vorschlag des Bürgermeisters zum Kirchenältesten gewählt. Am 28. Oktober 1906 wird an seiner Stelle der Maurer Wilhelm Bauer (Hanauer Straße 6) gewählt. Am 28. Januar 1907 wird Johannes Basermann III. als neuer Kirchenvorsteher gewählt.

Am 1. März 1908 wird die Wählerliste anhand des Trauungsbuches ergänzt. An der Stelle des durch sein Leiden stets verhinderten Michael Mankel soll der Gemeinde Peter Strohl III. vorgeschlagen werden. Am 1. April 1908 wird der neue Kirchenvorsteher Peter Strohl III. willkommnen geheißen und mit Handschlag verpflichtet.

Der Kirchenälteste Johannes Weber III., Bürgermeister, ist am 22. Juli 1909 gestorben. Neuer Kirchenältester ist Johannes Mankel III., der am 25. Juli im Gottesdienst vorgestellt wird und am 26. Juli zum ersten Mal an der Sitzung teilnimmt. Für den Kirchenvorsteher Johannes Mankel III., der Kirchenältester geworden ist, wird Philipp Mankel III. am 1. August 1909 zum neuen Kirchenvorsteher gewählt. Die beiden Abgeordneten für die Kreissynode sind gestorben, so daß Peter Strohl I. und Johannes Mankel III. (als Stellvertreter) neu gewählt werden. Am 8. August 1909 wird Peter Strohl I. zum stellvertretenden Vorsitzenden des Presbyteriums gewählt (vorher Bürgermeister Weber), nachdem Andreas Burger abgelehnt hatte.

Als Abgeordnete für die Synode werden am 24. April 1910 der Kirchenälteste Peter Strohl I. (Stellvertreter Johannes Mankel III. ) und der Kirchenvorsteher Johann Koch (Stellvertreter Philipp Lind) bis 1917 wiedergewählt.

 

Weitere Kirchenvorsteher:

Philipp Strohl                       : Erwähnt von 1916 bis 1930, Hauptstraße 16, gestorben 1940..

Philipp Stein XIII.     : Erwähnt seit 1914 (?) oder 1920, gestorben 1933.

Johannes Wagner  : Erwähnt 1914 (?), gestorben 1940.

Philipp Rohrbach    : Erwähnt von 1918 bis 1924, Sohn des Peter Rohrbach gestorben 1931.

Wilhelm Brosch III.  : Erwähnt von 1919 bis 1931, gestorben 1939 (?).

Johannes Mankel   : Erwähnt 1920 gestorben 1963 (?).

Wilhelm Heckert      : Erwähnt 1930, Sparkassenrechner, Trinkbrunnenstraße 2.

Philipp Schmidt       : Erwähnt 1931, Hauptstraße 42, geboren 1914.

Philipp Rohn                       : 1931 (auch schon vorher), nicht zu identifizieren.

Philipp Stein XIV.    : Erwähnt 1933, gestorben 1963. („Ehrenmitglied“).

Justus Hartmann    : Erwähnt 1940, geboren 1901.

Paul Keller               : Erwähnt 1940, geboren 1880, gestorben 1957.

 

Am 29. Januar 1911 wird die Wählerliste für die demnächst staatfindende Wahl aufgestellt

Es werden keine weiteren Angaben gemacht. Da der Kirchenvorsteher und Synodale Johann Koch am 22. April 1912 gestorben ist, wird am 2. Juni 1912 der bisherige Stellvertreter Philipp Lind als Synodaler gewählt (Stellvertreter Philipp Mankel). Die Sitzungen des Kleinen Presbyteriums sollen ab August 1912 am ersten Sonntag im Monat stattfinden.

Wilhelm Brosch kann aus Gründen, die in der Sitzung am 1. Februar 1914 erörtert werden, nicht wieder gewählt werden (Die Gründe sind so intim, daß die Sitzung für geheim erklärt wurde und „unbedingtes Stillschweigen“ angeordnet wurde). Im Juni 1914 wird gerügt, daß Johannes Basermann III. fast niemals an den Sitzungen des Presbyterium teil nimmt. Wenn er noch einmal dreimal hintereinander ohne Entschuldigung fehlt, soll ihm der Rat gegeben werden, sein Amt niederzulegen. Er war aber offenbar krank, denn er stirbt bald darauf.

Als Abgeordnete für die Synode werden im April 1918 gewählt aus den Kirchenältesten Peter Strohl I. (Stellvertreter Johannes Mankel III.) und aus den Kirchenvorstehern Philipp Lind (Stellvertreter Philipp Mankel V.). Die Amtsdauer der Kirchenältesten Andreas Burger III. und Johannes Mankel III. war schon 1917 abgelaufen, aber wegen des Krieges verlängert worden. Burger ist inzwischen gestorben.

