Rhön

 

Ausflugsziele Rhön

 

Allgemein, Radwege.

Hessische Rhön: Fulda, Petersberg, Schloß Fasanerie, Eichenzell, Kalbach, Gersfeld, Poppenhausen, Waserkuppe, Hofbieber, Milseburg, Hilders, Tann, Hünfeld, Sargenzell, Rasdorf, Eiterfeld.

Bayerische Rhön: Wildflecken, Bischofsheim, Kreuzberg ,Fladungen, Nordheim, Ostheim, Bad Neustadt, Mellrichstadt, Bad Kissingen.

Thüringische Rhön: Kelten, Henneberg, Kaltennordheim, Meiningen, Dolmar, Geba, Spahl, Frankenheim, Geisa, Feldatal, Dermbach, Vacha, Bad Salzungen,Gerstungen

 

 

 

Allgemein

Das rund 185000 Hektar große länder­übergreifende Gebiet in Hessen, Bayern und Thüringen ist seit 1991 eine Modelle­gion, in der die Menschen die Landschaft im Einklang mit der Natur nutzen sollen. Zudem sollen regionale Lebensmittel bes­ser vermarktet und die Landwirtschaft ge­stärkt werden. Ein Projekt war unter ande­rem die Erhaltung des Rhönschafs. Künf­tig will sich die Rhön als Wander‑Region profilieren.  „Die Rhön hat aber auch einen weltwei­ten Glanz“, sagte der Leiter der hessi­schen Verwaltungsstelle auf der Wasser­kuppe. Das zeige der Besuch vieler auslän­discher Delegationen, die sich über die Entwicklung in der Rhön informierten.

 

Hohe, von vulkanischer Tätigkeit markant geformte Berge, dazwi­schen flachwellige, waldarme Hochebenen: Zwei gegensätzliche Landschaftsformen geben der Rhön ihren unverwechselbaren Cha­rakter. Die großflächig geschützten Plateaus verleihen dem Gebirge im Dreiländereck von Hessen, Bayern und Thüringen eine grandiose Weite. Aber: Die offene Landschaftsform ist Menschenwerk. Bis zum Ausgang des Mittelalters war die Rhön von Buchen bedeckt und wur­de erst im 16. Jahrhundert großflächig abgeholzt. Im Rahmen »akti­ven« Schutzes des seitdem Gewachsenen wird heute einmal im Jahr gemäht, um das Keimen von Baumsamen zu verhindern. Flora und Fauna haben hier ein ideales Rückzugsgebiet gefunden. Den Bemü­hungen, ihre Lebensbedingungen zu erhalten und die Rhön als Kul­turlandschaft zu bewahren, hat auch die Unesco Rechnung getragen und das Gebirge 1992 als Biosphärenreservat anerkannt.

Zu den empfindlichsten und schützenswertesten Gebieten gehören die Moore. Sie können in ihrer Bedeutung nicht hoch genug einge­schätzt werden. So gelten das Schwarze und das Rote Moor als einzigartiges pflanzen- und tiergeographisches Zwischenglied inner­halb der alpinen und nordischen Moore, sowie der in den Ardennen und im Osten gelegenen.

 

Elisabeth Sandachs Ziegen sorgen dafür, daß die einzigartige Landschaft nicht verkrautet. Das tun auch die bewährten Rhönschafe, die allerdings auch zu kulinarischen Spezialitäten der Region verarbeitet werden wie die Lammbratwurst, die es hier mit Kraut gibt.

Bettelarm waren die Rhöner Bauern einst, hatten manchmal nicht einmal einen Löffel Leinöl zu den Erdäpfeln. Kein Wunder also, daß sich die Küche des rau­hen Mittelgebirges vor allem um die Kartof­fel drehte. Aufläufe wie der „Lakekander“, Bratkartoffelgerichte wie „Zammete“ mit „Grom Melich“, also Dickmilch, kamen meist auf den Teller. Üppig gespeist haben nur die feinen Leute wie etwa die Fürstbi­schöfe zu Fulda, die kulinarisch fleischli­chen Genüssen durchaus zugetan waren.

Heute bemüht man sich im „Land der offe­nen Fernen“ um den Erhalt der traditionel­len Rezepte. Die von der Unesco zum Bio­sphärenreservat geadelte Rhön ist eine Kulturlandschaft, in der Mensch und Natur seit jeher eng zusammenwirken. Das     gilt auch für Küche und Keller.

Manche Gäste macht der Blick in die Speise‑ und Getränkekarte des „Rhönhof“ freilich ratlos. Keine Cola, keine Fanta und schon gar nicht Pommes oder Hawaii­ toast sind darauf zu finden. Statt süßer Einheitsbrause in Gelb oder Braun gibt es für die Kinder Holunderblütenlimonade, Johannisbeer‑Fliedersaft oder naturtrübe

Apfelschorle. Für durstige Wanderer wird Apfelbier und anderer Gerstensaft von ei­ner nahen Brauerei ausgeschenkt. Auf den Teller kommen bodenständige Stärkungen wie Kartoffelsuppe, Lammfleisch vom Schäfer, Brotzeiten mit Bauernwurst oder die Hausspezialität „Rhöner Rönke“: eine dicke Scheibe geröstetes Landbrot, üp­pig belegt mit Lauchgemüse, Speck und ge­schmolzenem Käse. Serviert wird im ehe­maligen Kuhstall oder auf der Terrasse mit Blick in die sanft gewellte Landschaft. Statt plärrender Lautsprecher sind jubeln­de Goldammern für die Tafelmusik zuständig.

Gerade kleine Gäste kommen im Rhön­ hof auch ohne Fastfood auf ihre Kosten. Pächter Ulrich Kolb züchtet auf dem hoch­gelegenen Anwesen vom Aussterben be­drohte heimische Haustierrassen wie Rhönschafe, Frankenfleckvieh und diver­ses Federvieh. Im Freiluftzoo sind außer­dem Wollschweine, Ziegen und zwei Shet­landponys zu finden. Wanderer und Familien dürfen für geringes Entgelt im Heu übernachten. Für Schulklassen bietet der

rührige Betreiber dieses „Archehofs“ auch Naturerlebnistage mit Ausklang am La­gerfeuer.

Über die Natur der Rhön gibt es viel zu erzählen. Zum Beispiel über das benach­barte Schwarze Moor mit so exotischen Be­wohnern wie Birkhuhn, Dukatenfalter und Mosaikjungfern. Oder über die Ziegen von Hirtin Elisabeth Sandach, die fleißig mithelfen, daß die Landschaft nicht zu sehr verkrautet. Oder über das Rhönschaf, das an die hiesigen Kalkmagerwiesen gut angepaßt ist und dennoch beinahe ausge­storben wäre, weil die hochbeinigen Rhön­rasenmäher mit den schmalen schwarzen Köpfen keine hochwertige Wolle lieferten und gegen das billige Import‑Lammfleisch aus Neuseeland nicht mehr konkurrenzfä­hig waren.

Inzwischen kann man das Rhönschaf fast überall wieder antreffen, zum Bei­spiel bei Schäfer Dietmar Weckmann, der zusammen mit Hütehund Tiger über 600 Mutterschafe und 400 Lämmer wacht.

Weckmann ist alles andere als ein wortkar­ger Hirte, er erzählt gern von der Arbeit mit den Rhöner Schafsköpfen. Rund 200 Gruppen und ungezählte Einzelbesucher führt er pro Jahr auf die Weide und er­klärt ausführlich, was es mit der Rettung der Rhönschafe auf sich hat. Die grobe Wol­le wird inzwischen von einer Öko‑Baustoff­irma zu Dämmaterial verarbeitet. Das Fleisch der Tiere, zarte Lammkeulen eben­so wie deftige Salami, wird mittlerweile in der Region verarbeitet und angeboten.

Zum Beispiel im Gasthof „Zur Krone“ in Seiferts, das auch den Beinamen „Rhön­schafhotel“ führt. Nicht weil hier Schafe absteigen oder hinterm Haus blöken, son­dern weil sich die Küche der Herberge dem heimischen Lammfleisch in allen nur denkbaren kulinarischen Varianten wid­met. „Aus der Rhön für die Rhön“ lautet die Devise, mit der man dem Wahnwitz von Tiertransporten quer durch Europa und Importwaren vom anderen Ende der Welt mit örtlichen Produkten begegnen will.

Aus diesem Grund ist der Gasthof nicht nur für seine Lammspezialitäten, sondern auch für seine Köstlichkeiten rund um den Rhöner Apfel bekannt. Wirt Jürgen Kren­zer und seine Lebensgefährtin Sylvia Gros­ser hatten es leid, im Herbst die aromati­schen Früchte auf den umliegenden Streu­obstwiesen verfaulen zu sehen, weil Groß­keltereien kaum noch etwas für das Obst bezahlten. Die Wirtsleute der „Krone“ bau­ten eine eigene Schaukelterei, die Besu­chern durch eine Glaswand Einblick in die Verarbeitung gewährt. Zig Apfelspezialitä­ten werden hier inzwischen produziert: Ap­felwein ebenso wie Cidre, Apfelsherry, Ap­felessig und Gelee oder hochprozentige „geistreiche“ Raritäten.

Wer mehr über einheimische Köstlich­keiten wie Bohnapfel, Sternrenette oder den „geflammten Kardinal“ wissen will, fährt am besten zum Streuobstlehrpfad in Hausen und sieht sich auf einem Spazier­gang um. Die „Rhöner Apfelinitiative“ sorgt inzwischen zudem dafür, daß unge­spritzte Früchte aus Streuobstbeständen einen Preis erzielen, der die Mühe der Ernte lohnt. Manche der aromatischen Äpfel wandern sogar ins Bier, Braumeister Georg Weydringer von Rother Bräu macht ein erfrischendes Apfelbier daraus. Für sei­ne Ökobiere aus Biogetreide hat das seit 1788 bestehende Familienunternehmen zig Preise eingeheimst. Der kleinen Tradi­tionsbrauerei geht es gut, auch wenn sich Meister Weydringer zuweilen wünscht, die ökologisch bewußte Kundschaft möge doch ihr eher „mädchenhaftes Trinkverhal­ten“ steigern.

Hopfen, Gerste und Weizen werden bei Rother Bräu heute mit Lastwagen angelie­fert. Das war früher anders, als noch Och­sen vor die Fuhrwerke gespannt wurden und für Feldarbeit und Transportwesen zu­ständig waren. Mit Traktoren und Lastern kam das Aus für die vierbeinigen Kraftpa­kete. Dennoch erlebt sogar der Rhöner Wei­deochse derzeit eine Renaissance und kaut vielerorts wieder an Wiesenkräutern. Sein Fleisch schmeckt eben viel saftiger und aro­matischer als Steaks aus Massentierhal­tung. Matthias Kollmann vom Gasthof „Zur Linde“ in Hofbieber serviert einen im Ofen gebackenen „Ochsenstrudel“ mit köst­licher Kräuterrahmsoße.

Apropos backen: in vielen Rhöndörfern finden sich an zentralem Platz oft mit schönem Fachwerk geschmückte Katen. Wenn hier der Schornstein raucht, sollte man sofort anhalten. In diesen Back­häusern schieben rührige Hausfrauen nach alter Art Bauernbrot, „Zwiebelploatz“ oder Wagenräder von saf­tig belegten Obstkuchen in

die Röhre und verkaufen in der Regel einen Teil des Backwerks. Manch ofenwarme Köstlichkeit wird gleich unterm nächsten Ap­felbaum bei einem defti­gen Picknick im „Land der offenen Fernen“ ver­putzt.

„Rhönhof am Drei­ländeck“ (nahe der Hochrhönstraße), im Sommerhalbjahr geöffnet von Di‑So von 10.30 bis 20.30 Uhr.

Streuobstlehrpfad, 97647 Hausen/Rhön (na­he der Kirche).

 

Fuldaradweg

Radwandern Sie in einer der schönsten und unberührtesten Regionen Deutschlands. Entdecken Sie das Fuldatal mit mit dem Rad. Erleben Sie Geschichte entlang der Fulda, der in seiner Ursprünglichkeit erhalten geblieben ist. Genießen Sie Aktivurlaub in NordHessen!

Der Fulda-Radweg R 1 verläuft über 193 Kilometer von der Fuldaquelle auf der 950 Meter hohen Wasserkuppe in der Rhön bis ins Wesertal nach Hann. Münden, wo  „Fulda und Werra sich küssen und ihren Namen büßen müssen“.

Romantische Fachwerkstädte wie Bad Hersfeld, Rotenburg a. d. Fulda, Melsungen und die documenta-Stadt Kassel schlängeln sich entlang der Fulda und laden Sie zu einem Zwischenstopp ein. Auf gemütlichen Tagesetappen radeln Sie dahin und erleben hautnah die Geschichte von Nordhessen. In Rotenburg a. d. Fulda erwartet Sie dann noch eine besondere Überraschung - ein Stadtrundgang mit der letzten Hexe „Gunilla“.

Und seit Mitte letzten Jahres erwartet den Radler eine bundesweite Einzigartigkeit - eine Seilbahn über die Fulda zwischen Malsfeld-Beiseförth und Morschen-Binsförth. Auf zwei Handkurbeln muss ein Druck von etwa 15 Kilogramm ausgeübt werden, um die 50 Meter lange Strecke zu überwinden. Ein sportlicher Einsatz, der sich lohnt: Mit dem Fahrrad über einen Fluss zu schweben ist ein wirklich besonderes Erlebnis.

 

Besondere Veranstaltungen im Laufe des Jahres entlang des Fulda Radweges R 1

* Bad Hersfeld: Entdecken Sie das „Theater unter Freien Himmel“ während der Bad Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine (Juni-August)

* Rotenburg a. d. Fulda: Alljährlich am ersten Wochenende im Juli findet das traditionelle Heimat- und Strandfest statt. Besonderer Höhepunkt ist hierbei das Schlossparkfest am Samstagabend. Tausende Teelichter werden im Schlosspark ausgelegt und schaffen so eine einmalige Atmosphäre.

* Melsungen: Besuchen Sie das Nordhessische Spezialitäten Festival und probieren Sie hausgemachte Leckereien allerart! (Anfang Oktober) 

* Kassel: Lassen Sie sich faszinieren von den berühmten Wasserspielen im Bergpark Wilhelmshöhe! Die Wasserspiele funktionieren allein durch den natürlichen Druck und die Schwerkraft. (Mai-Oktober)

* Hann. Münden: Erkunden Sie die schöne Fachwerkstadt am Zusammenfluss von Fulda und Werra, wo der legendäre Wanderarzt. Dr. Eisenbart noch heute Patienten aus nah und fern zur Sprechstunde bittet (Mai bis August)

 

Infos/Kontakt: Verkehrs- und Kulturamt Rotenburg a. d. Fulda, Weingasse 3

36199 Rotenburg a. d. Fulda

Tel: +49 (6623) 5555, Fax: +49 (6623) 93313

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .   www.rotenburg.de

 

 

 

Solztalradweg: Bad Hersfeld – Schenklengsfeld (ehemalige Hersfelder Kreisbahn)

 

 

Der Bahntrassenweg von Bad Hersfeld nach Schenklengsfeld ist gut gemacht und landschaftlich sehr reizvoll, nur in Schenklengsfeld landet man auf der Landesstraße. Auch die Durch­bindung zur Werra ist eher enttäuschend ausgefallen.

Streckenlänge (einfach):

etwa 14,5 Kilometer (davon etwa 13 Kilometer auf der ehemaligen Bahntrasse; der Radweg endet etwa 1,3 Kilometer nördlich des Ortzentrums von Schenklengsfeld)

Höhenprofil: langgezogene leichte Steigung von Bad Hersfeld (200 m ü. NN; Abzw. vom R 1) bis nach Schenklengsfeld (320 Meter).

Oberfläche: Asphalt.

Status / Beschilderung: kombinierter Fuß-/Radweg, Anbindung in Schenklengsfeld: Straße; Wegweisung gemäß landesweitem Standard als Teil des BahnRadwegs Hessen, zwischen Hersfeld und Sorga zusätzlich als R 7 und zwischen Hersfeld und Oberode zusätzlich als R 1

 

 

Eisenbahnstrecke:

9380 / Bad Hersfeld – Philippsthal-Heimboldshausen; 26 Kilometer (1435 mm)

Eröffnung der Bahnstrecke: 26. September 1912

Stilllegung der Bahnstrecke: 31. Dezember 1993; Abbau der Gleise zwischen Bad Hersfeld und Schenklengsfeld: 1999

Eröffnung des Radwegs: feierliche Eröffnung am 4. Oktober 2003; die ab Mai 2005 wegen Sanierungsarbeiten gesperrte Fuldabrücke bei Bad Hersfeld wurde am 22. Dezember 2005 wieder eröffnet; Anbindung Bahnhof Bad Hersfeld und Lückenschluss Malkomes: Frühjahr 2008

 

 

Route: Bad Hersfeld – Oberode – Sorga – Malkomes – Schenksolz – Schenklengsfeld.

Fahrtrichtung Ost

0,0   Parkplatz am Bahnhof Bad Hersfeld östlich der Gleise: Beginn des R/F (Drängelgitter, ein Anschlussgleis queren), der anfangs parallel zur Bahnstrecke Fulda – Bebra verläuft (teilweise auf der Kreisbahntrasse); eine Straße unterqueren und am R/F-Ende (Pfostensperre) geradeaus, dem Weg geradeaus folgen;

bei 1,6 die B 27 unterqueren und schräg links folgen, rechts zurück: R 1 / D 9 (Richtung: Fulda); R 7 (Richtung: Lauterbach)

1,8 Beginn des asphaltierten Bahntrassen-R/F am Tierheim; die Fulda überqueren und später an einer Tischgruppe vorbei; der Weg verläuft am Hang, später Einschnitt

3,1am Gut Oberode einen Weg queren (Pfostensperren); langgez. min. St., an zwei Vogelbeobachtungsständen vorbei; ein Querweg mit Pfostensperren, ein weiterer mit Halbsperren

 3,1 links: Rotenburg 20, Friedlos 3,0; R 1 / D 9

4,6 bei Sorga eine Hauszufahrt queren (Halbsperren) und an einer Tischgruppe vorbei;

bei 4,7 eine Straße queren (Drängelgitter), am ehemaligen Bahnhof vorbei (jetzt Wohnhaus, Bahnsteigkante ist noch vorhanden), dann zwei kleine Straßen (Halbsperren) und bei 5,7 eine Straße mit Pfostensperren queren

6,1 am Ortsende weitere Querstraße mit Pfostensperren; langgezogene leichte Steigung; an einer Tischgruppe vorbei und bei 7,0 die BAB 4 unterqueren

6,1 schräg links: Phillipsthal 22; Friedewalde 7,1; R 7

7,1 eine Straße mit Drängelgittern queren (langgezogene leichte Steigung, der Weg verläuft am Hang und später durch einen Einschnitt); zwei Querwege (Pfostensperren)

Schenklengsfeld (Kreis Hersfeld-Rotenburg)

8,8 geradeaus folgen (Pfostensperre) und die B 62 unterqueren (sehr leichte Steigung); später am ehemaligen Bahnhof Malkomes vorbei (Querweg mit Pfostensperren)

9,9 an der Brücke eine Straße queren: asphaltierter R/F (Pfostensperren); einen Seitenbach überqueren (mindere Steigung, flacher Damm); eine Feldzufahrt mit Pfostensperren, Einschnitt und weiterer flacher Damm;

 bei 11,1 eine Straße unterqueren, dann die Solz überqueren

11,3 am ehemaligen Haltepunkt Schenk-Solz (Bahnsteigkante, Schutzhütte) eine Straße queren (Pfostensperren); die Solz erneut überqueren (langgezogene leichte Steigung, ein Einschnitt)

12,9 am ehemaligen Haltepunkt Lampertssfeld einen Weg queren (Pfostensperren)

13,4 am Ende des R/F (Pfostensperre) links versetzt: leicht hügeliger Weg parallel zur Trasse; die L 3171 unterqueren

14,1am Bahnübergang schräg links (Gefahr) und an der Straße rechts (14,2): Herfsfelder Straße / L 3171 ins Ortszentrum von Schenklengsfeld

14,4 links: Landecker Straße / K 13; am Abzweig Friedewalde geradeaus folgen (leichte Steigung) und der Vorfahrtsstraße rechts folgen: Vachaer Straße / K 13; an der Einmündung Bahnhofstraße geradeaus folgen (parallel zur Bahnstrecke); am Abzweig Soislieden schräg links folgen (Steigung)

16,3 links: L 3172 (langgezogene leichte Steigung); bei 18,0 am Abzweig Wehrshausen geradeaus folgen: langgezogenes Gefälle.

19,5 an der Kreuzung links nach Ransbach: Mansbacher Straße / K 12.

 

Infos/Kontakt: Verkehrs- und Kulturamt Rotenburg a. d. Fulda, Weingasse 3

36199 Rotenburg a. d. Fulda, Tel: +49 (6623) 5555, Fax: +49 (6623) 93313

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Gemeinde Petersberg, Rathausplatz 1, 36100 Petersberg, Telefon 06 61/62 06-0

Telefax 06 61/62 06-50,  eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 

Tourist-Information Hofbieber, Schulweg 5, 36145 Hofbieber

Telefon 0 66 57/9 87 412, Telefax 0 66 57/9 87 419 , eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 

Touristen-Information Hilders, Schulstraße 2, 36115 Hilders/Rhön

Telefon 0 66 81/96 08 15, Telefax 0 66 81/96 08 25, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 

 

 

Milseburgradweg

 

 

01.02.2010: Hofbieber übernahm wieder Geschäfte für  Milseburgradweg

07.10.2009: Milseburgtunnel noch bis 31. Oktober geöffnet - neue Saison startet am 15. April

15.07.2009: Milseburgradweg wieder frei befahrbar - Schäden des Unwetters beseitigt

05.07.2009: Unwetterschäden am Milseburgradweg - Umleitung über einen Parallelweg

28.06.2009: 125 Jahre Milseburghütte - Sternwanderung auf „Perle der Rhön“ - VIDEO

26.06.2009: 125 Jahre Milseburghütte - Jubiläum mit Sternwanderung - BILDERSERIE

11.05.2009: 125 Jahre Milseburghütte - eine der beliebtesten der Rhön - Festprogramm

16.04.2009 - Nach „winterlicher Fledermaus-Pause“: Milseburgtunnel für Radler wieder offen

12.04.2009: Saisonstart auf dem Milseburgradweg: Tunnel offiziell ab 19.04. offen

07.08.2008: Solarlicht für Milseburghütte - neues Fotovoltaik-System von SynEnergie

07.04.2008: Weltrekord gelungen: 22 Kilometer auf Hinterrrad - 3.600 Euro für SARAH !

06.04.2008: Milseburgradweg mit Tunnel wieder offen - Start von Weltrekordversuch

 03.04.2008: Milseburgradweg öffnet am Sonntag - Bayreuth-Sänger Volle singt Brahms

26.03.2008:  Radler statt „Große Mausohren“: Öffnung Milseburgradweg mit Rekordversuch

14.02.2008:  Petersberg übernimmt Geschäftsführung in Arbeitsgemeinschaft

20.09.2007: Geschützt! Der bekannte Milseburgradweg ist jetzt ein „Markenartikel“

12.08.2007: Sonne, Stimmung, Sportvergnügen - hr4-Radtour auf Milseburg-Radweg

03.08.2007: hr4-Radtour 2007 unterwegs: am 12.08. über 600 Radler auf dem Radweg

01.04.2007: Tausende auf Rädern heute unterwegs - Milseburgradweg und Tunnel offen

22.03.2007  Kein Aprilscherz! Am 01. 04. Saisoneröffnung 2007 des Milseburgradweges

01.01.2007: Traditionelle Mitternachts-Messe - 200 beim „Jahreswechsel ohne Kracher“

10.12.2006:  SPD: Kritik an Kosten für neuen Kegelspielradweg „nicht nachvollziehbar“

25.10.2006 : Milseburgtunnel wird am 31. Oktober geschlossen - Spende für Taubblinde

18.10.2006:  Lebensräume, Geologie & Biebertalbahn - 28 neue Infotafeln am Radweg

11.10.2006:  3000-jährige Vergangenheit wird lebendig - Keltenwall ist teilrekonstruiert

01.10.2006:  Eine „Institution“ verließ die Milseburg - Abschied von Hüttenwirt Ernst Bleuel

20.09.2006: ÜWAG-Engagement beim Milseburgtunnel - 5 Jahre Übernahme Betriebskosten

15.07.2006:  Neuer Premiumwanderweg „Der Hochrhöner“ wird im September eröffnet

21.05.2006:  Drei Länder, 180 Kilometer - Neuer Rhönradweg als ein „Flaggschiff“

20.04.2006: „Stolz, ein Rhöner zu sein“ - Mister. Biosphärenreservat Heinrich Hess geht

20.04.2006:  Im Zwei-Stunden-Takt in die Natur - RhönRadBus startet am 30. April

04.04.2006 - Steigerung der Gästeankünfte und Übernachtungszahlen - Ehrung Dr. ROMEIS

01.04.2006:  Punkt 12 wurde das Tor geöffnet - Tunnel Milseburgradweg wieder befahrbar

21.03.2006: Kegelspielradweg im Zeitplan -17 km Streckenbau vergeben - fertig im Herbst 10.03.2006 - Milseburgradweg-Saisoneröffnung mit Feier: Der Tunnel ist bald wieder offen

22.02.2006 : Lückenschluss für Radweg zwischen Mackenzell und Silges in 2007/2008

22.12.2005: Gerettet - für 200.000 Euro! Hofbieber Eigentümerin der Milseburg

21.12.2005 : 1. Brücke des neuen Kegelspielradwegs montiert - Fertigstellung Herbst 2006

17.10.2005 : 2 Frauen bei Fahrradunfällen schwer verletzt – Schon wieder „Poller-Unfall“

23.12.2004:  Informationstafeln am Milseburgradweg - Besucherlenkung an Milseburg

19.08.2004:  Unfall am Milseburgradweg: Rabiater Radfahrer stieß Bikerin beiseite

29.07.2004:  Wieder schwerer Unfall auf Milseburgradweg: Bikerin blieb an Poller hängen

29.07.2004:  Neues Faltblatt zum „Milseburgradweg“ erschienen - mit „Ochsentour“

17.06.2004:  Neue T-Shirts werben für den „Milseburgradweg“ quer durch die Rhön

09.05.2004:  Der neue „Rhön-Rad-Bus“ der LNG - Angebot für Wanderer und Radfahrer

29.04.2004:  Neue Radwanderkarte „RHÖN“ des ADFC - auch mit GPS-Daten!

22.01.2004:  Milseburg-Radweg ohne negativen Auswirkungen auf Kleinlebewesen

16.10.2003:  Eröffnung „Milseburg-Radweg“ am Samstag - touristisches Markenzeichen

16.05.2003: Geführte Begehungen künftig auf Trasse des Milseburg-Radweges

 

 

Regeln auf der Strecke:

* Auf der gesamten Strecke gilt die Straßenverkehrsordnung.

* Hinter den Drängelgittern ist äußerste Vorsicht geboten, da der kreuzende Verkehr von Landes- bzw. Kreisstraßen absoluten Vorrang hat.

* Die allgemeinen Sicherheitshinweise sind zu beachten.

* Der Weg darf von Radfahrern, Fußgängern und Inlineskatern genutzt werden.

* Die Nutzung erstreckt sich nur auf die ausgewiesenen und öffentlichen Wege, Flächen und Plätze entlang der Strecke, nicht aber auf Abkürzungen, Privatgrund oder sonstige nichtöffentliche bzw. Naturschutzflächen.

* Hunde und andere Haustiere sind an der Leine zu führen.

* Es herrscht generelles Verbot für Pferde, landwirtschaftlichen und sonstigen Kraftfahrzeugverkehr, außer für dienstliche Kontrollfahrten bzw. bauliche Unterhaltungsfahrten.

* Die Geschwindigkeit ist so anzupassen, dass ein rechtzeitiges Anhalten jederzeit möglich ist. Generell bitten wir um gegenseitige Rücksichtnahme.

 

Auf der ehemaligen Rhönbahntrasse zwischen Petersberg-Götzenhof über Hofbieber nach Hilders erstreckt sich der durchgängig asphaltierte Radweg als Teil des Hessischen Fernradweges R3 auf einer Länge von 27 Kilometern.

 Ein Highlight der Strecke ist der 1.172 Meter lange „Milseburgtunnel“, in dem eine Durchschnittstemperatur von 8–10° Celsius herrscht. Der aus dem Jahre 1889 stammende Tunnel ist tagsüber beleuchtet und wird zur Sicherheit der Tunnelnutzer durch Videokameras überwacht. Im Tunnel befinden sich zudem Notrufsäulen, die eine direkte Verbindung zur Polizeistation in Hilders herstellen.

Die Beleuchtung des Tunnels erfolgt durch umweltschonende Natriumdampflampen, die durch Bewegungsmelder gesteuert werden. Bei Anbruch der Dämmerung schaltet sich nur für die Dauer von etwa 30 Minuten die Notbeleuchtung ein. Im Anschluss daran bleibt der Tunnel bis zum nächsten Morgen unbeleuchtet.

 

Der Milseburgtunnel ist in der Zeit vom 16. April bis 31. Oktober geöffnet. Während der Sperrzeit des Tunnels steht die Umfahrungsstrecke zur Verfügung, die vier Kilometer lang ist. (Aus Richtung Elters kommend muss ein Höhenunterschied von 145 Meter, vom Bahnhof Milseburg kommend ein Höhenunterschied von 112 Meter überwunden werden.)

Der Gebrauch von offenem Feuer und die Abhaltung von Veranstaltungen auf der gesamten Strecke sind ebenso untersagt wie das Übernachten im Tunnel. Bitte beachten Sie in den Wintermonaten, dass auf der gesamten Strecke des Milseburgradweges kein Winterdienst geleistet wird. Als Verkehrsteilnehmer haben Sie sich auf alle Gefahren und Straßenverhältnisse einzustellen und die Straßen und Wege so hinzunehmen, wie sie sich Ihnen darbieten. Generell handeln Sie bei der Nutzung des Weges auf eigenes Risiko.

 Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an die zuständigen Anliegergemeinden oder an das Rhön-Info-Zentrum Wasserkuppe. Weitere Informationen und aktuelle Hinweise finden Sie im Internet unter „www.milseburgradweg.de”.

 

Milseburg-Radweg:

Seit Oktober 2003 gibt es den  28 Kilometer langen „Milseburg-Radweg“ von Petersberg‑ Götzenhof (nahe Fulda) bis in die Marktgemeinde Hilders. Eine Besonderheit der neuen Piste als ein Teil des Fernradwegs R 3 stellt der genau 1172 Meter lange Milseburg‑Tunnel dar. Eine hessenweites Novum, denn die Röhre durch den Berg ist beleuchtet und wird ‑ zur Sicherheit der Radler ‑ mit Video‑Kameras überwacht. Der Milseburg-Radweg« (www.milseburg‑radweg.de) soll „ungetrübten Freizeitspaß“ für alle Radsportfreunde bedeuten.

Und das war nicht billig: Die gesamten Kosten belaufen sich auf 4,89 Millionen Euro, wovon 3,825 Millionen Euro im Rahmen einer Landesförderung übernommen wurden. Mit dem 28 Kilometer langen Milseburg-Radweg wurde ein attraktives Freizeitangebot sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch auswärtige Besucher geschaffen.

Das Streckenprofil weist nur geringe Steigungen auf, und ermöglicht Normalbürgern das Radfahren in den Zentralbereich des Biosphärenreservats Rhön. Die Einbindung in die reizvolle Mittelgebirgslandschaft der hessischen Rhön stellt eine Einladung insbesondere an Touristen und Tagesausflügler dar, sich ohne Auto zu bewegen: Informationstafeln weisen auf Sehenswürdigkeiten und gastronomische Einrichtungen am Wegesrand hin.

Im Streckenverlaufbefinden sich 14 Brückenbauwerke, zwölf Rastplätze mit Schutzhütte sowie zwei Parkplätze in Götzenhof und Hilders, die an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden sind.

Übrigens: Der Milseburg‑Tunnel ist vom 1. November bis 31. März verschlossen, weil er in dieser Zeit vielen tausend Fledermäusen als wichtiges und „verkehrsberuhigtes“ Winterquartier dient.

 

Freizeit- und Kulturangebote an der Strecke:

 

Petersberg

* Rauschenberg Naherholungsgebiet am Ortsrand von Petersberg, gut ausgebautes Netz von Rundwegen

* Grabeskirche der hl. Lioba: Romanische Basilika (9. Jahrhundert mit Schrein der hl. Lioba und drei Altarsteinen aus der Gründerzeit

* Freibad und Sportanlage „Waidesgrund“:  Beheiztes Bad mit 2 Schwimmbecken, 1 Kinderbecken und Sprungbrett, Stadion für sportliche Wettkämpfe

* Haunetalsperre Naturschutzgebiet bei Marbach, verschieden lange Routen für Jogger, Wanderer, Spaziergänger

* Wasserspielplatz Steinau: Sehr schön angelegter Wasserspielplatz im Ortskern von Steinau, Wasserparadies mit Pumpen, Rinnen, Stauwehren und Ziehfloß. Wendelinuskapelle am Werthesberg, oberhalb des Ortsteiles Steinhaus gelegen, Namensgeber ist der HI. Wendelin, Schutzpatron der Tiere

* Wehrkirche „St. Margareta“, Pfarrkirche in Margretenhaun aus dem Jahre 1093, wurde später zur Wehrkirche umgebaut

* Feldkapelle im Ortsteil Rex: Kleine Kapelle nordwestlich des Ortsteiles Rex, herrlicher Blick über das „Land der offenen Fernen“.

 

Hofbieber

* Malerdorf Kleinsassen: Kunstdorf in der Rhön mit der Kunststation Kleinsassen in der alten Dorfschule, Pfunds-Museum mit alten Maßen und Waagen und Traumtheater Kleinsassen, dem bezaubernden Marionettenspiel

* Bauerndorf Allmus: Landwirtschaftlich ausgerichtetes Dorf mit gut erhaltenen alten Höfen, Dorfgemeinschaftshaus mit Spielplatz und Bauernhof-Cafe.  Kirche „St. Johannes der Täufer“  im Jahr 2000 aufwendig restaurierte Kirche im Ortsteil Allmus, erbaut um 1500, Glocke aus dem Jahr 1619

* Golfplatz Hofbieber: 420 Meter hoch gelegener 18-Loch-Panorama-Golfplatz zwischen Kuppenrhön und Rhönvorland

* Spielscheune Langenbieber: 2003 umgebaute Halle mit unzähligen Spielmöglichkeiten für Kinder

* Freibad Bieberstein: Freibad mit familiärer Atmosphäre unterhalb des Schlosses Bieberstein, Badewassertemperatur: 24 °C

* Schloss Bieberstein Im Jahr 1713 auf einer alten Burganlage erbautes Schloss mit 57 Meter tiefen Ziehbrunnen, seit 1904 im Besitz der Dr.-Hermann-Lietz-Stiftung, heutige Nutzung als Internat

* Naturlehrgarten Fohlenweide: verschiedene Landschaftsformen, wie Rhöner Gesteins- und Feuchtbiotope in einer alten Schlossgartenanlage

* 1. Rhöner Barfuß-Erlebnispfad: Auf über 18 verschiedenen natürlichen Untergrundmaterialien die natürlichste Fußreflexzonenmassage der Welt erleben!

* Freizeitspiele Dame, Mühle, Schach: an der Kirche in Hofbieber und an der alten Schule in Elters

* Wassertretbecken in Hofbieber am Barfuß-Erlebnispfad

 

Hilders

* Naturschutzgebiet Oberbernhardser Höhe: 4,9 Hektar großes Naturschutzgebiet mit Raum für wilden Thymian, verschiedene Orchideenarten und Silberdistel

* Milseburg (835 m ü. NN): Freies Gipfelmassiv mit einmaliger Aussicht in die Rhön, Kreuzigungsgruppe auf dem Gipfel von 1756, Wallfahrtskapelle St. Gangolf unterhalb des Gipfels

* Honigkuchen-/Wachsmuseum: Ehemaliger Bahnhof Milseburg/ Oberbernhards mit Museum über Wachs und Lebkuchen, Galerie-Cafe

* Kirche „St. Michael“: Stattlicher Putzbau der Neugotik (1898/99), viergeschossiger Glockenturm ohne Gesimstrennung

* Ruine Auersburg: Ruine einer Ritterburg mit erhaltener Umfassungsmauer, Kellergewölbe, Aussichtsturm

* Naturkunde-Lehrpfade: Fisch- und Gewässerkundelehrpfad entlang der Ulster, Vogelkundelehrpfad in der „Ritterschlucht“, Natur- und Waldlehrpfad am Auersberg

* Freizeitbad Ulsterwelle, Heideweg 19, Hilders, Telefon: 0 66 81/91 72 78: kombiniertes Frei- und Hallenbad mit Ganzjahres Innen- und Außenbecken, Wasserrutsche, Sauna

* Kirche „St. Bartholomäus“: 1792-1796 erbaute Kirche des Hochbarock, Weihnachtskrippe mit über 300 Figuren (Dez.-Jan.)