Bei der Neuwahl am 10. Februar 1920 schreibt jedes Mitglied je einen Namen auf zwei Zettel. Johannes Mankel wird einstimmig wiedergewählt (Zwölf Stimmen). Dann gibt es eine Stichwahl, in der Philipp Stein XIII. gewählt (acht zu vier Stimmen gegenüber Johannes Burger IV.).

Im Juli 1920 geht das Gerücht, daß der Kirchenvorsteher Peter Strohl II. nachts mit seinen beiden Söhnen in der Gemarkung Bischofsheim beim Entwenden von Kirschen gefaßt wurde und vom Flurschütz dem Bürgermeister vorgeführt wurde. Man ist einstimmig der Meinung, daß er sein Amt zur Verfügung stellen muß, wenn sich das Gerücht als wahr erweisen sollte. Zunächst will man den Bürgermeister von Bischofsheim um Aufklärung bitten. Er bestätigt schriftlich, daß Peter Strohl II. mit seinen Söhnen beim Diebstahl von Kirschen erwischt wurde; sie wurden alle drei mit je 30 Mark Strafe belegt. Peter Strohl II. wird herbeigeholt und erklärt sich auch bereit, sein Amt niederzulegen.

Im Juli 1921 sollen Wahlen zur verfassungsgebenden Kirchenversammlung durchgeführt werden. Gemeint ist ein Parlament der Landeskirche, dessen Abgeordnete also direkt gewählt werden. In Hochstadt wird als Wahltermin der 23. Oktober 1921 festgesetzt. Die Anmeldung zur Wählerliste kann vom 14. bis 27. August erfolgen. Sie soll von 16 bis 18 Uhr im Pfarrhof beim Pfarrer erfolgen. Für die Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung haben sich im August 14 Personen zur Verfügung gestellt. Sie sollen in die Wählerliste eingetragen werden. Die Wählerliste soll ab nächsten Sonntag 14 Tage ausliegen. Der Wahlvorstand für die Wahl zur verfassungsgebenden Synode wird bestimmt.

Am 27. August 1922 wird der neue Entwurf für eine Kirchenverfassung vorgelegt. Auch am 15. Mai 1924 macht der Pfarrer Mitteilungen über die am 1. Juni in Kraft tretende neue Kirchenverfassung. Am 22. Juni 1924 erläutert der Pfarrer die neue Kirchenverfassung. Sie soll auch in einer Gemeindeversammlung im Anschluß an den Nachmittagsgottesdienst erläutert werden. Das Presbyterium ist damit einverstanden, daß der Pfarrer diejenigen nicht in die Wählerliste eingetragen hat, die nie zum Gottesdienst kommen.

Nach Inkrafttreten der neuen Kirchenverfassung gibt es nur noch einen Kirchenvorstand und nicht mehr das große Presbyterium und das engere Presbyterium. Bei der ersten Sitzung am 26. August 1924 sind außer dem Pfarrer anwesend: Peter Strohl I., Johannes Mankel III., Philipp Mankel III., Philipp Stein XIII., Philipp Seipel III., Philipp Mankel V., Johannes Burger IV., Philipp Strohl X., Philipp Rohrbach, Wilhelm Brosch III. und Johannes Weifenbach. Es fehlt die Lehrerin Lorey. Neu sind dabei nur Johannes Weifenbach (der aber schon früher einmal zur Wahl stand) und die Lehrerin Johanna Lorey.

Bei der Wahl der Mitglieder des Kreiskirchentags werden gewählt: Philipp Mankel III. (als Stellvertreter Johannes Weifenbach) und Johannes Burger IV. (Stellvertreter Philipp Mankel V.). Am 30. August 1926 wird Peter Strohl I. zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstandes gewählt. Die schon vor Einführung der neuen Kirchenverfassung gewählten vier Kirchenältesten bilden in Zukunft den Ältestenausschuß im Sinne der neuen Kirchenverfassung. Johannes Weifenbach wird im November 1928 als Abgeordneter in den Kreiskirchentag gewählt (Stellvertreter Wilhelm Brosch).

Bei einem gemütlichen Zusammensein an Neujahr 1929 bei Kaffee und Kuchen begrüßt der Kirchenvorstand das neu eingeführte Läuten zum Jahresbeginn und den Gedanken der Elektrisierung des Geläuts. Auch über abergläubische Vorstellungen und Gebräuche kam in der Unterhaltung manches Interessante zu Tage.

Im Juli 1930 müssen wieder einige Kirchenvorsteher ausgelost werden, die aus dem Kirchenvorstand ausscheiden. Peter Strohl I. bittet darum, wegen Alter und Krankheit ausscheiden zu können. Er wird auf Vorschlag des Pfarrers zum Ehrenmitglied des Kirchenvorstandes ernannt. Außerdem scheiden aus Johannes Weifenbach, Wilhelm Brosch III., Frau Lorey, Philipp Stein XIII. und Johannes Mankel III., werden aber gleich wieder auf die Vorschlagsliste gesetzt. . Als neuer Kandidat wird der Kaufmann Wilhelm Heckert, Trinkbrunnenstraße2 , vorgeschlagen. Für die Kirchenvorstandswahl und die Wahl der Abgeordneten zum Landeskirchentag sind keine weiteren Vorschläge eingegangen, so daß die Personen auf den Einheitslisten als gewählt gelten. Wilhelm Heckert wird am 21. September 1930 nach dem Vormittagsgottesdienst vor versammelter Gemeinde in sein Amt eingeführt. Als Mitglieder des Kreiskirchentages werden im November wiedergewählt Johannes Burger IV. (Stellvertreter Philipp Mankel V.) und Johannes Weifenbach (Stellvertreter Wilhelm Brosch). Die Kundgebung des Nürnberger Kirchentages wird am 1. Januar 1931 besprochen.

Für den verstorbenen Kirchenältesten Philipp Rohn wird im Mai 1931 Philipp Mankel (Weck­manns Schwiegersohn) gewählt. Aber dieser lehnt ab, so daß Philipp Schmidt, Hauptstraße 42, gewählt wird. Im Pfarrhaus findet an Neujahr 1932 wieder bei Kaffee und Kuchen eine gemütliche Zusammenkunft des Kirchenvorstandes und des Bürgermeisters Schäfer statt. Zur Sitzung wird bis Mai 1933 immer noch nur im Gottesdienst eingeladen. Von den 13 Mitgliedern sind zum Beispiel am 7. März 1929 acht erschienen. Aber nun sollen Einladungen zu Kirchenvorstandssitzung schriftlich ergehen, zumindest an die Mitglieder, die nicht im Gottesdienst anwesend waren.

Für den 23. Juli 1933 sind Wahlen zum Kirchenvorstand und zum Landeskirchentag angeordnet worden. Dazu werden am 18. Juli 1933 die einschlägigen Bestimmungen verlesen, aber auch ein Rundschreiben des Gauleiters der Glaubensbewegung „Deutsche Christen“ und der Arbeitsgemeinschaft Kurhessische Kirche (Dr. Ritter). Ein Wahlvorstand wird gebildet. Folgender Wahlvorschlag wird aufgestellt: Philipp Seibel, Philipp Mankel, Philipp Strohl, Philipp Stein, Wilhelm Heckert, Johanna Lorey, Wilhelm Brosch, Johannes Burger, Philipp Schmidt, Johannes Weifenbach, Thomas Lutz, Johannes Mankel (Offenbar wird keine Wahl durchgeführt, sondern die Vorgeschlagenen gelten als gewählt). Zu Mitgliedern des Kreiskirchentages werden am 3. August 1933 gewählt Johannes Burger IV. (Stellvertreter Philipp Mankel) und Johannes Weifenbach (Stellvertreter Wilhelm Brosch).

Der Pfarrer berichtet am 29. November 1934 eingehend über die kirchliche Lage. Die Einstweilige Kirchenleitung, die durch die kommissarische Kirchenleitung abgesetzt worden war, ist wieder im Amt. Der Kirchenvorstand unterstellt sich ihr als der rechtmäßig anerkannten Kirchenleitung der evangelischen Landeskirche Kurhessen-Waldeck.

Am 13. Juli 1940 werden durch Akklamation neu in den Kirchenvorstand gewählt Justus Hartmann und Paul Keller (Trinkbrunnenstraße 6). Philipp Strohl lehnt ab, da er nicht unbescholten sei: Er ist mit seinem Bruder und Vater (Peter Strohl II.) im Jahre 1920 wegen Kirschendiebstahls bestraft worden.. Damals habe sein Vater aus dem Presbyterium ausscheiden müssen. Der Kirchenvorstand erkennt die anständige Haltung Strohls an und billigt sein Verhalten (Strohl zeigt also keine Trotzhaltung, sondern er ist ehrlich und verantwortungsbewußt).

Für die Neuwahl des Kirchenvorstandes im Jahre 1947 bildet die Gemeinde einen Wahlbezirk und die Anmeldefrist für die Wählerliste wird auf die zwei Wochen vom 11. bis 24. Mai 1947 beschränkt. Von den zehn bisherigen Mitgliedern des Kirchenvorstandes sind acht bereit, wieder zu kandidieren (Philipp Mankel ist fast völlig erblindet und scheidet auch wegen Alters aus).