* Minigolfanlage: 18-Loch-Minigolfanlage an der Tourist-Info/Alte Schule Hilders, Schlägerausgabe Tourist-Info: Mo.-Fr., 9-16.30, Sa., 10-11.30 Uhr, Schlägerausgabe Cafe Schnaus: Di.-Do., ab 16 Uhr, Fr.-So., ab 14 Uhr

 

Tann (Rhön)

* Schloss Burganlage mit „Rotem“, „Blauem“ und „Gelbem Schloss“ aus dem 11. oder 12. Jahrhundert, Besichtigung des Ahnensaals („Gelbes Schloss“)

* Stadttor: Schönes Renaissance-Stadttor aus den Jahren 1557-63

* Rhöner Museumsdorf: Lebensnah eingerichtetes Bauerndorf, originalgetreu aufgebaute und eingerichtete Rhöner Bauernhöfe aus den letzten 250 Jahren

* Naturkundemuseum Tann: Rhöner Naturmuseum über die erdgeschichtliche Entwicklung des Rhöngebirges und die heimische Tier- und Vogelwelt

* Elf-Apostelhaus um 1500 gebautes, prächtiges Fachwerkhaus mit hölzernen Flachreliefs an der Frontseite

* Stadtkirche:  Nachfolgebau der 1879 zerstörten evangelischen Stadtkirche, 1888 bis 1889 errichtet

 

 

 

Ulstertalradweg I

Der Ulstertalradweg verläuft entlang der etwa  47 Kilometer langen Ulster, die am Heidelstein in der Hochrhön in einer Höhe von 820 Meter entspringt und über die Orte Wüstensachsen, Hilders, Tann nach Thüringen fließt und bei Philippsthal in die Werra mündet. Die Ulster zählt zu den ökologisch wertvollsten Gewässern in Thüringen und Hessen. Ihr Name ist keltischen Ursprungs und steht für „springendes Wasser“. Basaltblöcke im oberen Bachverlauf, Kies- und Sandbänke im Flussbett und der Uferbewuchs mit Weiden, Erlen und Eschen zeichnen ihre naturnahen Abschnitte.

Der Verlauf des zumeist asphaltierten Flusstalradweges entlang der Ulster von Philippsthal flussaufwärts bis Hilders verläuft überwiegend auf der Trasse der stillgelegten Ulstertalbahn und verlangt daher nur geringe Steigungen. Rhön-Radeln ohne zu schnaufen, aber mit herrlichen Aussichten und das meistens abseits der Straßen! Ab Hilders steigt die Strecke stetig leicht an. Leichte Steigungen wechseln mit kurzen Abfahrten bevor es in Wüstensachsen an die Bergwertung geht. Ab Hilders sind bis Wüstensachsen etwa 170 Höhenmeter zu bewältigen und von Wüstensachsen bis zur Ulsterquelle oder zur Hochrhönüberquerung und weiterfahrt auf dem Rhönradweg sind nochmals etwa 230 Höhenmeter mit dem Rad zu erklimmen.

 

Ulstertalradweg II

Der Ulstertalradweg beginnt in Phillipstal (Anschluss zum Hessischem Fernradweg R7, Werratalweg). Zunächst prägen die schneeweiße Salzhalde in Unterbreizbach und der Ulsterberg (487Meter) unsere Aussicht.  Der Radweg führt uns über Pferdsdorf, Buttlar, Borsch, Geisa und Motzlar zur Landesgrenze und über Günthers nach Tann. Von Tann aus geht es weiter über Wendershausen, Lahrbach, Unterrückersbach, Neuschwambach und Aura nach Hilders. Hier trifft der Ulstertalradweg auf den Milseburgradweg (Hessischer Fernradweg R3), der nach Fulda führt und als einziger Radweg in Deutschland eine über einen Kilometer lange Tunnendurchfahrt hat. Von Hilders aus geht es auf Nebenstraßen weiter über Findlos, Thaiden, Seiferts, Melperts nach Wüstensachsen, dem südlichsten und höchstgelegenen Ort im Ulstertal. Von Wüstensachsen (600 Meter) aus geht es durch grüne Wiesen und Wälder stetig bergauf zur Ulsterquelle (820 Meter) oder zur Hochrhönüberquerung und weiterfahrt auf dem Rhönradweg über Bischofsheim, Bad Neustadt bis nach Hammelburg.

 

Hessische Rhön

Fulda

Geschichtliches:

Wo gegenwärtig Fulda liegt, war ehemals eine Stätte vorgeschichtlicher Niederlassungen, für welche die aufgefundenen Pfahlbauten und Gebrauchs­gegenstände vollgültige Zeugen sind. In der Nähe gründete 744 Sturmius, ein Schüler des hl. Bonifatius, auf dessen Geheiß eine Abtei, um die herum sich der Ort Fulda entwickelte. Seit dem Jahre 751 unterstand die Abtei un­mittelbar dem Römischen Stuhl. Das Besitztum des Klosters erweiterte sich in der Folgezeit durch verschiedene Schen­kungen und Belehnungen außerordentlich, und die Äbte des Klosters kamen zu immer höherem Ansehen.

Nach dem 30jährigen Krieg entstanden durch Fürstabt Adalbert von Schleifras der Dom und das Schloß, und die Stadt ver­größerte und verschönerte sich mehr und mehr. Im Jahr 1803 endete das geistliche Fürstentum; das Bistum Fulda wurde säku­larisiert und als Fürstentum an das Haus Nassau­-Oranien unter Wilhelm von Oranien. Nach verschiedenen politischen Wechselfällen kam Fulda 1815 an den Kurfürsten von Hessen‑Kassel und 1866 mit dem ganzen Kurfürstentum an Preußen. Im Jahre 1829 wurde wieder ein Bistum Fulda gegründet und seit dieser Zeit ist Fulda wieder Bischofssitz.

Das am 12. März 744 durch Sturmius gegründete Benediktinerkloster ist die Grundlage der heutigen Stadt Fulda. Sturmius war von Bonifatius, dem Missionar und Organisator der fränkischen Kirche, mit dieser Klostergründung beauftragt worden. Wie Ausgrabungen gezeigt haben, bestand in diesem Bereich bereits vorher eine Siedlung.Für die weitere Entwicklung des Klosters war es von großer Bedeutung, dass Bonifatius 751 bei Papst Zacharias das Privileg der Exemtion bewirken konnte, das das Kloster der Gerichtsbarkeit der örtlichen Bischöfe entzog. Exemtion und Landschenkungen, die im besonderen Maße nach denn Tode von Bonifatius und seiner Beisetzung in der Klosterkirche erfolgten, sind die Wurzeln der politischen und geistlichen Unabhängigkeit des späteren Hochstiftes Fulda.

Denn Abt des Klosters Fulda kam wegen des großen Landbesitzes und der durch Papst und König verliehenen Privilegien daher neben seiner Aufgabe als geistlicher Führer der Mönchsgemeinschaft auch die eines weltli­chen Territorialherren zu. Die hierdurch eingeleitete Entwicklung fand ihren äußeren Abschluß durch die 1220 eingetretene Erhebung des Abtes zum Reichs­fürsten und dem damit verbundenen Titel „Fürstabt“. In seiner Eigenschaft als Grundherr förderte der Abt auch die Ansiedlung von Handwerkern und Kaufleuten. Diese Siedlung erhielt im Jahre 1019 das Marktrecht und wurde 1160 unter Abt Marquard mit einer starken Befes­tigung umgeben, deren Reste heute noch zu sehen sind. Auf im Jahre 1114 geprägten Münzen wird die Siedlung bereits als „Stadt Fulda“ bezeichnet.

Der ursprüngliche Fuldaer Dom war ein mächtiges romanisches Gotteshaus, das nördlich der Alpen nicht seines­gleichen hatte. Mit dem Kirchenbau wuchs die Bedeutung des Klosters Fulda als geistiger Mittelpunkt des christlichen Deutschland. Ihre höchste Blüte erlebte die Abtei zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert. Weithin berühmt war die Klosterschule; viele bedeutende Männer gingen aus ihr hervor. Ein frühes noch erhaltenes Zeugnis althochdeutscher Schriftsprache ist das „Hildebrandslied“, das zwei Fuldaer Mönche um 850 von einer älteren Vorlage abschrieben.                           

Das Kloster Fulda stand hoch in der Gunst von Päpsten und Kaisern, die in reichen Schenkungen Ausdruck fand. Papst Benedikt VIII. und Kaiser Heinrich IL trafen sich 1020 dort, um kirchliche Dinge zu besprechen. Barba­rossa verlieh dem Marktflecken der neben den Kloster Stadtrechte. Rudolf von Habsburg machte die Fuldaer Äbte zu Reichsfürsten.

Während die Bedeutung des Klosters in der Zeit des Spätmittelalters deutlich zurückging, nahm die Wirt­schaftskraft der Stadt zu.

Die in Verbindung mit der Reformation stehenden Ereignisse bedeuteten einen deutlichen Einschnitt in die Entwicklung des Fürsten­tums Fulda. Eine erfolgreiche und sparsame Politik der Fürstäbte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts schuf die Grundlage für die zweite Blüte von Stadt und Hochstift Fulda in der Barockzeit des 18. Jahrhunderts. Die umfangreiche barocke Bautätigkeit begann mit der Errichtung des Doms und prägt das Stadtbild vor allem auch durch den neuen Schloßbau, die Anlage des Schloßgartens, die Errich­tung großer Adelspalais in der Umgebung des Residenz­schlosses, eines Gebäudes für die Landesuniversität, eines Hospitals sowie eines gegenüber der Residenz gelegenen Wachgebäudes.

Damit wurde ein barockes Ensemble von großem kunsthistorischen und städtebaulichen Wert geschaffen. Nach dem Siebenjährigen Krieg entstandene spätere Barockbauten wie die Pfarrkirche der Stadt und das ehemalige Bibliotheksgebäude weisen nicht mehr vergleichbare bauhistorische Qualität auf. Dafür erlangte die Fuldaer Porzellanmanufaktur (1764‑1789) einen ausgesprochen hohen Qualitätsstandard. Nach der Säkularisation 1802 ging das Hochstift Fulda als politisches Gebilde zu Ende.

 

Rundgang:

Stadtschloß (Residenzschloß) (1)

Den glanzvollen Mittelpunkt unter der profanen Bauwerken bildet das Stadtschloß. An dem umfangreichen Barockbau sind zwei Flügel durch Querhauten so verbunden, daß mehrere Höfe entstehen. Im Auftrag der Fürstäbte entstand dieses Residenzschloß in der Zeit von 1706 bis 1721 als Erweiterung des früheren Renaissance-­Schlosses ebenfalls nach Entwürfen von Johann Dientzen­hofer in mächtiger, schöner barocker Pracht. In den „Historischen Räumen“ sind die Privatappartements der Fuldaer Fürstäbte, die Festsäle und die berühmte Sammlung Fuldaer Porzellans zu sehen.

Alle fein dekorierten und ausgestat­teten Räume sind (soweit dort nicht die Stadtverwal­tung Amtsstuben hat) zu besichtigen. Die über mehrere Trakte verteilten Kunst­sammlungen machen den Besuch doppelt lohnend. Ausstellungen in den Flu­ren, Kammerkonzerte im Fürstensaal und Hochzeiten im ehedem fürstlichen Schlafgemach (es ist jetzt das Standesamt) bringen weiteres Leben ins Schloß. Es können der große Festsaal mit den zugehörigen Vorräumen und eine fürstliche Wohnung (18. Jahrhundert) besichtigt werden.

Im Schloß wird zudem eine Ausstellung zu Ferdinand Braun (1850‑1918), dem Erfinder der Braun'schen Röhre, gezeigt, der in Fulda geboren wurde und 1909 den Nobelpreis für Physik erhielt. Öffnungszeiten: Täglich außer Freitag: 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag: 14.00 bis 18.00 Uhr.

An der Ostseite des Stadtschlosses steht ein Rest des Heertores.

 

Schloßgarten (2)

Östlich und nördlich des Schlosses dehnt sich der schöne Schloßpark aus. Der Teil zwischen Schloß und Orangerie wurde im Stil des Barocks angelegt und im 19. Jahrhundert in einen englischen Landschaftsgarten umgewan­delt. Beide klassische Stilrichtungen der Gartenbaukunst bilden heute noch eine Symbiose im Schloßgarten.

 

Orangerie (3)

Im Schloßgarten steht die 1730 vollendete Orange­rie ‑ eines der vollkommen­sten Beispiele für den Über­gang vom Barock zum Roko­ko, die es in Deutschland zu sehen gibt. Den großen gesellschaftlichen Ereignissen in Fulda bietet die Orangerie mit ihren zauberhaft gestalteten barocken Sälen ebenso einen passenden Rahmen wie den inter­nationalen Kongressen und überregionalen Tagungen. Die Orangerie wurde zwischen 1722 und 1725 nach Plänen des Kurmainzischen Baudirektors Maximilian von Welsch erbaut.

Auf der elegan­ten Freitreppe davor erhebt sich eine gigantische, von Girlanden und Putten wimmelnde Floravase, die angeblich aus einem einzigen Stein ge­hauen wurde. Das Werk des Bamberger Bildhauers Johann Friedrich Humbach zählt zu der schönsten barocken Plastiken Deutschlands.

 

Paulus­tor (4)

Das barocke Tor grenzt den Residenzbe­zirk nach Norden ab. Neben dem Paulustor steht das Generalvikariat (5), westlich davon ist der Bischofssitz. Durch die städtischen Anlagen kann man hier nach dem Frauenberg mit Kirche und Franziskanerkloster gelangen und hat eine herrliche Aussicht auf die Stadt und das Rhöngebirge.

 

Kloster Frauenberg (25) (im Norden)

Das seit 1623 bestehende Franziskanerkloster liegt in einem Park auf einem der sieben Hügel Fuldas. Die Klosteranlage ist ein spätbarocker Bau mit einer künstlerisch wertvoll ausgestatteten Kirche. Von dort aus hat man eine herrliche Sicht über die Stadt und die umliegenden Berge von Rhön und Vogelsberg. Kloster Frauenberg liegt etwa 15 Gehminuten vom Dom entfernt.

Weinprobe im Weinberg Kloster Frauenberg: Am Südhang des Klosters Frauenberg, hinter hohen Sandsteinmauern, errichtete der Weinhistorische Konvent Fulda einen Weingarten, um die umfangreiche und alte Fuldaer Weingeschichte sichtbar zu machen. Hier wurde auch eine Tradition der Weinbauern wieder ins Leben gerufen, eine Winzermahlzeit, genannt: „Wäck, Woarscht on Wie“. Zu einem Schoppen Rieslingwein („Wie“) reicht man ein Knobelinchen („Woarscht“) mit Brötchen („Wäck“). In einer Runde gleichgesinnter Weinnasen werden Gespräche rund um der Wein geführt oder ganz einfach die Mystik des Gartens der Weingeschichte genossen. Öffnungszeiten: Von Mai bis September werden die Tore des Weingartens jeden 2. Samstag im Monat ab 14.00 Uhr geöffnet. Ab 14.00 Uhr findet „Wäck, Woarscht on Wie“ statt. Termine 2001: 12.S., 9.6., 14.7, 11.8. und 8.9.

 

Michaelskirche (6)

Die Michaelskirche entstand in den Jahren 819 bis 822 als Kapelle des ehemaligen sich an dieser Stelle befindlichen Mönchsfriedhofs des Benediktinerklosters Fulda. Sie zählt zu den bedeutendsten mittelalter­lichen Sakralbauten Deutschlands. Der Rundbau aus dem 9. und 11. Jahrhundert ist eines der ältesten Gotteshäuser in Deutschland. nächst dem Dom zu Aachen das älteste kirchliche Bauwerk Deutschlands. Die Krypta, die Begräbniskapelle der Abtei,  stammt aus karolingischer Zeit. Sie wurde später mehrfach aufgestockt und verändert. Interessant ist die gotische Reliefplatte in der angebauten barocken Rochuskapelle (nur von der Michaelskirche her zugänglich). Da wird der Leidensweg Christi auf ungewöhnliche, symbolhafte Weise geschildert. Öffnungszeiten: 1. April bis 15. Oktober täglich: 10.00 bis 18.00 Uhr, 16. Oktober bis 31. März täglich:14.00 bis 16.00 Uhr.

Die Nähe der Heiligen versprach eine erlösende Wirkung, so dass viele Krypten zu Begräb­nisstätten und Orten einer gesteigerten Auferstehungshoffnung wurden. Ein besonderes Zeugnis der Totensorge ist die Michaelskirche in Fulda. Als Rundbau um das Jahr 822 konzipiert, trägt eine mächtige gedrungene Säule in der Mitte das Gewölbe. Sie wird als Jesus Christus gedeutet, der Dank seiner Kraft das unverrückbare Fundament des Weltkreises bildet.

Wäh­­rend für die frühen Krypten enge Stollen und niedrige Gewölbehöhen kennzeichnend sind, weitet sich die Architektur in der Romanik zur voll entwickelten Räumlichkeit aus, wie es bei der um 1180 entstandenen Krypta im Dom zu Fritzlar der Fall ist. Welch große Rolle die Standortwahl und die Nutzung natürlicher Lichtquellen zur Verdeutlichung religiöser Heilserwartung spielte, zeigt sich in der Hallenkrypta des frühen 11. Jahrhunderts auf dem Neuenberg bei Fulda. Zur Tag- und Nachtgleiche fällt dort das Licht bei Sonnenaufgang horizontal durch das mittlere Fenster.

 

Philosophisch-Theologische Hochschule (7)

Westlich an den Dom schließt sich die Philosophisch-Theologische Hochschule des Bistums Fulda an.

 

Dom (8)

Der Dom ist eines der bedeutendsten barocken Bau­werke Fuldas und wur­de von 1704 bis 1712 in römischem Barockstil erbaut. Der Erbauer Fürstabt Adalbert von Schleiffras und sein Architekt Johann Dientzen­hofer wollten ein beispielgebendes barockes Gesamtkunstwerk gestalten. Dabei wurde noch alte Bausubstanz der viel größeren früh­romanischen Ratger‑Basilika von 817 verwendet. Die Pfeilerskulptur Karls des Großen erinnert  an den bedeu­tenden Vorgängerbau. Von der alten Ausstattung hat man aber nur die Petrus-Skulptur übernommen (rechts vor dem Altar).

In der Krypta unter dem Mönchschor ruhen die Gebeine des heiligen Bonifatius in dem altarähnlichen Grab auf der linken Seite. Bonifatius wurde um 675 in Crediton, nahe der Südküste Englands, geboren und auf den Namen Winfried getauft. Er wird er in jungen Jahren Mönch und Priester in den Benediktinerklöstern Exe­ter und Nursling. Ein mächtiger missionarischer Drang läßt den jungen Mönch nicht los. Der Abt gibt schließlich 716 seine Erlaubnis für die Missionsarbeit im Lande der Friesen, wo der Glaubensbote Willibrord seit Jahren wirkt. Doch Kriegswirren und Haß der heidnischen Friesen lassen Winfrieds Wirken ohne Erfolg. Nach einigen Monaten kehrt er zurück in sein Kloster, um noch einmal zwei Jahre der Vorbereitung zu widmen. Im Jahre 718 nimmt er erneut Abschied; diesmal für immer. Nie wird er England wiedersehen!

Er reist nach Rom. Vom Heiligen Vater will er Sendung und Segen zu seinem Missionswerk er­bitten. Am 14. Mai 719 kniet Winfried zu den Füßen Papst Gregors II.. An diesem Tag feiert die römische Kirche das Fest des hl. Martyrers Bonifatius. Gregor II. gibt dem Be­nediktinermönch Winfried den Namen des Tagesheiligen; von diesem Tage an trägt der vom Papst gesandte Missionar den Namen Bonifatius.

Er zieht über die Alpen, beginnt sein Missionswerk in Thüringen, geht aber dann noch einmal nach Friesland zu Willibrord. Im Jahre 721 begibt er sich nach Hessen, wird 722 nach Rom zurückgerufen und dort am 30. November zum Bischof geweiht. Im Jahre 723 fällt er die Donar­eiche bei Fritzlar, 725 geht er wieder nach Thüringen. Er bleibt in dauernder brieflicher Verbindung mit Rom und England. Gregor III. ernennt ihn zum Erzbischof. Im Jahre 738 wird er bei seiner dritten Romreise päpstlicher Legat für das Frankenreich, gründet Bistümer (Büraberg, Erfurt, Würzburg), ordnet in Bayern die Diözesen und sorgt für gute Bischö­fe, übernimmt selbst den Bischofstuhl von Mainz, hält mehrere Kirchenversammlungen zusammen mit den Großen des Frankenreiches. Durch seinen Schüler Sturmius läßt er 744 das Kloster Fulda gründen; es wird sein Lieb­lingskloster, er zieht sich zur Rast nach Fulda zurück (Bischofsberg, jetzt Frauenberg) und bestimmt Fulda als seine Grabstätte.

Besichtigungszeiten: 1. April bis 31. Oktober: Montag bis Freitag: 10.00 bis 18.00 Uhr, Samstag: 10.00 bis 15.00 Uhr, Sonn‑ und Feiertag: 13.00 bis 18.00 Uhr. 1. November bis 31. März: Montag bis Freitag:  10.00 bis 17.00 Uhr.  Samstag: 10.00 bis 15.00 Uhr, Sonn‑ und Feiertag: 13.00 bis 18.00 Uhr.

Von der im Jahr 1708 während der Domerbauung entstandenen Barockorgel besteht heute nur noch der Prospekt. Im Jahre 1877 wurde die Hauptorgel von Wilhelm Sauer aus Frankfurt/Oder eingebaut, aber im Laufe der Jahre mehrfach umgearbeitet, ergänzt, verschnitten und teilweise falsch rekonstruiert. Vor ihrer Wiederherstellung in den Jahren 1995 bis 1996 stellte die Orgel nach Ansicht des Domorganisten Kaiser ein „wirre Konglomerat aus An- und Umbauten der ehemaligen barocken Orgel durch verschiedene Firmen dar“.

Nach der umfassen­den sechs Millionen Mark teuren Erneuerung wurde die Orgel auf 72 Register verkleinert, die Decken und Wände des Barockgehäuses wurde wieder­hergestellt, das Pfeifenwerk ergänzt und technische Verbesserungen wie Schwellblatt und Tremulate eingebaut. Heute gilt die Orgel im Dom bei Experten und Laien mit ihren vier Manualen in Erscheinung und Klangbild mittlerweile als einzig­artig in der Region.

 

Schatzkammer des Doms (9) (Dommuseum)

Die Sammlung der Reliquiare, sakralen Gewänder und liturgischen Geräte bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Klosters Fulda. Das Dommuseum mit seinen neugeordneten Beständen knüpft an die Tradition der ehemals klösterlichen Schatzkammer an. Im Dom‑Museum wird ein kostbarer Codex aufbewahrt, den der Apostel Bonifatius schützend über sich gehalten haben soll, als ihn 754 die heidnischen Friesen erschlugen. Tatsächlich ist der Einband des Buches durch mehrere Schwerthiebe zerschnitten.

Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober: Dienstag bis Samstag: 10.00 bis 17.30 Uhr, Sonn‑ und Feiertag: 12.30 bis 17.30 Uhr. 1. November bis 31. März: Dienstag bis Samstag: 10.00 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr, Sonn‑ und Feiertag: 12.30 bis 16.00 Uhr.

 

 

Barocke Adelspalais (10)

Vom Bonifatiusplatz aus unterhalb des Stadtschlosses hat man eine vollständige Übersicht über verschiedene barocken Adelspalais. Diese herrschaft­lichen Gebäude waren Wohnungen der Hofbeamten und sind alle mit dem Namen des Baumeisters Andreas Gallasini verbunden. Mit ihnen wurde ein barockes Ensemble geschaffen, das besonders künstlerische und städtebauliche Qualität aufweist. Das Hotel „Kurfürst“ war das Palais von der Tann, unterhalb (südlich der Friedrichstraße) steht das Palais Buttlar. Weiterhin gibt es dort noch Palais Buseck und Altenstein und die fürstliche Hauptwache von 1758 mit dem Bonifatiusdenkmal (sie ist heute eine Gaststätte).

 

Benediktinerinnenabtei St. Maria (15)

Durch eine schmale Gasse östlich des Schlosses kommt man zu der bereits 1626 gegründeten Abtei St. Maria. Die Abteikirche ist ein schlichter Bau in den Formen der Spätgotik und Renaissance. Besonders beachtenswert ist im Innenraum die Lage des Altars und des Nonnenchores, der über dem Altar  liegt und nur über eine hohe Treppe erreicht werden kann. In der Kirche und im Kloster finden sich die Arbeiten der 1997 verstorbenen Künstlerin des Klosters, Frau Lioba Munz OSB. In einem an der Klostermauer neu eingerichteten Laden werden u.a. die Erzeugnisse der Abtei angeboten. Öffnungszeiten des Klosterladens: Montag bis Freitag: 9.00 bis 13.30 Uhr und14.30 bis 17.15 Uhr, Samstag: 9.30 bis 17.15 Uhr. Der Klosterladen bleibt an allen Feiertagen geschlossen.

 

Stadtpfarrkirche (12)

Wenn man weiter geht, kommt man zur Stadtpfarrkirche. Sie wurde 1770 bis 1786 unter    Fürst­abt Heinrich von Bibra errichtet. Jeder Mittwoch findet um „5 vor 12“ eine Meditation in Wort und Musik statt, bei der meditative Texte und darauf abgestimmte Orgelmusik prä­sentiert werden (Sommerpause im August).

Altes Rathaus

Das sehr schön restaurierte Alte Rathaus, das im Mittel­alter und während der Renaissance entstand, ist ein hochgiebeliger Fachwerkbau mit dekorativen Spitztürmchen und Laubengängen im Untergeschoß.

In der Altstadt findet man weiter das Alte Kanzlerpalais (13), die Severikirche (11) (das einzige spätgotische Gotteshaus von Fulda, die einstige Kapelle der Wollweberzunft mit einer gotischen Madonnenplastik), das „Salzhaus“ von 1580, die alte Universität (heute eine Schule) und das ehemalige päpstliche Seminar.

Neben schönen Bürger‑ und Kavaliershäusern des 18. Jahrhunderts stehen da mehrere vornehme Stadtpalais. Erwähnenswert noch die „Löwenapotheke“ und das Haus daneben, Sitz der Familien von Tann und Hattstein.

Auf einem Abstecher in die Bahnhofstraße in Richtung Osten kommt man zum Universitätsplatz mit der alten Universität (handelt es sich dabe3i um den alten „Kaiserplatz“ mit dem Kaiser Friedrich‑ Denkmal, hinter dem sich das Gymnasium sowie der Stadtschulbau befinden?).

 

Vonderau Museum (14)

Das 1994 neu eröffnete Vonderau Museum präsentiert drei Dauerausstellungen. Die Ausstellung zur Kulturgeschichte gibt einen Überblick über die Geschichte Fuldas von der Frühgeschichte bis in die heutige Zeit, die mit Grab­nachbauten, Modellen, Rekonstruktionen von bürgerlichen Wohnräumen und der „Drogerie zum Krokodil“ sowie dem Fulda‑Mobil, dem in der Stadt über einen Zeitraum von 20 Jahren hergestellten Kleinwagen, anschaulich dargestellt wird. Eine Ausstellung von Gemälden und Skulpturen zeigt Werke, die unter verschiedenen Aspekten Verbindungen zu Fulda aufweisen. Die Ausstellung zur Naturkunde zeigt die erdgeschichtliche Entstehung der Region Osthessen sowie die Ökosysteme mit ihren pflanzlichen und tierlichen Bewohnern, die in lebensgroßen Schaukästen präsentiert werden. Öffnungszeiten: Täglich außer Montag: 10.00 bis 18.00 Uhr

Planetarium im Vonderau Museum: Bestandteil des Museums ist ein Planetarium mit 35 Plätzen, in dem regelmäßig Vorführungen zu verschiedenen himmelskundlichen Themen stattfinden. In diesem Planetarium bekommt der unter einer Kuppel sitzende Besucher mit Hilfe von speziellen Projektoren einen fast realen Eindruck des Sternenhimmels mit Lauf der Sonne, Mond und Planeten vermittelt. Die so entste­hende Illusion wird durch Musik‑ und Live‑ Moderation zu einem „himmlischen“ Erlebnis für die Besucher. Vorführungen: Termine und Informationen zu den einzelnen Vorführungen sind dem Veranstaltungsprogramm des Museums zu entnehmen. Es können Termine für Sondervorführungen vereinbart werden. Tel.: (06 61) 92 83 50

 

Hessische Landesbibliothek (18)

Die Schausammlung zeigt kostbare Buchschätze aus dem Mittelalter (Bonifatiusbücher, Gutenbergbibel),  Heinrich‑von‑Bibra Platz 12 (ehemaliger Vieh­markt), Öffnungszeiten: Montag und Freitag: 10.00 bis 12.00 Uhr, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 14.00 bis 16.00 Uhr.

Neben der Bibliothek die evangelische Kirche.

 

Umweltzentrum Fulda (34) (im Südwesten)

Information, Beratung und Bildung zu allen Umweltfragen, Umweltprogramme für Besuchergruppen nach Absprache. Johannisstraße 44, am Eingang Auepark; an überregionalen Fernradwegen gelegen, Tel.: (06 61) 9 70 97 90. Öffnungszeiten: Garten: Sonnerauf‑ bis Sonnenuntergang, Haus: Montag, Mittwoch und Freitag: 12.00 bis 16.00 Uhr, Donnerstag: 12.00 bis 18.00 Uhr.

 

Deutsches Feuerwehr‑Museum (35) (im Südwesten)

In zwei Hallen werden Feuerlöschgeräte aus der Renaissance bis in die jüngste Gegenwart sowie die Entwicklung des Feuerlöschwesens und des Brandschutzes in Originalen und Modellen seit dem 14. Jahrhundert gezeigt. Das Deutsche Feuerwehr‑Museum befindet sich in Fulda‑Neuenberg, St.‑Laurentius‑Straße 3. Öffnungszeiten: Täglich außer Montag 10.00 bis 17.00 Uhr

 

Kinder‑Akademie Fulda, Werkraum Museum (37) (an der Bahnlinie, südlich des Bahnhofs)

Erlebnismuseum ‑ für Kinder und Familien ‑ zum Anfassen und Experimentieren mit zahlreichen künstlerischen, technischen und naturwissenschaftlichen Objekten, z. B. das „Begehbare Herz“ (Führungen ‑ empfohlen für Kinder ab acht Jahren). Meilensteine der Kulturgeschichte werden in wechselnden Ausstellungen gezeigt: u. a. zum Thema Kleidung „Von Kopf bis Fuß ‑ Machen Kleider Leute?“ und von Kindern künstlerisch gestaltete Erlebnis­räume. In Werkräumen finden Workshops statt. Jährliche Sonderausstellung im Frühjahr „Vom Ei zum Küken“. Internationale Kinderbibliothek, Museumscafé und Museumsshop, Mehlerstraße 4,

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10.00 bis 13.00 Uhr und14.00 bis 17.30 Uhr, Mittwoch: (nur Juni, Juli, August) bis 19.00 Uhr geöffnet, Sonntag: 14.00 bis 17.30 Uhr. Führungen durch das „Begehbare Herz“: Täglich außer Samstag: 16.00 Uhr

 

Propsteikirche St. Peter, Petersberg

Diese Kirche wurde von Rabanus Maurus 836 vollendet und als Grabesstätte der heiligen Lioba ausgestattet. In der Krypta sind die ältesten deutschen Wandmalereien (836 bis 847) zu sehen. Bildeten die Krypten im Frühmittelalter liturgische Zentren, so verloren sie mit der Verlagerung der Reliquienschätze in die Oberkirchen an Bedeutung. Ihrer eigentlichen Funktionen beraubt, blieben sie in den folgenden Jahrhunderten häufig ungenutzt. In der Krypta auf dem Petersberg bei Fulda hat sich jedoch am Grab der Heiligen Lioba eine über die Jahrhunderte lebendige Heiligenverehrung erhalten. Der Abt Hrabanus Maurus hatte dort um das Jahr 836 eine neue Kirche errichten und zahlreiche Reliquienschätze in der Krypta bestatten lassen. Der Ort entwickelte sich zu einem spirituellen Zentrum, an dem vor allen Dingen Frauen die Hilfe Liobas erflehten. Obwohl die Gebeine schon lange Zeit aus dem Sarkophag entfernt worden waren, suchten die Mütter ihn noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf und beteten dort für ihre kranken Kinder. Hierzu brachten sie Hemdchen der Erkrankten mit und legten sie in den Sarkophag, um sie nach einiger Zeit den Kindern anzuziehen.

Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Dezember: Täglich außer Montag: 10.00 bis 11.30 Uhr und 14.30 bis 16.30 Uhr, 1. November bis 31. März: Täglich außer Montag: 14.30 bis 16.00 Uhr.

 

Museum Schloß Fasanerie

Die ehemalige Residenz der Fuldaer Fürstbischöfe ist heute ein bedeutendes Schloßmuseum mit Sammlungen zu höfischer Wohnkultur, antiker Kunst und Porzellan. Eichenzell, Schloß Fasanerie. Öffnungszeiten:

1. April bis 31. Oktober: Täglich außer Montag: 10.00 bis 17.00 Uhr, Eintritt nur mit Führung; Führungsbeginn zu jeder halben Stunde. Letzter Einlaß: 16.00 Uhr. Sonderausstellung 2001, 26. Mai bis 31. Oktober: Die vergessene Kaiserin ‑ Victoria Kaiserin Friedrich ‑ Kunstsammlerin und Malerin

Vor rund 20 Jahren wurde die äußerst folgenrei­che Idee geboren, die heruntergekommenen Gebäude der ehemaligen Propstei Johannes­berg zu einem Ausbildungszentrum für Hand­werk und Denkmalpflege auszubauen. Zu­gleich sollte die großartige, von Andreas Gal­lasini für den einflußreichen Probst Konrad von Mengersen geplante Barockanlage, die das ursprüngliche romanische Kloster überformte. ein Musterbeispiel und Vorzeigeobjekt für die Denkmalpflege werden.

Nach der mustergültigen Restaurierung des Kreuzbaus, der Werkstätten und des gewalti­gen Hauptgebäudes „Roter Bau“, nach den ba­rocken Pavillons und der Wiederherstellung des Propsteigartens sowie dem Ausbau des ehemaligen Schafstalls zu Werkstätten ist die Restaurierung des Aktuargebäudes ‑ einem der barocken Eckpfeiler der Anlage ‑ und der Ausbau des Pferdestalles zu einem Kommuni­kations‑ und Vortragszentrum der letzte Akt der über zwei Jahrzehnte währenden Sanierung.

Die großartige, landschaftsprägende Barock­anlage wurde nach der Säkularisation als Staatsdomäne im Zuge der landwirtschaftli­chen Nutzung baulich verändert und stark heruntergewirtschaftet. Nach langem Ringen um eine für die ganze Anlage verbindliche restaura­torische Konzeption entschied man sich für die so genannte Domänenfassung, die letzte greif­bare Bauphase des 19. Jahrhunderts. Sie be­ruht auf dem einzigen authentischen Plan. den es für die Gesamtanlage überhaupt gibt, auf dem so genannten „Domänenplan“ von 1820. Die Wiederherstellung des barocken Erschei­nungsbildes dagegen, die auch gefordert wurde, hätte lediglich auf Analogien zu anderen Gallasini‑Bauten oder zum Fuldaer Stadtschloß basieren können. Man entschied sich für die historische Authentizität der letzten be­legbaren Kulturepoche. Die unter der Domä­nenfassung liegende Raumausstattung der Barockzeit wurde sorgfältig gesichert und doku­mentiert. Dieselbe Methode wurde an der Au­ßenhaut der Gebäude angewandt.

Während im gegenwärtigen Bauabschnitt im Aktuargebäude die Bewahrung und behutsame Sanierung historischer Bausubstanz absolute Priorität hat, ist der aus der Domänenzeit des 19. Jahrhunderts stammende Pferdestall im In­neren überwiegend als Tummelfeld der Nutzer­inter­essen (großer Vortragssaal, Foyer, Toilet­ten, Café) und dem modernen Gestaltungs­willen der Architekten des Staatsbauamtes Ful­da freigegeben worden. Die expandierende Außenwirkung des Deutschen Zentrums für Handwerk und Denkmalpflege macht eine me­dienwirksame und publikumsintensive Dimen­sionierung von Großräumen notwendig, die in dem hochkarätigen historischen Ensemble sonst nicht untergebracht werden können.

 

Rhönbahn

Die Rhön mit ihrer einzigartigen Natur‑ und Kulturland­schaft wurde von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Täglich können Sie Fahrten auf der romantischen Strecke der Rhönbahn nach Gersfeld unternehmen, um von dort aus die Rhön zu entdecken. Fahrplanauskünfte erteilt die Deutsche Bahn AG; Tel.: (0 18 05) 99 66 33.

 

 

 

Petersberg

* Rauschenberg Naherholungsgebiet am Ortsrand von Petersberg, gut ausgebautes Netz von Rundwegen

* Grabeskirche der hl. Lioba: Romanische Basilika (9. Jahrhundert mit Schrein der hl. Lioba und drei Altarsteinen aus der Gründerzeit

* Freibad und Sportanlage „Waidesgrund“:  Beheiztes Bad mit 2 Schwimmbecken, 1 Kinderbecken und Sprungbrett, Stadion für sportliche Wettkämpfe

* Haunetalsperre Naturschutzgebiet bei Marbach, verschieden lange Routen für Jogger, Wanderer, Spaziergänger

* Wasserspielplatz Steinau: Sehr schön angelegter Wasserspielplatz im Ortskern von Steinau, Wasserparadies mit Pumpen, Rinnen, Stauwehren und Ziehfloß. Wendelinuskapelle am Werthesberg, oberhalb des Ortsteiles Steinhaus gelegen, Namensgeber ist der HI. Wendelin, Schutzpatron der Tiere

* Wehrkirche „St. Margareta“, Pfarrkirche in Margretenhaun aus dem Jahre 1093, wurde später zur Wehrkirche umgebaut

* Feldkapelle im Ortsteil Rex: Kleine Kapelle nordwestlich des Ortsteiles Rex, herrlicher Blick über das „Land der offenen Fernen“.

 

 

 

 

 

Schloß Fasanerie

Das auf Anweisung von Bonifatius zur Missionierung der Sachsen gegründete Fuldaer Benediktinerkloster war schon im 13. Jahrhundert von Kaiser Friedrich II. zur Fürstabtei erhoben worden und dadurch in den Genuss zahlreicher Privilegien gekommen. So war die Abtei zum Beispiel von keinem Fürsten lehnsabhängig und konnte selbst große Territorien erwerben und verwalten. Der Fuldaer Abt erhielt Sitz und Stimme im Reichsfürstenrat des Reichstages und bestimmte so die Politik des Reiches mit. Am 5. Oktober 1752 erhob Papst Benedikt XIV. die Fürstabtei dann sogar in den Rang eines Fürstbistums und Amand von Buseck zum ersten Fürstbischof. Damit war er den Reichsfürsten des Heiligen Römischen Reiches gleichgestellt. Viel höher konnte man damals nicht steigen. Nur die Erzbischöfe von Mainz, Köln und Trier waren noch mächtiger, denn sie wählten, wie 1356 in der Goldenen Bulle festgelegt, zusammen mit vier weltlichen Kurfürsten den deutschen Kaiser.

Eines tat Amand von Buseck für sein Leben gern: reisen. Der erste Fürstbischof des Bistums Fulda, der 1685 unter dem Namen Friedrich Franz Ludwig von Buseck in Eppelborn geboren wurde, besuchte nach seiner Aufnahme in das Fuldaer Kloster 1704 unter anderem Holland, Flandern, Paris, Lothringen und das Elsass. Sein besonderes Interesse galt der Architektur und der Gartenkunst dieser Länder, in denen Prunk und Pracht des barocken Zeitalters zu voller Entfaltung kamen. Wahrscheinlich entstand schon zu jener Zeit der Wunsch in ihm, selber einmal etwas Vergleichbares zu schaffen.

Bis es soweit war, vergingen allerdings noch viele ereignisreiche Jahre. Im Jahre 1708 wurde Buseck in Erfurt zum Priester geweiht, 1724 wählte man ihn zum Dekan des Fuldaer Stifts, 1728 wurde er Weihbischof in Fulda, neun Jahre später Fürstabt, 1752 dann schließlich Fürstbischof. Die finanziellen Mittel, die er brauchte, um sich ein Schloss mit Park nach französischem Vorbild bauen zu lassen, standen ihm erst als Fürstabt zur Verfügung. Denn als solcher übte er auch die weltliche Herrschaft über das Kloster Fulda aus und profitierte von den Einnahmen aus Landwirtschaft und Viehzucht.

Als Buseck 1740 mit dem Bauen begann, gab es bereits ein kleines Schloss an der von ihm bevorzugten Stelle. Sein Vorgänger, Fürstabt Anton Adolph Freiherr von Dalberg, hatte es 1710 als bescheidene Sommerresidenz der Fuldaer Äbte errichten lassen.

Der von Buseck beauftragte Baumeister Andreas Gallasini erweiterte diesen „Adolphshof“ nun von 1740 an zu einer streng symmetrischen hochherrschaftlichen Anlage. Wie bei allen Barockschlössern ging es auch hier vor allem um eines: den Reichtum und die Macht ihres Besitzers herauszustellen.

Das Äußere ist das Werk Andrea Gallasinis. Sein Auftraggeber dürfte mit dem Ergebnis wohl recht zufrieden gewesen sein. Schließlich entsprach die streng symmetrische Resi­denz mit dem hufeisenförmigen Innenhof, den Türmen und den Pavillonbauten voll seinen repräsentativen Bedürfnissen. Indes: Allzulange konnte sich der Kirchenfürst seines Prachtbaues nicht erfreuen. Er starb im Jahre 1756, genau sechs Jahre nach der feierlichen Einweihung. Ein halbes Jahrhundert später sorgte die Säkularisation für den ersten Besitzerwechsel.

Neuer Schloßherr wurde Wilhelm V. von Oranien, der erste König der Niederlande. Allerdings nur fünf Jahre lang, dann vertrieb ihn Napoleon. Nun folgten zehn bittere Jahre. Napo­leons Verwalter, Marschall Duroc, ließ die weitläufige Barock­anlage gehörig verkommen. 1812/13 dienen ihre Räumlichkei­ten nicht nur als Lazarett für die ruhmlos aus Rußland zurückkehrende napleonische Armee, sondern auch als deren Selbstbedienungsladen. Beim Abzug der Franzosen war das imposante Bauwerk jedenfalls fast völlig ruiniert.

Nach dem Ende Napoleons ging das Großherzogtum Fulda, wie das ehemalige Fürstbistum mittlerweile hieß, an das Haus Hessen- Kassel oder Kurhessen. Im Jahre 1803 war Hessen-Kassel nämlich zum Kurfürstentum erhoben worden, was aber praktisch bedeutungslos war, da es nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation im Jahr 1806 keine Kaiser mehr zu wählen gab. Trotzdem behielten die Kasseler die Bezeichnung bei.

Im Jahre 1816 gelangte das Schloß in die Obhut des kurhessischen Fürstenhauses. Zum Glück - wie sich noch herausstellen sollte. Der baulustige Kurfürst Wilhelm erkor die Fasanerie zum Sommersitz und begann 1823 die längst fällige Renovierung. Regie führte dabei sein Baumeister J. C. Bromeis, der vor allem im Inneren einige beachtliche Änderungen kre­ierte: Der gesamte Südflügel wurde klassizistisch gestaltet, allen voran die prunkartigen Festsäle.

Die kurfürstliche Idylle dauerte immerhin bis zur Annektion durch Preußen im Jahre 1866. Nach den Preußen kamen die Landgrafen von Hessen, die nunmehr seit 1873 Schloß Fasanerie ihr eigen nennen.

Nunmehr in preußischem Besitz wurde Schloss Fasanerie nach langen Verhandlungen 1878 zusammen mit dem Fuldaer Stadtschloss dem Erben der hessischen Kurwürde, Landgraf Friedrich Wilhelm, zurückgegeben. Der nutzte es fortan als Sommersitz für sich und seine Frau. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss durch Fliegerbomben schwer beschädigt, danach aber von Landgraf Philipp von Hessen schrittweise wieder instand gesetzt. Im Jahre 1951 konnten die ersten Schauräume eröffnet werden, seit 1972 ist das Museum fertiggestellt. Heute vermitteln Schloss und Park, besonders an einem schönen Sommertag, mehr als nur eine Ahnung von der einstigen barocken Pracht.

 

Das Schloss selbst besteht aus zwei lang gestreckten Flügeln, die die Flanken für einen geschlossenen Hof und einen nach vorne offenen Ehrenhof bilden. Kavalierhäuser, Gittersperren sowie vorgelagerte Wacht- und Wirtschaftsgebäude ergänzen die Anlage. In letzteren sind heute die Pferdeställe des Reitclubs Fulda untergebracht.

Man betritt das Schloss über die prächtige Kaisertreppe mit zahlreichen Büsten und Bildern römischer Kaiser und ihrer deutschen Nachfahren. Mehr als sechzig Räume sind im Nord- und Südflügel insgesamt zu besichtigen, wobei das Inventar der fürstlichen Wohnräume fast ausschließlich aus dem 19. Jahrhundert stammt, als das Schloss den Landgrafen von Hessen gehörte. Die barocken Ursprünge sind dagegen noch gut in den Stuckdecken aus der Erbauungszeit zu entdecken. In gesonderten Schauräumen wird eine wertvolle Porzel­lan­­sammlung mit Stücken aus Meißen, Sèvres, Kopenhagen und Fürstenberg gezeigt. Auch antike Kunst gibt es zu sehen, von griechischen und etruskischen Vasen über römische Porträtbüsten bis zu Terrakotten und Bronzen.

Da ist zum Beispiel der klassizistische Antikensaal. Hier imponieren besonders die kunstvolle Kassettendecke, die anti­ken Skulpturen und die zahlreichen Schöpfungen griechischer Gefäßkunst. Sehenswert aber auch der Festsaal. Ihn ziert ein monumentales Deckengemälde des Hofmalers Emanuel Wohl­haupt. Oder der Galeriesaal mit dem goldbronzenen Tafelauf­satz und dem Thronsessel nebst Wappenteppich. Nicht zu ver­gessen die See- und Landschaftsmalereien berühmter Holländer sowie die Werke romantischer Maler. Sie geleiten hinüber in den Südflügel zu den kurfürstlichen Räumen. Dort erkennt man sogleich das Prinzip des kurfürstlichen Familienlebens. Gattin Auguste bewohnte den linken Flügelteil, Kurfürst Wilhelm resi­dierte in der vorderen Hälfte. Die Kurfürstin tröstete sich derweil mit russischem Mobiliar, Kopenhagener Porzellan, dem prachtvollen dänischen Wohnzimmer - und mit ihrem Malleh­rer Friedrich Bury.

Aber auch Wilhelms Refugium weiß durchaus zu gefallen. Sei es der beeindruckende Reihersaal, sein Arbeits-, Schlaf- oder das Audienzzimmer. Allesamt Glanzlichter, denen die folgende Begehung des barocken Nordflügels in nichts nachsteht: Das Päonienzimmer mit chinesischen Seidentapeten, die Ahnen­kammer, das blaue Schlafzimmer mit Kasseler Mobiliar und die Toilettengarnitur der Zarin Katharina II. von Rußland beschlie­ßen eine eindrucksvolle Besichtigungsrunde.

 Immer wieder werden Sonderausstellungen im Schloss veranstaltet, wie etwa im Herbst 2007 die Schau „Die Darmstädter Silberkammer - Werke alter Edelschmiedekunst“.

 

 

 

Öffnungszeiten von April bis Oktober (im Winter geschlos­sen): Dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Führungen alle halbe Stunde. Letzte Führung um 16 Uhr. Eine gesonderte Führung durch die Porzellan- und Antikensammlung erfolgt um 11.30 Uhr und um 15 Uhr.

Eintritt: Erwachsene zahlen vier, Jugendliche drei Mark.

 

Mindestens genauso sehenswert wie das Innere des Schlosses ist der fast einhundert Hektar große Park, der die Anlage umgibt. Kunstvoll arrangierte Baumgruppen, stille Teiche, weite Wiesen und zierliche Pavillons laden nicht nur im Sommer zu einem Spaziergang ein. Ur­sprünglich war der Park von Buseck als typischer Barockpark mit verschiedenen Terrassen und streng symmetrischer Linienführung konzipiert worden. Seine heutige Gestalt erhielt er erst im 19. Jahrhundert von den hessischen Kurfürsten. Kurfürst Wilhelm II. von Hessen- Kassel ließ ihn von dem Kasseler Hofgartendirektor Wilhelm Henze 1825 nach englischem Vorbild zu einem Landschaftsgarten umgestalten. Ein guter Ausgangs- oder auch Endpunkt für einen Streifzug durch die teils wilde, teils gestaltete Natur ist die zum Park hin offene Terrasse des Schlossrestaurants.

 

 

 

Eichenzell-Zillbach:

Rhöner Ofenmuseum, Familie Brähler, Heidkopfweg 4.

Mo, Di, Do, Fr  9-12 und 14-18 Uhr

Mi und Sa 9-12 Uhr.  Eintritt 2,50 €

 

Eichenzell- Rothemann:

Rosenkranztreppe auf den Steinhauck (?). Achtung: Vier  Blitzer an der B 27.

 

 

 

Kalbach

Südlich von Fulda liegt die Großgemeinde mit den Ortsteilen Eichenried, Heubach, Mittelkalbach, Niederkalbach, Oberkalbach, Uttrichshausen und Veitsteinbach.

Der ursprüngliche Name der Kerngemeinde war „Calbaha“, wobei „calb“ Bergabhang und „aha” Wasser oder Bach bedeutet. Schon im 8. Jahrhundert entstanden erste Ansiedlungen an dem Fluss Calbaha; die erste urkundliche Erwähnung findet sich in Verzeichnissen des Klosters Fulda (826). In nachmittelalterlicher Zeit erhielt Johann Werner von Plittersdorf ein Schloss in Niederkalbach, aus dem später das Dorf Niederkalbach entstand. Ausflugsziele: Aussichtspunkte mit Rhön-Rundblick, Taufstein am Sparhof.

 

Gersfeld (500 Meter): Das Städtchen, das sich als Kneippkurort einen Namen gemacht hat, liegt in einem geschützten Talkessel der Fulda. Drei Schlösser stehen hier: zwei aus dem 17. Jahr­hundert, eines von 1740. Das eine hat einen repräsen­tativen Rokokosaal und ein Heimat­museum mit bäuerlichem Gerät, einer Mineralien­sammlung sowie Produkten aus der Fuldaer Porzellan­manufaktur des 18. Jahrhun­derts.

 

Wenn man eine Rund­fahrt um Gersfeld machen will, beginnt man auf dem Marktplatz (Der Weg von Gersfeld bis zur Kaskadenschlucht ist für Fußgänger allerdings ziemlich weit, es empfiehlt sich, mit dem Rad oder Auto zu fahren). Über den Parkplatz an der Wasserkuppenstraße fährt nach links erst in Richtung Wasserkuppe und dann rechts ab nach Mornau (?) und die geteerte Straße immer weiter  bis zu einem Schild „Naturpark Rhön, Kaskadenschlucht“. Dort geht es links ab und es ist noch ein ganzes Stück zu fahren. Rechts zweigt ein Weg zum Roten Moor ab. Es geht aber noch geradeaus und dann rechts noch ein Stück hoch zum Parkplatz. Hier beginnt die Kaskadenschlucht ‑ eines der Na­turdenkmäler des Naturparks Rhön.

Wenn man nur die Schlucht besuchen will, fährt man rückwärts vom Parkplatz geradeaus in den Ort Sandberg. Wenn man wieder nach Gersfeld will, biegt man dort links ab. Wenn man weiter in Richtung Wasserkuppe will, biegt man rechts ab (auch wenn der Weg sich erst noch einmal nach links wendet, ehe man auf die Landstraße kommt).

 

Kaskadenschlucht:

Die von den Hochlagen fließenden Wasser­massen haben sich seit Jahrtausenden ‑ vor allem während der Schneeschmelzen ‑ hier Weg und Bett gesucht. Man begleitet auf einem erst breiten, dann immer schmaler werdenden Weg den plätschern­den Feldbach gegen seine Laufrichtung. Er Weg ist aber bis oben gut zu begehen. Ere führt auf den westlichen Zweig des Rundweges durch das Rote Moor. Nach links geht es zum Aussichtsturm und dann über den Bohlenweg am Rand des Moors entlang zur Schützhütte. Dort rechts zum Parkplatz Schwedenwall. Dort geht man jetzt geradeaus Richtung Gersfeld. Der Weg führt zu dem Wegweiser,

der bei der Herfahrt zum Roten Moor wies. Dort nach rechts zurück zum Parkplatz unterhalb der Kaskadenschlucht,

 

Rotes Moor

Zum Roten Moor kann man mit dem Auto gelangen, wenn man an Gersfeld vorbei Richtung Bischofsheim fährt und dann nach links in Richtung Ehrenberg und Tann abbiegt (aber nicht Hoch­rhönstraße). Man parkt am Parkplatz Moordorf. Dort geht man auf der anderen Seite in   den Wald hinein. Rechts ist hinter einer Böschung ein kleiner See. Links steht ein Gedenkstein an die Notstandsarbeiten 1932-36. An der Schutzhütte biegt man dann rechts ab auf den Moorweg. Der mehr als einen Kilometer lange, mit einem Handlauf versehene Holzbohlenpfad ist auch für gehbehinderte Wanderer und Rollstuhlfahrer geeignet, bei Nässe aber nur mit Gummistiefeln zu begehen.

Der elf Meter hohe neue Holzturm am über einen Kilometer langen Bohlenweg durch das Moor wurde im Jahr 2008 eingeweiht. Vom neuen Turm aus hat man einen guten Blick in das Rote Moor.

In Hessen sind nur noch zwei Hochmoore erhalten: das Große Moor bei Großenmoor im Kreis Hersfeld-Rotenburg und das Rote Moor, es liegt bei Gersfeld in der Rhön. Diese einzigartige Moorlandschaft entstand am Ende der letzten Eiszeit. Seit 1984 steht das Rote Moor unter strengem Naturschutz.

Man wandert durch einen ein­zigartigen Lebensraum für seltene Pflan­zen und Insekten durch Torfstichge­biete und Karparten‑Birken‑Moorwald sowie durch Wiesen mit Trollblumen und Wollgras. Schautafeln am Lehrpfad erläutern die Pflanzen. Der Aussichtsturm am Ende des Weges bietet eine Verschnauf­pause mit sagenhaf­tem Rundblick.  Dann geht es nach links weiter und noch einmal links auf den westlichen Zweig des Rundweges. Dort geht nach rechts der Weg in die Kaskadenschlucht ab, der aber auf der Übersichtskarte nicht angegeben ist. Der Moorrundweg führt zum Parkplatz Schwedenwall. Dort biegt man wieder links ab auf den bekannten Weg zum Parkplatz Moordorf.

Der Rhönklub hat eine spezielle Broschüre erstellt. Informationen:

Hessische Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates Rhön, Groenhoff-Haus-Wasserkuppe

36129 Gersfeld, Telefon: 06654 96120, Fax: 06654 961220

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Internet: www.biosphaerenreservat-rhoen.de

 

Vom Parkplatz Schwedenwall kann man noch weiter wandern auf zwei Vari­anten: Man kannn den steilen direkten Weg über den Himmeldunkberg nehmen. Dieser führt über die 894 Meter hohe Hohe Hölle, ist beschwerlich und führt vorbei an Befestigungsanlagen der Schwe­den aus dem Dreißigjährigen Krieg. Der breite Wanderweg geht über in einen Saum‑ und Grenzpfad mit markanten Steinsetzungen zwischen Hessen und Bayern. Vom Gipfel des Himmeldunkber­ges genießt der Wanderer einen weiten Blick auf die südliche Rhön: Arnsberg, Kreuzberg, Schwarze Berge und Dam­mersfeldrhön.

Man kann aber auch am Fuße des Himmeldunkberges in weitaus weniger ansteigendem Terrain um den Berg her­umgehen. Dabei bietet sich dann auch noch eine Rast in der Würzburger Hütte, einer sektionseigenen Selbstversorger­-Hütte des Bergbundes Würzburg, 835 Me­ter hoch gelegen, an. Sie ist immer an Wo­chenenden geöffnet, seine Brotzeit kann man dort mitbringen, Getränke gibt es zu kaufen.

Hinter der Hohen Hölle treffen sich die beiden Wege wieder (siehe Zeichnung). Der Wanderweg verläuft auch hinter dem Wegweiser weiter geradeaus, abwärts durch Fichtenkulturen. Hinter einer Mulde öffnet sich der Wald und die Markie­rung biegt nach rechts ab. Der geradeaus und steil ansteigende, unmarkierte Weg­führt auf das Plateau des Simmelsberges (848 m), der zu den schönsten Aussichts­bergen der Rhön gehört. Den blauen Dreiecken nach führt der Rückweg an der Frankfurter Hütte (bewir­tet) und am Dammelhof vorbei nach Gers­feld, das in Sichtweite liegt.

Vom Parkplatz Moordorf gibt es nach zwei Routen für eine Fahrradtour: Weg 1 führt nach Osten zum Heidelstein mit dem Fernsehsender. Und weiter zur Rhönclubgedenkstätte. Dort biegt man nach Norden ab bis auf die Straße nach Ritterhof/Weiherhof. Auf dieser Straße fährt man ein Stück entlang und biegt dann links ab in das Naturschutzgebiet Kesselrein. Noch ein Stück weiter ist dann die Ulsterquelle, Von dort geht es nach Norden zur Mordwiese, im Linksbogen um diese herum bis zum Parkplatz an der Landstraße (8,5 Kilometer). Von dort kann man wieder nach Süden fahren zum Parkplatz Moordorf. Man kann aber auch gleich noch die Tour auf dem Weg 3 anschließen (Großer Moorrundweg). Vom Parkplatz an der Landstraße fährt man nach Westen zum Matthesberg, der linksherum umfahren wird. Dann geht es hufeisenförmig nach links ab zur B 284, auf der man ein stück nach Süden fährt, um dann wieder nach links abzubiegen zum Roten Moor (10,5 Kilometer).

 

 

 

Ausflüge:

1. Von Gersfeld fährt man in Richtung Bischofsheim. An der Töpfen-Mühle geht es nach links ab. Über die B 279 kommt man nach Rodenbach und von dort über den Dammelhof, vor­bei am Hochwildschutzpark im Ehrengrund, ebenfalls zum Parkplatz Langen­berg. Im Ehrengrund, einem von Wald umschlossenen Wie­sental südöstlich von Gers­feld, findet man hinter den Kur‑ und Sportanlagen einer 40 Hektar großen Hochwild­-Schutz­park. Hier leben in weitläufigen Gehegen Muff­lons, Steinböcke, Hirsche, Rehe und Wildschweine so­wie ‑ in überschaubaren Kleingattern ‑ Waschbären, Eichhörn­chen und derglei­chen mehr. Der Hochwildschutz‑Park mit Waldtieren der Region ist immer einen Besuch wert. Zeit sollte man schon mitbringen. In den weitläufigen Gehegen dauert es im­mer ein bißchen, bis sich prächtige Zwöl­fender, stolze Gemsböcke oder putzige Frischlinge mit Muttersau zeigen ‑ von eifrigen Waschbären ganz zu schweigen. Lediglich die knopfäugigen Zwergziegen sind immer präsent. Sie betteln das ganze Jahr durch und sind liebgewonnene Attraktion für die Kinder.

2. Um die Große Nalle herum (gelb­weiße Zeichen), größtenteils Wald. Von der Schneidmühle über die Fulda und oben über die Schienen bis zur Ruhe­bank am Waldesrand, dann rechts in den Wald den Zeichen nach (Schafbuche, unter Naturschutz).

3. Über die Marburger Bank nach der Ziegelhütte. Am Bahnhof rechts der Rommerser Straße bis zum Schützen­haus oder der Waldvilla und dann rechts ab auf dem Feldweg bis an den Waldesrand oberhalb der Scheibelbachswiese zur Marburger Bank. Hier schöner Blick auf den Wachtküppel. Dann durch Wald und am Rand desselben 1inks hinüber nach der Ziegelhütte.

4. Nach dem Eierhauck und über den Reeßberg und die Schwedenschanze zurück (gelbe Zeichen): Der Weg führt über Sparbrod, Rengersfeld und Kippelbach, am Fuß des Rommerser Berges und des Reeßberges hin, dann zwischen beiden steil hinauf bis zur bayerischen Grenze, wo man den Eierhauck (910 Meter), eine regelmäßige, kahle Kuppe, vor sich sieht. Aussicht umfassend und hervorragend schön: Nach Westen nahe Dammersfeld, Dalherdaer Kuppe; nach Nordwesten Ebersberg, Nalle; Norden: Wachtküppel, Milseburg Eube, Pferdskopf Wasserkuppe; Nordosten: Hohe Rhön, dahinter Thüringer Wald und Inselsberg; Osten: Osterburg; Südosten: Kreuzberg; Süden: Schwarze Berge; Südwesten: Auersberge.

Vom Gipfel den gleichen Weg zurück bis zur Grenze, diese entlang nach Nordosten, an kleineren Schanzen vorbei, dann 1inks rechtwinklig abbiegend nach dem Gipfel des 861 Meter hohen Reeßberges, mit ähnlicher Aussicht wie vom Eier­hauck. Nach Westen zu liegt tief unten das Dorf Kippel­bach. Man hüte sich, in dieser Richtung zu weit am Abhang hinunterzugehen, weil der Berg hier plötzlich fast senkrecht abstürzt (Warnungstafel).

Vom Gipfel des Reeßberges über den rasigen Rücken genau nach Osten direkt auf die Schwedenschanze zu, die als Stern-Achteck, sich flach über den Rasen erhebend, fort­während sichtbar ist. Es ist dies eine Verschanzung mit Lauf­gräben, die von den Schweden im 30jährigen Krieg angelegt worden sein soll. Hinunter auf die Bischofsheimer Straße und auf dieser nach Gersfeld oder durch den hübschen Wiesen­grund über den Kalbenhof, Töpfenmühle und Sparbrod zurück.

5. Nach dem Himmeldunkberg (889 Meter, blaue Zeichen): Der Weg führt durch den Ehrengrund und weiter über die bayerische Grenze auf die freie Höhe, von der man besonders nach Osten und Südosten einen schönen Blick auf Thüringer Wald, Gleichberge usw. hat. Auf dem Rückweg von der Hohen Hölle, dem Nordgipfel des Himmeldunkberges Aussicht ins Gersfelder Tal und nach dem Vorgebirge. Von der Hohen Hölle auf die alte Bischofsheimer Straße und an Mosbach vorbei nach Gersfeld zurück.

6. Nach dem Wachtküppel und dem Ebersberg und über Altenfeld zurück (gelbe Zeichen). Auf der Fuldaer Straße bis zur Rendelmühle, bei der Ab­zweigung der Poppenhäuser Landstraße rechts steil im Wald hinauf durch den Hof Holenbrunn; hier hat man den Wacht­küppel direkt vor Augen. Der Wachtküppel (706 Meter) ist merkwürdig durch seine geometrisch vollendete Kegelform; er ist durch einen in Windungen herumführenden Pfad zu­gänglich gemacht und bietet von der Spitze eine überraschend umfassende Aussicht auf fast alle bedeutenden Rhönberge. Auf dem Bodenhof die Frauenbildungsstätte Schwarzerden.

7. Über die Ziegelhütte durch den Rommerser Grund nach Hettenhausen: Von der Ziegelhütte den gelben Zeichen nach hinunter in den Rommerser Grund und durch Wiesen, die von schönen Wäldern umsäumt sind, an verschiedenen Höfen vorbei bis zum Gasthaus in Gichenbach, dann zwischen Lahnwald und Horstberg nach Hettenhausen, von da mit der Bahn nach Gersfeld.

8. Nach der Wasserkuppe und über die Fuldaquelle zu­rück: Von der Straße nach Schachen zweigt oberhalb Gersfeld ein Feldweg rechts ab, der über den Dreierhof und den Mittelhof hinauf zur Eube (814 Meter) führt; schöner Blick auf Gersfeld und seine Berge. Die Eube stellt hier als Fortsetzung der im Norden auftauchenden Wasserkuppe eine weite Rasenfläche dar, während sie nach Westen hin. wo sie sich schroff in die Tiefe senkt, bewaldet ist. Etwas 1inks von der Wasserkuppe, weiter vorn, fällt das scharf geschnittene Profil des jäh abstürzenden Pferds­kopfes (872 Meter) auf, dessen Rücken mit dem der Eube ein sehr reizvolles Tal, das Goldloch, umschließt. Vom Berggasthof auf der Wasserkuppe durch das Flieger­lager den blauen Zeichen nach bis zur Fuldaquelle und von da am Waldrand oberhalb Obernhausen steil hinunter über Basaltblöcke bis zur Fahrstraße im Fuldagrund nach Gersfeld.

9. Über die Wasserkuppe nach der Milseburg: Nach der Wasserkuppe, von hier über Abtsroda und das Grabenhöfchen bis zur Milseburg. Rückweg zunächst bis zum Grabenhöfchen. Dann ein Stück auf dem Pfad nach Abtsroda und zwischen Heidigskuppe und Weiherkuppe auf gelb bezeichnetem Weg hinab nach Dorf Sieblos (585 .Von hier führt ein Pfad am Fuß des Was­ser­kupppengebirges durch die Gehöfte Heckenhöfchen, Kohlstöcke, Schwarzerden (hier wur­de die gleichnamige Frauenbildungsstätte gegründet), Güntersberg und Sommersberg, schließ­lich am Hünkelhäuptchen vorbei nach Schachen und Gersfeld.

10. Zur Ruine Ebersberg: An der Straße vom Bahnhof Schmalnau nach dem Ort links ab und steil in die Höhe über die Höfe Mittbach und Haukeller und den Weiher Oberrod. Die Ruine Ebersberg (699 Meter) besteht aus einer gut erhaltenen Mauer mit zwei Türmen, deren östlicher be­stiegen werden kann. Die Aussicht ist besonders nach Nordosten, Osten und Südosten auf das Rhöngebirge sehr schön. Die Burg war vom 12. Jahrhundert an der Sitz eines tapfereren Rittergeschlechtes, der Herren von Ebersberg, denen sie von Fulda zu Lehen gegeben war. Indessen lebten die Ritter mit den Äbten von Fulda in ständiger Fehde, bis die Burg gegen 1300 zerstört wurde. Zu Anfang des 14. Jahrhunderts wurde sie wieder aufgebaut, 1465 zum zweiten Male zerstört.       

Von der Rui­ne der Ebersburg kann man unterhalb des Hochplateaus der Wasserkup­pe bis fast zur Fuldaquelle vordringen. Der langen Abfahrt parallel zur jungen Fulda folgt als land­schaftlicher Höhepunkt: die Kaskaden­schlucht. Der Aufstieg lohnt auf alle Fälle. Denn oben erwartet uns das Rote Moor. Wieder hinaus ins Grüne, und zwar ins Gichenbachtal. Das „Tal der Liebe“ (so heißt es bei den Einheimischen) beglückt uns vor allem mit einem satten Aufstieg bis nach Dalherda.

11, Zur Hohen Geis: Von Hettenhausen (rot bezeichnet) oder be­quemer Fußweg, von Altenfeld (schwarz‑weiß bezeichneter) steiler Fußweg durch schönen Wald. Die Hohe Geis ist ein früheres Jäger­haus, von dem aus man einen hübschen Blick auf den Ebersberg im Norden und das Dammersfeld im Süden hat. Rechts türmt sich die Große Nalle empor, links erhebt sich der Bodenhofküppel, dann öffnet sich das Tal wieder, und man sieht inmitten eines Kranzes herrlicher Berge das freund­liche Gersfeld liegen.

 

 

 

 

Poppenhausen: Der 550 Meter hoch gelegene Marktflecken im tief ein­geschnittenen Tal der Lütter hat Bierbrauereien und Fisch­züchterei, Luft‑ und Schwimmbad. Die schöne und günstige Lage macht den Ort geeignet als Sommerfrische und Stand­quartier für Ausflüge und Wanderungen.

 

 

 

 

 

1. Von Poppenhausen nach dem Giebelrain führt westlich die Straße über Leimbachmühle, hier rechts ab zum Kalchofen und Giebelrain. Ein anderer Weg führt über Heiligenkopf, Grashof, das Bildsteiner Küppelchen (580 m, mit herrlicher Aussicht), Heimenhof und Hof Hausfürst. Der Giebelrain (518 Meter), ein wenig bewaldeter Berg, verdankt den Ruhm, den er genießt, seiner außerordentlich günstigen Lage. Die Aus­sieht umfaßt Stellberg, Milseburg, Maulkuppe, Weiherberg, Wasserkuppe, Pferdskopf, Eube, Wachtküppel, die Wald­gebirgige Rhön vom Himmeldunkberg bis zum Dammersfeld, davor Große Nalle und Ebersberg.

 

 

2. Wasserkuppe  über Abtsroda oder bis Tränkhof und von dort den Heuweg zur Wasserkuppe, oder von der Tränkhofer Höhe rechts über Farn­linden, Heckenhöfchen, Pferdskopf.

 

 

3. Nach dem Heidelstein, dem Steinernen Haus und Bischofs­heim: Bis zum Roten Moor und von da bis zum Steinernen Haus. Vom Steinernen Haus in westlicher Richtung durch den Wald und auf der Hut weiter auf blau bezeichnetem Pfad südlich unter dem Schwabenhimmel vorüber, durch einen flachen, feuchten Grund nach einem durch ein hohes Kreuz auffallen­den Hügel, der Leimertshecke, von dem aus der aus dem Brendtal aufsteigende wuchtige Kreuzberg einen imposanten Anblick darbietet. Rechts in einer Schlucht die Gebäude des Holzbergerhofs. Nun geht der Weg links am Waldrand hinab bis zum Braunkohlenbergwerk am Bauersberg (668 Meter) und

 

 

nach Bischofskeim.

 

 

4. Nach dem Kreuzberg: Durch den Sparbroder Grund über Sparbrod, Töpfen­mühle und den Kalbenhof auf die Bischofsheimer Chaussee und auf dieser über die bayerische Grenze nach Oberweißen­brunn. Unterhalb der Kirche zweigt der rot bezeichnete Pfad rechts ab, führt an einer Mühle vorbei in hübschem Wiesen­grund empor zwischen Osterburg und Armberg bis zur Weg­scheide oberhalb der Kniebreche, und auf dem beschriebenen Weg nach dem Kreuzberg.

 

 

5. Nach dem Dammersfeld (gelbes Zeichen auf weißem Grund): Über die Ziegelhütte nach Rommers; von hier folgt man den Zeichen über den Bach und im Wald aufwärts, dann rechts einen steilen Fußpfad empor am Bremerkopf vorbei zu den Otter­steinen, drei ansehnlichen Basaltfelsen mit schönem Blick nach der Fuldaer und Gersfelder Gegend. Die farbige Be­zeichnung führt um das Dammersfeld herum zum Wiesen­haus; empfehlenswerter: den steilen Hang in die Höhe und über den Kamm des Berges hinab zum Wiesenhaus oder in südöstlicher Richtung zum Haus Franken (834 Meter). Rückweg über den Eierhauck, immer auf der Höhe wandernd, den rot‑weißen keilförmigen Zeichen nach, oder auf dem hübschen Verbindungsweg zwischen Gersfeld und Reußen­dorf, der am Ostfuß des Dammersfelds den Gebirgskamm überschreitet, über das Forsthaus am Rommerser Berg und über Rengersfeld und Sparbrod nach Gersfeld führt.

 

 

 

 

 

Rund um Poppenhausen gibt es rund 50 Bildstöcke. Der älteste ist von 1623 und steht bei Sieblos. Einer steht an der Wallfahrtskapelle und einer an der Mariengrotte.

 

 

 

 

 

Südlich von Poppenhausen liegt die Ebersburg, die größte und besterhaltene Burg in der Rhön. Zunächst fährt man durch die Georgstraße (nicht Richtung Gersfeld) in Richtung Gackenhof und Güntersberg. Rechts der Straße ist der Wachtküppel, ein Basaltschlot aus der Entstehungszeit der Rhön. Einen Zugang gibt es auch über Dörstehof, von wo aus man nach Norden in Richtung Maiers geht. Dann geht es wieder zurück nach Gackenhof und westlich um Neuwart herum. Der Aufstieg beginnt oberhalb des Wirtshauses. Diesen Weg kann man auch mit den Lamas aus Popenhausen machen. Die Weiterfahrt geht dann über Oberlütter und Weyhers und von dort nach Süden nach Ebersburg und Thalau.

 

 

 

 

 

 

 

 






 


 

 

Wanderung über die Hohe Rhön.