Am 15. Juli 1947 wird folgender Wahlvorschlag für die Kirchenvorstandswahl aufgestellt:

1. Brosch, Wilhelm, Landwirt, Lutherstraße 3

2. Demuth, Heinrich, Justizinspektor, Lutherstraße 9.

3. Günther, Georg, Glaser, Schulstraße 21.

4. Hartmann, Justus, Kassierer, Hanauer Straße 34.

5. Heckert, Wilhelm, Kaufmann, Trinkbrunnenstraße 2.

6. Keller, Paul, Telefoninspektor, Trinkbrunnenstraße 6.

7. Koch, Johannes, Landwirt, Hauptstraße 12.

8. Lapp, Jakob II., Mechaniker, Hauptstraße 39.

9. Lorey, Johanna, Lehrerin, Schulstraße 6.

10. Lutz, Thomas, Weichenwärter, Hauptstraße 38.

11. Mandel, Veronika, Hausfrau, Ringstraße 25.

12. Mankel, Wilhelm, Ortslandwirt, Bogenstraße 7.

13. Mankel, Wilhelm, Landwirt, Trinkbrunnenstraße 4.

14. Möbus, Otto, Zahnarzt, Weiherstraße 9.

15. Schmidt, Philipp, Landwirt, Hauptstraße 42.

16. Seng, Magdalene, Hausfrau, Am Rathaus 2.

17. Seibel, Wilhelm, Metzger, Ringstraße 32.

18. Stein, Philipp, Landwirt, Hauptstraße 53.

Am 18. August 1947 wird die Wahlordnung für die Kirchenvorstandswahl durchgesprochen. Die Wahl soll am 20. Juli 1947 in der Kirche stattfinden. Vor allem der Wahlvorstand wird eingewiesen und seine Aufgaben erläutert. An der Wahl von 11 bis 12 Uhr nehmen 125 Gemeindeglieder teil. Zur Feststellung des Ergebnisses liest der Vorsitzende des Wahlausschusses die Namen vor und es werden zwei Stimmlisten geführt. Ein Wahlzettel wird für ungültig erklärt, weil 13 Namen angekreuzt sind. Gewählt wurden (nach der Höhe ihrer Stimmenzahl): Justus Hartmann, Wilhelm Brosch, Frau Lorey, Wilhelm Mankel (Ortslandwirt), Philipp Schmidt, Zahnarzt Möbus, Wilhelm Heckert, Wilhelm Mankel (Landwirt), Paul Keller, Philipp Stein, Heinrich Demuth und Thomas Lutz. Als Abgeordnete für den Kreiskirchentag werden am 3. September 1947gewählt Justus Hartmann und Wilhelm Heckert (als Stellvertreter Philipp Schmidt und Heinrich Demuth).

Am 29. März 1949 wird der Metzgermeister Wilhelm Seibel neues Mitglied im Kirchenvorstand, weil Wilhelm Brosch III. nach Wachenbuchen, Erbsenstraße 9, verzogen ist. Am 4. Februar 1951 ist ein Kirchenvorstehertreffen in Kesselstadt. Nach dem Tod von Frau Lorey und der Krankheit von Thomas Lutz werden Magdalene Seng und Jakob Lapp II. am 26. September 1952 als neue Kirchenvorsteher gewählt.

Für die bevorstehenden Kirchenvorstandswahlen werden am 5. März 1953 durch Los die Mitglieder ermittelt, die auszuscheiden haben: Bürgermeister Mankel, Wilhelm Mankel, Hartmann, Möbus, Seibel und Schmidt. Die Anmeldung zur Eintragung in die Wählerliste werden in der Zeit vom 12. April bis zum 3. Mai 1953 täglich im Pfarrhaus und nach jedem Gottesdienst entgegengenommen. Ein Wahlvorstand wird gebildet.

Die Wahl findet am 28. Juni 1953 von 11 bis 12 Uhr statt. Es nehmen 77 Wähler teil. Die Namen der Gewählten wurden vom Vorsitzenden des Wahlausschusses verlesen und in zwei Listen Striche gemacht. Um 12.45 Uhr ist eine Sitzung des Kirchenvorstandes, in der das Wahlergebnis ermittelt wird. Gewählt sind Justus Hartmann 74, Zahnarzt Möbus 65, Philipp Schmidt 65, Wilhelm Mankel 63, Bürgermeister Mankel 59 und Metzger Seibel 46: Nicht gewählt wurden Magdalene Weber 29, Schreiner Seibel 24 und Johannes Koch 15. Als Vertreter für den Kreiskirchentag werden am 20. August 1953 gewählt Justus Hartmann und Heinrich Demuth (Stellvertreter Philipp Schmidt, Paul Keller). Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstand wird am 14. September 1953 Bürgermeister Mankel gewählt. An der Stelle von Bürgermeister Mankel rückt Frau Weber am 3. Juli 1956 in den Kirchenvorstand nach.