Die Hohe oder Lange Rhön, die den Grundstock des ganzen Rhöngebirges bildet, ist eine plateauartige Erhebung von durchschnittlich 800 Meter Höhe, ungefähr 25 Kilometer Länge und 6‑8 Kilometer Breite, die weder durch tief eingeschnittene Täler unterbrochen, noch stark senkrecht gegliedert er­scheint. Die Hohe Rhön stellt eine mächtige Basaltdecke dar, die der Zernagung durch Wasserläufe bedeutenden Widerstand entgegensetzt. Erst am Abhang des Plateaus beginnt die Gliederung, bedingt durch die größere oder geringere Weichheit der zu Tage tretenden Schichten des Muschelkalkes und des Buntsandsteins. Die sanften Wellen der Hochfläche, am Abhang bewaldet, sind auf der Höhe mit Rasen bedeckt (teilweise subalpine Flora). Sie hat einen besonderen und eigenartigen Reiz, der noch durch merkwürdig geformte Phonolit‑ und Basaltfelsbildungen erhöht wird, zu dem auch die weiten seltsam getönten Flächen des Schwarzen und Roten Moores beitragen. Nicht selten herrscht dichter Nebel, besonders im Herbst und Winter.

Die Hohe Rhön beginnt im Norden mit dem 814 Meter hohen Ellenbogen, zieht sich südlich bis zum Schwaben­himmel (913 Meter) und Heidelstein (930 Meter), biegt hier in spitzem Winkel nach Nordwesten um und endet in der höchsten Erhebung des ganzen Gebirges, der 950 Meter hohen Wasserkuppe. Nirgends senkt sich die

Hochfläche unter 700 Meter herab, die schmalste Stelle ist bei Frankenheim und Birx, wo sich die Höhenlinien von 700 Meter auf vier Kilometer nähern, während ihre Entfernung an der breitesten Stelle zwischen dem Steinkopf bei Wüstensachsen und dem Gangolfsberg bei Oberelsbach zwölf Kilometer beträgt. Im nördlichen Teil, hart am Rande der Hochfläche, die einzigen größeren Ansiedlungen in dieser Gegend, die thüringische~ Dörfer Birx und Frankenheim, in etwa 750 Meter Höhe.

 

 

 

Wasserkuppe

Die Wasserkuppe im weiteren Sinn ist ein mächtiger Gebirgsstock mit mehreren Kup­pen zwischen dem durch die Straße von Poppenhausen über Abtsrod nach Hilders gekennzeichneten Paß und dem Einschnitt am Fuchsstein oberhalb Obernhausen, ebenfalls am besten gekennzeichnet durch die Straße Gers­feld‑Wüstensachsen. Über allen ragt die Gro­ße Wasserkuppe mit 950 Me­ter auf, dann folgt die Abts­roder Kuppe (906 in), die Kleine Wasserkuppe (9ß00 m), der Pferdskopf (876 m) und die Eube (814 m). Weite Wie­senflächen bedecken die ab­geflachten Kuppen. Hier und dort sieht man ein Wald­stück ‑ und von irgendwo­her bläst immer der Wind. Die Wasserkuppe ist mit 950 Metern der höchste Berg der Rhön und Hessens.

Die einzelnen Glieder dieses Massivs sind außer der Großen Wasserkuppe selbst die Eube (814 Meter), der Pferdskopf (872 Meter), das Abtsröder Gebirge mit der Abts­röder Kuppe (905 Meter) und die Kleine Wasserkuppe oberhalb der Fuldaquelle.

Die Eube ist ein sich west‑östlich erstreckender, im Westen und Osten spärlich bewaldeter, in der Mitte kahler basaltischer Rücken, der besonders nach Westen und Nor­den hin steil abfällt und reich an interessanten Felspartien ist. Den sanft geneigten südlichen Abhang nach Gersfeld zu bedeckt eine große Zahl von Einzelhöfen, die der Landschaft ein eigenartiges Gepräge geben. Auf dieser Seite ist der Eube ein kleiner kahler Hügel, das Hünkelshäuptchen, vorgelagert.

Der Pferdskopf (mit Wald‑Familienbad), 20 Minuten von der Wasserkuppe, ist ein Bergrücken mit scharfem Grat, dessen Profil wunderlich geschnitten erscheint. Nach Süden, Westen und Norden senkt er sich schroff in die Tiefe, nach Nordost hängt er mit der Großen Wasserkuppe durch eine leichte Einsenkung zusammen, aus der Stein‑ und Lerchen­küppel, zwei niedrige Basaltpyramiden, aufsteigen. Mit der Eube ist er im Osten durch einen Sattel verbunden, so daß ein nach Westen offener kraterartiger Kessel, das Goldloch, entsteht. Hier bildet die in diesem Kessel entspringende Lütter einen kleinen Teich beim Hof Guckai. Ringsum im Grunde sieht man Matten mit weidendem Vieh, einzelne Baumgruppen, Basaltblöcke; amphitheatralisch steigen im Norden, Osten und Süden Berge und Felsen empor; nach Westen erblickt man sanft geschwungene Formen, aus denen die steile Ebersburg emporragt.

Das Abtsröder Gebirge am Nordhang des Wasserkuppenmassivs bietet schöne Aussicht nach der Milseburg, der Kuppenreichen und der Hohen Rhön, sonst ist es ohne Reiz. Etwas abgesondert, aber nicht ohne Zusammenhang mit der Wasserkuppe, erhebt sich oberhalb Wüsten­sachsen der Schafstein (830 Meter), eine mit schönem Laubwald bewachsene, von mächtigen Basaltblöcken überschüttete Kuppe, deren Besteigung große Vorsicht erfordert (unter Naturschutz gestellt).

 

Rundsicht von der Wasserkuppe: Im Norden sieht man die Berge der Vorderrhön: Soisberg Rockenstuhl, Oechsen und Dietrichsberg bei Vacha, in der Nähe Roßbergsebene mit dem Theobaldshof, Auersberg bei Tann, entfernter Baier bei Dermbach, dann folgt fern der Thüringer Wald bei Eisenach (Wartburg an klaren Tagen), Pleß, Inselsberg; im Nordosten: Ellenbogen, Billstein, die Spitze des Frankenheimer Kirchturms, Disburg, Geba, Dolmar, davor ganz in der Nähe das hochgelegene Dorf Birx; im Osten: der Stürnberg, der die Ferne verdeckt, der Große Gleichberg, der Steinkopf, sodann im Südosten Schwabenhimmel und Heidelstein, davor das Rote Moor der Kreuzberg bei Bischofsheim; im Süden die herrliche Kette der Gersfelder Berge: Himmeldunkberg, dahinter der Kreuzberg mit Kreuz und Kloster, der Simmelsberg und der Reeßberg mit den Schwarzen Bergen im Hintergrund, der Eierhauck mit den hochgelegenen Dörfern Kippelbach und Rengersfeld, der Beilstein und das eindrucksvolle Dammersfeld. Dieser ganze Gebirgszug wird nach vorn durch die gewaltige Eube abgeschlossen, die die Fortsetzung der Wasserkuppe nach Süden bildet. Im Südwesten die Große Nalle bei Gersfeld, die Dalherdaer Kuppe mit dem gleichnamigen Dorf, tiefer und näher der Wachtküppel, in der Ferne der Taunus und im Vordergrund der ebenfalls mit der Wasserkuppe zusammenhän­gende Pferdskopf. Im Westen: Ebersburg, im Tal Poppenhausen, Giebelrain, dann die Stadt Fulda mit ihren zahlreichen Kirchen, weit in der Ferne der Vogelsberg. Im Nordwesten endlich die Gruppe von Er­hebungen, die die Kuppenreiche Rhön bilden: Steinwand, Teufelstein, Stellberg, Weiherberg und zuletzt die Perle der Rhön, die stattliche Milseburg.

 

Am Westrand der Wasserkuppe nahe dem Berggasthof wurde 1923 vom Ring Deutscher Flieger das Fliegerehrenmal für die im Weltkrieg gefallenen deutschen Flieger errichtet, gekrönt von einem Adler. Das Denkmal trägt die Inschrift: „Wir toten Flieger blieben Sieger durch uns allein. Volk, flieg Du wieder, und Du wirst Sieger durch Dich allein.“

Am Zaun des Sperrgebietes entlang gelangt man zur Hochburg der Segelfliegerei. Im Segelflugmuseum, ist die Entwicklungsgeschichte dieses Sportes belegt. Vor dem Ersten Weltkrieg machten kühne Flugpioniere an diesen baumlosen Hängen mit der günstigen Thermik die ersten Gleitflugversuche. Nach dem Ersten Weltkrieg war das Motorfliegen verboten. Deshalb erprobte die begeisterte Jugend unter Führung der Flugpioniers Oskar Ursinus an 1919 das Gleit- und Segelfliegen. Der „Rhönvater“ rief 1920 zum Flugwettbewerb auf. Es kamen 25 Flieger. Der Flugrekord betrug zwei Minuten und 22 Sekunden. Im Jahre 1922 waren es schon drei Stunden. Das Ausnutzen der Warmluft­ströme, deren Ende jeweils ein Kumuluswölkchen anzeigt, erbrachte die ersten großen Leistungen des Thermikfluges. 1923 betrug die Fluglänge zwanzig Kilometer. Im Jahre 1970 an der festlichen fünfzigsten Wiederkehr des ersten Segelflugwettbewerbs waren es 643 Kilometer. Im Jahre 1924 wurde die erste Segelfliegerschule der Welt auf der Wasserkuppe eingeweiht. Heute führt die Fritz‑Stamer­-Schule die Tradition fort. Im Jahre 1938 war das Segelfliegen bereits so perfektioniert, daß man von der Wasserkuppe bei guten Aufwinden Höhen bis zu 9.000Meter erreichte. Alljährlich gibt es hier ein internationales Segelfliegertreffen. Die Segelfliegerschule am Gipfel hat noch heute den besten Ruf. Nebenan steht ein interessantes Museum, in dem Sie von April bis Oktober alles über die frühe Zeit der Segelfliegerei erfahren und über die Helden dieser ersten Tage: Hanna Reitsch, Heini Dittmar, Wolf Hirth und viele andere.

 

In den letzten Jahren hat sich die Wasserkuppe zum ersten Segelflugsportplatz der Welt so­wie zum höchstgelegenen klimatischen Luftkurort und idealsten Wintersportplatz des Rhöngebirges ent­wickelt. Seit 1920 finden hier alljährlich im Juli oder August die Rhönsegelflugwettbewerbe statt, an denen die besten deutschen und aus­ländischen Segelflieger teilnehmen und die zu den be­deutendsten luftsportlichen Veranstaltungen überhaupt zäh­len. Die Wettbewerbe werden von der Rhön-Rositten-Gesellschaft veranstaltet, der auch die Fliegerschule und das Fliegerlager auf der Wasserkuppe gehören. Die 1924 von dem Rekordsegelflieger Martens gegründete Schule wurde 1925 von der Rhön‑ Rossitten‑Gesellschaft übernommen.

Alljährlich im Sommer ist die Wasserkuppe auch der Schauplatz des großen Rhönturnfestes, an dem etwa 1000 erwachsene und jugendliche Turner, hauptsächlich aus den Kreisen Fulda und Gersfeld, teilnehmen. Im Winter bietet die Wasserkuppe das idealste Ge­lände für den Skilauf in allen Schwierigkeitsgraden, auch für Langlauf und als Stütz­punkt für Skihöhenwanderungen.

 

Gelände und die militärischen Aufgaben. In den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts standen vier Kuppeln auf dem Berg - die Wasserkuppe war Stützpunkt zur Luftraumüber­wachung der früheren Ostblockstaaten. Erst nach dem Mauerfall wurde die Radarkuppel gebaut, die noch heute auf dem Berg steht und künftig touristisch genutzt werden soll. Die anderen Radome wurden abgerissen. „Die weithin sichtbare Kuppel ist fester Be­standteil des Bildes der Wasserkuppe und als Landmarke des höchsten Punktes in Hessen nicht mehr wegzudenken”, meint Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel zu dem Bauwerk. Grundsätzlich sei sein Ministerium bereit. die notwendi­gen Umbaukosten des Radoms zu fördern.

 

 

 

Auf dem Rückweg geht man so lange mit dem roten Pfeil, bis man an der Waldecke vorbei in einer Mulde angekommen ist. Hier biegt an dem Fahrverbotsschild nach rechts ein befestigter Weg ab, der als Abschnitt eines geologischen  Wanderpfades keine Markierung außer hin und wieder einer erklärenden Tafel zur Geologie dieses Gebietes  aufweist. Es ist das Goldloch, durch das sich der Weg windet, ein kraterartiger Kessel zwischen dem bizarr geformten, scharfgratigen Pferdskopf  (875 m) und der Eube (814m), wo die hier entspringende Lütter ihren Weg durch den Guckaisee nimmt, ein neu angelegtes Erholungsgebiet zum Schwimmen und Rudern.

 

Wanderung von der Milseburg über die Wasserkuppe nach dem Kreuzberg:

Diese Wanderung ist besonders denen zu empfehlen, die in 1‑2 Tagen die wichtigsten und schönsten Punkte der Rhön kennen lernen wollen; sie ist außerordentlich genußreich, besonders an klaren Herbsttagen mit guter Fernsicht, da nur selten die Aussicht durch Wald verdeckt wird. Der ganze Weg beansprucht etwa sieben Stunden, man richtet die Wanderung aber am besten so ein, daß man am ersten Tag bis zur Wasserkuppe geht (3 Stunden), hier übernachtet und am zweiten Tag nach dem Kreuzberg (4 Stunden) wandert.

Vom Bahnhof Milseburg steigt man nach dem Gipfel auf. Beim Abstieg wendet man sich rechts zwischen den Fichten, den roten Zeichen folgend. Links im 'Vorder­grund sieht man den schroff abstürzenden Bubenbader Stein, geradeaus (im Hintergrund) die Wasserkuppe mit dem Berg­gasthof und dem Hotel, halb verdeckt durch den Weiher­berg. Am Bubenbader Stein rechts vorbei, durch Wald über einen flachen Sattel, die sogenannte Sandplatte, in die Höhe, bis man, ins Freie tretend, mehrere zerstreute Höfe vor sich sieht, die sich an Felskuppen anlehnen. Am Kreuzungs­punkt des Weges mit der Landstraße, die aus der Fuldaer Gegend hinüber ins Ulstertal führt, liegt das Grabenhöfchen

Vom Grabenhöfchen Fußpfad über den Rasen des Weiherberges; abwechslungsreiche Landschaftsbilder; bei einer Biegung des Weges überrascht das plötzliche Auf­tauchen der wuchtigen Wasserkuppe, die hier aus der Ein­senkung des Abtsrodaer Passes außerordentlich steil 300 Meter hoch emporsteigt. Steiler Pfad links vom Weg durch Wiesen und Gehölz hinab nach Abtsroda ( 660 Meter), einem preußischen Dorf. Von hier führt der Weg größten­teils durch Wald in einer knappen Stunde steil empor zur Wasserkuppe.

Von der Wasserkuppe aus ist der Weg bis zum Kreuzberg blau bezeichnet; bis zum Roten Moor. Dann Landstraße Bischofsheim-­Wüstensachsen, über die bayerische Grenze (in deren Nähe rechts das Rhönhäuschen)und den Zeichen nach, die rechts von der Straße ab über steinigen Rasen nach dem bayeri­sehen Dorf Frankenkeim vor der Rhön führen. Jenseits desselben steigt der Weg wieder ziemlich steil an, führt westlich unter der Ruine Osterburg, östlich unter dem Arnsberg (843 Meter) vorbei und mündet bei einem Bildstock auf der Wasserscheide zwischen Sinn und Brend in den Fahrweg von Bischofsheim nach dem Kreuzberg ein, der schon einige Zeit vorher sichtbar geworden ist. In einer halben Stunde kommt man zum Kloster.

 

Wasserkuppe                                                                                                       27.06.09

Hessens höchster Aussichtspunkt ist am 26. Juni 2009 auf der Wasserkuppe in der Rhön eröffnet worden. Er besteht aus einer Panorama-Plattform, die sich auf Hessens höchstem Berg in 960 Metern Höhe um das Radom zieht. Die weithin sichtbare Landmarke ist eine stillgelegte Radarkuppel aus Zeiten des Kalten Kriegs. Gegen eine Gebühr von zwei Euro pro Person können Besucher auf einem 60 Meter langen und drei Meter breiten Rundlauf an der Außenwand des 24 Meter hohen Radoms entlang spazieren. Die Radom-Fluggesellschaft rechnet als Betreiber mit 50.000 Schaulustigen jährlich. Der Bau der Aussichtsplattform kostete 215.000 Euro.

„Das ist ein neues Highlight auf der Wasserkuppe“, sagte der Geschäftsführer der Radom Flug GmbH, Hans-Ulrich Enders. Die Stadt Gersfeld übergab das Gebäude und schloss mit der Gesellschaft einen Nutzungsvertrag ab. An den Kosten für den Bau der Besucherplattform beteiligt sich das Land Hessen mit mehr als 100.000 Euro. Zu den weiteren Geldgebern gehören der Landkreis Fulda und die Radom-Fluggesellschaft (je 40.000 Euro) sowie die Anliegerkommunen Gersfeld und Poppenhausen.

Die Bürgermeisterin der Stadt Gersfeld, Margit Trittin (SPD), sagte: „Das Radom ist zum Wahrzeichen der Wasserkuppe und des Landes Hessen geworden. Es ist auch ein Symbol für die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland.“ Im unteren Bereich des Radoms soll künftig eine Ausstellung zu sehen sein, die die Geschichte der Wasserkuppe widerspiegelt. Im oberen, 150 Quadratmeter großen Kuppelraum sollen auch Konzerte und andere Veranstaltungen gegeben werden. Der Flachbau, der an das Radom angrenzt, wird von Gleitschirm- und Drachenfliegern als Vereinsraum genutzt. Der Zaun um das Radom soll noch in diesem Jahr abgerissen werden. Auf die Plattform gelangen die Besucher durch einen Aufgang im Inneren des Kuppelbaus. Das Radom diente früher den

Amerikanern als Horchposten gen Osten. Viele Jahre war ungewiss, ob das Radom als Landmarke in der Rhön erhalten bleibt. Bis zu 800.000 Besucher strömen pro Jahr auf die Wasserkuppe.

Am gleichen Tag wurde auf der Wasserkuppe auch eine Basaltsäule enthüllt. Sie soll den höchsten Punkt des Landkreises markieren. „Das ist alles ausbaufähig, viel Potenzial ist ungenutzt“, sagte der Fuldaer Landrat Bernd Woide (CDU). Es gehe aber noch nicht um einen konkreten Bauleit- oder Flächennutzungsplan. Vielmehr sollen mit Tourismus-Experten und Landschaftsplanern zunächst Zukunftsszenarien entwickelt werden, wie die Wasserkuppe in einigen Jahren aussehen soll.

Aussichtspunkt war einst Radarstation

Wo heute Spaziergänger flanieren, waren zu Zeiten des Kalten Krieges bis zu 200 Soldaten stationiert. Auf Hessens höchstem Berg nahe der Grenze zu Thüringen hatten die Amerikaner früher Radarstationen installiert, um in Richtung Osten hinter dem Eisernen Vorhang zu spionieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg hielten zunächst die Engländer das Gebiet auf dar rund 950 Meter hohen Wasserkuppe. Von 1947 an übernahmen die Amerikaner das Gelände und errichten Radarstationen mit zeitweise bis zu fünf Kuppeln, um die Luftüberwachung zu gewährleisten. Im Jahre 1979 ging der Standort an die Bundeswehr über. Die Soldaten betrieben die Station bis 2003. In dieser Zeit wurden fast alle Kuppeln abgerissen. Im Zuge der Entspannungspolitik wurde die Luftüberwachung nicht mehr für nötig befunden. Vor zwei Jahren fiel die Entscheidung, die einzig verbliebene Kuppel stehen zu lassen.

 

Oberbach zum Würzburger Haus:

Ausgangspunkt für unseren Wander­vorschlag ist das „Haus der Schwar­zen Berge“ in Oberbach, ein Informa­tionszentrum des Biosphärenreservats Rhön (sehenswert). Wir folgen der Beschilderung Rosengarten ‑ Gestüt Berghof Islandpferde ‑ und dem Hin­weis Wanderwege des Rhönklubs. Die wichtigste Orientierungshilfe ist von nun an der gelbe Tropfen, der uns bis zum Würzburger Haus begleitet. Nach etwa zehn Gehminuten auf einem geteerten „Sträßchen“ biegen wir rechts ab. Bald wird der Blick frei zum Kleinen und Großen Auersberg und zum Lösershag. Der wild‑roman­tische Wanderweg führt uns weiter oberhalb des Weilers an der Ziegel­hütte und am „Rosengarten“ mit seinen Wacholderbüschen vorbei. Bald erreichen wir ein geteertes „Sträßchen“, das in Richtung Würz­burger Haus mäßig ansteigt. Wir fol­gen dem Hinweisschild ‑ Würzburger Haus 200 Meter ‑. Im Vereinshaus stärken wir uns für den Rückweg, mittwochs ist Ruhetag (etwa 5 Kilometer, Wanderzeit etwa zwei Stunden).

 

Würzburger zur Kissinger Hütte:

Als Markierungszeichen dient hier das rote Dreieck. Die Wegstrecke vom Würzburger Haus zur Kissinger Hütte, ist fast eben und führt großteils durch den Wald. Beim Basaltwerk überqueren wir die Straße Oberbach‑Gefäll, vorbei am Eisernen Kreuz. Nach dem Basaltwerk setzt sich der Waldweg, nun mäßig ansteigend, fort bis schließlich die Kissinger Hütte über eine Wiese schnell erreicht ist. Die Kissinger Hütte (Montag Ruhe­tag) steht auf dem Feuerberg (830 Meter). Der Name mag ein Hinweis auf die Rhön als Vulkangebirge sein. Der Kreuzberg (928 Meter hoch) scheint nun ganz nahe zu sein, ebenso die Wasser­kuppe (950 Meter hoch) (etwa 6 Kilometer, Wanderzeit etwa 1 ½ Stunden).

 

Kissinger Hütte noch Ober­bach:

Der gelbe Keil dient uns als Markierung. Durch den Wald geht es nun bergab. Auf der Waldstraße biegen wir an der Waldhütte links ab. Dem gelben Keil folgend erreichen wir schnell das kleine Tal des Zünters­baches am Fuße des Lösershag. Links unterhalb blicken wir in ein kleines Seitental des Sinngrundes ‑ das Ober­bach‑Tal. Vorbei an der Sparkasse erreichen wir die Ortsmitte (Bushaltestelle) (etwa 6 Kilometer, Wanderzeit etwa eine Stunde).

 

 

 

 

 

Hofbieber

* Malerdorf Kleinsassen: Kunstdorf in der Rhön mit der Kunststation Kleinsassen in der alten Dorfschule, Pfunds-Museum mit alten Maßen und Waagen und Traumtheater Kleinsassen, dem bezaubernden Marionettenspiel

* Bauerndorf Allmus: Landwirtschaftlich ausgerichtetes Dorf mit gut erhaltenen alten Höfen, Dorfgemeinschaftshaus mit Spielplatz und Bauernhof-Cafe.  Kirche „St. Johannes der Täufer“  im Jahr 2000 aufwendig restaurierte Kirche im Ortsteil Allmus, erbaut um 1500, Glocke aus dem Jahr 1619

* Golfplatz Hofbieber: 420 Meter hoch gelegener 18-Loch-Panorama-Golfplatz zwischen Kuppenrhön und Rhönvorland

* Spielscheune Langenbieber: 2003 umgebaute Halle mit unzähligen Spielmöglichkeiten für Kinder

* Freibad Bieberstein: Freibad mit familiärer Atmosphäre unterhalb des Schlosses Bieberstein, Badewassertemperatur: 24 °C

* Schloss Bieberstein Im Jahr 1713 auf einer alten Burganlage erbautes Schloss mit 57 Meter tiefen Ziehbrunnen, seit 1904 im Besitz der Dr.-Hermann-Lietz-Stiftung, heutige Nutzung als Internat

* Naturlehrgarten Fohlenweide: verschiedene Landschaftsformen, wie Rhöner Gesteins- und Feuchtbiotope in einer alten Schlossgartenanlage

* 1. Rhöner Barfuß-Erlebnispfad: Auf über 18 verschiedenen natürlichen Untergrundmaterialien die natürlichste Fußreflexzonenmassage der Welt erleben!

* Freizeitspiele Dame, Mühle, Schach: an der Kirche in Hofbieber und an der alten Schule in Elters

* Wassertretbecken in Hofbieber am Barfuß-Erlebnispfad

 

 

 

Rundfahrt zur Milseburg                                                                        Führungsblatt 50

Von Fulda aus führt man über Dipperz bis zur Kreuzung mit der Straße von Poppenhausen nach Kleinsassen. Man biegt links ab und kommt in den Ort Steinwand. Auf der Höhe geht es links (noch vor der Gaststätte) zur Steinwand (645 Meter), ein Felsgebilde, das in hohen Phonolithsäulen steil aus der Hochfläche emporsteigt. Die Steinwand ist durch eine vom Rhönklub hergestellte Naturtreppe zugänglich gemacht und gewährt eine hervorragend schöne Aussicht (diese „Naturtreppe“ ist heute nicht mehr zu erkennen). Man kann um die ganze Steinwand herumgehen. Dazu geht man vom Parkplatz erst den breiten Weg direkt hoch und dann nach links. Von hinten sehen die Felsen allerdings nicht sehr imposant aus. Der Weg zieht sich auch weit ins Tal hinunter. Man kann über die Felsen oder später durch den Wald etwas abkürzen. Die spektakulärste Ansicht hat

Man aber erst am Ende des Rundwegs, wenn man kurz vor dem Parkplatz zu den höchsten Felsen kommt, wo auch Kletterer ihre Kunst üben (man kann natürlich vom Parkplatz auch gleich an diese Stelle gehen, indem man auf den schmalen Weg nach links einbiegt).

 

Wieder zurück auf der Höhe kann man nach der anderen Seite fahren zur Maulkuppe. Nach zwei Kilometern geht es halbrechts ab auf einem asphaltierten Weg zum Fuldaer Haus. Dieser auffällige Rundbau aus Natursteinen hat schon vielen harten Rhöner Wintern getrotzt und ist Generationen von Wanderern und Kurzurlaubern in nachhaltiger Erinnerung geblieben (Montags hat das Fuldaer Haus geschlossen). Von hier oben hat man eine hervorragende Aussicht. Man muß aber wieder zurück nach Steinwand und fährt dann weiter nach Norden.

Vor sich hat man dabei immer Schloß Bieberstein, der „Wartburg“ der westlichen Rhön. Lange Zeit im Besitz des Fuldaer Bistums, wurde das Schloß in hessischen Zeiten Gerichtssitz, ging dann in Privathände über und gehört seit 1904 zur Stiftung „Deutsche Landerziehungsheime, Hermann-Lietz-Schule“. Es enthält die Klassen der Oberstufe einer Oberrealschule und die Verwaltung dieser großen Schulorganisation, die noch sechs andere Heime umfaßt. Die Aussicht vom Garten aus ist entzückend, besonders nach der nahen Milseburg hinüber.

 

Man kommt nach Kleinsassen, dem Malerdorf mit verschiedenen „Kunststationen“. Dort gibt es aber auch das „Pfundsmuseum“, wenn man an der tiefsten Stelle der Straße nach rechts abbiegt und dann etwas links hinauffährt zum ehemalige Amtshaus von Kleinsassen, Julius-von-Kreyfelt-Straße 1, 36145 Hofbieber-Kleinsassen, Telefon und Fax 06657/1607. Öffnungszeiten: April bis Oktober, samstags, sonn- und feiertags täglich von 14 bis 18 Uhr, während der Kunstwoche täglich von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.

Das Museum befindet sich in einem Fachwerkhaus, das 1797 auf älterem Fundament neu errichtet worden ist und dann als Gastwirtschaft „Öwwerwirts“ (= Oberwirt) ab etwa 1850 bis zur nationalsozialistischen Diktatur das Zentrum der Kleinsassener Maler war. Ein Raum des Museums war für viele Jahre das Atelier des Malers Julius von Kreyfelt, der die Wirtstochter Sophie („das Rhönröschen“) geheiratet hatte.

Der 60jährige Rentner Reinhard Kremer sammelt seit zwei Jahrzehnten alles, was einst zum Wiegen und Messen diente. Der gebürtige Stuttgarter sammelt alles, was Maß oder Gewicht hat: von der gerstenkornförmigen Grundeinheit - dem in England und Frankreich bis in die 20er Jahre gängigen „grain“ bis zur Viehwaage.

Erst der Fernhandel machte Maße und Gewichte notwendig. Aber nicht nur Bezahlung, Bewertung oder Vergleich seien mit der Geschichte der Gewichte verbunden, sondern auch Unterdrückung. Kam ein Herrscher an die Macht, wurden die Steuern angehoben, erklärt der Fachmann. Nicht selten folgten darauf Aufstände oder Revolutionen.

In der ganzen Welt hat der frühere Sozialarbeiter seine Sammlung zusammengetragen. Er spannt Freunde und Bekannte ein, für ihn überall auf die Pirsch zu gehen und besucht selbst Sammlerbörsen und Flohmärkte. Seine besondere Liebe gilt den Einsatzgewichten, becherförmigen Messingteilen, die sich ineinander setzen lassen. Gar keinen Spaß hingegen hat Kremer am Zeit-Meßgerät: Die Uhr war und ist ein Folterinstrument.

Im „Pfundsmuseum“ kann man in sieben Räumen auf einer Fläche von 3125 alt-fuldaischen Quadratfuß (= etwa 250 Quadratmeter) alte Waagen, Maße und Messgeräte aus den vergangenen Jahrhunderten und Gewichte von den alten Ägyptern, Babyloniern, Chinesen, Griechen, Römern und Wikingern bis auf die heutigen Tage besichtigen und sich an deren Vielfalt und oft schöner Gestattung erfreuen.

Im Erdgeschoss sind die besonders großen Waagen und schweren Gewichte und Sonderausstellungen. Im mittleren Stockwerk findet man Waagen, Gewichte, Maße und Messgeräte, wie sie in den letzten drei Jahrhunderten in den verschiedenen Berufen gebraucht worden sind, z. B. Apotheker, Bäcker, Bauern, Bauhandwerker, Chemiker, Friseure, Gold- und Silberschmiede und Juweliere, Hausfrauen, Metzger, Papier- und Textilhersteller und -verarbeiter, Post, Schneider/-innen, Schuhmacher, Waagenbauer u. a.

„Bitte berühren“ heißt es im mittleren Stockwerk des Hauses. Auf einem langen Tisch sind Waagen aufgebaut, die vor allem bei Kindern Interesse wecken. Die kennen nur noch die Maßangaben per Digitalanzeige und sind verwundert, wenn sie die Schalen einer Kaufmannswaage ausbalancieren können. Die steht in dem Original-Kaufmanns-Laden von 1912, in dem sich allerlei Meßgerät findet. Die Etage ist der Berufswelt gewidmet: da gibt es den Pedometer für den Schuster, die Haarwaage für den Perückenmacher und den Alkoholmesser für den Bierbrauer.

Im Dachgeschoß befinden sich Kremers älteste Stücke: antike, bis zu 4000 Jahre alte Meßinstrumente, Einsatzgewichte und Hohlmaße aus Ägypten, Griechenland und dem asiatischen Raum. Die Asiaten zeigten viel Fantasie bei der Gestaltung ihrer Pfunde: oval oder mehreckig, einer Schlange nachempfunden oder mit edlen Bemalungen auf Porzellan. In Europa waren nur die Skandinavier kreativ und formten Gewichte als Pferde oder Rinder. Daneben gilt die Aufmerksamkeit der Vielfalt der Maß- und Gewichtssysteme, die heute fast weltweit durch ein langweiliges Einerlei abgelöst sind.

Waagen unterschiedlicher Bauweise sind frei zugänglich, an denen vor allem Kinder deren Funktionsweise spielerisch erfahren können. Für Reise-, Studien-, Kindergarten- und Jugendgruppen und für Schulklassen können besondere Führungen vereinbart werden, entweder allgemein oder zu bestimmten gewünschten Interessengebieten oder Themen.

 

An der Kirche vorbei kann man direkt auf die Landstraße nach Oberbernhards fahren. Dabei überquert man den früheren Milseburgtunnel erreicht, der 1150 Meter lang ist. Der westliche Eingangspunkt liegt ungefähr 510 Meter, der östliche 535 Meter hoch. Am jenseitigen Ende des Tunnels (23 km) liegt der Bahnhof Milseburg, der höchste Punkt der Linie. Die Wasserscheide zwischen Fulda und Werra ist überschritten; geradeaus nach Osten liegt das Tal der Ulster mit den angrenzenden Bergkegeln und Höhenzügen. Rechts, unmittelbar am Bahnhof, von wohlgepflegten Gartenanlagen und Promenadenwegen umgeben, das Hotel Milseburg, dahinter türmt sich steil empor die Milseburg, die Perle der Rhön.

 

 

 

Milseburg:

Östlich von Fulda, etwa 1,7 km südöstlich der Ortschaft Kleinsassen, liegt auf einem zur Triaszeit ausgebildeten Gesteinssockel der Bergrücken der Milseburg. Sie ist mit 835 Metern Höhe die höchste Erhebung der westlichen Kuppenrhön und überragt hier am Übergang zur Hohen Rhön die umliegende Landschaft um etwa 130 Meter. Sie ist sicherlich der schönste und historisch sowohl wie geologisch und touristisch interessanteste Berg des Rhöngebirges.

Der riesige, stark zerklüftete Phonolithfelsen ist nach Westen hin mit schönen, uralten Buchen und Eichen bewachsen. Er hat die Form einer abgestumpften dreikantigen Pyramide, die auf eine Seitenfläche umgelegt ist, so daß die größere Grundfläche nach Süden, die kleinere nach Norden gerichtet ist. Diese Felsmasse sitzt selbst wieder auf einem Berg auf, der nach Westen ins Tal der Bieber außerordentlich steil abstürzt, während er sich nach Osten zu sanfter abdacht.

Nach Norden hin hängt die Milseburg durch einen Sattel, unter dem der Milseburgtunnel hindurchgeht, mit dem Fuchsstein zusammen, nach Süden hin vermittelt ein flacher, sandiger Rücken die Verbindung mit dem Weiherberg und dem Abtsröder Gebirge. Dem Milseburgfelsen lagern sich auf halber Höhe im Westen die Schnittlauchsteine vor, nach Nordwesten der Liedenküppel; nach Norden hin ist er durch einen kurzen, scharfen Einschnitt von der sogenannten „Kleinen Milseburg“ getrennt, im Osten lagert sich in einiger Entfernung ein isolierter Felsblock, der Gaisstein, vor.

Die groteske Gestalt hat der Milseburg im Volke allerlei Namen eingetragen: Von Westen betrachtet könnte er für eine Burgruine gehalten werden. Bei den Hessen im Norden heißt er „Totenlade“ und im Vogelsberg „Heufuder“.

Im Süden und Westen wird die Milseburg von der Bieber umflossen, in deren Tal ihre Steilhänge tief einfallen, während sie im Osten nur kurz, aber ebenso steil vom Gesteinssockel aufragt. Mit einem Höhenunterschied von 115 Metern neigt sich die Kuppe von der im Südosten gelegenen höchsten Erhebung zur schmalen, fast gänzlich vom Felsen des Kälberhutsteins beherrschten Nordseite.

 

Zugänge:

Zu diesem charakteristischen Berg gibt es verschiedene Zugänge, aber nur im Nordwesten befindet sich der einzige leichte Zugang zum Berg:

1. Der Zugang von Süden beginnt am „Fuldaer Haus. Von dort geht es weiter auf dem Hauptwanderweg 3 durch den Talgrund der Bieber zum Südtor des Ringwalls. Im Weiler Eselsbronn stößt man auf die erste Markierung, verläßt den befestigten Weg und folgt den schwarzen offenen Dreiecken bis zum Waldrand. Hier endet die Markierung. Jetzt wandert man  den roten Winkeln des Main- Werra-Weges nach. Die Strecke erweitert sich zu einem breiten Fahrweg oberhalb der Bieberquellen. Später kommt man zu den Bubenbader Steinen, mächtige Phonolithfelsen, wie sie in diesem Teil der Rhön häufig vorkommen. Sitzgruppen und ein kleiner Teich laden hier zum Verweilen ein. Wenn man  aus dem Wald herauskommt, bewegt man sich der Markierung nach über die Hochfläche dem Kleinsassener Weiler Danzwiesen entgegen, biegt aber vorher nach links zur Milseburg ab.

2. Ein anderer Zugang geht vom Gasthaus „Grabenhöfchen“ an der Bundesstraße Richtung Hilders (dort steht auch eine Wegetafel). Man nimmt den Weg rechts herum zur Milseburg und kehrt auf dem Weg über die Maulkuppe zurück.