Anmeldung zur Eintragung in die Wählerliste werden in der Zeit vom 9. bis 30. September 1956 im Pfarrhaus und nach jedem Gottesdienst entgegengenommen. Ein Wahlvorstand wird gebildet.

Der Kirchenvorstand stellt am 31. Oktober 1956 folgende Kandidatenliste auf:

1. Basermann, Philipp, Landwirt

2. Baust, Ernst, Gärtner

3. Demuth, Heinrich, Justizinspektor

4. Geißler, Heinrich, Kraftfahrer

5. Günther, Georg, Rentner

6. Heckert, Wilhelm, Kaufmann

7. Knoll, Lotte, Gemeindeschwester

8. Lapp, Jakob, Bahnbeamter

9. Seibel, Wilhelm, Schreiner

10. Seng, Magdalene, Hausfrau.

Die Wahl findet am 11. November 1956 von 11 bis 12.30 Uhr im Jugendheim statt. An der Wahl nehmen 76 Wähler teil. Es sind sechs Kirchenvorsteher zu wählen. Gewählt werden Heinrich Demuth 69, Lotte Knoll 58, Magdalene Seng 57, Wilhelm Heckert 49, Heinrich Geißler 48, Philipp Basermann 40. Nicht gewählt werden Ernst Baust 36, Jakob Lapp 31, Georg Günther 25 und Wilhelm Seibel 24. Als Abgeordnete für den Kreiskirchentag werden am 4. Januar 1957 gewählt Justus Hartmann und Heinrich Demuth (Stellvertreter sind Philipp Schmidt und Wilhelm Seibel). Stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes wird Dr. Möbus.

Am 11. März 1957 ermahnt der Pfarrer die Mitglieder, bei Gerüchten im Dorf an ihre Pflicht zur Verschwiegenheit zu denken. Für das ausgeschiedene Mitglied Wilhelm Seibel soll laut Beschluß vom 11. Juni 1957 der Lehrer Henkel in den Kirchenvorstand eintreten, allerdings nicht als persönlicher Nachfolger, sondern es soll der Organist und Chorleiter Sitz und Stimme im Kirchenvorstand haben.

Bei der Kirchenvorstandswahl am 31. Mai 1959 wird also ein neues Wahlverfahren eingeführt: Es sind 8 Mitglieder zu wählen und 4 zu berufen. Ein Wahlvorstand wird gebildet. Als Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl werden alle bisherigen Mitglieder vorgeschlagen, und dazu noch Ernst Baust, Marie (?) Koch, Jakob Lapp und Jean Kaiser.

Die Wahl findet von 11 bis 12 Uhr im Jugendheim statt. Es nehmen 70 Wähler an der Wahl teil. Direkt gewählt werden Justus Hartmann (65), Dr. Otto Möbus (57), Lotte Knoll (50), Heinrich Demuth (49), Heinrich Geißler (42), Philipp Basermann (41), Wilhelm Heckert (35) und Paul Henkel (35). Die weitere Stimmverteilung ist wie folgt: Magdalene Seng (32), Jean Kaiser (28), Magdalene Weber (26), Wilhelm Mankel (26), Philipp Schmidt (26), Ernst Baust (17), Maria Koch (6) und Jakob Lapp (7).

Zur Berufung in den Kirchenvorstand werden am 3. Juni 1959 dem Kirchenkreisvorstand vorgeschlagen Magdalene Seng, Jean Kaiser, Wilhelm Mankel und Philipp Schmidt. Zu Abgeordneten für den Kreiskirchentag werden am 20. August 1959 gewählt Justus Hartmann und Heinrich Demuth (Stellvertreter: Philipp Schmidt und Wilhelm Heckert).

Für die Kirchenvorstandswahl 1965 werden die bisherigen Mitglieder mit Ausnahme von Herrn Schmidt vorgeschlagen werden. Dazu noch Herr Berthold, Herr Tesche, Herr Philipp Schmidt und Herr Jakob Stein. Ein Wahlvorstand wird bestimmt. Die Wahl ist am 23. Mai 1965 von 11 bis 12.30 Uhr im Jugendheim. Es werden 65 Stimmen abgegeben, ungültig ist eine Stimme. Direkt gewählt werden: Justus Hartmann (55), Otto Möbus (52), Paul Henkel (48), Heinrich Demuth (46), Philipp Basermann (45), Heinrich Geißler (43), Lotte Knoll (34), Jakob Stein (28). Die weiteren Stimmen verteilen sich wie folgt: Magdalene Weber (27), Philipp Schmidt (23), Magdalene Seng (23), Karl Tesche (19), Erich Kania (18).

Die direkt gewählten Mitglieder des Kirchenvorstand werden am 30. Mai 1965 festgestellt. Das langjährige Mitglied des Kirchenvorstandes Philipp Schmidt wird zum Ehrenmitglied ernannt. Zur Berufung durch den Kirchenkreisvorstand werden vorgeschlagen Erich Kania, Magdalene Seng, Karl Tesche und Magdalene Weber (Durch das Berufungsverfahren kommen endlich auch einmal Zugezogene in den Kirchenvorstand).

Als Abgeordnete in den Kreiskirchentag werden am 22. Juni 1965 entsandt Herr Hartmann (Vertreter Herr Henkel) und Herr Demuth (Vertreter Herr Tesche). Vertreter des Kirchenvorstand in der Friedhofskommission sind Herr Demuth, Herr Hartmann (und als Ersatzmann Herr Henkel).

Als neuer Vertreter für Herrn Hartmann im Kreiskirchentag wird am 13. Oktober 1965 Herr Stein bestimmt. Herr Hartmann wird am 10. April 1967 aber zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstand gewählt, weil Herr Möbus sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt hat.

Im Jahre 1968 ist der Kirchenvorstand mehrfach nicht beschlußfähig, so daß eine neue Sitzung angesetzt werden muß. So am 1. Mai 1968 (die Sitzung am 5. Mai ist beschlußfähig, weil eine zweite Sitzung angesetzt wurde, aber es ist sowieso die Mehrheit der Mitglieder anwesend). Auch am 15. September 1968 ist der Kirchenvorstand nicht beschlußfähig, ebenso

am 12. Mai 1969 (auch am 22. Mai bei der zweiten Sitzung fehlt wieder die Hälfte der Mitglieder). Auch am 10. Juli 1969 ist der Kirchenvorstand nicht beschlußfähig, es wird sofort eine zweite Sitzung einberufen.

Dem Antrag von Horst Seyfried auf Verbleib in der Kirchengemeinde Dörnigheim (Artikel 5 der Grundordnung) wird am 7.Oktober 1968 bis zur Neuwahl der Kirchenvorstände im Jahre 1971 stattgegeben (Herr Seyfried hat nach Hochstadt geheiratet, war aber offenbar Kirchenvorsteher in Dörnigheim).

Am 23. September 1968 wird ein Bau-Ausschuß bestellt (Frau Weber, Herr Demuth, Herrn Stein), der in allen Bausachen anstelle des Kirchenvorstandes beschlußfähig ist. Der Kirchenvorstand hält am 22. Januar 1968 die Wahl oder Berufung von Kirchenältesten für überflüssig und bittet den Kreiskirchenvorstand, von einer solchen Berufung abzusehen.

Jetzt wird bei Einladungen immer geschrieben, daß bei fehlender Beschlußfähigkeit eine zweite Sitzung einberufen wird, die auf jeden Fall beschlußfähig ist. So geschieht es am 8. September 1969, am 12. März 1970 und am 8. Mai 1970 und am 13. Juli 1970 und am 29. April 1971. Herr Tesche stellt im Juni 1970 sein Amt zur Verfügung gestellt, deshalb wird Frau Weber als Stellvertreterin für Herrn Demuth in die Kreissynode entsandt.

 

Für die Kirchenvorstandswahl 1970 werden Plakate beschafft. Jeder Wahlberechtigte wird per Postkarte zur Wahl aufgefordert. Ein Wahlausschuß wird berufen. Für die Wahl am 16. Mai 1971 werden folgende Personen vorgeschlagen: Die bisherigen Mitglieder Heinrich Demuth (Odenwaldstraße 12, heute Schwarzwaldstraße 12), Heinrich Geißler (Lindenstraße 1a, heute Am Pfarrhof), Justus Hartmann (Hanauer Straße 34) und Paul Henkel (Jägerstraße 19), Jakob Stein (Weiherstraße) und Magdalene Weber (Wellenpfad 12, heute Altkönigstraße). Außerdem Helmut Hilbig (Bücherweg 21), Irene Jurgeit (Wellenpfand 20, heute Altkönigstraße), Wilhelm Schmidt (Weinberghof) und Jakob Stein (Wachenbucher Straße).

Von verschiedenen Gemeindegruppen gehen aber auch weitere Wahlvorschläge ein:

Frauenhilfe: Margarete Hildebrand (Rohrbachstraße 2), Luise Mankel (Vogelwaidstraße 5), Elisabeth Schell (Hauptstraße 3), Elisabeth Schürhoff (Luisenstraße 1, heute Schlehdornweg 1), Minna Seibel (Schulstraße 27, heute Klosterhofstraße).