3. Vom Weiler Vorder-Eselsborn kann man nach links gehen zum Teufelstein (Hinweisschild auch etwas oberhalb der Kreuzung der Bundesstraße mit der Straße Kleinsassen-Poppenhausen). Nach gut einem Kilometer schlägt man sich nach links ins Unterholz und befindet sich bald in einem bizarren Steingarten. Basaltsäulen ragen in den Himmel, Geröllhalden machen den Aufstieg schwer. Einigermaßen geübte Kletterer - mit Turnschuhen geht nichts - können es sogar auf das Plateau schaffen, einem Riesenquader mit vier Quadratmetern Fläche. Die Aussicht von hier oben ist gut. Von den Zinnen des Teufelsteins aus hat man auch Blickkontakt zu einem anderen Fixpunkt im Bannkreis der Maulkuppe. Hoch ragen im Tal die Phonolithformationen der Steinwand hervor. Senkrechte Felswände, die sich 40 Meter hoch in den trüben Winterhimmel erheben, idealer Übungsort für Bergsteiger.

4. Der drei Kilometer lange kulturhistorische Rundwanderweg beginnt schon beim Weiler Delzen und vermittelt mit Übersichts- und Informationstafeln Wissenswertes über Bauweise und Bewohner der keltischen Burg. Noch deutlich erkennbar führt er über Reste einer keltischen Ringwallanlage, die als Fliehburg und zum Schutz der alten Handelsstraße von der Kohlhäuser Furt ins Buchenland angelegt worden war und die größte und am besten erforschte der Rhön ist.

5. Vom Bahnhof Bieberstein aus führen schwarze Zeichen über Schackau hinauf zur Wendebuche auf der Höhe der Fahrstraße Kleinsassen-Oberbernhards, weiter geht der Fußweg zur Milseburg (rote Zeichen) über Schackau und Kleinsassen nach dem Delzenhof und zur Milseburg.

6. Der einfachste Zugang ist vom Parkplatz an der Straße von Kleinsassen nach Dörmbach. Man kann aber auch schon von Oberbernhards aufsteigen. Das Markierungszeichen schwarzes, zugespitztes Ei führt an der Wendebuche vorbei, einer Kehre in der Straße (an der bis vor Kurzem eine Buche stand), an der früher die Kutschen umkehren mußten, weil hier ihr Bereich endete (etwas unterhalb der Höhe).

 

Geschichte:

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die „Milsiburg“ am 25. Juli 980, als Kaiser Otto II. dem Kloster Fulda den Wildbann über den Bramforst, das heißt über die Waldgebiete östlich der Fulda, zwischen Milseburg und der nördlichen Grenze des ehemaligen Hünfelder Kreises, verlieh. Im Mittelalter war der Berg samt seiner Umgebung Besitztum der Herren von Eberstein.

 

 

 

Grabungen:

Bereits 1870 entdeckte der bekannte Forscher R. Virchow (1821 - 1902) die stärkste Befestigung der Milseburg, den Steinwall mit 32,5 Hektar Flächeninhalt, der die Nord-, Ost- und Südseite des Berges an seinem Fuße umzieht. Er berichtete darüber im selben Jahr auf einer Sitzung der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte.

Leider wurde der Wall auch später noch in der Gegend für eine viel jüngere und damit unbedeutende Ackergrenze gehalten, so 1896 beim Bau der vorbeiführenden Bahnlinie in seinem nord- und nordöstlichen Abschnitt fast gänzlich abgetragen und die Steine zur Schotterherstellung verwendet. Es ist das Verdienst des Bauinspektors F. Maiss aus Berlin, erneut die Bedeutung des Walles erkannt zu haben, und dank seinem schnellen Eingreifen konnte der verbliebene Teil der Anlage noch 1896 unter Denkmalschutz gestellt und gerettet werden. Seine Veröffentlichung gab zudem den Anstoß zur eingehenderen Erforschung der vor- und frühgeschichtlichen Befestigungen im Fuldaer Land.

Kurze Zeit später machten der Fuldaer Vor- und Frühgeschichtsforscher Joseph Vonderau (1863 - 1951) und das Landesmuseum Kassel (J. Boehlau sowie G. Eisentraut und W. Lange) in den Jahren zwischen 1900 und 1906 hier erste Grabungen und bewiesen die Bedeutung der Anlage. Besonders 1905 wurden vor allem in der Nähe der Quellen und auf den Terrassen des Plateaus zahlreiche Siedlungsspuren aufgedeckt. Vonderaus Funde sind heute in dem nach ihm benannten Vonderau-Museum in Fulda ausgestellt. Zehn Zentner Tonzeug, Küchengeräte und ein kapitales Schwert wurden damals gefunden.

Die Grabungen zu Beginn des Jahrhunderts waren kaum mehr als Suchschnitte. Der dabei geborgene Fundstoff, der ohne jede nähere Herkunftsangabe, genauen Fundzusammenhang oder entsprechende Grabungsberichte vorliegt, umfaßt neben zahlreichen Eisengegenständen allein mehrere Zentner Siedlungskeramik. Er zeigt, daß die Milseburg von der Späthallstatt-Frühlatènezeit im 6./5. Jahrhundert v. Chr. bis in die Spätlatènezeit im 1. Jahrhundert v.Chr., aus der die meisten Funde stammen, besiedelt worden war.

Seit nunmehr knapp 100 Jahren aber ist an der Milseburg keine Forschung oder Grabung mehr getätigt worden, obwohl man hier nach anhaltendem Regen die keltischen Tonscherben direkt vom Boden auflesen kann. Um das Jahr 2000 wurde erstmals wieder eine ausführliche Grabung vorgenommen. Diese Gra­bung wurde im Jahre 2006 abgeschlossen. Seitdem weiß man etwas mehr über die Sied­lungsgeschichte des Fuldaer Lan­des. Die Milseburg ist von ihrer Bedeu­tung her in eine Reihe mit der Torhalle in Lorsch, dem Glauberg in der Wetterau und der Amöneburg zu stellen. Die Rekonstruktion eines Mau­erabschnitts und des inhaltlich überarbeiteten und neu anlegten archäologischen Lehrpfads wur­den Mitte Oktober der Öffentlichkeit übergeben.

Be­reits im Jahr 1969 ist kurz nach Gründung des Naturparks Hessi­sche Rhön am Fuß der Milseburg ei­ner der ersten archäologischen Lehrpfade in Deutschland ent­standen sei. Von Anfang an habe es sich der Naturpark zur Aufga­be gemacht, die Besucher zu umweltgerechtem Verhalten und zur verantwortungsvollen Nut­zung dieses höchst sensiblen wie ausgesucht schönen Lebens­raums anzuleiten.

Nachdem der Lehrpfad in die Jahre gekommen war, sollte vor dem Hintergrund neuerer wis­sen­schaft­licher Erkenntnisse aus Grabungen am Dünsberg bei Gießen und am Glauberg die Ge­schichte des 1,4 Kilometer lan­gen Ringswalls an der Milseburg erforscht werden. Da keine Lan­deszuwendung in Aussicht ge­stellt werden konnte, beschränk­te man sich auf die Untersu­chung eines 20 mal 12 Meter breiten Abschnitts unweit der ersten Vonderau-Grabung, die noch als Kerbe im Ringwall erkennbar ist.

In zwei Grabungsperioden 2003 und 2004 wurden neue Er­kenntnisse sowohl zur zeitlichen Abfolge der Besiedlung als auch zur Bauart des Ringwalls gewon­nen, die durch die volumenmäßige Rekonstruktion eines Mau­erteils anschaulich erläutert werden. Die Hinweistafeln zu den archäologisch bedeutenden Be­reichen an der Milseburg wurden auf den neuesten Stand gebracht und durch einige naturkundliche Tafeln zu den Lebensräumen er­gänzt.

An der Südseite der Milseburg hat man einen kleinen Teil des keltischen Ringwalls wiederhergestellt. Zudem werden Besucher der Rhön an acht Punkten im Um­feld der Milseburg in einer Vor­abin­forma­tion auf die vielfältige Bedeutung dieses Berges sowie das Biosphärenreservat Rhön aufmerksam gemacht.

 

Aufstieg:

An der Informationstafel am Fuß des Berges (mit Gedenkstein) geht man nach rechts und kommt zunächst zu dem Tor, das in die Ringwallanlage führt. Bald dahinter waren links die Häuser der keltischen Edlen. Dort ist auch ein Gedenkstein für einen Geistlichen. Wo der Weg scharf nach links abknickt und aufsteigt, kann man nach rechts unten zur Gangolfsquelle absteigen. Zu deren Entstehung habe der Heilige das Wasser in einem Trog von Fulda hierher geschleppt, es ausgeschüttet und gebetet, daß es nie versiegen möge. Das Wasser wird noch heute zur Heilung von Augenleiden und als Fruchtbarkeitsborn für Frauen getrunken.

Auf halber Höhe steht das Denkmal des verdienstvollen Rhönschriftstellers und Begründers des Rhönklubs, Dr. Justus Schneider. Dicht unterhalb des Berggipfel steht noch einmal ein Hinweisschild auf den sakralen Bezirk auf dem Berg. In der Nähe steht außerdem noch ein Bildstock.

 

In der Hütte etwas unterhalb des Gipfels hat man Gelegenheit, eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen. Des Wanderers größte und meist auch am wenigsten erwartete Freude hier oben, mehr als 800 Meter über dem Meeresspiegel, ist die Berghütte, die sich unterhalb des Gipfels duckt und in der es in der Saison rustikal und gemütlich zugeht. Hüttenwirt Ernst Bleuel, der jeden Tag, wenn es das Wetter zuläßt, gegen Mittag öffnet. Der Wirt wird vom Archäologen Müller scherzhaft „unser letzter Kelte“ genannt, weil Livius’ Beschreibung recht gut auf ihn passt. Er hat keinen leichten Job. Mit seinem Uralt-Landrover kutschiert er jeden Tag Bauernwürstchen, Brot und Getränke aus Fulda heran. Den steilen Wirtschaftsweg hoch zum Gipfel, schmal und glatt, würde ein normaler PKW nicht schaffen. Das Speisenangebot in der Hütte ist nicht überbordend, aber es genügt und schmeckt. Kräftige Suppen, knackige Würste und hausgebackene Kuchen sind - allerdings nur in begrenzten Mengen - zu haben. Fließend Wasser gibt es nicht, der Segen kommt im Kanister von unten und in Form von aufgefangenem Regen von oben - im Winter wird ab und an schon mal Schnee geschmolzen. Und abends erleuchten Petroleum-Lampen und Kerzen die Idylle.

Ernst Bleuel kann auch die Legende vom Riesen Mils erzählen. Der sollte hier oben einst im Dienste des Teufels Wache halten und sicher stellen, dass die christlichen Missionare nicht in der Rhön Fuß fassen würden. Mils aber war ein unaufmerksamer Geselle, der nichts von der frommen Umtriebigkeit mitbekam und deshalb eines Morgens vom goldglänzenden Gipfelkreuz auf dem Kreuzberg geblendet wurde. Vor Wut warf er einen Steinhagel in die Landschaft, woraus die Kuppen­rhön entstand.

Die Hütte wird jetzt von einer Frau betrieben, die bis zu 100 Gäste versorgt. Montags ist es immer sehr voll, weil dann die Montagssänger kommen. Öffnungszeiten: Mo - Mi 1-20 Uhr, So 11-20 Uhr, Fr + Sa 11-22 Uhr, Do geschlossen.

 

 

 

Die Gangolfskapelle auf der Felsspitze wurde durch Blitzschlag abgebrannt und neu erstellt mit einem Freskogemälde von Ferdinand Lammeyer, Professor am Frankfurter Städel, ausgestaltet.  Es heißt, daß da, wo jetzt die Kapelle steht, vor Zeiten der Riese Mils hauste. Als er sah, daß der heilige Gangolf die ganze Gegend zum Christentum bekehrte, erzürnte der Riese so sehr, daß er seine Burg zerstörte und tot hinfiel. Der Teufel begrub ihn unter den Trümmern und gab dadurch dem Berg die Form eines Sarges. Der heilige Gangolf lebte fortan als Eremit auf dem Berg.

 

Der Gipfel des Felsens ist eine schmale Platte, die eine barocke Kreuzigungsgruppe und ein trigonometrisches Signal trägt. Es gibt einen faszinierenden Rundblick über die Täler und Kuppen der Rhön, von Fulda bis zur Wasserkuppe und nach Thüringen, an guten Tagen sogar bis in den Vogelsberg.

Der Ausblick von der Milseburg in das „Land der offenen Fernen“ ist überwältigend. Genau westlich liegt der Dom zu Fulda, darum gruppieren sich die Stadt und die Dörfer und Berge der Umgegend: Frauenberg, Petersberg und Rauschenberg, dahinter das Vogelsgebirge, während im Vordergrund die Dörfer Kleinsassen und Schackau liegen. Nach Nordwesten bis Norden: Schloß Bieberstein, entfernter die Stadt Hünfeld, das Hessische Kegelspiel (eine Gruppe kegelförmiger Berge), der Rockenstuhl bei Geisa. Oechsen und Dietrichsberg bei Vacha; nach Nordosten bis Osten: Habelberg, Stadt Tann, Engelsberg, Auersberg, Battenstein, Ellenbogen. Hohe Rhön, dahinter der Thüringer Wald mit dem Inselsberg. Nach Südosten bis Süden: ganz im Vordergrund der Bubenbader Stein, dann Weiherberg und das Abtsröder Gebirge mit der Wasserkuppe, dem Pferdskopf und der Eube, endlich die Waldgebirgige Rhön vom Himmeldunkberg bis zum Dammersfeld.

 

 

 

Der Ringwall:

Die Spuren der Kelten präsentieren sich auch heute noch eindrucksvoll. Ein etwa 1300 Meter langer, breiter Steinwall beginnt im Norden an der Geröllhalde des Kälberhutsteines und umrundet in einem weiten Bogen - etwa 50 bis 75 Meter vom Fuß entfernt - die ganze Ostseite des Berges. Dabei wird ein einzelner, in der Mitte der Ostseite gelegener 5 Meter hoher Felsblock, der Geisstein, mit in die Befestigungslinie eingebunden. Im Süden nähert sich der Wall, der Höhenlinie folgend, wieder dem Berg und läuft in der hier ansteigenden Blockhalde aus.

Drei Tore liegen auf der Nordost-, Ost- und Südseite. Nach der bayrischen Flurkarte von 1849, in der die später abgetragene Wallstrecke noch eingetragen ist, war das nördliche Tor eine einfache Mauerlücke. Der auf dieser Karte eingezeichnete Steinwall, der vom Tor aus mit etwa 150 Meter Länge nach Norden abging, ist heute völlig verschwunden. Es ist nicht nachprüfbar, ob es, wie vermutet, ein den Weg zum Tor flankierender und damit zur Befestigung gehörender „Strahlenwall“ war, oder ob es sich, wohl wahrscheinlicher, um einen der in der Landschaft häufigen Lesesteinwälle handelte.

Sicher eine moderne Ackergrenze ist der vom ebenfalls als Lücke im Wall gebildeten Südtor nach Süden ziehende Steinwall. Das dritte, östliche Tor, nur 75 Meter südlich vom Geisstein angelegt, war durch zwei weit sich überlappende Mauerenden, die eine fast 25 Meter lange Torgasse schufen, besonders geschützt. Die äußere Torwange weist zudem an ihrem Ende (wieweit original?) eine bastionsartige Verdickung auf.

Durch ein zwischen Südtor und Wallende angesetztes Annexsystem sind zusätzlich weitere Flächen am süd- und südwestlichen Bergfuß in die Befestigung einbezogen. Ein erster Annex geht, unmittelbar am Südtor Ansetzend, nach Süden vom Wall aus, biegt nach 25 Meter im scharfen Knick nach Südwesten um und zieht im Bogen mit etwa 160 Meter Länge am Rande einer früher wohl wasserführenden Mulde entlang, wo er ohne Abschluß an einer modernen Wegekante endet. Ein zweiter, etwa 315 Meter langer Annex geht, 125 Meter nordwestlich des ersten, leicht gerundet vom Wall nach Südwesten ab. Er läuft am gegenüberliegenden Rand der genannten Mulde entlang, biegt dann scharf nach Nordwesten um und schneidet geradlinig das umschlossene Gebiet gegen das ansteigende Gelände ab. Im kleinen Bogen nach Nordosten schließt er, nur schlecht erhalten, wieder am Berg an. Der in der Südwestecke befindliche Walldurchbruch ist neueren Datums.

Beobachtungen, die der Erforscher der Taunusringwälle Ch. L. Thomas (1848-1913) im Jahre 1906 am Hauptwall in der Nähe des Gänsbornes durchführen konnte, haben gezeigt, daß es sich hier um die Reste einer zerfallenen, ehemals etwa 4 Meter breiten Trockenmauer aus dem anstehenden Phonolith mit senkrechten Pfostenschlitzen handelt (Typ Altkönig-Preist). Im Abstand von 1,50 Meter waren an der Außenfront Pfosten in den Boden gesetzt worden, die durch waagerechte Balken mit den entsprechenden Pfosten auf der Innenseite verbunden waren, wodurch die Mauern zusammengehalten wurden. Abgesehen von der bereits abgetragenen Wallstrecke (nur noch stellenweise als schwache Erhebung zu sehen), läßt sich die Mauer noch deutlich als bis zu 12 Meter breiter Steinwall im Gelände verfolgen.

Die imposante Wehranlage von insgesamt 32 Hektar ist das größte archäologische Denkmal der Rhön. Nun muß man nicht denken, daß die alten Kelten zum Schutz ihres „Oppidums“ einfach tonnenweise Steine aufschütteten. Was heute zu sehen ist, sind nur die Reste einer gigantischen Wehrmauer, die von einer massiven Holzverschalung gehalten wurde. Die hölzernen Pfosten und Bretter sind dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen. Aber die Überreste, Tore, Türme und Mauern, sind heute noch gut zu sehen.

 

Eine zweite, innere Befestigungslinie verläuft am Rande des 450 Meter langen und 275 Meter breiten, nach Westen hängenden und durch Terrassen gegliederten Plateaus. Die natürlichen Gegebenheiten sind so günstig, daß die Anlage nur an wenigen Stellen einer Verstärkung durch Mauerwerk bedurfte: im Westen bis zu 60 Meter steile Felswände, im Süden Blockhalden, im Osten die Felsengruppe der Kleinen Milseburg und im Norden der Kälberhutstein. Die beiden letzten sind durch einen etwa 50 Meter langen Steinwall, der einem Felsgrat aufliegt, miteinander verbunden.

Ein mit geringer Steigung vom nordöstlichen Bergfuß kommender Weg stellt den einzigen leichten und zugleich den einzigen fahrbaren Aufweg zum Plateau dar. Er verläuft zwischen Kälberhutstein und einer nordwestlich benachbarten, tiefergelegenen Klippe. Hier wird sich auch der alte Zugang befunden haben. Ein etwa 20 Meter langer Wall, der von der der Klippe gegenüberliegenden Wegseite zur Kuppe des Kälberhutsteins hinaufzieht, bildet eine Sperre gegen das wegbegleitende Vorgelände.

Auf der Nordwestseite läßt sich die Fortsetzung der Befestigungslinie in Form einer scharfen Terrassenkante verfolgen, die von der Felskuppe nach Süden zum Steilhang verläuft. Keine deutlichen Spuren einer Befestigung finden sich an der Ostkante des Plateaus, wo eine Mauer gegen den Aufweg vom Osttor her zu erwarten wäre.

Bislang unklar bleibt die Bedeutung eines Abschnittswalles von etwa 100 Meter Länge, der zwischen den 800 und 810 Meter-Höhenlinien verläuft, und zwar nördlich unterhalb der höchsten Erhebung des Berges mit St. Gangolfskapelle und Schutzhütte des Rhönklubs. Er trennt somit die Anhöhe vom restlichen Plateau. Inwieweit es sich bei dem dadurch abgesonderten Bereich der Bergkuppe um einen „sakralen Bezirk“ handelt, kann nur vermutet werden.

Durch mehrere Quellen innerhalb der Wehranlagen war die nötige Wasserversorgung gegeben. Je eine entspringt im Nord- und Südosten am Fuß des Berges. Eine weitere tritt tief außerhalb der Befestigung am nordwestlichen Hang, wenige Meter südlich des Gangolfspfades, aus dem Gestein aus; sie war durch zwei im Bogen geführte Abschnittswälle von etwa 65 und 85 Meter Länge gesichert, deren Bauart und Anbindung an die anderen Wallanlagen allerdings nicht geklärt ist. Die innere Befestigung besaß eine eigene Quelle (Gangolfsborn) am Westrand des Plateaus. Alle Quellen schütten nur gering und können nach längerer Trockenheit sogar versiegen, wodurch sich vielleicht auch der Bau des südlichen Annexwalles erklärt.

 

In Nachbarschaft der nordöstlichen Quelle konnte eine größere Ansiedlung in einer unterhalb Kleiner Milseburg und Kälberhutstein gelegenen Einbuchtung festgestellt werden. Hierbei handelte es sich um etwa 30 kreisrunde, mit Steinen umgrenzte „Wohnpodien“ mit Durchmessern von 3,50 bis 5 Meter, durchschnittlich 4 Meter. Durch eine im Nordosten vorgelagerte Mauer und eine weitere, die die Quelle einschloß, erfuhr das „Dörfchen“, wie Vonderau die Siedlung nannte, einen zusätzlichen Schutz. Offenbar wurden nur zwei der Podien planmäßig untersucht, dabei auch latènezeitliche Funde geborgen, doch es ergaben sich - etwa durch eindeutige Pfostenlöcher - keine Hinweise auf die Form der Häuser, die auf diesen kleinen Verebnungen gestanden haben sollen. Die Zeitstellung der einzelnen Strukturen, die in gleicher Form auch außerhalb der Befestigungen festzustellen sind,  wie auch der sogenannten Dorfmauern ist jedenfalls im einzelnen noch nicht geklärt.

 

Unmittelbar südlich des Kälberhutsteins fanden sich auf künstlich angelegten Terrassen neben runden Podien auch die Mauerreste verschiedener rechteckiger Gebäude, unter denen die noch gut erkennbaren Fundamente der mehrräumigen, etwa 20 Meter langen und 7 Meterbreiten sog. „Einsiedelei“ besonders auffallen. Hier handelt es sich sicher um mittelalterliche bis neuzeitliche Bauten, die auf vorgeschichtlich besiedeltem Gelände angelegt wurden. Größere Terrassen, durch die Konzentrierung der Erforschung auf den Nordbereich auch kartographisch noch nicht erfaßt, finden sich auch sonst auf dem Plateau, vor allem südlich und oberhalb des Gangolfsborns, und sprechen für eine recht dichte Besiedlung.

Die Milseburg darf sie als ein „spätkeltisches“ Oppidum, eine jener bei Gaesar beschriebenen stadtartigen Anlagen angesprochen werden, die hier im Übergangsbereich zwischen Kelten und Germanen den Mittelpunkt für den umliegenden Siedlungsraum darstellte, wobei es bislang noch unklar ist, welchem von beiden Kulturvölkern die Bevölkerung ethnisch näher stand.

Die bisher gemachten  Funde werden im Landesmuseum Kassel und im Vonderau-Museum Fulda aufbewahrt; darunter auch eine bronzene Lanzenspitze aus der Urnenfelderzeit (etwa 12.-8. Jahrhundert v.Chr.) sowie eine Scherbe der Schnurkeramik (etwa 2500-1800 vCh), die belegen, daß der Berg auch schon in früherer Zeit aufgesucht worden war.

 

 

 

 

Archäologischer Wanderweg;

Der Verlauf der steinernen Wälle – Reste ehemals aufragender Mauern - kann im Gelände gut verfolgt werden. Der Hauptwall umrundet den Bergklotz an drei Seiten im Abstand von bis zu 100 Metern und schließt so eingermßen siedlungsgünstiges Terrain im Vorfeld der Blockschutt halden - besonders auf der nur mäßig hängigen Ostseite - ein. Im Norden - am Kälberhutstein beginnend -zieht die Hauptmauer in einem weiten Bogen nach Süden, bindet dort wieder an den Steilhang an und wird an dieser Stelle nach Südwesten noch durch zwei wohl zu späteren Zeiten bogenförmig angeschlossene Annexwälle erweitert.

Den Zugang zur äußeren Anlage gewährten drei mutmaßliche Tore im äußeren Wall: ein nördlicher Durchlass, der dem Steinraub im Zuge des Eisenbahnbaus im ausgehenden 19. Jahrhundert zum Opfer fiel, ein südlicher sowie das noch gut erhaltene etwa mittig im Osten liegende Tor. Von dort konnte man vermutlich über verschiedene Fußpfade (wie auch heut) das Plateau und den Gipfel erreichen.Jedoch führte wohl nur eine Fahrwegtrasse durch ein Tor am Kälberhutstein zur inneren Anlage.

 Den Gipfelbereich schirmt ein geradliniger Wall ab, ein ebensolcher erstreckt sich auch auf dem Felsgrat zwischen Kälberhutstein und Kleiner Milseburg oberhalb des „Dörfchens“. Zwei weitere parallel verlaufende Wallreste bei der Nordwestquelle deuten vielleicht auf eine Mehrphasigkeit hin, sollten in jedem Fall aber die abgelegene Wasserstelle einfassen und schützen.

Von den Befestigungswerken der Milseburg werden vier Quellen eingeschlossen. Als einzige Wasserstelle in der Kernanlage befindet sich der Gangolfsborn am westlichen Plateaurand, die Übrigen treten am Bergfuß im Nordwesten, im Norden beim „Dörfchen“ und im Südosten (Gänsborn) zutage. Das Einzugsgebiet der Quellen ist klein, deshalb schütten sie nur gering und können in trockenen Jahreszeiten ganz versiegen. Auf dem Plateau der Milseburg mögen daher für die Wasserversorgung zusätzlich Zisternen existiert haben. Die Flurbezeichnungen „Mooren“ und „Erles­wiesen“ am Osthang der Milseburg deuten zumindest für den historischen Zeitabschnitt darauf hin, dass es dort großflächige Vernässungen gegeben hat. Auch J. Vonderau beschrieb eine 160 Meter lange Wasser führende Mulde, die durch den Südannex der Wallanlage umfasst wird. Allein beim Gänsborn, der Quelle im Südosten, sind heute noch obertägig anthropogene Veränderungen im sanft geneigten Hang erkennbar: Ein künstlicher Damm und Böschungen bilden eine Art ,,Rück­halte­becken“, in der sich das Quellwasser sammelt.

 

Die neuen Grabungen vonb 2003/2004  haben folgende Ergebisse gebracht:

Die äußere Ringmauer weist zwei Bauphansen auf: die eigentliche Kernmauer und die nachträgliche Hinterschüttung. Sie war aber nicht in derArt einer „Pfostenschlitzmauer“, sondern als selbsttragende Kastenkonstruktion mit regelloser Steinfüllung erbaut worden.. Weiterhin zeigte sich, dass man die Mauer auf einem älteren, bereits in der Urnenfelderzeit angelegten und besiedelten Terrassensystem errichtet hatte, das sich großflächig über das umliegende Hanggelände erstreckte. Der Zeitpunkt des Mauerbaus ist zwar nicht sicher zu fassen, kann aber am ehesten im Verlauf der Frühlatènezeit (450-250 vCh) angenommen werden. Die innenseitige Rampe scheint erst deutlich später, frühestens in der Mittellatnezeit (250-130 vCh) angefügt worden zu sein. Nachweise für eine Besiedlung in der Spätlaténezeit konnten im gesamten Untersuchungsbereich nicht erbracht werden.

Die Besiedlungsdauer der Milseburg reicht also deutlich weiter als bisher angenommen in ältere Perioden zurück. Des Weiteren gab es im Verlauf der Zeiten offenbar unterschiedliche Besiedlungsschwerpunkte: Im Norden (Bereich .,Dörfchen“) und auf dem Plateau sind Funde von der Urnenfelderzeit bis zur Spätlatènezeit reichhaltig vorhanden.

Sowohl die Ausgrabungen als auch die Arbeiten zur „Rekonstruktion“ haben in eindrucksvoller Weise deutlich gemacht, welchen logistischen und arbeitstechnischen Aufwand die Errichtung der Mauer heute noch erfordert und erst recht damals bedeutete und welche enorme Leistung von den Bewohnern der Siedlungsregion dafür erbracht wurde.

 

Jüngere Nutzungen des Berges:

Dass die Milseburg im Bewusstsein der Menschen auch nach den prähistorischen Siedlungsphasen noch eine wichtige Rolle spielte, zeigt der schon eingangs angeführte urkundliche Beleg von 980. Doch ebenso am Berg selbst finden sich Zeugnisse einer mittelalterlichen und neuzeitlichen Nutzung des Berges besonders augenfällig in den Mauerresten der sogenannten „Einsiedelei“, die sich unmittelbar südlich des Kälberhutsteins an den Hang schmiegt. Am besten sichtbar ist der rechteckige Grundriss eines mehrräumigen Gebäudes von 20 Meter Länge und 7 Meter Breite, daneben existieren hier noch weitere Spuren einstiger Geländeveränderungen, die aber nur anhand archäologischer Untersuchungen sichtbar gemacht und datiert werden könnten. Aus der schriftlichen Überlieferung ist nichts weiter über diese „Einsiedelei" bekannt, sodass wir diese Deutung und die Vermutung ihres Ursprungs im Mittelalter oder in der frühen Neuzeit einstweilen im Raume stehen lassen müssen.

Unmittelbar unterhalb des Gipfels steht die dem Heiligen. Gangolf geweihte Wallfahrtskapelle, die uns heute zwar als Bauwerk der 1930er Jahre entgegen tritt, die aber auf eine ins Mittelalter reichende Tradition zurückblickt. Nachdem ein Blitzschlag 1929 den aus dem 17. Jahrhundert stammenden Vorgängerbau weitgehend zerstört hatte, wurde der jetzige Neubau in stark veränderter Baukonzeption errichtet. Vom Ende des 15. Jahrhunderts stammt die älteste Überlieferung einer Gangolfskapelle, deren Wallfahrern der Würzburger Bischof den Ablass gewährte. Wie weit indes die Verehrung des Heiligen Gangolf - eines fränkischen Adligen am Hofe Pippins und Zeitgenossen des Bonifatius -, als Schutzpatron heilkräftiger und Kindersegen bringender Quellen und Bergkapellen zurückreicht, kann kaum abgeschätzt werden. Bemerkenswert ist immerhin die Verbindung von Quellen- und Kapellenkult im Volksglauben: unterhalb der Kapelle am Plateau tritt der „Gangolfsborn“aus. Diese Verknüpfung verweist vielleicht in die Frühzeit der Christianisierung, als die Mission heidnische Kultplätze umzuwidmen und so den neuen Glauben in der Bevölkerung zu verankern trachtete.

Im Nordwesten, direkt unterhalb der Milseburg, auf dem kleinen Bergsporn des Liedenküppels sind schließlich noch die unscheinbaren Reste einer hochmittelalterlichen Turmburg zu lokalisieren, deren Erbauer zwar unbekannt blieb, die jedoch vermutlich im 11. Jahrhundert errichtet, im Jahre 1119 erstmals erwähnt und im 13. Jahrhundert wohl schon wieder verlassen wurde. Auch sie legt Zeugnis von der intensiven Nutzung des Berges in historischen Zeiten ab.

 

 


Name:

Der Berg heißt zwar „Milseburg“, aber eine Burganlage wird man vergeblich suchen. Aber auf dem der Milseburg im Nordwesten vorgelagerten, durch einen schmalen Sattel mit ihr verbundenen steilen Bergsporn des Liedenküppels lag die mittelalterliche „Milseburg“, von der noch Spuren zu sehen sind. Zum Sattel hin war sie durch einen nicht ganz durchgeführten Halsgraben mit hinterliegendem Wall abgetrennt, unterhalb der Kuppe läuft ein teils verschleifter Hanggraben um. Es handelt sich um eine kleine Turmburg, deren Innenraum von nur rund 21 x 24 Meter von einer 1,20-1,40 Meter starken vieleckigen Mauer umgeben war und kaum mehr Platz als für einen starken Wohnturm bot. Im Jahre 1119 erstmals erwähnt, dürfte sie spätestens im 11. Jahrhundert entstanden und im 13. Jahrhundert aufgelassen worden sein.

 

Eigentümer:

Ende 2005 teilte der Ful­daer Landrat Fritz Kramer mit, daß die Milseburg „im Bürgerin­teresse an öffentliche Hände übergeht”. Regina Rinke, de Vorsitzende des Rhönklubs, hat der Kauf der Milse­burg zutiefst gerührt: „Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk meines Lebens”, sagte sie unter Trä­nen.

Der Berg ist nicht mehr im Besitz des bisheri­gen Grundstückseigentümers Johan­nes von und zu Guttenberg ist.

Das 26 Hektar große Areal ist bereits seit mehr als 30 Jahren Naturschutzgebiet und gehört zu den Kernzonen des Biosphären­reservats Rhön. Doch vielmehr noch ist der markante Berg ein Wahrzeichen für die Rhöner.  „Die Wasserkuppe ist der Kopf der Rhön, aber die Milseburg ist ihr Herz”, sagte Rinke. Zahlreiche Gottes­dienste finden dort oben statt, Wanderer erklimmen das ganze Jahr über den 835 Meter hohen Gipfel und staunen. „Wenn da oben schönes Wetter ist, bleibt einem fast das Herz stehen”, beschreibt Rinke das Erlebnis. Landrat Kramer hat auch schon Erfahrungen mit den steilen Wanderwe­gen gemacht - besonders auf dem Weg zu den Gottesdiensten: „Ein Teil der Sünden ist bereits vergeben, wenn man es da rauf geschafft hat”, sagte er.

Der Kauf des Grundstücks hat 200.000 Euro gekostet. Das Land beteiligt sich mit 52.000 Euro, der Kreis Fulda mit 10.000 Euro. „Die 52.000 Euro entsprechen dem Bodenwert des Grundstücks”, sagte Finanzstaatsse­kretär Walter Arnold. Unternehmen aus der Region und zahlreiche Privatspender steuern den Rest der Summe bei. Neue Besitzerin des Gebietes, auf dem die Milseburg steht, ist die Rhöngemeinde Hofbieber.

Den Ausschlag für den Verkauf der Milseburg hatte die Kün­digung der Rhönklubhütte auf dem Berg gegeben, die Guttenberg dem Verein Ende 2004 aussprach.Der Rhönklub sollte die Hütte abreißen und den Urzustand von 1882 wieder herstellen. Der Rhönklub hatte die Hütte bereits seit mehr als 100 Jahren gepachtet und vor einigen Jahren für rund 40.000 Euro renoviert. Gerüchten zufolge sollte auch der allgemeine Zugang für Besucher auf dem Berg eingeschränkt werden (23.12.2005).

 

Zum Rückweg vom Berg geht man ein kurzes Stück wieder zurück und steigt dann steil nach rechts ab. Man kommt noch an einer Marienfigur vorbei, ehe sich der Weg teilt. Nach rechts geht es zum Südtor im Ringwall. Nach links kommt man wieder zum Ausgangspunkt der Wanderung. Die Wiesen rechts mit ihren Steinwällen haben vielleicht schon vorgeschichtlichen Ursprung. Links am Berg befanden sich die Wohnhäuser der einfacheren Leute. An der Informationstafel geht man wieder abwärts und kann unten rechts noch einmal dem Gasthaus an der Milseburg einen Besuch abstatten.

 

Die Autofahrt geht weiter über Oberbernhards, Dörmbach, Dietges, vorbei an Abtsroda nach Poppenhausen (siehe eigene Datei). Die kürzeste Strecke ist aber über Kleinsassen, Wolferts. Finkenhain. Frieesenhausen, Dipperz, Fulda.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hilders

Vom Weiherberg blickt man über die Enzianhütte ins Brandtal zu den Ortsteilen Dietges, Brand und Wickers. Die Barockkirche, die liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser, die „Alte Schule“ (Tourist-Informationszentrum) und die modernen Bauten wie das zentral gelegene Gemeindezentrum mit Hallenbad, fügen sich zu einem harmonischen Bild zusammen.

Kirche „St. Michael“: Stattlicher Putzbau der Neugotik (1898/99), viergeschossiger Glockenturm ohne Gesimstrennung

Kirche „St. Bartholomäus“: 1792-1796 erbaute Kirche des Hochbarock, Weihnachtskrippe mit über 300 Figuren (Dez.-Jan.)

Alljährlich wird am 2. Sonntag im August  das „Große Heimatfest“ gefeiert und am 4. Sonntag im September der „Michaelismarkt“ abgehalten. Die Marktrechte wurden dem Ort schon 1798 verliehen.