Kirchenchor: Paula Brähler (Niederfeldstraße 19), Gerhard Halm (Bleichstraße 13, heute Brunnenstraße), Hans Matthias (Hauptstraße 15), Werner Scholz (Lindenstraße 3, heute Am Pfarrhof), Katharina Seyfried (Maulbeerweg 38).

Jugendchor: Inge Kemler (Fahrgasse), Richard Möller (Kalkhausstraße 1a), Helmut Stein (Wachenbucher Straße 2). Alle Vorgeschlagenen werden auf die Kandidatenliste gesetzt.

 

Es sind acht Mitglieder zu wählen. Gewählt werden: Gerhard Halm (615), Paul Henkel (548), Helmut Stein (494), Hans Matthias (394), Justus Hartmann (391), Wilhelm Schmidt (386), Helmut Hilbig (382), Heinrich Demuth (367).

Folgende Personen werden am 24. Mai 1971 dem Kreiskirchenvorstand einstimmig zur Berufung vorgeschlagen: Paula Brähler und Elisabeth Schürhoff. Für die weiteren zwei Plätze werden je zwei Vorschläge gemacht: Gisela Schmitz (sie hat großen Einblick in die sozialen Verhältnisse) und Jakob Stein (seit 1965 im Kirchenvorstand) sowie Inge Kemler und Katharina Seyfried (beide haben Verdienste in der Jugendarbeit).

Am 28. Juni 1971 wird die Kontinuitätssitzung des alten und neue Kirchenvorstand stattfinden.

Zum Vorsitzenden des Kirchenvorstandes wird am 22. Juli 1971 einstimmig Pfarrer Langheinrich gewählt. Stellvertretender Vorsitzender wird Herr Hartmann. Dem Amt für Mission und Evangelisation werden Frau Brähler und Helmut Stein als Kontaktpersonen benannt. Als Vertreter in die Kreissynode werden gewählt: Herr Hartmann (Stellvertreter Helmut Stein) und Herr Demuth (Stellvertreter Herr Halm). Frau Seng (Mitglied seit 1952) und Herr Möbus (Mitglied seit 1947) werden am 30. Oktober 1971zu Ehrenmitgliedern des Kirchenvorstandes ernannt.

Die Kirchenvorstandssitzungen finden ab Oktober 1971 an jedem ersten Donnerstag im Monat statt, ab Juni 1972 an jedem ersten Dienstag im Monat, ab Juli 1973 am ersten Donnerstag im Monat, ab Juli 1974 an jedem zweiten Montag im Monat. Die Sitzungen beginnen pünktlich um 20 Uhr und sind um 22 Uhr beendet. Ab 1978 sind die Kirchenvorstandssitzungen am ersten Montag im Monat. Am 6. April 1972 wird erstmals festgehalten, wer Kollektendienst in der Kirche hat.

Am 4. Mai 1972 werden ein Bau-Ausschuß und ein Finanz-Ausschuß gebildet, der Vorsitzende des Kirchenvorstand ist in beiden Ausschüssen stimmberechtigtes Mitglied. Herr Hilbig wird zum Vorsitzenden des Bau-Ausschuß gewählt. Zum Vorsitzenden des Finanz-Ausschuß wird Herr Hartmann gewählt. Helmut Stein wird am 10. Januar 1973 als Vertreter des Kirchenvorstands in der Volkshochschule vorgeschlagen.

Zum Kollektendienst werden ab Februar 1974 zwei Personen eingeteilt, eine von ihnen liest die Abkündigungen vor. Wegen der Erkrankung von Herrn Hartmann wird Frau Schürhoff bevollmächtigt, Geldanweisungen für den Kirchenvorstand zu unterschreiben.

 

Für die Kirchenvorstandswahl am 15. Mai 1977 werden folgende Personen vorgeschlagen:

Halm, Gerhard

Henkel, Paul

Stein, Helmut

Matthias, Hans

Schmidt, Wilhelm

Hilbig, Helmut

Schmitz, Gisela

Brähler, Paula

Schürhoff, Elisabeth.

Folgende Gemeindeglieder sollen noch angefragt werden: Peter Vijnvoord, Irmgard Kemler, Heidi Berchner, Ilona Weigand, Ferdinand Fliedner, Hermann Sittig, Norbert Worret, Brunhilde Buschbeck, Halime Höfels, Herr oder Frau Götzelmann, Karl Lutz, Rudolf Keim.

Herr Henkel will nicht mehr für den Kirchenvorstand kandidieren. Von den übrigen vorgeschlagenen Kandidaten haben ihr Einverständnis erklärt: Irmgard Kemler, Ilona Weigand, Norbert Worret und Halime Höfels.