 

Lehrpfade:

Naturkunde-Lehrpfade: Fisch- und Gewässerkundelehrpfad entlang der Ulster, Vogelkundelehrpfad in der „Ritterschlucht“, Natur- und Waldlehrpfad am Auersberg

 

Freizeit:

Freizeitbad Ulsterwelle, Heideweg 19, Hilders, Telefon: 0 66 81/91 72 78: kombiniertes Frei- und Hallenbad mit Ganzjahres Innen- und Außenbecken, Wasserrutsche, Sauna

Minigolfanlage: 18-Loch-Minigolfanlage an der Tourist-Info/Alte Schule Hilders, Schlägerausgabe Tourist-Info: Mo.-Fr., 9-16.30, Sa., 10-11.30 Uhr, Schlägerausgabe Cafe Schnaus: Di.-Do., ab 16 Uhr, Fr.-So., ab 14 Uhr

 

Oberbernhards:

* Naturschutzgebiet Oberbernhardser Höhe: 4,9 Hektar großes Naturschutzgebiet mit Raum für wilden Thymian, verschiedene Orchideenarten und Silberdistel

* Milseburg (835 m ü. NN): Freies Gipfelmassiv mit einmaliger Aussicht in die Rhön, Kreuzigungsgruppe auf dem Gipfel von 1756, Wallfahrtskapelle St. Gangolf unterhalb des Gipfels

* Honigkuchen-/Wachsmuseum: Ehemaliger Bahnhof Milseburg/ Oberbernhards mit Museum über Wachs und Lebkuchen, Galerie-Cafe

 

 

 

Extratour:

Um eine optimale Wanderdramaturgie zu erleben, startet man die Extratour „Der Hilderser” am besten vom Wanderparkplatz „Köpfchen” aus. An der Kreisstraße von Hilders nach Simmers­hausen gelegen, braucht man ab hier nur ein paar Schritte zu gehen und schon hat man den ersten „rhönischen” Blick: Simmershausen fügt sich im Tal harmonisch in die typische Rhönlandschaft mit ihren sanften Kuppen ein. Wie bei einer Mönchstonsur liegen die „Schädelplatten” baumfrei, während an den Hängen Bewuchs einsetzt. Bevor die Extratour über eine solche Kuppe der Hohen Rhön führt  - allerdings mit weniger „Haaren” als rhönüblich - kommt sie an zwei Fischteichen vorbei, wobei der zweite nicht vom Weg einsehbar ist, aber traumhaft idyllisch von einem Rastplatz mit Trauerweide umrahmt wird - eine ideale Stelle zum Ausruhen!

 

Der Buchschirmküppel (750 Meter) ist der Hilderser Hausberg, mit einem Aussichtsplateau und mit seiner Aussicht über die gesamte Rhön, mit Schutzhütte auf der kahlen, rasigen Höhe, Aussicht noch umfassender als vom Auersberg. Diese und ähnliche Aussichten kann der Extra­tourer ab diesem Punkt bis zur Ruine Auersburg immer wieder genießen. Auch am Westhang des Buchschirmberges ist die Tour sehr abwechslungsreich. Auf freie Wiesenflächen mit Feldgehölzen und Alleen folgt das Kerbtal der „Ritterschlucht” mit dem Vogelkundelehrpfad.

 

Letzter Höhepunkt ist die ganz versteckt liegende Ruine Auersburg, in halber Höhe des Auerberges 758 Meter hoch gelegen. Von ihr ist nur eine quadratische, dicke Außenmauer aus Basalt und Sandstein erhalten geblieben und ein Kellergewölbe. Obenauf steht ein kleiner Aussichtspavillon mit Blick in das Scheppenbachtal bis zur Milseburg, nach dem Ulstertal und zur Wasserkuppe. Es gibt hier einen Natur- und Waldlehrpfad. Ein verwunschenes Plätzchen, an dem man lange verweilen möchte! Der Abschied wird einem aber leicht gemacht, denn das letzte Stück zum Ausgangspunkt zurück führt durch herrlichen Buchenwald.

 

Weitere Ausflugsziele:

-  Ellenbogen (814 Meter): Basaltf­elsen mit Kapelle und schöner Aussicht: weiter am Rhön­häuschen vorbei, einem reizend im Wald gelegenen Jagd­haus oberhalb der Weidquelle, zum Gipfel mit dem Eisenacher Haus.

- Billstein (789 Meter): Der Weg führt von Hilders unter dem Battenstein hin die sogenannte Frankenheimer Allee hinauf, von der man am Rande des zweiten Wäldchens rechts abbiegt. Auf dem Gipfel ein geräumiger Schutztempel. Weite Aussicht. Unterhalb des Billsteins eine gewaltig Schutthalde (Felsenmeer).

-  Wasserkuppe (950 Meter): Hinter dem Bahnhof Hilders rechts hinauf, dann links über den Findloser Berg (635 Meter) nach dem Tannenfels (669 Meter), der durch seinen Fichtenschopf auf dem Gipfel auffällt (Reste der Burg Eberstein), weiter auf der anfangs be­waldeten, dann kahlen Höhe hin nach dem Dorf Dietges und auf der Chaussee nach Abtsroda; von da  zum Gipfel.

 

 

 

 

 

 

 

Milseburg-Radweg:

Seit Oktober 2003 gibt es den  28 Kilometer langen „Milseburg-Radweg“ von Petersberg‑

Götzenhof (nahe Fulda) bis in die Marktgemeinde Hilders. Eine Besonderheit der neuen Piste als ein Teil des Fernradwegs R 3 stellt der genau 1172 Meter lange Milseburg‑Tunnel dar. Eine hessenweites Novum, denn die Röhre durch den Berg ist beleuchtet und wird ‑ zur Sicherheit der Radler ‑ mit Video‑Kameras überwacht. Der Milseburg-Radweg« (www.milseburg‑radweg.de) soll „ungetrübten Freizeitspaß“ für alle Radsportfreunde bedeuten.

Und das war nicht billig: Die gesamten Kosten belaufen sich auf 4,89 Millionen Euro, wovon 3,825 Millionen Euro im Rahmen einer Landesförderung übernommen wurden. Mit dem 28 Kilometer langen Milseburg-Radweg wurde ein attraktives Freizeitangebot sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch auswärtige Besucher geschaffen.

Das Streckenprofil weist nur geringe Steigungen auf, und ermöglicht Normalbürgern das Radfahren in den Zentralbereich des Biosphärenreservats Rhön. Die Einbindung in die reizvolle Mittelgebirgslandschaft der hessischen Rhön stellt eine Einladung insbesondere an Touristen und Tagesausflügler dar, sich ohne Auto zu bewegen: Informationstafeln weisen auf Sehenswürdigkeiten und gastronomische Einrichtungen am Wegesrand hin.

Im Streckenverlaufbefinden sich 14 Brückenbauwerke, zwölf Rastplätze mit Schutzhütte sowie zwei Parkplätze in Götzenhof und Hilders, die an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden sind.

Übrigens: Der Milseburg‑Tunnel ist vom 1. November bis 31. März verschlossen, weil er in dieser Zeit vielen tausend Fledermäusen als wichtiges und „verkehrsberuhigtes“ Winterquartier dient.

 

Tann             

Die Stadt liegt anmutig im Wiesengrund der Ulster, zwischen Hainberg im Westen und Engelsberg im Osten. Das historische Städtchen liegt in einem Zipfel Hessens, der sich in das Gebiet Thürigens hineinschiebt.

Der Ursprung der ersten Siedlung der Stadt reicht zurück ins erste Jahrtausend mit der Errichtung einer Burg des Rittergeschlechtes „von der Tann“. Im Jahr 1541 erhielt der einstige Flecken von Kaiser Karl V. das Recht, im Jahr zwei freie Markttage abzuhalten und wurde damit Stadt. Ein Eberhard von der Tann in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ist ein per­sönlicher Freund Luthers gewesen, und seine Verbindung zu den Führern der Reformation ergibt auch frühzeitig die Einführung des lutherischen Glaubens in Tann und den zu seinem Herrschaftsbezirk gehörenden umliegenden Ortschaften, wie Neuswarts, Günthers, Schlitzen­hausen, Theobaldshof, Hundsbach, Wendershau­sen, Habel und Neuschwambach.

Er ließ 1564/65 eine evangelische Kirche bauen und befestigte die Stadt 1557-63 mit einer Mauer. Reste dieser Befestigung finden wir heute nur noch im Stadttor (1357) und einem Teil der alten Stadtmauer im „Graben“ und in der Brunnengasse. Auch durch die Wirren der Gegenreformation konnte sich der Protestantismus dort behaupten, und so kam es, daß bis zum zweiten Weltkrieg Tann mit seinen umliegenden acht Dörfern ein rein evangelischer Sprengel war.

Zur Zeit der Bauernkriege war die Not der Bauern auch im Ulstertal durch die zu leistenden Abgaben (Zehnten) und Dienste groß. Sie schlossen sich zu einer Kampfgruppe zusammen, zerstörten umliegende Burgen, doch Tann selbst und die damalige Burg blieben von der Plünderung und Zerstörung verschont, da die Herren von der Tann ihren hörigen Bauern die Erfüllung ihrer 12 Artikel versprachen.

Spuren der Not der Bevölkerung und der Zerstörung in der Stadt und ihrer Umgebung hinterließ auch der Dreißigjährige Krieg. Kontributionen und Abgaben von Getreide, Heu und Schlachtvieh brachten die Bevölkerung an den Rand einer Hungersnot. Der Schweidhof am Südwesthang des Engelsberges ging in Flammen auf, wurde jedoch wiederaufgebaut. Ebenso fiel das aus 22 Häusern bestehende Dorf „Engelsberg“, im Sattel zwischen Engelsberg und Dadenberg gelegen, der Zerstörung anheim. Bis nach dem ersten Weltkrieg waren Mauerreste und Kellereingänge erkennbar; später wurde die Fläche eingeebnet und aufgeforstet. Heute erinnert nur die alte „Dorflinde“ an den Ort der einstigen Zerstörung.

Kriege im 17. und 18. Jahrhundert brachten immer wieder mit ihren Truppendurchzügen und Einquartierungen sowie durch Seuchen und Brände schwere Belastungen über die um das tägliche Brot kämpfende arme Bevölkerung. Im Zuge der Säkularisation, durch die die geistlichen Besitzungen ihre Selbständigkeit verloren, wurde auch den ritterschaftlichen Territorien das Recht der Selbstverwaltung genommen.

Das Schicksal der Stadt war aufs engste verbunden mit dem Herrschaftsgebiet des Adelsgeschlechtes „von der Tann“ - in seiner jahrhundertealten Geschichte immer das Schicksal eines Grenzgebietes. Die Besitzungen der „von der Tanns“ lagen an den Nahtstellen der Territorien der Bischöfe von Würzburg, der Äbte von Fulda, der Landgrafen von Hessen und der Grafen von Henneberg (bzw. ihrer Nachfolger, der Herzöge von Sachsen). Später war Tann mit seinen Randorten Grenzgebiet an der Landesgrenze zwischen Bayern bzw. Preußen und Thüringen.

So fiel das Tann’sche Herrschaftsgebiet an das Großherzogtum Würzburg (1806) und 1814 an Bayern. Nach dem Bruderkrieg i866 wurde es von Bayern abgetrennt und bildete mit dem Gersfelder Bezirk den selbständigen Kreis Gersfeld in der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Eine Verwaltungsreform vereinte 1932 den Kreis Gersfeld mit dem Kreis Fulda, wodurch sich im vielhundertjährigen, wechselvollen Lauf der Geschichte der Kreis schloß: Tann, einst als Lehen zu Fulda gehörend, war wieder Fulda angegliedert.

Wohl haben kleine Brände und der Großbrand vom 12. Mai 1879, dem 86 Wohnhäuser, 240 Nebengebäude und die schöne alte Stadtkirche mit ihren unersetzlichen alten Kunstwerken zum Opfer fielen, das alte Stadtbild weitgehend verändert. Trotzdem vermag Tann immer noch eine Reihe von Sehenswürdigkeiten aufzuweisen, die dem stillen Rhönstädtchen ein mittelalterliches Gepräge geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stadt an der Ulster (380 Meter) ist Sitz des uralten reichsunmittelbaren Adelsge­schlechtes der Freiherren von und zu der Tann‑Rathsamhausen, die hier im 16. und 17. Jahrhundert drei Schlösser, das Rote, Blaue und das Gelbe Schloß. Alle drei sind bewohnt und leider nicht zu besichtigen. Das Gelbe Schloß ist der Stammsitz des aus dem 1870er Krieg berühmten bayerischen Generals, dem auf dem Marktplatz ein Denkmal errichtet wurde. Nur um Gelben Schloss kann der Ahnensaal besichtigt werden.

 

Rundgang:

Da ist zunächst das am Südausgang der Stadt gelegene Renaissance-Stadttor aus dem Jahre 1557-63. Es ist ein reiner Renaissance-Bau aus rotem Sandstein. Mit seinen welschen Haubentürmchen läßt es ahnen, wie das Städtchen einst mit seiner Stadtmauer einmal ausgesehen haben mag.

Rund um den abfallenden Marktplatz gibt es alte Fachwerk- und Steinhäuser. Auf dem Marktplatz steht das Standbild des bayerischen Generals der Infanterie Ludwig von und zu der Tann-Rathsam­hausen, als Anerkennung seiner großen Verdienste 1870/71, namentlich in der Schlacht bei Orleans.

Gegenüber dem Marktbrunnen steht das wohl älteste Haus der Stadt, das „Elf-Apostel-Haus“, um 1500 gebautes, prächtiges Fachwerkhaus mit hölzernen Flachreliefs an der Frontseite. Es zeigt über der reichverzierten Verkragung des ersten Stockwerkes eine Reihe von elf ins Balkenwerk eingeschnitzten und bemalten Apostelfiguren.

Die Stadtkirche, ein Nachfolgebau der 1879 zerstörten evangelischen Stadtkirche,  wurde 1888 bis 1889 errichtet

Weiterhin zieren zwei reizvolle Brunnen das Stadtbild, der Marktbrunnen aus dem Jahre 1710 und der prächtige Barockbrunnen vor dem Roten Schloß aus dem Jahre 1680, der aus vier bronzenen patinaverwitterten Delphinen sein Wasser speit.

Das Schloß wurde aus drei Bauperioden zu einem Gesamtbau an Stelle der einstigen Burg zusammen­gefügt, mit dem Haupttrakt, dem „Gelben Schloß“. In ihm befindet sich der Ahnensaal (Museum) mit etwa 150 Ölporträts des Tann’schen Geschlechtes, auch Originaldokumente mit den Unterschriften Friedrichs II. und Napoleon I., eine Sammlung alter Stoß- und Schußwaffen und vieles für den Beschauer Interessante.

Die alte ehrwürdige Barockkirche zu St. Nikolaus am Friedhof, die älteste Kirche des Ulstertales, schließt nach Norden das Stadtbild ab. Viele Grabsteine im Innern sowie an der Außenwand, deren prunkvollster der Epitaph des Melchior Arnak von der Tann aus dem Jahre 1608 ist, schmücken die Kirche und sind Zeugen der Geschichte der Stadt und ihrer Kirchen.

 

In landschaftlich reizvoller Lage wurde ein Kurgebiet ausgewiesen. Die hier in den letzten Jahren neugebauten Hotels, Privatpensionen und Ferienhäuser verfügen zur Zeit  über zusammen 200 Betten. Der endgültige Ausbau dieses Gebietes ist noch nicht abgeschlossen. Weitere Häuser befinden sich noch im Bau bzw. in der Planung. Ebenfalls im Kurgebiet befindet sich das moderne heizbare Schwimmbad mit Kleingolfplatz und die Geriethanlagen mit Kneipptretbecken. Gepflegte, im Waldschatten liegende Spazierwege mit zahlreichen Ruhebänken und schönen Aussichtspunkten, die den Blick über die Rhönberge freigeben, laden hier zum Ver­weilen ein.

Die große Attraktion von Tann ist jedoch das Rhöner Museumsdorf. Da stehen original eingerichtete Bauern­häuser, die man aus verschiedenen Teilen der Rhön zusammentrug, samt aller Neben‑ und Nutzbauten aus den letzten 250 Jahren.

Das Rhöner Naturmuseum zeigt die erdgeschichtliche Entwicklung des Rhöngebirges und die heimische Tier- und Vogelwelt.

 

Ausflüge:

1. Habelstein: Der Weg führt um den Habelberg rechts herum über das Heufeld nach dem Habelstein, einem wildromantischen, 50 Meter hohen Basaltfelsen, dessen Spitze schöne Aussicht auf die Rhön gewährt.

2. Ulsterquelle, Heidelstein, Schwabenhimmel, Rotes Moor: Auf der Landstraße Wüstensachsen­-Bischofsheim bis zur Kniebreche oberhalb der Mathes­bergerhöfe, dann 1inks Waldstraße durch den Schwarz­wald (blaues Dreieck) bis zur Ulsterquelle; herrlicher Blick ins Ulstertal. Von hier Aufstieg zum Heidelstein (915 in, schöner Überblick über die Hohe Rhön). In westlicher Richtung über den Schwabenhimmel (913 Meter) nach dem Roten Moor, einer rötlich gefärbten weiten 'Moor­fläche jenseits der Landstraße Wüstensachsen‑Bischofs­heim. Auf der Landstraße zurück.

 

Hünfeld:

Der Keltenhof bei Mackenzell, einem Stadtteil von Hünfeld.

Der „Keltenhof Mackenzell“ kann jederzeit besucht werden. Die beiden hier rekonstruierten Gebäude sind allerdings nur zu speziellen Anlässen auch von innen zu besichtigen. Bauarbeiter hatten vor einigen Jahren die Grundmauern einer keltischen Siedlung gefunden – auf diese Funde aufbauend wurden die zwei Gebäude errichtet. Führungen kann man über das Konrad-Zuse-Museum, Abteilung Vor- und Frühgeschichte erfragen. Bei solchen Führungen zeigt der Abteilungsleiter Christian Aschenbrenner dann unter anderem auch mal persönlich, wie die Kelten eine komplizierte Schließanlage für ihre Haustüren konzipierten.

Kontakt und Information: Zusemuseum, Kirchplatz 4-6, Telefon: 06652 – 919 884

Internet: www.zuse-museum-huenfeld.de .  Internet: www.mackenzell.de

 

Es gibt auch einen Ringwall auf dem Steinberg.

 

In Hünfeld gibt es einen Märchenrundweg.

 

 

 

Sargenzell: 

Der Früchteteppich in Sargenzell

Millionen von Früchten und Samen bilden hier alljährlich ein etwa 25 Quadratmeter großes Bild. Der diesjährige Teppich liegt noch bis zum 01. November 2009. Dieses Jahr ist die Vorlage  „Die Heilung des Gelähmten“ von Bartolome Esteban Murillo (1618 -1682). Das Original hängt in der „National Gallery“ in London.

Der Besuch ist kostenlos – Spenden zum Erhalt der alten Kirche freuen die Macher des Teppichs aber natürlich sehr!

Kontakt und Information: Telefon: 06652-7938591(Frau Kascherus)

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Internet: www.fruechteteppich.de

 

Rasdorf:

Die Rhön rund um Hünfeld ist geprägt durch die Kuppen des Hessischen Kegelspiels. Die Berge sind vulkanischen Ursprungs – einer uralten Sage folgend sind die neun Kegel für die einheimische Bevölkerung allerdings das Relikt einer Kegelbahn für Riesen.

Die Eisenbahnlinie Wenigentaft‑Mansbach-­Hünfeld  ist reich an landschaftlichen Schönheiten. Zunächst führt sie in starker Steigung im Grunde der Taft über Treischfeld und Großentaft nach Eiterfeld, dem höchsten Punkt der Linie (370 Meter). Auf der ganzen Strecke hat man rechts den Soisberg vor Augen, 1inks begleitet die Bahn von Großentaft an eine Kette kegelförmiger Basaltkuppen: Stallberg (540 Meter), Appels­berg (531 Meter ), Rückers­berg (524 Meter), Lichberg (483 Meter), die zusammen mit einigen anderen Bergen (Gehilfenberg mit Kapelle, Morsberg, Hübelsberg, Wieselsberg und dem „König“ Soisberg) unter dem Namen „Hessisches Kegel­spiel“ zusammengefaßt werden. Nördlich von Eiterfeld ist Schloß Fürsteneck malerisch auf einem Hügel gelegen und jetzt Domäne. Nun senkt sich die Bahn rasch und nähert sich der Haune, überschreitet auf hohem Via­dukt bei dem Hof Clausmarbach ein Seitental und erreicht in Hünfeld die Hauptlinie Bebra‑Frankfurt.

Rasdorf ist ein idyllischer Ort in der nördlichen Rhön. Zu den Bräuchen im Jahres­kreis gehört die Kirmes am ersten Novem­berwochenende Paare zeigen am Sonntag­nachmittag, wie in vielen Orten der Rhön, den Dreireihentanz auf Hessens größtem Dorfplatz. Gereicht werden Zwiebelku­chen und Schnaps. Während der Kirmestanz nur ein punktueller Anreiz für Ausflügler ist, hat die mit 1.800 Seelen kleinste Ge­meinde im Kreis Fulda das ganze Jahr über Sehenswertes zu bieten. Sie beher­bergt in einem mehr als 400 Jahre alten Fachwerkhaus ein Landschafts‑Informati­onszentrum über die erdgeschichtliche Entstehung der umliegenden Basalt‑Erhe­bungen im Biosphärenreservat Rhön.

 

Das Landschafts-Informations-Zentrum (LIZ) ist in der Großentafter Straße 10a und informiert über das Hessische Kegelspiel und die Berge der Kuppelrhön.

 

Der Wehrfriedhof (Geisaer Tor) wurde angelegt um 1200, das Friedhofskreuz ist von 1751.

 

Die Wallfahrtskapelle  „St. Maria und Vierzehn Nothelfer“ auf dem 456 Meter hohen Gehilfersberg wurde um 1625 - 1630 erbaut und ist seit dem 17./18. Jahrhundert ein bedeutender Wallfahrtsort des Hochstifts Fulda. Der Berg ist schon seit einem halben Jahrtausend ein christlicher Wallfahrtsort. Durch Brandstiftung wurde sie 1996 von Unbekannten bis auf die Umfassungsmauern zerstört, aber bereits im folgenden Jahr detailgetreu wieder aufgebaut. Ein Architekt aus dem Dorf  - der nach einer Erkrankung ein entsprechendes Gelübde getan hat - hat den Wiederaufbau geleitet. Der Hochaltar wurde nach dem Original in Fulda rekonstruiert. Auf dem Berg ist auch ein Friedhofswald.

 

Es wurden drei thematische Wanderwege ausge­arbeitet:

1. Die kunstge­schichtlich bedeutsame, derzeit gerade mit Millionenaufwand renovierte Stiftskir­che mit einem karolingischen Baukern. Die Stiftskirche (Am Anger 30) wurde 1274 erbaut  als romanisch-gotische Basilika, die Säulen sind aus dem 9. Jahrhundert, der Taufstein aus dem 12. Jahrhundert, die Ausstattung ist barock.

Die weithin sichtbare Kapelle auf dem Ge­hilfensberg als Wallfahrtsort; ein in seiner Form einzigartiger Wehrfriedhof mit ho­hen Mauern.

Die Bauernhöfe Rasdorfs las­sen noch jene Auszugshäuser erkennen, in die die ältere Generation umzog, wenn die Söhne den Hof übernahmen. Die Bornmüh­le zählt zu den wenigen Wassermühlen, die noch in Betrieb sind.

2. Ein zweiter Rundwanderweg zeigt das Entstehen der Landschaft über Jahrmillio­nen der Erdgeschichte.

3. Ein dritter zeugt davon, daß die Bauern über Jahrhunder­te mit ihren Händen eine vielfältige Kul­turlandschaft gestalteten.

 

 

Der Druide „Burgos von Buchonia“

Burgos ist auf vielen Mittelaltermärkten zu treffen. Sie können mit ihm Bogen schießen, wandern, einen Met trinken oder eine Räuchersitzung mit ihm zusammen durchführen.

Kontakt und Information: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Internet: www.die-buchonen.de, Telefon mobil: 0177-6300391

 

 

Seit 1999 ist Rasdorf um eine Sehens­würdigkeit reicher: die Mahn‑, Gedenk- ­und Begegnungsstätte Point Alpha. Sie rührt her aus der strategisch exponierten Stellung des Dorfes am Ostrand des Nato-Gebiets bis 1989. Die US‑Armee unter­hielt dort an der innerdeutschen Grenze im Kalten Krieg von 1948 an einen 120 Sol­daten starken Grenzposten namens Point Alpha. Hier wollte der Warschauer Pakt im Kriegsfall in die Bundesrepublik ein­dringen. Das US‑Militär nannte sie „Fulda Gap“. Daher konzentrierte sich die bundes­deutsche Friedensbewegung im Herbst 1984 auf den Raum Fulda.

Aus der Friedensbewegung kam kurz nach der Grenzöffnung die Forderung, Point Alpha solle zu einer internationalen Stätte der Begegnung und blockübergrei­fenden Friedensarbeit werden. Ein 1995 gegründeter Förderverein hatte örtliche Wurzeln. Im Jahr 1999 öffnete die gemein­same Gedenkstätte mit drei Hektar auf hessischer und vier auf thüringischer Seite. Zu sehen sind ein Wachturm auf westlicher und einer auf östlicher Seite der frü­heren Demarkationslinie, die teils als Wan­derweg dient.

Das Museum in drei früheren Well­blech‑Baracken des US‑Regiments zeigt den berüchtigten Selbstschuß- Apparat SM 70, der auf DDR‑Seite Metallsplitter auf Menschen schleuderte, die in den Wes­ten fliehen wollten. Dokumentiert werden der martialische Fahneneid der DDR-­Grenztruppen und in einer Sonderausstel­lung mit Stasi‑Originalfotos, welcher Vehi­kel sich erwischte Flüchtlinge bedien­ten: Ballons, Fluggleiter, segelfähiges Mo­torfluggerät, Falt‑ und Schlauchboote. In einer großen Halle sind Panzer, Lastwa­gen und ein Hubschrauber von beiden Sei­ten der Ex‑Grenzbewacher zu besichtigen. Ausgestellt sind Skulpturen der Jugendbe­gegnungsstätte Buchenwald, die ein Zei­chen für den Frieden und gegen Rassis­mus sein sollen. Im Gästebuch hat sich ein US‑Amerikaner verewigt: „No more war on planet earth.“ Vergangenes Jahr ver­zeichnete die Begegnungsstätte 50.000 Gäste, viele aus den USA. Sie beherbergt auch Schulklassen. Das Museum ist eines von rund 20 an der ehemaligen Zonengren­ze. Es stellt als Einziges den Ost‑West­-Konflikt dar. Wo die Ausstellung Insignien US‑amerikanischer Macht zeigt, fehlt aber jeder Hinweis auf die Gefahr; die eine atomare Fulda Gap‑Strategie der US‑Ar­mee für die verbündete Bevölkerung in Westdeutschland bedeutete.

Point Alpha ist am Ortsausgang Richtung Gei­sa ausgeschildert, im Winterhalbjahr von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Landschafts‑Informati­onszentrum, Telefon 06651/96010, Point-Al­pha‑ Museum 06651/919030. Informationen im Internet unter www.pointalpha.com.

 

 

 

 

 

Eiterfeld:

Der Zintlhof

Mitten in dieser atemberaubenden Landschaft liegt der Zintlhof in Leibolz, einem Ortsteil der Marktgemeinde Eiterfeld. Seit 1996 betreibt Thomas Zintl den Hof zusammen mit seiner Frau. Im Zentrum steht dabei eigentlich eine Geflügelzucht, aber die Leidenschaft für exotische Tiere hat aus dem Geflügelhof inzwischen einen kleinen Zoo werden lassen, den sich Wasserbüffel, Pferde, Lamas, Riesenesel, Zwergesel, Sattelschweine, Nandus, Alpaccas und vor allem 16 Kamele teilen.

Diese sind übrigens nicht nur zum Anschauen und Anfassen da, sondern auch zum Reiten. Kameltrekking ist auf dem Zintlhof auf kleineren oder ausgedehnten Touren durch die „Höckerrhön“ möglich.

Weitere Infos: Thomas Zintl, Im Unterdorf 6, 36132 Eiterfeld-Leibolz

Telefon: 06672 307. Internet: www.zintlhof.de

 

 

 

 

 

 

 

Bayerische Rhön

 

 

Wildflecken (500 Meter): Laub‑ und Nadelwald. Schwerspat­gewinnung. Ausgangspunkt für viele Ausflüge, von denen besonders zu nennen sind: Dammersfeld, Eierhauck, Kreuz­berg, auch für Wanderungen durch das ganze Rhöngebirge. Als Wintersportplatz besonders von Würzburg aus besucht.

 

Ausflüge:

1. Dammersfeld (928 Meter), nordwestlich, einer der bedeutendsten und besuchtesten Rhönberge. Straße bis Reussendorf, von da den gelben Zeichen nach zum Wiesenhaus (853 Meter), einfaches Gasthaus auf weiter Wiesenmatte, bis zum Gipfel noch etwa 20 Minuten. Höchste Erhebung der wald­gebirgigen Rhön. Die eigentliche Dammersfelder Kuppe besteht aus zwei durch einen flachen Rücken zusammenhängenden Erhebungen. Von der Südkuppe aus sieht man nach Süden die Berge des Sinngrundes in schöner Gruppierung vor sich liegen, dahinter Saaleck und Soden­berg bei Hammelburg, nach rechts folgen Spessart, weiter Taunus und Vogelsgebirge. Die Aussicht von der Nord­kuppe ist zugewachsen. An der Nordostseite des Dammersfeldes unter der Kuppe das Haus Franken.

Man bezeichnet mit Dammersfeld im weiteren Sinne ein größeres Massiv, zu dem außer der eigentlichen Dammersfelder Kuppe noch Maria‑Ehrenberg im Sudwesten, Dreifelskuppe und Dalherdaer Kuppe im Nordwesten gehören.

Maria‑Ehrenberg (676 Meter, ist ein prächtig mit Buchen bewaldeter, steil aus dem Grunde der Kleinen Sinn aufsteigender Bergkegel mit einer vielbesuchten Wallfahrtskapelle, 1666 erbaut, 1732 erweitert.

2. Die Dalherdaer Kuppe (800 Meter) ist eine kahle, nach Norden steil abfallende Erhebung mit Windhütte und Aussichtstafel; überraschend umfangreiche Rundsicht, insbesondere nach dem Hessischen Bergland. Am Nordhang der „Kuppemann“, eine eigentümliche Felspartie, der Gestalt eines riesigen Mannes gleichend.

3. Eierhauck (910 Meter, gelbe Zeichen): In Wildflecken Fahrweg 1inks von der Straße nach Oberweißen­brunn ab über einen Bach und hinauf nach dem Wald, der sich bis kurz vor den Gipfel hinzieht. Der Eierhauck ist eine steile grüne Basaltkuppe mit Schutzhütte. Die Aussicht ist frei nach allen Seiten hin und eine der schönsten im Rhöngebirge.

Nach Süden gleicht sie der des Dammersfeldes, nach Westen baut sich dieses machtvoll auf, dann folgen nach rechts die Kuppenreiche Rhön und nach Norden die schöne Gruppe: Eube, Pferdskopf, Wasserkuppe. Nach Nordost zieht sich über der Hohen Rhön der Thüringer Wald mit dem Inselsberg hin. Auch die Gleichberge bei Römhild sind sichtbar.

 

Bischofsheim vor der Rhön (432 Meter):

Das bayerisches Städtchen ist außerordentlich günstig für kleinere und größere Rhön­wanderungen gelegen. Auch weitere Ziele, wie die Schwarzen Berge, die Waldgebirgige Rhön, Gersfeld und Umgebung, besonders die Wasserkuppe, sind bequem zu erreichen.
Es gibt eine protestantische Kirche und am Bahnhof, die gotische Pfarrkirche. Amtsgebäude und Centturm stehen nahe dem Markt, dessen geschlossenes Bild ein Beispiel des städtebaulichen Empfindens einer vergangenen Zeit ist. Im Rathaus Sammlung der Funde von der Ruine Osterburg. Dazu ein Basaltwerk und ein städtisches Schwimmbad.

Seit 1862 ist in Bischofsheim eine renommierte Holz­schnitzerschule mit ständiger Ausstellung zu Hause. In dieser (inzwischen staatli­chen) Lehranstalt lernen junge Menschen ein Kunst­handwerk, das traditionell zur Rhön gehört. Zur rauhen Winterzeit hat man hier seit Menschengedenken ge­schnitzt: in einem Ort Holz­schuhe, im anderen Löffel und Schüsseln, in wieder ei­nem anderen Butterfässer oder Pfeifenköpfe. So ver­diente man sich ein Zubrot. ­Heute verkaufen sich Heili­genfiguren und Krippen besser‑ aber die zu schnit­zen will gelernt sein. Darum gründete man die Holz­schnitzerschule. Sehen Sie sich die ständige Ausstel­lung der Lehranstalt an. Viele ehemalige Schüler haben sich in der Rhön niederge­lassen.

 

Rotes Moor:

Während das bayerische Schwarze Moor schon 1939 unter Naturschutz gestellt wurde, konnte man sich für das einzige hessische Hochmoor, das Rote Moor, erst 1979 zu einem solchen Schritt durchringen. Der Torfabbau - zuletzt 20 000 Quadrat­meter im Jahr - wurde gar erst 1984 endgültig eingestellt; Gleiskör­per, Loren und Kipper verschwanden. Am Beispiel des am Rande der Hochebene der „Langen Rhön“ liegenden Roten Moores läßt sich seitdem gut verfolgen, wie die Renaturierung voranschreitet.

Zunächst hob man das durch den Torfabbau gesunkene Grundwas­ser an, um das Wachstum typischer Hochmoorpflanzen zu unterstüt­zen. Flechten werden zurückgedrängt, Feuchtrasen, Seggen, Troll­blumen und Sonnentau dagegen begünstigt. Weitläufig wurden die artfremden Fichten entfernt zugunsten von Bergahorn, Eschen, Schwarzerlen und vor allem dem typischsten Baum im Roten Moor, der Karpatenbirke. Sie wächst hier auf einem Gebiet von insgesamt 45 Hektar und ist im mitteleuropäischen Raum nirgends sonst so stark vertreten.

Ein als „Moor-Lehrpfad“ ausgewiesener Bohlenweg führt quer durch das Terrain. Wachstum und Alter (12 000 Jahre) des sumpfigen Ge­ländes, das Entstehen des Torfes, Schutzmaßnahmen sowie Botanik und Zoologie werden auf Texttafeln erläutert. So erfährt man, daß neben der subarktischen Pflanzengesellschaft auch viele bestandge­fährdete Tierarten in dem 315 Hektar großen Areal ein unschätzbares Rückzugsgebiet gefunden haben: Langschnäbelige Bekassine gründeln hier ebenso wie Wiesenpieper und Waldschnepfen. Selbst eini­ge Birkhühner, die einzige natürlich vorkommende Population Hes­sens, haben im Roten Moor ihr Zuhause.

 

Osterburg (715Meter, rote Zeichen): Man er­reicht sie entweder auf dem Weg durch Haselbach, von wo der bezeichnete Weg rechts abzweigt und in die Höhe führt, oder direkt, indem man bei der Schnitzschule, den roten Zeichen folgend, aufwärts geht. Die Osterburg ist eine umfangreiche Burgruine auf dem Osterberg, einem Basaltkegel westlich von Bischofsheim.

Die Spuren der Ruine wurden 1897 von dem Forstmeister Fuchs in Bischofsheim bei Anlegung eines Waldweges aufgefunden und all­mählich freigelegt. Bis dahin war sie unter Rasen und Fichtenbestand verborgen gewesen. Der Durchmesser von Osten nach Westen be­trägt 114 Meter, die größte Breite von Norden nach Süden 70 Meter. Von dem Haupteingang sind noch die Stümpfe zweier Tortürme erhalten. Die Ringmauern sind in einer Höhe von 1 bis 3 Meter vor­handen. Am besten erhalten ist der Bergfried. Seine lichte Weite beträgt fast 10 Meter, die Mauerstärke 1,5 Meter, seine Höhe betrug bei der Aus­grabung 2,5 Meter und wird auf ursprünglich 40‑50 Meter geschätzt.

Man be­absichtigt, ihn als Aussichtsturm aufzubauen; der Bau ist bereits bis auf ungefähr 13 Meter Höhe vorgeschritten, aber z. Zt. eingestellt. Die Ring­mauer ist in einer Entfernung von ungefähr 15 Meter von einem Graben umgeben, dessen Tiefe 6‑8 Meter und dessen Breite 8‑10 Meter beträgt. Be­sondere Beachtung verdienen die Kleinfunde aus Stein, Ton und Metall, Konsolen, Säulenreste, Gefäße, Bronzeschüsseln, Schnallen, Gürtel­schlösser, Sporen, Eßwerkzeuge, Geschirrteile, die von nicht geringer Kunstfertigkeit zeugen; sie werden im Rathaus zu Bischofsheim gezeigt.

Gräben und ein Teil der Mauern der Burg weisen zunächst auf die Entstehung in vorgeschichtlicher Zeit hin, andere Spuren lassen auf die merowingische Zeit schließen; als eine weitere Bauperiode mag das 11. und 12. Jahrhundert anzusprechen sein. Die Baugeschichte der Burg schließt mit der romanischen Periode ab. Um die Mitte des 13. Jahr­hunderts scheint die Burg zerstört worden zu sein, und zwar aller Wahr­scheinlichkeit nach durch Feuerbrunst infolge Blitzschlages. Von dem alten Bergfried aus hat man einen schönen Blick in das Tal der Brend bis zur Salzburg hinunter.