Von der Frauenhilfe werden noch als Kandidaten vorgeschlagen: Katharina Schmidt (Hauptstraße 42), Elisabeth Willems (Altkönigstraße 12) und Marie Ziegler (Thingstraße 18).Von den Senioren wird Marinus Vijnvoord vorgeschlagen (Schwarzwaldstraße 2), vom Posaunenchor Edgar Fassing (Bogenstraße 1), Ullrich Huhn (Ritterstraße 15), Heinz-Günther See (Weinbergstraße 1) und Willi Strohl (Bischofsheimer Straße 9).

Außerdem wird aus der Gemeinde noch ein Wahlvorschlag eingereicht: Hans Röder (Am Pfarrhof 2)( Er ist wohl der Sohn des Lehrers Röder, geboren 13.10.1941). Somit wird eine Liste mit 21 Personen aufgestellt. Die Stadt Maintal soll gefragt werden, ob sie ihre Wahlmaschinen zur Verfügung stellt. Bei Wahl mit Stimmzetteln soll erst am Montag ausgezählt werden (Offenbar ist die Wahlzeit jetzt doch länger).

Drei Wähler, die versehentlich nicht in die Wählerliste aufgenommen wurden, werden am 18. April 1977 noch nachgetragen (Die Liste wird also von Amtswegen aufgestellt). Ein Wahlvorstand aus zwölf Personen wird gebildet, meist aus Nichtmitgliedern des Kirchenvorstandes (darunter auch Ruth Ebert aus Rodenbach, wohl die bisherige Pfarramtssekretärin). Es wird wieder eine Wahlzeitung mit den Bildern der Kandidaten gedruckt.

Die einzelnen Aufgaben am Wahltag werden im Wahlvorstand verteilt. Die Wahl geht von 9 bis 18 Uhr. Die Auszählung beginnt am Montag um 18 Uhr. Dafür werden mindestens 21 Personen gebraucht, die in drei Gruppen in verschiedenen Räumen auszählen. Zur Feststellung des Wahlergebnisses wird für den 16. Mai eine Kirchenvorstandssitzung anberaumt.

Bis zum Beginn der Wahlhandlung gehen 70 Wahlbriefe beim Pfarrer ein, während der Wahlhandlung gehen noch 19 Wahlbriefe ein. Fortsetzung am 16. Mai: Die Wahlurne wird geöffnet und 756 Stimmzettel gezählt. Es werden acht Stimmzettel für ungültig erklärt und der Grund auf ihnen vermerkt.

Gewählt werden Halm, Matthias, Stein, Hilbig, Gisela Schmidt, Wilhelm Schmidt, Weigand, Worret. Ersatzleute sind: Wilhelm Strohl, Elisabeth Schürhoff, Paula Brähler, Karl Schmidt, Ullrich Huhn usw. Der neu gewählte Kirchenvorstand schlägt am 24. Mai 1977 dem Kirchenkreisvorstand folgende Personen zur Berufung vor: Paula Brähler, Elisabeth Schürhoff, Willi Strohl und Hans Röder (bei dem also eine Abweichung von der Reihenfolge bei der Wahl gemacht wird).

Die früheren Kirchenvorstandmitglieder Hartmann und Demuth werden am 24. Mai 1977 zu Ehrenmitgliedern ernannt. Zur Kontinuitätssitzung am 21. Juni werden auch die Ehegatten der Kirchenvorstandsmitglieder eingeladen. In Zukunft sollen die Sitzungen an jedem vierten Montag im Monat stattfinden. Der Pfarrer bedankt sich am 21. Juni bei den ausscheidenden Mitgliedern Hartmann, Demuth, Henkel und Vijnvoord und begrüßt die neuen Mitglieder und die erschienenen Ehegatten.

Zum Vorsitzenden wird am 25. Juli 1977 Pfarrer Langheinrich gewählt, Stellvertreter wird Herr Hilbig. Mitglieder der Kreissynode werden Frau Brähler (Stellvertreter Willi Strohl) und Herr Hilbig (Stellvertreter Frau Weigand).
Die Mitglieder der Ausschüsse werden berufen: Finanzausschuß (Matthias, Röder, Schmidt, Worret), Bau-Ausschuß (Schürhoff, Weigand, Halm, Strohl, Hilbig), Gemeindehausausschuß (Weigand, Schürhoff, Hilbig, Schmitz, Stein), Friedhofskommission (Schmitz, Schmidt, Stellvertreter Brähler, Matthias). Vertreter in der Telefonseelsorge wird Frau Brähler (Vertreter Frau Schmitz).