 

Himmeldunkberg (894 Meter) mit hübschem Blick nach dem Brendtal gegen Neustadt an der Saale mit der Salzburg im Osten, nach dem Fuldatal bis Fulda im Westen.

Rhönhaus, Bauersberg, Holzbergerhof, Teufels­mühle, Basaltwerk: Das Rhön­haus an der Rhönstraße Bischofsheim‑Wüstensachsen ist ein einfach bewirtschaftetes Straßenwärterhaus; von hier Fußpfad über den Bauersberg nach dem Holzbergerhof (mit Schloß des Grafen Schimmelmann) und hinab durch die Basaltgruppe der Teufelsmiihle auf die Straße.

Heidelstein und Schwabenhimmel: Hinweg über das Basaltwerk, die Teufelsmühle und den Holzbergerhof, von da zum Heidel­stein. Rückweg vom Sehwabenhimmel aus.

 

Kreuzberg

Neben Wasserkuppe und Milseburg ist die 932 Meter hohe Erhebung eine der auffallendsten Bergformen der Hochrhön. So verschieden ihre Silhouette, so unterschiedlich ist auch ihre Kulturgeschichte. Während an der Milseburg ausgedehnte Ringwälle auf prähistorische Besiedlung verweisen, die windreiche Wasserkuppe zum „Berg der Flieger“ wurde, gilt der Kreuzberg als „Heiliger Berg“ der Wallfahrer.

Das ganze Jahr über ziehen viele tausend Wanderer und Wallfahrer zum Kreuzberg, dem bekanntesten Berg der Rhön in Bayern (928 Meter oder 932) - dem „Heiligen Berg der Franken“. Der Kreuzberg ist wegen seiner herrlichen Fernsicht und seiner sonstigen landschaftlichen Schönheiten von alters her das Ziel aller Rhönwanderer und wegen seiner für die Erholung besonders günstigen klimatischen Vorzüge eine gern besuchte Höhensommerfrische. Infolge seiner außerordentlich günstigen Geländeverhältnisse und der in der Regel guten und reichlichen Schneelage ist er einer der besuchtesten Wintersportplätze in der Rhön.

 

Es gibt verschiedene Aufstiege:

Mußten die Pilger über Jahrhunderte hinweg auf ungebahnten Pfaden den Berg hinaufklettern, finden Wanderer heutzutage von Bischofsheim aus gut markierte Wege, Autofahrer eine ausgebaute Straße bis kurz vor die Klostergebäude.

1. An einem Steinkreuz am Ortsrand von Sandberg beginnt diese Wanderung. Über Wiesen, Weiden und schmale Waldstreifen geht es zum Kreuzberghang hinauf. Der Anstieg ist teilweise sehr steil. Das „Marienbrünnle“ - es wird von Wanderern stets mit frischen Feldblumen geschmückt, oder der „Herrgottsquell“, laden Sie zum Verweilen ein. Über eine Waldwiese erreicht man das Kloster Kreuzberg. Hier kann man eine zünftige Rast einlegen. Auf dem Gipfel des Kreuzberges wird man für die Mühen des Aufstieges durch die phantastische Rundumsicht belohnt.

2. Man geht durch das Städtchen nach dem Dorf Haselbach. Am Ende des Dorfes zweigt 1inks der direkte Weg nach dem Kreuzberg ab, die sogenannte „Kniebreche“, die durch Wald empor führt bis ins Freie. Oben sieht man eine echte Rhönlandschaft mit herrlichem Ausblick.

Man sieht im Norden die mittlere Rhön, im Nordosten den Thüringer Wald mit Inselsberg, Schneekopf, davor die Geba, die Lichtenburg bei Ostheim, die Ruine Henneberg, im Osten die Veste Coburg, näher die Gleichberge, im Südosten Fichtelgebirge und Steigerwald, im Süden Kissingen mit der Bodenlaube, die Festung Marienburg bei Würzburg, den Gramschatzer Wald, die Ruinen Saaleck und Sodenberg (nahe), im Südwesten den Spessart, davor den Dreistelz, im Westen die Auersberge im Sinngrund, dahinter den Taunus, im Nordwesten die Waldgebirgige Rhön vorn Dammersfeld bis zum Himmeldunkberg, Osterburg mit dem Schwabenhimmel im Hintergrund,  dahinter Vogelsberg und Knüll in Hessen.

 

Das Kloster:

Mit den christianisierten Franken begannen die Wallfahrten auf den Kreuzberg, die in den Wirren der Bauernkriege und der Reformationszeit zum Erliegen kamen. Erst im Zuge der Gegenreformation ließ 1598 der Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn das im Bauernkrieg zerstörte heilige Kreuz auf dem Gipfel wiedererrichten. Außerdem entstand eine kleine Kapelle, die Ende des 17. Jahrhunderts wegen des wachsenden Pilgerstroms zu einer Kirche erweitert wurde. Nun zogen auch die Franziskaner auf den Gipfel, die bis zu diesem Zeitpunkt die Wallfahrer von Bischofsheim aus betreut hatten.

Als 1647 der Dreißigjährige Krieg bereits 29 Jahre gedauert hatte und immer noch kein Ende abzusehen war, zogen aus Würzburg Bittwallfahrer in großer Zahl auf den Kreuzberg, um Frieden zu erflehen. Zu dem kam es dann ein Jahr später. Zum Dank (und weil die Pilgerscharen nun nicht mehr abreißen wollten) entstanden noch im gleichen Jahrhundert an Stelle der Hütte ein Kloster und die Wallfahrtskirche: Nachdem die kleine Kapelle auf dem Berg errichtet worden war, erbaute in den Jahren 1680/92 der Würzburger Fürstbischof Philipp von Dernbach ein Franziskanerkloster mit Wallfahrtskirche. Deren größte Kostbarkeit ist eine wertvolle Monstranz, die einen Splitter vom Kreuz Christi enthalten soll.

Im Kilian-Jahr 1989 entstand am Kreuzberghotel an der Gipfelauffahrt ein 4,30 Meter hohes Kiliansdenkmal aus fränkischem Muschelkalk. Das Kreuz weist ihn als Missionar, das Schwert als Märtyrer aus.

Das Kloster mit seinen grauen Mauern und mit seiner Kirche liegt 64 Meter unterhalb des Gipfels. Es enthält eine Gastwirtschaft und  Fremdenherberge, ferner den Kreuzberggasthof und hinter dem Kloster den Berggasthof Bavaria. Das Kloster mit seinem Kiosk‑Rummel und dem Menschengewimmel in den übervollen, verrauchten Restaurationsräumen ist nicht gerade ein Ort der stillen Andacht. Aber das von den Franziskanern gebraute Rauchbier ist ausgezeichnet ‑ weshalb es von Pilgern wie von Rhönwanderern sehr geschätzt wird.   

Zum gottgefälligen Werk der Mönche gehört seit 1731 das Brauen eigenen Bieres. Das süffige Dunkelbier, zünftig in Maßkrügen ausgeschenkt, ist schon eine Versuchung wert. Ob Pilger oder Besucher, vereint sitzt man an den langen, blankgescheuerten Tischen der Kloster-Gaststube und läßt sich Gerstensaft und Brotzeit schmecken. Als Wirtshaus versteht sich das Kloster allerdings nicht. Früh abends schon werden die Zapfhähne abgeschraubt, und während der Hauptgottesdienste wird nicht ausgeschenkt.

Vorbei sind die Zeiten, als der Gast auf dem Kreuzberg die Höhe seines Obolus noch selbst bestimmte. Im „Rhönführer“ von 1886 schreibt der Gründer des Rhönklubs, Dr. Justus Schneider: „Im Kloster macht sich der Fremde, der sich durch seine Karte legitimiert, am besten die Rechnung selbst und zahlt beim Weggehen nach den Preisen eines guten Gasthauses“.

 

Den Gipfel erreicht man am besten auf dem Pfad, an dem die 13 Stationen liegen, bis zur Kreuzigungsgruppe und von hier weiter zum Observatorium und dem 23,4 Meter hohen Holzkreuz. Auf dem Gipfel des „heilige Berg der Franken“ sieht man ein Holzkreuz. Wenig unterhalb erheben sich die drei mächtigen „Kreuze von Golgatha“, die Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn an Stelle des alten verschwundenen Kreuzes im 16. Jahrhundert zusammen mit einer kleinen Schutzhütte errichten ließ.

Oben hat man eine großartige Fernsicht. Der 864 Meter (928 Meter) hohe Berg liegt malerisch auf einer Felsplatte, die sich nach Süden, Westen und Norden sanft abdacht, während nach Osten der Berg steil ansteigt. Lohn der Mühe ist ein grandioses Panorama über das geschwungene Auf und Ab der nördlichen Rhön und den hessischen Vogelsberg im Westen. An klaren Tagen reicht die Sicht bis Taunus und Spessart.

 

Der Kreuzberg hieß im Mittelalter Aschberg. Der Sage nach wurde das Wahrzeichen des Berges, das Kreuz, von Kilian, dem Schutzheiligen Frankens, im 7. Jahrhundert hier aufgepflanzt; nach ihm ist der östlich vom Kreuzberg liegende Hügel Kilianskopf und der am Fuße desselben gelegene Hof Kilianhof genannt. Die Legende sagt, daß der heilige Kilian, der Schutzpatron der Franken, bei seiner Missionsreise durchs Land der Heiden hier oben das allererste Kreuz aufstellte.

Etwa 100 Schritte östlich vom Kreuz ist eine Terrasse, von der aus sich gewaltige Basaltmassen in wirrem Durcheinander in die Tiefe senken, das Johannisfeuer genannt. Von hier aus ist der Blick auf die nähere Umgebung nach Osten hin freier als vom Gipfel aus. In der Nähe des Johannisfeuers die vom Rhönklub‑Zweigverein Würzburg errichtete Gedenktafel für den Rhönsänger und ‑dichter Pfarrer Leopold Höhl.

Im Wald des Käulingberges erreicht man  das „Neustädter Haus“ des Rhönklubs. Einmalig ist auch das Irenkreuz, eine Hochplastik, nahe am Weg. Schon im Jahre 686 soll der Franken-Apostel Kilian mit seinen Gefährten Kolonat und Totnan auf dem Gipfel das Kreuz errichtet und den Heiden gepredigt haben. Berg- und Quellennamen erinnern noch heute an das legendäre Wirken der iro-schottischen Mönche. Ihnen zu Ehren wurde das sogenannte Irenkreuz an der Fahrstraße zwischen Bischofsheim und Sandberg errichtet, das in den heimischen Bildstöcken keine Entsprechung hat und eher an die Kreuzräder irischer Friedhöfe denken läßt.

 

Am Ende des drei Kilometer langen Rundweges öffnet sich eine Sichtschneise hinüber zum Kreuzberg. Ihn zu erklimmen gehört zu einem Rhönbesuch wie der Gang übers Hochmoor.

 

Fladungen (410 Meter): Dieses bayerische Städtchen mutet mit seinen Mauern und zahlreichen Türmen, gleich den übrigen Ortschaften im Streutal, wie eine Stadt aus dem Mittelalter an. Im Herzen Deutschlands lag es einst, das alte reizende Rhönstädtchen, das im Jahre 789 in einer fuldi­schen Urkunde zum ersten Male erwähnt und 1335 mit Stadtrechten ausgestattet wurde.

Mit festen, turmbewehrten Mauem wurde das Städt­chen im 14. Jahrhundert zur Bastion ausgebaut. Die Be­festigungsmauer ist besonders nach Norden und Westen hin außer­ordentlich hoch. Vier Mauertürme sind noch gut erhalten, darunter der „Vexierturm“ mit seiner schiefen Haube und der „Maulaffe“ am nördlichen Torausgang mit dem „Maulaffe“ genannten steinernen Männchen, das dem Betrachter die Kehrseite zu wendet.

Fladungen hat schöne alte Fachwerkhäuser sowie ein Zentgebäude aus der Renaissance, das die umfang­ reichen und attraktiv zu­sammengestellten Sammlungen des Rhönmuseums beherbergt. Da sehen Sie unter anderem Stubeneinrichtungen, Webstühle für das einst sehr gefragte Rhöner Leinen, eine Sammlung schöner Truhen, Kinderspielzeug, Volkskunst und ein Herbarium der Rhön­flora.

Fladungen liegt unmittelbar am Ostfuß der Hohen Rhön und ist daher als Ausgangspunkt mannigfacher Wanderungen von Touristen sehr besucht. Auch Sommerfrischler kommen auf ihre Rechnung, da die Wege in der Umgebung gut instand ge­halten, farbig bezeichnet und mit Ruhebänken versehen sind. Orientierungstafel am Bahnhof. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das 1921 eröffnete Rhönmuseum. Es gibt mit seiner Sammlung von Holzbildhauerarbeiten, Zimmereinrichtungen, Gerätschaften, Karten usw. ein ge­schmackvoll angeordnetes und geschichtlich interessantes Bild der bodenständigen Kultur.

 

Ausflüge: Die Hochrhön­straße, beginnend in Fladungen und endend in Bischofs­heim, dazu viele reizvolle und gutmarkierte Wanderwege des Rhönklubs und des Naturparks Rhön führen durch all diese Herrlichkeit.

 

1. Eisgraben und Schwarzes Moor: (rote, blaue und grüne Zeichen). Vom Bahnhof Fladungen Weg 1inks hin­auf über den Hammelberg mit der Gangolf-Kapelle bis vor das Dorf Hausen

Das Dorf durchsehreitend, am rechten Ufer des Baches von Hausen zu einem Steg über den Aschelbach, dessen Bett durch Basaltgeröll ausgefüllt ist, der sogenannte Eisgraben. Über den Steg, Fahrweg am 1inken Ufer aufwärts zur Straßenbrücke (links zur nahen Frauenhöhle, einer un­bedeutenden Basalthöhle). Dann schlechter Fußweg am Hang aufwärts zu einem Steg, oder ‑ etwas weiter ‑ zum neuen Steg, steil aufwärts durch Wald; ins Freie tretend, hat man die Hohe Rhön erreicht, eine weite Gras­fläche, deren einförmiges, Profil kaum durch einige flach­gewölbte Hügel unterbrochen wird. Links bald das Schwarze Moor (779 Meter), 60 Hektar große Moorfläche mit vielen Tüm­peln und Pfützen, deren Wasser durch das verdorrende Moos ein schwärzliches Aussehen erhält. Die Ränder des Moors kennzeichnen sieh durch niedrige Birkenbüsche, und man tut gut, bei nassem Wetter diese Grenzen zu beachten (Den Pfählen nach gelangt man nach Franken­heim.). Rückweg nach Fladungen über das Dorf Rüden­schwinden; bei nassem Wetter eine kurze Strecke am Schwarzen Moor vorbei, dann rechts einen Pfad zwischen zwei Waldabschnitten hinunter ins Tal.

2. Königsburg: Interessanter, sehr lohnender Ausflug meist durch Wald, über die Hohe Straße zur Königsburg und in derselben Richtung weiter zur Lichten­burg bei Ostheim.

3. Für Wanderer, die von Fladungen aus die Rhön, durchqueren wollen, empfiehlt es sich, vom Schwar­zen Moor aus entweder nach Frankenheim (den Pfählen nach) und Hilders (grüne Zeichen) oder nach Wüsten­sachsen (rote Zeichen ) oder endlich über die Hohe Rhön („Hohes Polster“) nach dem Heidelstein zu gehen.

4. Nach dem Ellenbogen (814 Meter) und dem Rhönhäuschen (grüne Zeichen): Straße über Oberfladungen nach dem Gut Huflar, von da Waldweg im Streugrund hinauf, an der Streuquelle vorbei, über die Straße von Kalten­nordheim nach Frankenheim auf die rasige Kuppe mit dem Eisenacher Haus und schöner Aussicht nach den nördlichen Rhönbergen und dem Thüringer Wald. Vom Ellenbogen gelangt Man in südwestlicher Richtung nach einem Jägerhaus, dem  sogenannten Rhönhäuschen, einige Schritte unterhalb desselben der Ursprung der Weid, der Landgrafenbrunnen, durch eine Tafel mit In­schrift gekennzeichnet.

 

 

 

Nordheim vor der Rhön: Bayerisches Dorf mit alten herrschaftlichen Gebäuden und

malerischem Kirchenaufgang. Station für die Basaltverladung vom Rother Berg.

 

Ausflüge:

1. Königsburg (533 Meter, blaue Zei­chen): Schön bewaldeter Berg mit Mauerresten und Aus­sichtsturm.

2.  Rother Kuppe (723 Meter): Von Nord­heim bis Roth Landstraße, dann durch das Dorf, das als Sommerfrische besucht wird, und steil in die Höhe (blaue Zeichen), an dem Justus‑Brunnen vorbei (zu Ehren des Gründers des Rhönklubs, Dr. Justus Schneider in Fulda). Links am Rother Berg das Basaltwerk von Leimbach in Nord­heim. Vom Aussichtsturm auf der Kuppe schöne Aus­sieht nach Franken hinein.

3. Steinerne Haus: Eine kolossale Anhäufung von vielen tausend meterlangen, fünfkantigen Basaltsäulen. Man geht über Oberelsbach, einen stattlichen Ort an der Els steil nach der Hohen Rhön hinauf bis kurz vor den Maihügel und dann 1inks in den Wald, nach einigen Minuten rechts am Weg die Basalt­massen. Auf einer aus Basaltsäulen erbauten Traverse überquert man das Vorkommen in seiner ganzen Aus­dehnung und gelangt auf den Maihügel.

4. Gangolfs­berg (737 Meter): Vom Schweinfurter Haus des Rhönklubs vorbei an der Thüringer Hütte erreicht man das Natur­schutzgebiet „Am Gangolfsberg“.  Dort steht ein Aussichtsturm und eine Kapellenruine. Ein Basaltvorkommen mit Prismenwand aus Basaltsäulen und Blockhalden ist seit einigen Jahren dem Abbau entzogen und als Naturdenkmal geschützt.

Der Gangolfsberg ist durch einen Naturlehrpfad er­schlossen. Hier wird man nicht nur über heimische Flora und Fauna informiert, sondern auch über die geologischen Gegeben­heiten des Berges. Er hat diesbe­züglich einiges an Eindrucksvol­lem - wie z.B. den „Teufelskeller“ - zu bieten. Dieser Berg ist somit in jeder Hinsicht eine Ausnah­meerscheinung.

Man wandert weiter zum Gipfel und zu den Grundmauern der Gangolfskapelle, vorbei an alten Ringwallanlagen. Der Weg hat teilweise starke Steigungen. Aber letztlich wird die Mühe belohnt und bei guter Fern­sicht kann man unterhalb des Gip­fels bis weit ins Grabfeld sehen. Auf markierten Wegen geht man zum Ausgangspunkt zurück. Die Wanderung kann auch in Obe­relsbach begonnen werden und verlängert sich dadurch um etwa zwei Stunden.

 

Ostheim vor der Rhön: (292 Meter): Thüringisches Städtchen an der Streu, malerisch und reizend gelegen. Wenige Kleinstädte Deutschlands haben das Vorgestrige so gut bewah­ren können  Da gibt es malerische Gerberhäuser am Ufer der Streu und manches schöne Fachwerkhaus an der brei­ten, baum‑ und brunnenbestandenen Marktstraße. Dazu gehört auch das Ende des 16.Jahrhunderts im Renaissancestil erbaute stattliche Rathaus mit der repräsentativen Freitreppe, das 1587 sein heutiges Aussehen erhielt.

Besonders reizvoll bieten sieh die alten Gerberhäuser an der Streu, die stei­nerne Torbrücke mit ihren vier Bogen aus dem 17. Jahrhundert und darüber im Hintergrund die Kirche mit den Befesti­gungsmauern und vier Ecktürmen von Süden, etwa vom Bahnhof aus. Durch die Statt zieht sieh eine breite, mit Bäumen bepflanzte Straße, an der im Osten des Paulinenstift und des Armenhaus, ferner des Kranken­haus, vormals von Hanstein’sches Schloß, im Renaissancestil.

Vor allem sehens­wert ist die Kirchenbefestigung aus dem  Jahre 1400, die um­fangreichste dieser Art. Die Kirche ist in eine vollständig erhaltene doppelte Ringmauer hineingebaut; an den vier Ecken der inneren Mauer erheben sich vier Türme, der Pulverturm, der achtlöcherige Turm, der Waagglockenturm und der Schulglockenturm.

Im Kirchhof finden sich einige 60 Keller („Gaden“) unter der doppelten Ringmau­er, in der zu Kriegszeiten die Einwohner ihre Habe bargen. Sie gehören traditionsgemäß Alt‑Ostheimer Familien.

In der Mitte der Anlage er­hebt sich, als Nachfolger der ursprünglichen Kirche, ein Gotteshaus im Stil von Re­naissance und Früh­barock. Es paßt zwar äußerlich nicht ganz dazu, enthält aber ei­nen ungewöhnlich reizvoll gestalteten Innenraum mit dreigeschossigen Emporen, bemaltem Tonnengewölbe und einer Barockorgel von 1730.

Ostheim ist die Heimat der berühmten Ostheimer Weichselkirschen.

 

Nördlich von Ostheim, 200 Meter über dem Städtchen, liegt Schloß Lichtenburg (477 Meter). Der Weg dahin führt am Städtischen Wasserwerk vorbei. Die Entstehung der Burg geht in das 12. Jahrhundert zurück und ist einem Henneberger Grafen zugeschrieben. Aus den Händen dieses Geschlechtes ging sie in die des Stiftes Würzburg über und wechselte in der Folgezeit ihre Besitzer öfter, bis sie im 15. Jahrhundert wieder an die Familie Henneberg zurückfiel. Im Bauernkrieg wurde die Burg tast völlig zerstört; während jedoch die übrigen Henneberger Schlösser als Ruinen liegen blieben, wurde die Lichtenburg wieder aufgebaut, 1555 hem sie an die Herzöge von Sachsen-Eisenach, 1741 an Sachsen-Weimar.

Gegenwärtig stehen außer den Mauern nur noch der Bergfried, ein schöner hoher Turm mit bequemer Treppe, die Kemenate und vom Palas die östliche Giebelwand, die mit ihren Fensterlöchern einen eigenartigen Anblick bietet. An Stelle des alten Torhauses ist ein neues er-richtet und als Gaststube eingerichtet worden  In der Kemenate wohnt der Burgvogt, der gleichzeitig das Gasthaus leitet.

Im äußeren Hof stehen unter Lindenbäumen Tische und Bänke, man hat von hier nach Süden und Südosten einen schönen Ausblick. Viel umfassender ist der Blick vom Turm; er erreicht gegen Nordosten den Inselberg, gegen Osten und Südosten die Gleichberge bei Römhild, die Veste Heldburg und Veste Coburg, gegen Südwesten den Kreuzberg. Vor dem Eingang zur Lichtenburg eine Freilichtbühne des Lichtenburg-Vereins (Pfingstfestspiele).

 

Bad Neustadt a. d. Saale: Bayerische Stadt an dem Einfluß der Brend in die fränkische Saale, an der Bahnlinie Meiningen‑ Schweinfurt. Beträchtlicher Han­del; die Viehmärkte gehören zu den bedeutendsten Deutsch­lands. Neustadt hat eine reizende Lage im weiten Wiesental der Fränkischen Saale auf einer kleinen Anhöhe am rechten Ufer. Um die Stadt zieht sich der Ring der alten Befesti­gungsmauern mit den mittelalterlichen Türmen. Die Gründung der Stadt wird Karl dem Großen zugeschrieben, denn er soll die „Neustadt“ für seine junge Frau Fastrada herzförmig angelegt haben.

Auch das Innere des Städtchens ist freundlich, besonders beachtenswert der schöne Markt­platz mit Brunnen. Die klassizi­stisch‑kühle katholische Stadtpfarrkir­che mit 28 römisch‑ korinthischen Säulen wurde anfangs des 19. Jahrhunderts erbaut. Die ehemalige Klosterkirche der beschuhten Karmeliterinnen ist gotisches Bauwerk mit einer frühbarocken Kassetten­decke und schönen Beicht­stühle und mit einem Turm aus der Renaissance.

Zu den Toren und Türmen der Stadtmauer kam 1579/80 das eindrucksvolle neunstöcki­ge Hohntor hinzu mit dem Wappen des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn und schönem Renaissancegiebel. Das Heimatmu­seum (Rhön‑Museum) ist im alten Würzbur­gischen Amtshaus aus dem früheren 18. Jahrhundert zu Hause.

 

Das Kurviertel von Neustadt liegt jenseits der Saale, zu Füßen der Salzburg. In die­sem früher selbständigen Bad Neuhaus (220 Meter) sprudeln fünf kohlensäurehaltige Koch­salzquellen: Marienquelle, Bonifatiusquelle, Hermannquelle, Elisabethenquelle. In ihrer Zusammensetzung und Wirkung sind diese Quellen denen von Bad Kissingen, Homburg, Nauheim und Soden gleich­wertig, von denen „keine bei einer gleichen Quantität von Salzen eine so große Menge von Kohlensäure besitzt“ (von Uebig). Die Neuhauser Quellen finden Anwendung bei chronischen Magen‑ und Darmleiden, Rheumatismus, Gicht, Herz‑ und Nervenleiden, Frauenleiden und allgemeiner Nervenabspannung. Zu den vielen Kurangeboten zählt auch das Mineralsole‑Hallenwel­lenbad mit Sauna und Sola­rium, das jedem ‑ nicht nur Heilsuchenden - zugänglich ist. In dem großen Park, der die Quellen umgibt, befindet sich eine Trinkhalle mit 400 Quadratmeter großer Wandelhalle. Das Schloßhotel ist ein früheres freiherrliches Schloß.

 

Einen besonderen Reiz erhält Neuhaus durch seine Lage am Fuß der Salzburg (304 Meter).

Sie wurde nicht - wie es die Sage will - für Kaiser Karl gebaut, damit er von dort wohl­gefällig auf die herzförmige Stadt herabblicken könne. Im Jahr 1000 schenkte Otto III. die Burg dem Bistum Würz­burg, das sie Vögten zu Lehen gab, die die Gerichtsbarkeit von hier aus über die zugehörigen Ortschaften ausübten. Die Festung entstand erst um 1100 als Residenz des Stadthalters der Würzbur­ger Fürstbischöfe. Die Salzburg, zu der man von Neustadt auf schattigem Treppenweg hinauf­spaziert, ist nicht nur eine erstaunlich gut erhaltene Burganlage (das Mauerwerk stammt teilweise noch aus dem 12. und 13. Jahrhun­dert), sondern auch eine der größten der Bundesrepublik Deutschland. Die späteren Besitzer ließen die Burg verfallen, und so ist sie jetzt eine Ruine, eine der umfangreich­sten Deutschlands.

Die Salzburg liegt 80 Meter über der Talsohle auf einem bewaldeten Kalkberg, von dessen Fuß aus in Neuhaus ein schöner Fahrweg und Promenadenweg sanft ansteigend zur Burg führt. Die Umfassungsmauern sind noch vollständig erhalten, außerdem mehrere Wart‑ und Tortürme, Gebäude mit schönen Fensternischen und Giebelwände mit Bogen­fenstern in gotischem Stil. Im Hof ein 75 Meter tiefer Brunnen, dessen Wasser mittels Tretrades beraufgeholt wird. Mitten in die Mauerreste hinein wurde 1841‑48 eine Kapelle ge­baut, die den altertümlichen Eindruck des Ganzen empfind­lich stört. Von der westlichen 23 Mauerbrüstung herrliche Aussicht auf Neustadt und die Rhönberge im Hintergrund, besonders den Kreuzberg.

 

Ausflüge von Neustadt.

1. Nach Kloster Bildhausen (rote Zeichen), alte Zisterzienserabtei.

2. Nach  Münnerstadt, altes Städtchen mit gut erhaltenen Befestigungsanlagen und Tortürmen. In der Pfarrkirche zwei berühmte Reliefs von Tilmann Riemenschneider. Von Münnerstadt Wan­derung über den Michelsberg und Burghausen nach Bad Bocklet.

3. Nach Wechterswinkel und dem Frickenhäuser See (blaue Zeichen). Wechterwinkel ist ein ehe­maliges Zisterzienserkloster (Besuch kaum lohnend). Der Frickenhäuser See liegt zehn Minuten vom Dorf Frickenhausen am Weg nach Unsleben links. Der unbedeutende Weiher ist 11.000 Quadratmeter groß und der einzige Landsee Unterfrankens.

Die Eisenbahn berührt zunächst das uralte Dorf Brendlorenzen, dessen Kirche im Jahr 706 ge­gründet sein soll. Die Fahrt geht im Wiesental der Brend aufwärts, oft auf dem Straßendamm, durch hübschen Wald, und endet in Bischofsheim vor der Rhön

 

 

 

Mellrichstadt (272 Meter): Altes bayerisches Städtchen an der Streu, Sitz eines Bezirks­amts. Mit Türmen und Befestigungsmauern. Bekannt durch die im Jahr 1078 hier geschlagene Schlacht zwischen Heinrich IV. und Rudolf von Schwaben. Ausflüge nach der Ruine Henneberg und nach der Lichtenburg bei Ostheim und nach dem Frickenhäuser See.

 

Bad Kissingen

Von Hammelburg (184 Meter) aus kann man durch das Thulbatal nach Brückenau und in die südliche Rhön vordringen und über die Schloßruine Trimberg, Aura mit den Überresten seines Klosters und Garitz nach Bad Kissingen wandern.

Bad Kissingen (201 Meter)ist das größte bayerische Staats­bad, eines der berühmtesten deutschen Heilbäder überhaupt. Seine Anfänge reichen bis in das frühe Mittelalter zurück, seine Salzlager wurden schon in der vorgeschicht­lichen Zeit benutzt. Die fränkischen Fürstbischöfe haben zuerst die wirtschaftliche und medizinische Bedeutung der Quellen erkannt und die erste Gestaltung Kissingens als Kurort in die Hand genommen. Um den weiteren Ausbau von Stadt und Bad machten sich die bayerischen Könige, darunter besonders der kunstliebende Ludwig I. verdient.

Seine Bedeutung und seinen Weltruf aber verdankt Bad Kissingen den Erfolgen seiner heilkräftigen Trink‑ und Bade­quellen, die auf dem linken Saale-Ufer entspringen. Es sind dies die drei stark kohlesäurehaltigen, radioaktiven Trinkquellen Rakoczy, Pandur und der Max­brunnen und die beiden Solequellen Solesprudel (19 Grad C) auf der unteren Saline bei Kissingen und Schönbornsprudel in dem drei Kilometer entfernten Hausen, die ebenfalls beide sich durch ihren überaus großen Gehalt an Kohlesäure auszeichnen (etwa 2800 mg per Liter) und zum Trinken sowohl als auch zum Baden benutzt werden.

Hinzu kommt noch der Luitpold‑Sprudel in Kleinbrach. Letzterem kommt infolge seines Gehaltes an Arsen und Eisen ein anderer Charakter zu als den übrigen Kissinger Heilquellen; er erweist sich sowohl als Badequelle als ein äußerst wirksames Mittel bei Krankheiten des Herzens und der Gefäße und bei rheuma­tischen Leiden, wie auch als Trinkquelle bei Blutarmut und gewissen Magen‑ und Darmkrankheiten. Durch einen neuartigen Pumpentypus ist es gelungen, das Wasser des Sprudels ohne nennenswerten Verlust des gewaltigen Kohlensäuregehaltes in das sieben Kilometer entfernte Kissingen zu leiten.

Die Solequellen dienen ihres hohen Kohlensäuregehaltes wegen in erster Linie Badezwecken. Außer diesen Quellen kommen als Kurmittel in Betracht: Kissinger Bitterwasser, Molke (aus Ziegenmilch gewonnen), das Bockleter Phosphor­-Arsen‑Eisenwasser und die Mineralmoorbäder, aus dem Moor­vorrat der Rhön bereitet.

Die Quellen bewähren sich bei allen Erkrankungen des Magens und Darmes, der Galle, bei Stoffwechselleiden, Kor­pulenz und Herzerkrankungen, die Kissinger Moorbäder bei rheumatischen Beschwerden. Bad Kissingen weist hohe Frequenzziffern auf, die Liste seiner Kurgäste zählte ehedem Fürstlichkeiten in Menge, als berühmtesten, langjährigen Kurgast nennt sie Fürst Bismarck. Heute wie einst trifft sich ein internationales Publikum hier und prominente Persönlich­keiten.

Einen wichtigen Bestandteil der Kurmittel bildet ferner der Gradierbau, in dessen Nähe die Luft außerordentlich salzhaltig, heilkräftig und stärkend ist. Zum Inhalieren verwendet man den Salzdampf (In­halatorium). Im Gurgelkabinett (unter den Arkaden beim Rakoczy‑ Brunnen) wird die Sole zu Trinkkuren und Spü­lungen benutzt. Die Heilquellen und übrigen Heilmittel Kissingens werden in erster Linie bei katarrhalischen Er­krankungen der Verdauungsorgane, organischen und ner­vösen Störungen des Herzens und der Gefäße, Frauen­krankheiten, ferner Stoffwechselkrankheiten, Nervenleiden und Nierenerkrankungen angewandt.

Schon in vorrömischer Zeit waren die Solequellen Kissingens be­kannt. Im späten Mittelalter herrschte hier munterer Badebetrieb. Vor allem aber spielte die Salzgewinnung eine große Rolle. Im frühen 19. Jahrhundert war Bad Kissingen dann ein mondäner Kurort, in dem sich Kaiser, Könige und an­dere Prominenz ein Stell­dichein gaben. Das ist (mit zeitgemäßen Veränderungen) bis heute so geblieben.

Prachtvolle, zu Beginn unse­res Jahrhunderts entworfe­ne Kur‑ und Gartenanlagen reihen sich beiderseits der Saale: rechts des Wasser­laufs das Luitpoldbad mit dem Spielkasino, links der Regentenbau mit dem schönen Konzert‑ und Festsaal, mit Wandelhalle und Trinkquellen. Es gibt den weitläufigen Luitpoldpark, den schmucken Rosengarten und den Pal­mengarten am Hochufer der Fränkischen Saale. Außerhalb der autofreien Kurzone erhebt sich das Jugendstil‑Kurtheater.

In der Altstadt steht das Alte Rathaus von 1577, das Neue Rathaus von 1775 mit dem mittelalterlichen Nebengebäude sowie die quadratisch angelegte Barockkirche St. Jacobus mit dem dreihundert Jahre älteren Turm.

Es gibt hier viele Waldwan­derwege. Der beliebteste führt zum vier Kilometer nordwestlich gelegenen Wildpark Klaushof, in dem man alle in Franken beheima­teten Wildarten zu Gesicht bekommen kann. Von Anfang Mai bis Mitte Oktober fährt eine von vier Apfelschimmeln gezogene Biedermeier‑Postkutsche von Bad Kissingen nach Schloß Aschach bei Bad Bocklet.

 

Rundgang:

Vom Bahnhof geradeaus durch die Bahnhofsanlagen in die an Villen, Kur‑ und Logierhäusern reiche Kurhausstraße, die links Ausblick ge­währt auf das großartige Prinzregent‑Luitpold‑Bad jenseits der Saale, an das sich der Neue Kurpark mit seinen herr­lichen Anlagen anschließt. Diesseits der Saale der Kurgarten, mit der neuen Wandelhalle, die die beiden berühmtesten Quellen Rakoczy und Pandur enthält, die Arkaden mit dem Konversationssaal und das Neue Kurhaus (Regentenbau). Dieser durch reiche Architektur und edles Steinmaterial ausgezeichnete Monumentalbau ist ebenso wie die Wandelhalle nach Entwürfen und unter Leitung des Geheimrats Professor Littmann in München 1911‑1913 ausgeführt.

Den Hauptraum des Baus nimmt der großartige Festsaal mit 1063 Sitzplätzen ein, die sich auf Parkett und Galerie verteilen; an ihn schließt sich eine Flucht weiterer Säle an, die sich um den als Ziergarten ausgebildeten Schmuck­hof gruppieren: Konversationssaal, Spielsaal, zwei Lesesäle sowie Herren‑ und Damenschreibzimmer.

Dem Kur­garten gegenüber, an der Straße, das Kurhaushotel, das im Zusammenhang mit dem 1927/98 erfolgten Neubau des Kur­hausbades an der Prinzregentenstraße 1930 renoviert wurde. Geht man vor dem Kurhaushotel rechts die Theaterstraße hinauf, so trifft man auf die, im romanischen Stil erbaute Evangelische Kirche, rechts in der Straße geradeaus auf das neu eingerichtete Theater. Links in die Hofrat‑Hessing‑Straße, an der Neuen Katholischen, Kirche vorbei und 1inks in die obere Marktstraße zum Marktplatz mit dem Rathaus, in Alt­-Kissingen. Vom Rathaus die Kirchgasse entlang, an der katholischen Pfarrkirche vorbei und weiter durch die Spital­gasse bis zur Kreuzung mit der breiten Maxstraße, an der schräg nach links die Synagoge und weiter oben an der Straßenecke das Englische Bethaus sichtbar wird, durch die Promenadenstraße, die an die Saale und nach dem Promenadenweg zur Unteren und Oberen Saline führt.

Die Saline, ungefähr eine halbe Stunde von Kissingen entfernt, kann man auf Promenadenwegen an beiden Ufern der Saale wie auch mit Dampfboot erreichen. Hier fällt der Gradierbau auf, eine 300 Meter lange Wand aus 12 Meter hoch geschichteten Weißdornen, an denen ständig die Sole herabtropft. Eine Sehenswürdigkeit ist ferner der 100 Meter tiefe intermittierende Solesprudel. In der Nähe in den Anlagen ein Stand­bild des Fürsten Bismarck, 5 Minuten weiter die Obere Saline, ein ehemaliges fürstliches Jagdschlößchen, einst die Wohnung Bis­marcks während seines Kuraufenthaltes. Die Räume sind im damaligen Zustand erhalten geblieben und zu jeder Tageszeit zu besichtigen. Oberhalb der Oberen Saline ragt rechts von der Straße, beim Dorf Hausen, ein achteckiger roter Turm empor, in dem der Schönbornsprudel entspringt.

 

Umgebung:

Voller Naturschönheiten und reich an Kultur ist Kissingens Umgebung. Da ist das wälderreiche Bad Brückenau am Fuße der Rhön, ein bekanntes Nierenbad. Auf der anderen Seite Bad Neuhaus mit der gewaltigen Salzburg, einer ehemaligen Kaiserpfalz. Ein typisches, malerisches Frankenstädtchen ist das nahegelegene idyllische Münner­stadt. Es birgt Schätze mittelalterlicher Kunst, vor allem in der hochinteressanten Pfarrkirche, neben kostbaren Glas­malereien vielgenannte Riemenschneideraltäre. Natur, Kunst und Geschichte ist der tönende Dreiklang in Bad Kissingens Umgebung. Efeuumsponnene Burgen im Tale der fränkischen Saale, so Saaleck bei Hammelburg, bei Euerdorf die Ruine Trimburg und in Bad Kissingen selbst die Bodenlaube und Herrensitze aus üppigem Barock im Umkreise.

 

Ausflüge:

1. Ruine Bodenlaube, der Stammsitz des Minnesängers Otto von Bodenlauben

2. Staffelshöhe mit dem 20 Meter hohen Ludwigsturm und Café. Jagdhaus.

3. Kaskadental, am rechten Ufer der Saale, eine viertelstunde vom Schönbornsprudel.

4. Wittelsbach‑Jubiläumsturm auf dem Scheinberg (32 Meter), mit schöner Rundsieht.

5. Aura mit gleichnamigem Kloster,

6. Trimberg mit Schloß Trimberg

7. Aschach: Schalten Sie bitte um auf "Reiseziele"

8. Stahlbad Bad Bocklet (210 Meter):

8. Die Schwarzen Berge: Von Platz (527 Meter), einem bayerischen Dorf an der Kraftpostlinie Kissingen‑Stadt Brückenau hinauf zur Platzer Kuppe führen gelbe Zeichen (738 Meter), von der ans man eine überraschend schöne und weite Aussicht genießt. Unter dem Namen der Schwarzen Berge versteht man einen Höhenzug von acht Kilometer Länge, südwestlich vorn Kreuzberg und mit diesem durch den Sattel des Guggas zusammenhängend, der den oberen Lauf der Vorderen Sinn an ihrem linken Ufer begleitet. Seine Höhe beträgt im Durchschnitt 800 Meter, bleibt also nur wenig hinter der Hohen Rhön zurück. Aus dem Höhenzug ragen

einzelne flache Kuppen empor: außer der schon erwähnten Platzer Kuppe der Schwarzenberg (832 Meter), der Todtemannsberg (auch Totmansberg, 840 Metzer) und der Feuerberg (834 Meter), der ringsum freie Aussicht bietet.

 

Bad Brückenau siehe Spessart, Sinntal

 

 

 

Thüringische Rhön:

 

Die Kelten in der Rhön

„Gewaltige Körperlänge, rötliche Haare, große Schilder und über­lange Schwerter, dazu ihr Gesang, wenn sie in die Schlacht ziehen... all das be­wusst darauf angelegt, Schrecken zu erre­gen“, notierte der Römer Titus Livius über die wehrhaften Nachbarn im Norden. Im Jahre 387 vor Christus waren sie unter Fürst Bren­nus weit nach Süden gezogen und hatten Rom erobert und geplündert. Bis nach Kleinasien kamen die keltischen Krieger, weite Teile Europas wurden von ihnen vor der Zeitenwende beherrscht. Erst mit dem Gallischen Krieg unter Julius Caesar ‑ As­terix und Obelix lassen grüßen - begann der Stern der Kelten zu sinken.

Doch nicht nur im Kampfgetümmel zeig­ten sie sich ideenreich. Auf sie geht die Er­findung der Seife ebenso zurück wie die der Pflugschar und anderer schmiedeeiser­ner Geräte. Sie fertigten kunstvolle Schmuckstücke aus Bronze und Glas. Schade nur, dass das Kulturvolk keine schriftlichen Zeugnisse hinterließ. Was wir über sie wissen, stammt vor allem aus der Feder der alten Lateiner. Spuren kelti­scher Besiedelung lassen sich dennoch an vielen Orten ausfindig machen, unter an­derem in der hessischen Rhön.

Unweit von Fulda liegt der Bergrücken der Milseburg, mit 835 Metern Höhe die höchste Erhebung der westlichen Kup­penrhön. Eine Burganlage wird man ver­geblich suchen, nur unscheinbare Reste künden von der mittelalterlichen Wehran­lage, die bereits im 13. Jahrhundert ver­fiel. Umso eindrucksvoller präsentieren sich dagegen die Spuren der Kelten. Ein et­wa 1300 Meter langer, breiter Steinwall be­ginnt im Norden an der Geröllhalde des Kälberhutsteines und zieht sich in einem weiten Bogen um die Ostseite des Berges. Eine zweite, innere Befestigungslinie ver­läuft entlang eines nach Westen ausgerich­teten Plateaus. Die imposante Wehranla­ge von insgesamt 32 Hektar ist das größte archäologische Denkmal der Rhön.

Nun muss man nicht denken, dass die alten Kelten zum Schutz ihres „Oppi­dums“ einfach tonnenweise Steine auf­schütteten. Was heute zu sehen ist, sind nur die Reste einer gigantischen Wehr­mauer, die von einer massiven Holzver­schalung gehalten wurde. Die hölzernen Pfosten und Bretter sind dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen.

Leider wurde der Wall lange für eine viel jüngere und damit unbedeutende Ackergrenzziehung gehalten. Beim Bau ei­ner nahen Bahnlinie 1896 wurde ein gro­ßer Teil der Steine für das Anlegen des Gleisbettes verschottert. Erst kurze Zeit später machte der Vor‑ und Frühge­schichtsforscher Joseph Vonderau hier ers­te Grabungen und bewies die Bedeutung der Anlage. Seine Funde sind heute in dem nach ihm benannten Vonderau‑Muse­um in Fulda ausgestellt. Zehn Zentner Tonzeug, Küchengeräte und ein kapitales Schwert wurden damals gefunden.

Seit nunmehr knapp 100 Jahren aber ist an der Milseburg keine Forschung oder Grabung mehr getätigt worden, obwohl Fuldas Stadt‑ und Kreisarchäologe Matthi­as Müller hier nach anhaltendem Regen die keltischen Ton­scherben direkt vom Boden aufle­sen kann. Jetzt wird erstmals wie­der eine ausführli­che Grabung vorge­nommen ‑ direkt unter den Augen der Spaziergänger, die sich im Natur­schutzgebiet auf den Weg zum Gipfel des markanten Ber­ges machen. Wer den steilen Anstieg geschafft hat, fin­den oben nicht nur eine Kapelle und Kreuzigungsgruppe vor, sondern auch ei­ne zünftige Schutz­hütte. Deren Wirt Ernst Bleuel ver­pflegt seit 35 Jah­ren die Wanderer und wird vom Archäologen Müller scherz­haft „unser letzter Kelte“ genannt, weil Li­vius’ Beschreibung recht gut auf ihn passt.

Ernst Bleuel kann auch die Legende vom Riesen Mils erzählen. Der sollte hier oben einst im Dienste des Teufels Wache halten und sicher stellen, dass die christli­chen Missionare nicht in der Rhön Fuß fas­sen würden. Mils aber war ein unaufmerk­samer Geselle, der nichts von der from­men Umtriebigkeit mitbekam und des­halb eines Morgens vom goldglänzenden Gipfelkreuz auf dem Kreuzberg geblendet wurde. Vor Wut warf er einen Steinhagel in die Landschaft, woraus die Kuppenrhön entstand. Riese hin, Teufel her, der Aus­blick von der Milseburg in das „Land der offenen Fernen“ ist überwältigend.

Wem nach gallischer Folklore zumute ist, der sollte ins „Keltenhotel Goldene Aue“ in Sünna reisen. Direkt am Wald­rand liegt die Herberge. Zwar sind die Zim­mer modern ausgestattet, sogar ein Freibad und eine Sauna gibt es, doch Wirt und Personal sind gewandet wie in einem His­torienfilm. Auf den Tisch kommen Dinge, die auch unsere Vorfahren schon gegessen haben mögen: Braten mit Wiesenkräu­tern, Pilzsuppe und Waldbeeren etwa. Die Stühle sind mit Fellen bespannt, im Ka­min lodert ein offenes Feuer, und manch­mal spielt die Gruppe „Megin“ mit Trorn­mel und „Dord“ auf, dem Nachbau eines keltischen Blasinstruments aus Bronze. Auf dem Dietrichs‑ und dem Öchsenberg, beide in unmittelbarer Nähe, gelegen, fin­det man bis heute Reste von Wallanlagen sowie Grabhügel und Quellheiligtümer.

Auf dem Thüringischen Dolmar, dem Hausberg Meiningens, kann man eine sol­che Anlage sogar aus der Luft bewundern. Gleich unterhalb des Berges residiert die „Flugschule Dolmar“ mit der Ausflugsgast­stätte „Quax“. Von hier aus kann man mit Ultraleicht‑Fliegern in die Luft gehen und eine Runde über Keltenresten drehen.

 

Die Kelten waren es auch, die im nahen Bad Salzungen als erste das „weiße Gold“ gewannen. Das moderne Solebewegungs­bad hinterm pittoresken Fachwerkensem­ble des Kurhauses wurde danun nach den alten Galliern „Keltenbad“ benannt. Wer den Zusammenhang nicht glaubt, kann an der Kasse nicht nur den Eintritt lösen, son‑

dern auch Plüschdruiden, Keltendolche und Keltenkosmetik erstehen. Draußen im Gradierwerk inhalieren die Kurgäste die heilsame Sole im historischen Wandel­gang. Damit das Salz nicht ihre Kleider be­schmutzt, tragen die Patienten lange wei­ße Leinenkutten mit Kapuzen und sehen wirklich wie Druiden aus.

Sehr sehenswerte keltische Fundstücke fin­den sich im südlichen Thüringen am Fuß der Gleichberge im Steinsburgmuseum, Waldhaussiedlung 8, 98631 Römhild. Tel. 036948/20561, tägl. geöffnet von 9‑17 Uhr, Eintritt: 2 Euro, Kinder 0,50 Euro.

 

 

Ruine Henneberg: Der Weg geht auf der Landstraße nach Mellrichstadt im Werratal bis zum „Still“ und dann im Sulzbachgrund hinauf. Oberhalb von Sülzfeld zweigt, eine Allee rechts nach der Fasanerie ab, einem ehemaligen herzog­lichen Schloß mit Wildpark. (Von den Saalfenstern im ersten Stock schöne Aussicht auf die Hohe Rhön bei Franken­heim.) Nach einer weiteren halben St. erreicht man Dorf Henneberg, das sich malerisch an den Burgberg anlehnt. Die Ruine Henneberg ist die Stammburg der Grafen von Henneberg, die im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde. Von hier aus über Bauerbach (wo sich Schiller 1782‑1783 aufhielt und „Kabale und Liebe“ dichtete) nach Ritschenhausen und mit der Eisenbahn wieder nach Meiningen zurück.

 

 

 

Kaltennordheim (439 Meter): Luftkurort am Fuß der Hohen Rhön, thüringisches Städtchen an der Felda, schon 795 geschichtlich erwähnt. Im Schloßhof Reste eines alten hennebergi­schen Sitzes. Einfache, hübsche neue Kirche.

Wanderungen::

1. Pinzlar (663 Meter. grüne und rote Bezeichnung): Eine Waldpartie über die Hut auf der Höhe des Weges von Kaltennordheim nach Tann. Der Weg führt von der Gottesackerkirche aus an der Hexenlinde (alte Dorflinde) vorbei in die Höhe.

2. Stellberg (661 Meter) ein Berg auf der Was­serscheide zwischen Felda und Streu schöne, aber getrennt zu genießende Aussicht nach Franken und nach Thüringen.

3. Ellenbogen (814 Meter): Der Weg geht über Mittelsdorf oder auf der Landstraße an der Erbsmühle (mit schöner Linde) vorbei, über Kaltensundheim mit bemerkenswerter Wehrkirche) und  Reichenhausen bis halbwegs nach Frankenheim und dann rechts hinauf (Weg­weiser). Zwischen Kaltensundheim und Reichenhausen liegt links von der Landstraße die Altermark, ein schön be­waldeter Bergkegel mit bemerkenswerter Rundsicht. Wie auf vielen Rhönbergen war auch auf der Altemark in vorgeschichtlicher Zeit eine Volksburg. Rückweg über die Feis (734 Meter) und Kaltenwestheim nur für Wegkundige.

4. Geba (751Meter), höchster Berg der östlichen Vorderrhön  Landstraße über Dorf Oberkatz bis zum Weiler Dürrensolz, dann rechts durch schönen Wald auf grün bezeichentem Weg auf die freie Höhe.

 

Meiningen (298 Meter): Thüringische Kreisstadt an der Werra. Rundgang: Vom Bahnhof aus betritt man den Englischen Garten mit herrlichen Bäumen, Teichanlagen und verschie­denen Denkmälern (Jean-Paul-Denkmal, Kriegerdenkmal, Märchenbrunnen zu Ludwig Bechsteins Gedächtnis). Am jenseitigen Ende, an der Bernhardstraße, das Landes­theater, an Stelle des 1908 abgebrannten Hoftheaters erbaut, wegen seiner Musteraufführungen in der Theatergeschichte bekannt. Von der Bernhardstraße an verschiede­nen ehemaligen Palais vorbei nach der Georgstraße und, rechts abbiegend, durch die Klostergase zum Schloß (Elisabethenburg), 1682 von Bernhard I.. zu Ehren seiner Gemahn Elisabeth in E-Form erbaut. Es enthält in einem Rundbau die Räumlichkeiten der Verwaltungsbehör­den und verschiedener Archive, namentlich des Hennebergischen Archivs.

Vom Schloß wieder zurück durch die Georgstraße zum Markt mit der zweitürmigen Stadtkirche und dem Rathaus. Den Markt ziert ein Brunnen mit dem Standbild Kaiser Heinrichs II., der die Stadt befestigte.

 

Dolmar (740 Meter): Ein Vorberg des Thüringer Waldes. Auf dem Gipfel  Schutzhaus.

Die Hänge des Dolmar werden im Sommer zur Segelfliegerei benutzt, im Winter dienen sie dem Skisport. Auf den Hochwiesen weiden Viehherden. Die Aussicht vom Dolmar ist wohl eine der schönsten Mitteldeutschlands. Nach Norden und Osten erblickt man den imposanten Zug des Thüringer Waldes und weiter das Fichtelgebirge. Im Süden und Westen erkennt man die beiden Gleichberge bei Römhild, rechts davon die Haßberge und den Steigerwald. Im Südosten die Veste Coburg, die Veste Heldburg und der zerfallene Straufhain. Ferner sind die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen und der Staffelberg erkennbar. Im Westen das Rhöngebirge, der Habichtswald bei Kassel und der Meißner bei Eschwege.

 

Geba (751Meter): Man geht entweder auf grün bezeichnetem Weg über Dreißigacker, dessen Schloß seit 1920 ein Volkshoch­schulheim beherbergt, oder den grünen Zeichen nach über Herpf. Bei dem Dörfchen Traebes, durch das beide Wege führen, ein mit Sträuchern und Bäumen bewachsener trichterförmiger Erdfall, das Traebeser Loch. Der Gipfel der Geba ist kahl und trägt die Meininger Hütte. Die Aussicht ist hervorragend schön: Nach Norden Habichts­wald bei Kassel mit dem Herkules, Meißner, näher Stoffelskuppe und Pleß, die Wartburg, Kissel, Inselsberg, nahe Wasungen mit der Maienluft; nach Osten Thüringer Wald, Dolmar. Fichtelgebirge mit Schneeberg und Ochsenkopf (sehr entfernt), die Veste Coburg, die Gleichberge bei Röm­hild: nach Süden Steigerwahl mit dem Zabelstein bei Gerolzhofen, nahe die Ruine Henneberg, ferner die Haßberge, die Salzburg bei Neustadt, Schwarze Berge und Kreuzberg; nach Westen Hohe Rhön mit Schwaben­himmel, Wasserkuppe, Ellenbogen (Milseburg verdeckt), ferner Auersberg, Habel, Engelsberg und die Berge bei Dermbach.

 

Spahl:

Das erste Rhöner Spaßmuseum in Spahl in Thüringen

Auf über 270 Quadratmeter Ausstellungsfläche gibt es hier eine kluge Kombination aus Historischem, Kuriosem und Witzigem! Zusammengetragen von Christoph Trabert aus dem „Rhöner Landleben“ stehen hier Szenen aus ländlichem und bäuerlichem Leben immer garniert mit einem passenden Spruch oder Witz! Dort gibt es auch Sprüche zu lesen wie die Aussage eines Metzgers: „Wenn das rauskommt, was da rein kommt, dann kommen wir rein und nie wieder raus!“

 Das erste Rhöner Spaßmuseum bietet auch Platz für Übernachtungen und mit der „Heilen Schern“ einen angeschlossenen Gasthof, in dem Sie speisen und trinken können!

Öffnungszeiten: Montags geschlossen, Di.-So.: 12:00 - 20:00 Uhr

Eintritt: pro Person EUR 2,00

Internet: www.heileschern.de

 

 

 

Frankenheim (750 Meter): Das höchstgelegene Dorf des ganzen Gebirges, politisch zu Thüringen gehörig, wird wegen seiner reinen Luft und Gelegenheit zu bequemen Waldspaziergängen als Sommerfrische aufgesucht, auch von Kissinger Ärzten für Nachkuren, Liegekuren usw. im Sommer und Winter empfohlen. Schwimm‑ und Luftbad. Für Wintersport (Skilauf) vorzüglich geeignet. Der Billstein (789 Meter) ist eine Basaltanhäufung am Westrande der Hohen Rhön mit herrlicher Aussicht auf den Ulstergrund.

Birx: Ebenfalls politisch zu Thüringen gehörend,  liegt etwas geschützter als dieses, in 730 Meter Höhe, am Dungküppel mit schönem Blick nach der Wasser­kuppe.

Schwarzes Moor: Zunächst nach dem Braunkohlewerk im Lettengraben, dann hinauf auf

den Melpertser Rasenberg. Hier sieht man in einiger Ent­fernung das Moor als schwärzliche Fläche. Am oberen Rand vorbei nach dem Dorf Birx und dann die Landstraße Fladungen‑Seiferts entweder bis Seiferts (Bahnstation), oder bei der Birxmühle den Fußpfad hin­unter nach Melperts und die Straße weiter nach Wüsten­sachsen zurück.

 

Wanderung von Frankenheim über die Hohe Rhön:

Auf der Straße nach Birx bis zu dem Wegweiser, der nach dem Schwarzen Moor zeigt, diesem nach und kurz vor dem Moor etwas nach rechts ab, am Querenberg (804 Meter) vorbei; man sieht eine flache Erhebung vor sich, den Stürnberg (902 Meter) mit dein Hohen Polster, die man ersteigen muß, um sumpfige Stellen zu vermeiden. Oben umfassende Aussicht: Nach Osten sieht man ins Frankenland hinein, nach Westen zur Wasserkuppe und Milseburg hin, nach Süden zu erblickt man als Abschluß einer ausgedehnten Rasenfläche einen flachen zweigzipfligen Bergrücken, links

Den Schwabenhimmel (913 Meter) und  Heidelstein (930 Meter, weiter vorn, etwas nach rechts, eine basaltische, teilweise bewaldete Kuppe, den Steinkopf bei Wüstensachsen. Diese Hochfläche ist zur Zeit der Heuernte, Mitte bis Ende Juli, der Schauplatz bunten Lebens. Ans den Dörfern im Tal: Wüstensachsen, Oberelsbach, Ginolfs, Sondheim, Roth, Hausen usw. kommen die Mäher herauf, um das Gras auf den Hutflächen zu mähen und das gemähte Gras zum Trocknen zu wen­den. Das nimmt bei gutem Wetter einige Tage, bei ungünstigem dagegen oft Wochen in Anspruch,

Während dieser Zeit hausen die Leute auf der Hochfläche in Zelten, deren Zahl viele Hunderte beträgt und die mit ihren weißen, schimmern­den Flächen der Landschaft ein ganz eigenartiges Gepräge verleihen. Später wird das Bild noch mehr belebt durch die Hunderte von Ochsengespannen, die in Kreuz‑ und Querfahrten über die weite Fläche ziehen, um das Heu zu Tal zu schaffen.

Zwischen Stürnberg und Heidelstein gibt es keinen zu­sammenhängenden Weg, doch zeigen die in gewissen Ab­ständen angebrachten Pfähle die Richtung genau an. Am Fuße des Heidelsteins (Schwabenhimmels), in der Ein­senkung zwischen Ulster und Elsbach, wendet man sich links und verfolgt den Weg, der die Ortschaften Wüstensachsen und Oberelsbach verbindet, überschreitet den östlich vom Heidelstein (Schwabenhimmel) liegenden Maihügel; jen­seits wird eine Schulzhütte sichtbar. Es empfiehlt sich, von der Schutzhütte dem Bächlein und der Markierung folgend, durch junge Tannen hinab bis zum Fahrweg, dann links zur Basaltanhäufung des Steinernen Hauses zu gehen Man verfolgt nun den von Oberelsbach heraufführenden, bezeichneten Weg in westlicher Richtung und gelangt auf den Gipfel des Heidelsteins (930 Meter), den Mittelpunkt des ganzen Gebirges. Hier übersieht man seine Gliederung am besten: nach Norden zu spaltet das Ulstertal die Hohe Rhön in ihre beiden Äste, nach Südwest erstreckt sich der wuchtige Rücken der Waldgebirgigen Rhön, nach Süden türmt sich der Gebirgsstock des Kreuz­bergs mit den Schwarzen Bergen auf. Ein Denkmal für die im Weltkrieg gefallenen Rhönklubmitglieder ist auf dem Schwaben­himmel.

Nunmehr folgt man den roten Zeichen, die hinunter nach Gersfeld führen, bis zum Roten Moor (818 Meter) an der Straße Bischofsheim‑Wüstensachsen, einer 3,3 Hektar großen Fläche, die 6‑10 Meter in die Tiefe geht. Die Ausbeute an Moorerde wird nach Gersfeld und Bischofsheim abgefahren und in den umliegenden Badeorten Kissingen, Brückenau, Orb und anderen zur Herstellung von Moorbädern verwendet. Am Moor wendet man sich nach rechts und folgt den blauen Zeichen, die vom Kreuzberg herüberkommen; bald kreuzt man die Straße Obernhansen‑Wüstensachsen und sieht hinab in das Gersfelder Tal mit seiner Bergmauer im Hinter­grund. Links vom Wege eine Anlage, welche die unter einem Haufen zusammengeschichteter Basaltsteine entspringende, vom Rhönklub gefaßte Fuldaquelle (855 Meter) umgibt; Inschrift.

Nach halbstündiger Wanderung erreicht man den Gipfel der Großen Wasserkuppe, den höchsten Punkt des Rhöngebirges (950 Meter). Von hier senkt sich die Hochfläche nach allen Richtungen hin, zum Teil sehr schroff in die Tiefe.

 

 

 

Birx

Aus Richtung Fulda über die Bundesstraße 458 in Richtung Hilders. Im Ortsteil Batten nach rechts bis zum Ehrenber­ger Ortsteil Seiferts, dort links in Richtung Birx/Hochrhönstraße abbiegen. Der Weg beginnt an der Abzweigurig der Landesstraße 3476 von Seiferts im Landkreis Fulda nach Fla­dungen in der bayrischen Rhön. Direkt nach der Abzweigung in Richtung Birx ori­entieren wie uns am Schild Basaltwerk.

An der breiten Fahr­straße, die aller­dings an Werkta­gen stark von, Last­kraftwagen befah­ren ist, finden wir im Einfahrtsbe­reich gleich einen Parkplatz am Stra­ßenrand. Ab jetzt wird nur noch gelaufen. Ein altes Wege­kreuz aus dem Mittelalter an der Ecke der Einfahrt dient uns als imposanter Anhalts­punkt in Basalt.

Vierzig Meter oberhalb des Kreuzes von der Basaltwerkszufahrt her schlagen wir uns rechts in die Büsche. Nur schwach ist ein überwachsener Weg zu erkennen. Grenzsteine und Stümpfe der westlichen Grenzmarkierung zeigen uns die Rich­tung: Hier verlief bis vor zehn Jahren die Demarkationslinie. Überall in diesem Ge­biet stößt man auf Betontrümmer, hervor­stehende Stacheldrahtreste, Relikte des Doppelzaunes von 1962 ‑ eine Schutthal­de der Geschichte. Die Natur hat sich schon vieles wieder zurückgeholt. Die frü­her breit ausgeschlagene Schneise ist fast völlig wieder ausgefüllt. Wir stehen vor der Entscheidung, auf welchem Weg wir den vor uns liegenden und immerhin 770 Meter hohen Dungberg meistern wollen, entlang der Basaltwerkzu­fahrt um den Berg herum ist bequemer als direkt.

Überwachsene Betonpfähle liegen, ei­ner unsichtbaren Linie folgend, in der Landschaft. Sie markieren Kolonnenweg und Sperrgraben, denen wir nun in Rich­tung Nordosten folgen. Wir laufen auf ein­gezäunten Viehweiden.

Vor uns ein Forst­weg, nach rechts führt ein Feldweg nach Birx. Geradeaus ist ein fast zugewachse­ner Trampelpfad zu erkennen. Hier geht unsere Wanderung weiter, eine kleine An­höhe und wir stehen vor einem etwa zwei Meter hohen Basaltkopf, dem Bildstein, der bereits auf ehemaligem DDR‑Gelände liegt. Das Gebiet hier gelangte vor gut 38 Jahren zu trauriger Berühmtheit: Vierjun­ge Männer, die am Karfreitag des Jahres 1962 einen Ausflug an die Grenze gemacht hatten, waren auf dem Basaltkopf sitzend von Volkspolizisten mit Maschinengewehr­garben beschossen worden. Ein junger Mann konnte nur durch glückliche Um­stände gerettet werden. Der erste deutsch­-deutsche Grenzzwischenfall in diesem Ge­biet. Erst 1999 mußte sich der Schütze vor dem Meininger Landgericht verantwor­ten. Wir wenden uns auf dem Kolonnen­weg nach Süden, passieren einen grünen Betonturm, wohl ein rückwärtiger Füh­rungsturm. Jetzt hat man ständig Sicht­kontakt nach Birx und kann sich die viel­fältigen Wegelängen, die das weitverzweig­te Feldwegenetz hier anbietet, nach Lust, Zeit und Fitness aussuchen. Über die Kreis­straße nach Seiferts gelangen wir nach ei­nem halben Kilometer wieder an unseren Ausgangspunkt zurück.

 

Geisa:

Thüringische Stadt, malerisch am linken Ufer der U1ster auf einem Hügel. ­Altes Schloß, jetzt Sitz des Amtsgerichts und Forstamts, daneben evangelische Kirche und Synagoge. Unter einem Lindenbaum fünf große Steine, Überbleibsel des alten Cent­gerichts. Auf dem Marktplatz das Rathaus und die katholische Pfarrkirche.

           

1. Rockenstuhl: (529 Meter, schwarze Zeichen). Wanderung über den Abendsberg und Bocksberg. Auf der Höhe Schutzhaus mit Turm und Plattform, von der aus man eine überraschend umfassende Rundsicht genießt.

2. Haselstein: Fahrstraße über Wiesenfeld und Setzelbach. Auf der Höhe zwischen Setzelbach und Dorf Haselstein überraschender Blick auf den aus dem jen­seitigen Tal jäh emporsteigenden, ungeheuren Felsblock. Vom Dorf Haselstein, das sich an diesen Felsen anlehnt, noch ¼ Stunde steil zur Höhe; oben Reste eines Raubritterschlosses.

 

Feldatal:

Merkers: Bei Merkers rechts der während der ganzen Fahrt sichtbare steile, schön bewaldete Krayenberg mit Burgruine (Aufstieg von Tiefenort aus). Ab Dorndorf mit der schmalspurigen, 28 Kilometer langen Feldabahn.

 

Dietlas: Großes Kalibergwerk ,,Großherzog von Sachsen“. Von Dietlas aus empfiehlt sich der Besuch des Öchsen­berg (Weg, grün bezeichnet, steil im Wald empor), an Martinroda vorbei auf freiem Felde nach Völkershausen. Von hier in 3/4 St. auf schönem Promenaden­weg bis zum Gipfel.

 

Stadtlengsfeld an der Felda (271 Meter): Stammschloß der Freiherren von Boineburg, anmutige Lage, beliebte Sommerfrische.

 

Weilar: Von Boyneburg’sches Schloß mit Park

 

Urnshausen: Von hier aus ist der Besuch des herr­lich gelegenen Schönsees, eines mit Wasser gefüllten Erd­falls, wie sie in jener Gegend häufig vorkommen, sehr zu empfehlen

 

Bernshausen: Hinter Bernshausen liegt in 400 Meter Höhe inmitten von Erlengebüsch am Fuße der Stoffelskuppe, die fast kreisrunde, tiefe, im Durch­messer 220 Meter breite Bernshäuser Kutte in märchen­hafter Einsamkeit.

 

Zella (St. Martini): Schöne Barockkirche und ehemaligem Nonnenkloster, jetzt Gutsgebäude, in herrlicher Inge auf einer Anhöhe; schöner Blick auf den Thüringer Wald bei Eisenach.

 

Dermbach (360 Meter): Hübsch gelegener, berg­umsäumter thüringischer Marktflecken an der Felda­bahn, früher Sitz vieler Verwaltungsbehörden. Alter Markt- und Centort. Aufblühende Sommerfische. Der Ort bietet, an der Eingangspforte zur Rhön gelegen, mannigfache Gelegenheit zu größeren und kleineren Gebirgswanderungen wie auch zu Spaziergängen in die Umgebung und ist daher als Sommerfrische und Tourenstandquartier beliebt. Hauptsitz der thüringischen Korkwarenindustrie.

Katholische Kirche: Barockbau mit großem Hochaltar aus Stuckmarmor und gut geschnitzten Beichtstühle. Bau­lich mit der Kirche verbunden das Franziskanerkloster,  das 1818 aufgehoben wurde und jetzt Wohnungen und die Schule enthält; dem Kloster gegenüber das früher Fuldaische Schloß (1707 im Barockstil erbaut, mit schön ge­arbeiteten Wappen), das jetzt Amtsräume enthält. Protestantische Kirche mit gutem Holzrelief des Abendmahls aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Bei Dermbach fand am 3./4. Juli 1866 zwischen Bayern und Preußen ein Treffen statt, dessen Opfer zum Teil auf dem Dermhacher Friedhof begraben sind.

Spaziergänge: Nachdem Karl-Friedrich-Stein führen viele schattige Promenadenwege mit herrlichen Aussichten, von welchen besonders die sogenannte Hirtentränke zu erwähnen ist. ein idyllischer Fleck mit Brunnen und Ruhebänken. Sehenswert ist ferner der Ibengarten, ein Wald jenseits der Felda auf dem Neuberg, der den größten geschlossenen Bestand an Eichenbäumen in Deutschland (etwa 450 Stämme) aufweist. - Altes Schloeß (650 Meter) mit

Wallgraben und schönen Basaltfeldern.

 

Ausflüge:

1. Glaser (672 Meter): unbewaldeter Berg mit ausgedehnten Hutflächen. Am Gipfel 10 Meter hohes Holzkreuz und das Glaserhaus

2. Hessenkuppe (687 Meter) mit großem, vorgeschichtlichem Ringwall, eng verbunden mit der Sachsenburg (707 Meter) mit interessanten, meterlangen, z.T. aufrechtstehenden sechskantigen Basaltsäulen.

Rundwanderung über Sachsenburg, Zellerkopf, das Alte Schloß und den Karl-Friedrich-Stein.

 

Vacha: Thüringische Stadt an der Werra, Endpunkt der Eisenbahnlinie Salzungen ‑Vacha. Die Stadt, an der Heerstraße Leipzig‑Frankfurt, war einst wichtige Etappe für Handel und Militär; nach dem Bau der großen thüringischen und hessischen Eisenbahn­ sank die Bedeutung Vachas, hat sich aber in neuerer Zeit infolge des Aufblühens der Kaliindustrie in der Umgegend (z. Z. vier Werke in Betrieb) und unter dem Einfluß des gesteigerten Fremdenverkehrs nach der Rhön wieder gehoben.

Sehenswert sind der alte Befestigungsturm mit dem Storchnest in der Nähe des Bahnhofs, der hübsche Marktplatz mit dem Vitus‑Brunnen, einem der ältesten Brunnen Thüringens, und der „Widemark“, einem stattlichen Renaissancebauwerk in malerischer Holzarchitektur (jetzt Rathaus mit vorzüglichem Ratskeller), und die alte Werrabrücke, welche die Ufer durch 14 Bogen verbindet. ‑ In der Nähe der verwilderte Berg­park Weidenhain, zum Schloß des Landgrafen von Hessen­-Philippstal führend.

 

Bad Salzungen (262 Meter): Thüringische Stadt an der Werra. Das wegen seiner starken Solquellen und eigerartigen Inhalationseinrichtnngen sehr besuchte Solbad liegt anmutig in weitem Wiesengrund zwischen den südwestlichen Vorbergen des Thüringer Waldes und den nördlichsten Vorbergen der Rhön. Das unmittelbar am Bahnhof gelegene, schon 755 genannte Salzwerk produziert jährlich gegen 200.000 Zentner Siedesalz: Speise-, Vieh- und Gewerbesalz. Die beiden Gradierhäuser nördlich der Bahn, sind gegen Wind und Sonne geschützt; die Wirkung der In­halationskur ist daher unvergleichlich viel stärker als bei offenen Gradierwerken.

Besuchenswert ist der Salzunger See, 1,5 Kilometer im Umfang, 10,5 Hektar Flächengehalt, von 30 Meter Tiefe, um den herum schattige Promenadenwege führen; westlich die städtischen Anlagen; von der Schanze über den Seebeeg Aussicht nach der Rhön und dem Thüringer Wald; an der Westseite des Sees das schöne Kurhaus mit großem Kurpark, Mittelpunkt des Badelebens. Ausflug zum Pleß (645 Meter) und über die Kilianskuppe (493 Meter) nach Station Breitungen. Der Weg führt über den Oberen Sorghof nach Kaltenborn und von da durch prächtigen Wald

 

Gerstungen: Thüringischer Markt­flecken mit Schloß und Kammergut, Kaliwerk, am linken Ufer der Werra. Ausgangspunkt einer schönen Wanderung nach dem Greienberg und dem Landecker, den nördlichsten Erhebungen, die noch zur eigentlichen vulkanischen Rhön zu rechnen sind. Eisenbahn bis Hönebach, der Halte­stelle vor dem Hönebacher Tunnel; zu Fuß durchs Dorf und weiter auf sandigem Fußweg, der nach einer halben Stunde die Landstraße nach Friedewald er­reicht. Diese durchschneidet den Säulingswald, ein Buntsandsteingebiet, das die Rhön im Norden abschließt. Südlich von Friedewald der Greienberg (511 in), mit schöner Rundsicht. Anschließend der Landecker, eine breite Hochfläche (508 Meter), an deren Südwestende die Ruine Landeck liegt. Endpunkt der Wanderung ist der Flecken Schenklengsfeld am Fuß des Landeckers, von wo die Hersfelder Kreis‑Kleinbahn nach der Station Helmboldshausen der Linie Gerstungen‑Vacha führt.